Boston Jane und der unheimliche Fremde / Boston Jane Bd.2 - Holm, Jennifer L.
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Wildromantisch! Janes abenteuerliche Reise ...
Jane steht schon am Pier, um nach Philadelphia zurückzufahren, als sie die Nachricht erhält, dass ihr Vater gestorben ist. Sie entschließt sich, in der Shoalwater Bay zu bleiben. Auch Jehu, den sie liebt, hat sich hier niedergelassen. Doch Jane will auf eigenen Beinen stehen! Eines Tages taucht ein geheimnisvoller Fremder in der Bucht auf. Als Jane erfährt, dass er eine alte Rechnung mit dem raubeinigen Russel, dem Anführer der Siedler, begleichen will, macht sie sich gemeinsam Jehu und dem Indianer Keer-ukso auf eine gefährliche Reise durch die Wildnis, um Russel zu warnen ...…mehr

Produktbeschreibung
Wildromantisch! Janes abenteuerliche Reise ...

Jane steht schon am Pier, um nach Philadelphia zurückzufahren, als sie die Nachricht erhält, dass ihr Vater gestorben ist. Sie entschließt sich, in der Shoalwater Bay zu bleiben. Auch Jehu, den sie liebt, hat sich hier niedergelassen. Doch Jane will auf eigenen Beinen stehen! Eines Tages taucht ein geheimnisvoller Fremder in der Bucht auf. Als Jane erfährt, dass er eine alte Rechnung mit dem raubeinigen Russel, dem Anführer der Siedler, begleichen will, macht sie sich gemeinsam Jehu und dem Indianer Keer-ukso auf eine gefährliche Reise durch die Wildnis, um Russel zu warnen ...
  • Produktdetails
  • Verlag: Dressler Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 254
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm
  • Gewicht: 400g
  • ISBN-13: 9783791508238
  • ISBN-10: 3791508237
  • Artikelnr.: 11909855
Autorenporträt
Jennifer Holm erkannte nach dem Studium und Jobs beim Fernsehen bald, dass das Schreiben ihre wahre Berufung ist. Sie hat schon zahlreiche sehr beliebte Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 01.03.2003

Heulsuse im Wilden Westen
Fast wie ein altmodisches Mädchenbuch: "Boston Jane"

Sie spuckt zielsicher vom Häuserdach und ist den Tränen nahe, wenn die arrogante Sally Biddle sie verhöhnt. Zu Anfang des Romans erscheint Jane Peck als kuriose Mischung aus Lausbub und Heulsuse. Dann entschließt sie sich, etwas anderes zu werden und beginnt ein Studium an "Miss Hepplewhites Akademie für junge Damen". Dort lernt sie, wie man Taschentücher bestickt, Tee einschenkt, sich die Taille zuschnürt und ansonsten schön brav den Mund hält. Wir befinden uns in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals, als pubertierende Mädchen noch keine renitenten Teenager, sondern bloß aufbegehrende Backfische waren. Nachdem Jane Peck sich den Titel Dame hart erarbeitet hat, verschlägt es sie - der Liebe wegen - vom beschaulichen Philadelphia in die Wildnis des Grenzlandes. Zwischen Pionieren und Chinook-Indianern besteht sie ihre Abenteuer. Das macht sie nach einigen Anlaufschwierigkeiten natürlich fabelhaft. Sie reüssiert als Austernfischerin und Walabspeckerin, erweist sich als passable Totengräberin, Köchin und Ärztin; wie sie überhaupt in den meisten Lebenslagen unglaublich gut reagiert.

Dabei erzählt die amerikanische Schriftstellerin Jennifer L. Holm eine Art umgekehrter "My Fair Lady"-Geschichte. Die "unnütze Göre" Jane muß ihren ganzen Benimm über Bord werfen, um das Leben in der Wildnis zu meistern. Wie schon in ihrem ersten Buch "May Amelia" läßt die Autorin ihre Heldin selbst erzählen. Jane macht das durchaus humorvoll und packend, auch wenn sie zuweilen zu lächerlich altbackenen und schwülstigen Formulierungen greift.

Der Roman spielt dabei einigermaßen geschickt mit den Genres, läßt genügend Raum für Abenteuer, Grusel und Romantik sowie für die Entwicklung der Ich-Erzählerin. Aus dem Wildfang wird die dämliche Miss Peck, die sich später als hartgesottene Boston Jane entpuppt. Leider drängt die Autorin immer wieder ihr Wissen über das Leben der Indianer in die Dialoge. Viel aufregender ist aber das Leben der Jane Peck, die in the middle of nowhere lernt, wie man Kirschkuchen mit Brombeeren backt und daß niemand sie rettet außer sie selbst.

