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Anfang der Sechziger stieg Bob Dylan in weniger als drei Jahren zum Herold des neuen Amerika auf. Seine Songs begleiteten die Jugendbewegung bald in der ganzen Welt. Die Beatles sogen begierig jedes seiner Worte auf, die Byrds machten sie zum Gemeingut. James Dean gab das Tempo der neuen Zeit vor, und nie war es schöner, jung zu sterben. Alle folgten diesem Muster: Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Brian Jones - Bob Dylan hat es überlebt. Er fing mit Elvis an, mit Little Richard und mit Buddy Holly - und spielt noch immer.
«There is no success like failure», singt er seit jetzt 50
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Produktbeschreibung
Anfang der Sechziger stieg Bob Dylan in weniger als drei Jahren zum Herold des neuen Amerika auf. Seine Songs begleiteten die Jugendbewegung bald in der ganzen Welt. Die Beatles sogen begierig jedes seiner Worte auf, die Byrds machten sie zum Gemeingut. James Dean gab das Tempo der neuen Zeit vor, und nie war es schöner, jung zu sterben. Alle folgten diesem Muster: Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Brian Jones - Bob Dylan hat es überlebt. Er fing mit Elvis an, mit Little Richard und mit Buddy Holly - und spielt noch immer.
«There is no success like failure», singt er seit jetzt 50 Jahren, und ein besonderer Erfolg sei das ja nicht. Aber darf man dem Künstler trauen? Lügt er da nicht schamlos? Keiner ist so erfolgreich gescheitert wie Bob Dylan. Deshalb macht er auch weiter. Dafür hat er überlebt. Und wer überlebt hat, der geht querfeldein. Die Tournee darf niemals aufhören.
2016 wurde Bob Dylan der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.
Willi Winklers launig-subjektives Buch ist ein gelungener Entschlüsselungsversuch dieses rätselhaften, ewig hakenschlagenden, keinen Erwartungshaltungen entsprechenden Charakters.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Rowohlt Verlag GmbH
  • Erscheinungstermin: 01.04.2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783644010215
  • Artikelnr.: 37450633
Autorenporträt
Willi Winkler, geboren 1957, war Redakteur der "Zeit", Kulturchef beim "Spiegel" und schreibt heute für die "Süddeutsche Zeitung". Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen "Die Geschichte der RAF" (2007), "Der Schattenmann" (2011), "Deutschland, eine Winterreise" (2014) und "Luther. Ein deutscher Rebell" (2016). 1998 erhielt Willi Winkler den Ben-Witter-Preis, 2010 den Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus, 2013 den Michael-Althen-Preis.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.05.2001

Frohlockt, ihr Gospelgirls!
Könnte sein: Willi Winklers Annäherung an Bob Dylan

Eines der waghalsigsten und deshalb bemerkenswertesten Bücher über eine Ikone der Popmusik stammt von Jane und Michael Stern: "Elvis lebt". Die Autoren haben ihre Auseinandersetzung mit dem ersten Rockstar der Musikgeschichte als eine Art Reiseführer durch eine ganz besondere Welt bezeichnet, die Welt von Elvis Presley. Es ist eine Welt für sich, ohne geographisch zu bestimmenden Ort, in der sich gleichwohl das Universum spiegelt; ähnlich wie in einer jener russischen Holzpuppen, in der sich eine kleinere und dann eine immer noch kleinere Puppe verbirgt. Wer das Buch zur Hand nimmt, ob als Fan der Legende oder der Person, als Musikhistoriker oder Soziologe oder auch nur als ungläubiger Kopfschüttler über eine ferne Welt jenseits des eigenen Horizonts, wird fündig.

Jane und Michael Stern zeigen den Kult, ohne ihn zu denunzieren, sie breiten die (offensichtlich authentischen) Fakten eines schillernden Lebens aus, ohne zu dozieren, sie ordnen die Bilder zu einem prächtigen Musikfilm, den jeder - je nach Alter, Erfahrung und Bildungsstand - individuell abspulen lassen kann. Vor allem aber zeigen sie, wenn man etwas genauer hinschaut, die Rituale unserer eigenen Welt, die sich von Elvis' Welt nur graduell unterscheidet. Ein demokratisches Buch, dessen wundervollen Beginn man nicht beschreiben, nur zitieren kann: "1956. Ginny und Elisabeth sind 13 Jahre alt. Sie tüfteln den günstigsten Zeitpunkt aus, an dem sie in Ohnmacht fallen möchten. ,Wenn er mich anschaut, werd ich ohnmächtig.' ,Wenn er in meine Richtung zeigt, dann werd ich ohnmächtig.' ,Und was, wenn er sieht, daß ich ohnmächtig werd, und von der Bühne herunterkommt und mir hilft, daß ich wieder zu mir komme?' ,Dann sterb ich auf der Stelle.'"

Größer zu werden als Elvis, war Bob Dylans einziges Ziel nach eigenem Bekunden, auch wenn ihm das niemand abnahm. Hätten die Heerscharen von Biographen, Soziographen und Hagiographen, die sich seit fast vierzig Jahren mit der "Stimme eines neuen Amerikas" befaßt haben, ihm doch geglaubt. Vielleicht wäre ja dann so etwas wie "Elvis lebt" auch über den kryptischsten Nuschler der Popgeschichte geschrieben worden: ein Buch für jeden, der sich in irgendeiner Weise für Rock, Folk und Country Music interessiert, der sich aus den spärlichen Fakten und unübersehbaren Legenden zum Leben Dylans seinen eigenen Musikfilm zusammenschneiden möchte, und auch für denjenigen, der in den Ungereimtheiten von Dylans Leben und Werk ein Abbild unserer Welt und zugleich eine Möglichkeit sieht, mit den eigenen Widersprüchen ins reine zu kommen.

Spätestens nach dem berühmt gewordenen Interview, das Bob Dylan im Dezember 1965 in San Francisco Ralph J. Gleason für das Musikmagazin "Rolling Stone" gegeben hat, konnte man sicher sein, daß jeder, der von Dylan selbst etwas über seine Person, seine Musik und seine Lyrik erfahren wollte, damit die fragwürdigste aller Quellen anzapfen würde. In dieser Hinsicht hat sich der tiefstapelnde "song and dance man" Dylan in eine lange Tradition der Camouflage begeben, mit der vor allem die schwarzen Blues- und Jazzmusiker schon immer ihre Kunst wie ihre Person vor der trivialen Öffentlichkeit und unangemessener Kommerzialisierung schützen wollten. Auf diese Weise hat Bob Dylan zwar das Interesse von Biographen nicht verhindert, bisweilen eher noch vergrößert. Aber alles, was über sein Leben, sogar über sein musikalisch-literarisches OEuvre seither geschrieben wird, trägt den Gestus des Unautorisierten, dem Gegenstand der Beschreibung willkürlich Aufgepfropften. Die klügeren unter den Autoren wie den Fans von Bob Dylan haben die Zurückweisung ihrer Liebe durch ihren sich hinter erfundenen Geschichten und ruppigen Haltungen versteckenden Helden so verstanden und ihn um so mehr verehrt: ein masochistisch anmutender Circulus vitiosus, der seine spezifischen Paradoxien entwickelt.

Willi Winkler gehört mit seinem rechtzeitig zum sechzigsten Geburtstag des Folkrock-Heroen erschienenen Buch "Bob Dylan. Ein Leben" zu den klügeren unter den zahllosen Dylan-Autoren, was freilich in seinem Falle eher verstimmt als erfreut. Denn Winkler weiß nicht nur, daß er - wie alle anderen auch - nicht wirklich etwas weiß über Dylans Leben. Er brandmarkt zudem seine Kollegen als Mythenbildner oder Geschichtenerzähler und setzt dem doch nichts weiter entgegen als eigene Legenden, nur arroganter formuliert: "Was man weiß, ist nichts. Behilft man sich also mit jesusmäßigen Geschichten." So viele "könnte sein", "wahrscheinlich" und "wäre" hat man selten in einer als Biographie getarnten Sammlung bekannter (und zugleich flapsig ad absurdum geführter) Lebensstationen eines Künstlers vorgefunden. Vermutlich würde der Autor selbst argumentieren, seine vielen eingestreuten Parallelen zum Leben Jesu, mit dem das Buch auch beginnt und endet, seien nichts weiter als Ironisierungen des "Mythos Dylan". Vergessen wird dabei nur, wie sehr sich solche Bilder verselbständigen, die Ironie in Affirmation umschlägt, wenn sie sich ständig wiederholt.

Zur Komposition eines der bekanntesten Dylan-Klassikers schreibt Winkler: ",Blowin' In The Wind' schrieb er im April 1962 zusammen mit seinem Freund David Cohen (später: David Blue) im Kaffeehaus an der MacDougal Street. Als sie fertig waren, gingen sie hinüber zu Gerde's Folk City, zeigten Gil Turner, wie man den Song spielte, und schon war ,Blowin' In The Wind' uraufgeführt." Ein Moment der "Rolling Thunder Revue" im Jahr 1976 wird so beschrieben: "Dylan setzte die Tournee fort, trank, spielte, trank, und verbrauchte mehr Frauen als je zuvor." Woher weiß Winkler das? Ist er dabeigewesen? Zitiert er jemanden? Solche Fragen würden sich erübrigen, würden nicht gleichzeitig Stories anderer Autoren als Lügen bezeichnet und als Anekdoten lächerlich gemacht, die Schreiber selbst als Seriositätskasper oder ahnungslose Nachbeter unbewiesener Behauptungen diffamiert.