SHIRIN SOJITRAWALLA

Jennifer L. Holm: "Boston Jane". Ein Mädchen in der Wildnis. Aus dem Englischen übersetzt von Ilse Strasmann. Cecilie Dressler Verlag, Hamburg 2002. 271 S., geb., 12,90 [Euro]. Ab 12 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 06.10.2003

Boston Jane im wilden Land
Jennifer L. Holm erzählt vom Leben eines Siedlermädchens
Die amerikanische Autorin Jennifer L. Holm hat nach ihrem preisgekrönten Debütroman Amelia May mit dem zweiten Band der Trilogie Boston Jane erneut den äußersten Wilden Westen – im Süden des Staates Washington – zur Zeit der großen Trecks lebendig werden lassen. Das Geheimnis ihres Erfolgs scheint in der geglückten Verknüpfung von historischer Szenerie, differenzierter Milieuschilderung, profilierter Personenzeichnung, lebensnahen Dialogen und einer gehörigen Portion Sentiment zu liegen. Letzteres führt zwar manchmal in die Gefilde des Melodrams, wenn Jane etwa die Wellen, die ans Ufer schlagen, das Wort „daheim” flüstern hört. Aber da Gefühle in dieser Geschichte vielschichtig und farbenfroh beschrieben werden, ist das zu verkraften. Gelbgrüner Neid folgt zartem Liebessehnen, gepflegte Konversation dem Poltern verlauster, bärbeißiger Kerle.
Mit denen hat die inzwischen 16-jährige Ich-Erzählerin ihre liebe Not. Überall sieht sie , die den Siedlern die Wäsche wäscht, kocht und den besten Kuchen bäckt, sich von Ignoranten umgeben. Im nächsten Augenblick aber wärmen ihr die Freundlichkeit der benachbarten Chinook-Indianer und die unglaubliche Schönheit des Landes die Seele. Dass sich hinter den rauen Fassaden mancher Mannsbilder Herzensgüte verbirgt, das entdeckt Jane erst, als sich Leidenschaft und Kratzbürstigkeit etwas besänftigen. Doch dazu bedarf es einiger schmerzlicher, ja sogar lebensgefährlicher Erfahrungen. Dann wird sie Jehu, der sie liebt, mit anderen Augen betrachten. Oder den kauzigen Ethnologen James Swan, der wie ein Vater zu ihr ist. Oder den Tabak spuckenden Mr. Russell, der sie aufnahm, als der Mann, dem sie in die Wildnis folgte, eine andere heiratete. Zu allem Übel taucht dazu nicht nur eine elegante junge Dame auf, sondern auch noch ein unheimlicher Gentleman, der anscheinend mit dem alten Russell eine Rechnung zu begleichen hat.
Das klingt schon wieder nach Melodram und könnte als Vorlage für eine TV-Wildwest-Saga dienen. Gar keine schlechte Idee. Boston Jane und ihre Freunde würden zwar manchmal fast im Morast des wilden Landes versinken, aber nicht in Sentimentalitäten. Dazu schreibt ihnen Jennifer L. Holm zu gute ironische Dialoge auf den Leib und setzt sie in ein viel zu realistisches Milieu. Das ist so packend, dass man – vom Fels an der Bucht ins Hier und Jetzt zurückgekehrt, zum Trost einen Fisherman‘s Pudding verspeist. Ein bisschen süßlich, aber so bekömmlich wie die Lektüre der Geschichten von Jane Peck, genannt Boston Jane. (ab 12 Jahre)
SIGGI SEUSS
JENNIFER L. HOLM: Boston Jane und der unheimliche Fremde. Aus dem Amerikanischen von Ilse Strasmann. Dressler Verlag 2003. 256 Seiten, 12,90 Euro
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Nach ihrem Band "Boston Jane - Ein Mädchen in der Wildnis" schickt die amerikanische Autorin Jennifer L. Holm nun eine Fortsetzung ins Rennen, die das Erfolgsrezept mit frischen Zutaten aufmischt, so Rezensentin Siggi Seuss. Das Geheimnis ihres Erfolges müsse in der geglückten Kombination von historischem Setting, präziser Charakterzeichnung, lebendigen Dialogen und einem gehörigen Schuss Melodram liegen. Die Gefühle wogen kräftig, schreibt Seuss, das sei aber bei der ansonsten so lebensnahen und realistischen Schilderung des amerikanischen Siedlermilieus zu verkraften. Die Ich-Erzählerin Jane ist mittlerweile 16 Jahre alt, sie kocht und näht für andere, beobachtet ihre Umgebung, entdeckt die Freundlichkeit der Indianer, die Schönheit der Landschaft im Staate Washington, dem äußersten Wilden Westen, und gelegentlich auch ein Funken Herzensgüte bei den raubeinigen und bärbeißigen Männern ihrer Umgebung. Eher drohen die Einheimischen im Morast zu versinken als die Leser in Sentimentalitäten, lobt Seuss, da schieben Holms schlagfertige Dialoge und ihre realistische Milieuschilderung schnell einen Riegel vor.

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