Musikalische Analysen, Textuntersuchungen muß man nicht unbedingt in einer Biographie erwarten. Daß Winkler aber fast demonstrativ auf jede musikalisch-literarische Kritik verzichtet, nicht einmal den Versuch eines ästhetischen Urteils unternimmt, macht sein Buch letzten Endes zum wirklichen Ärgernis. Was soll man von einer solch pauschalen Bemerkung halten, die zeitgenössische Popmusik hätte Anfang der siebziger Jahre "nichts zu bieten" gehabt? Wem nützt ein Verdikt wie jenes, Dylan konnte 1963 "inniger singen als Andrea Bocelli und Charlotte Church zusammen"? Wo sind die Kriterien, die das Urteil tragen, "Every Grain of Sand" sei "ganz überraschend eins der schönsten Lieder, die er je geschrieben hat"? Und schließlich, welche Ästhetik steht hinter einer solchen Beschreibung eines Konzerterlebnisses nach dem Auftritt Bob Dylans in der Münchener Olympiahalle 1981: "Mit ihm frohlockten vier Gospelsängerinnen, jaulten und jammerten und rührten den matschigen Sound der Band zu einem gräßlichen Lautangriff." Nachdem sich Winkler am Anfang darüber ausgelassen hat, daß in Biographien von Scaduto, Shelton oder Williams "überraschend wenig steht", meint er am Ende seines Buches, Dylans riesiges OEuvre sei, "was der Sache wirklich den Spaß austreibt, extensiv beackertes Gelände". Warum, in aller Welt, schreibt man dann ein Buch?

WOLFGANG SANDNER

Willi Winkler: "Bob Dylan". Ein Leben. Alexander Fest Verlag, Berlin 2001. 208 S., geb., 49,80 DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 06.07.2011

Amerikas größter Poet
Von SZ-Autoren: Willi Winklers
kritische Hommage an Bob Dylan
Schon allein, um die Friedensfreunde zu ärgern, seine treuesten und dabei so leicht zu enttäuschenden Fans, behauptet er neuerdings, er habe als junger Mann nach West Point gehen und die Offizierslaufbahn einschlagen wollen. Ob’s aber stimmt? Oder dass er seine Kindheit auf der Straße verbrachte, quasi zwischen Nutten und Hobos aufwuchs und ihnen die Melodie des Lebens ablauschte? Und der berüchtigte Motorradunfall, was war da eigentlich los?
Willi Winkler hat in einer kritischen Hommage versucht, das ewige Rätsel Bob Dylan wenigstens ein bisschen zu enträtseln. Seine Allegorese ist zum 70. Geburtstag des größten amerikanischen Poeten der Neuzeit in einer erweiterten Ausgabe erschienen. Mit Elvis und Buddy Holly hat Dylan einst angefangen, er hat die Folkmusik und Joan Baez überstanden, dann die Gitarre eingestöpselt, er ist von Gott abgefallen und leider auch von Sara und hat beizeiten wieder heimgefunden, wo immer dieses Daheim sein mag. Diese beispiellose Karriere begann vor fünfzig Jahren in einem Café in Greenwich Village. Sie führte Dylan an den Beatles und an Andy Warhol vorbei, ließ die Engel von Victoria’s Secret ebenso wenig aus wie den Papst und erreichte tatsächlich auch West Point, Hort der bekannten „Masters of War“. Endlich einer, auf den beim besten Willen nicht zu bauen ist. SZ
WILLI WINKLER: Bob Dylan. Ein Leben. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2011. 224 Seiten, 9,99 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Nach Jean-Martin Büttner kann man sich die Lektüre des Buchs gut und gerne sparen. Besonders scheint ihn zu nerven, dass Winkler, der hier "Kritik nicht von Schnoddrigkeit unterscheiden" könne, sich - wie ihm scheint - "über die eigene Begeisterung hinweg" lügt. Flapsig und oberflächlich findet er diese Biografie, die über Dylan letztlich nichts Persönliches offenbare. Auch über Dylans Musik erfährt der Leser praktisch nichts, so Büttner. Zwar ist dem Rezensenten die eingeschworene Dylan-Fan-Gemeinde, die "noch den baufälligsten Auftritt zum Widerstand" umdeutet, mindestens ebenso suspekt wie dem Autor (oder jedenfalls wie dieser suggeriert). Aber dennoch hätte Winkler durchaus etwas mehr Analyse bieten können, findet Büttner. Auch erfahre man nichts über die Gründe der Faszination, die von Dylan auch heute immer noch ausgeht.

© Perlentaucher Medien GmbH