BMW Motorräder - Falloon, Ian
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BMW Motorräder ist der ausführliche Leitfaden zu jeder Produktionsmaschine, die jemals von Deutschlands führendem Motorradhersteller gebaut wurde. Alle klassischen und modernen Motorräder sind hier versammelt - angefangen von der R32 über die legendäre R5 und die militärische R12, die die Wehrmacht trug, zur R69S, die die perfekte Plattform für die Montage eines Steib-Seitenwagens bot, und weiter zum R90S-Café-Racer; der eckigen K1 und der GS (Gelände Sport) Serie bis hin zu den aktuellen Sport-, Touring-, Roadster-, Heritage- und Adventure-Maschinen. - Alle BMW Baufamilien sind abgedeckt. Vom…mehr

Produktbeschreibung
BMW Motorräder ist der ausführliche Leitfaden zu jeder Produktionsmaschine, die jemals von Deutschlands führendem Motorradhersteller gebaut wurde. Alle klassischen und modernen Motorräder sind hier versammelt - angefangen von der R32 über die legendäre R5 und die militärische R12, die die Wehrmacht trug, zur R69S, die die perfekte Plattform für die Montage eines Steib-Seitenwagens bot, und weiter zum R90S-Café-Racer; der eckigen K1 und der GS (Gelände Sport) Serie bis hin zu den aktuellen Sport-, Touring-, Roadster-, Heritage- und Adventure-Maschinen.
- Alle BMW Baufamilien sind abgedeckt. Vom ersten Modell, dem R32, der die Motorraddynastie von BMW begründete, bis hin zum Modelljahrgang 2020 erfasst BMW Motorräder fast ein Jahrhundert herausragender Leistungen im Motorradbau mit einer großartigen Kombination historischer und zeitgenössischer Fotos. Vollständige technische Spezifikationen für jedes Modell machen dieses Buch zu einem Muss für jeden ernsthaften BMW-Liebhaber.
  • Produktdetails
  • Verlag: Koehlers Verlagsgesellschaft
  • Seitenzahl: 312
  • Erscheinungstermin: 31. Mai 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 312mm x 258mm x 32mm
  • Gewicht: 2082g
  • ISBN-13: 9783782213660
  • ISBN-10: 3782213661
  • Artikelnr.: 58389416
Autorenporträt
Ian Falloon ist die lebende Legende unter den Motorrad-Journalisten. Er hat mehr als 40 Bücher über die großen Motarrad-Marken - Ducati, BMW, Moto Guzzi, Triumph und andere - geschrieben. Außerdem ist er als Experte für die Authentifizierung historischer Motorräder tätig. Ian Falloon lebt in der Nähe von Melbourne, Australien.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 16.03.2021

Wer es genau wissen will: Der Boxer und seine Freunde
Zwei Bücher über den Motorradhersteller BMW tauchen tief in die Historie ein

Kern der Marke BMW? Kein Zweifel, das ist, sofern es um Motorräder geht, der Boxermotor. Der ist soeben 100 Jahre alt geworden. Wahrlich ein rundes Jubiläum.

Halt, werden BMW-Freunde jetzt einwenden, kann gar nicht sein, denn das erste Motorrad von BMW stammt aus dem Jahr 1923. Das ist korrekt, doch war der erste BMW-Boxer, M 2 B 15 genannt, Ende 1920 serienreif. Er wurde als Stationär-Triebwerk verkauft, kam zudem als Einbauaggregat bei Motorradherstellern wie Bison, Corona, SMW, Victoria und auch in der Helios der Bayerischen Flugzeugwerke zum Einsatz. Ja, damals gab es Corona.

Hans Schneiders Buch "BMW Boxer - 100 Jahre Faszination" dröselt die Ursprünge und die Entstehungsgeschichte der Bayerischen Motoren Werke von 1913 an haarfein auf. Der verworrene Weg führt über die Rapp Motoren Werke und die erwähnten Bayerischen Flugzeugwerke, es kommen darin die Flugmaschinenfabrik Gustav Otto und das Unternehmen Knorr Bremse vor, die Herren Rapp und Popp, die Konstrukteure Friz, Stolle und Schleicher, Zündapp-Boss Neumeyer und ein Spekulant namens Castiglioni. BMW nennt heute, wie der Autor ausführt, den 6. März 1916 als Gründungsdatum, hätte sich aber auch auf 1913 oder 1917 beziehen können.

Wie dem auch sei, zunächst wurden Motorräder gebaut, erst später auch Automobile. Vom M 2 B 15 als Ergebnis des Abkupferns - eine englische Douglas 500 lieferte die Vorlage für den Motor - war es nicht mehr allzu weit bis zum Beginn der "steilen Karriere von BMW als Motorradhersteller", wie Schneider schreibt, die dann 1923 begann. Mit der berühmten R 32.

Schneiders Boxerbuch befasst sich nicht mit den gesamten 100 Jahren, sondern beschränkt sich auf die Epoche bis 1944, dies allerdings in aller Ausführlichkeit, in technischer Tiefe, fein illustriert und mit zum Teil großartigen Fotos aus dem BMW-Archiv garniert. Detailliert beschreibt es die Modelle der damaligen Zeit und die Umstände, unter denen sie entstanden, räumt Rennsport und Rekordversuchen, verwegenen Kerlen wie Ernst Henne und Karl Gall, Schorsch Meyer und Ludwig Kraus gebührenden Raum ein. In den frühen Jahren trug man unterm Rennanzug Hemd und Krawatte.

Komplette technische Daten, Fahrgestellnummern, ein Namens-, Orts- und Institutionsregister runden das Werk ab: das Richtige für jene, die es genau wissen wollen. Ein eigenes Kapitel widmet Schneider den Militärgespannen für den Krieg. Auf Anforderung der Wehrmacht entwickelten Zündapp die KS 750 und BMW die R 75. Die Maßgaben an die Konstrukteure: 500 Kilogramm Zuladung, einheitliche 16-Zoll-Bereifung, die identisch sein sollte mit jener des in der Entwicklung befindlichen Volkswagens, Höchstgeschwindigkeit vollbeladen 95 km/h, Autobahn-Dauergeschwindigkeit 80 km/h, Reichweite 350 Kilometer, angetriebenes Seitenwagenrad, Rückwärtsgang. 1942 unternahm BMW-Konstrukteur Alexander von Falkenhausen eine denkwürdige Testfahrt, um von der Truppe beklagten technischen Mängeln nachzugehen: Er reiste an die Ostfront und schlug sich am Lenker eines R 75-Gespanns drei Wochen lang zum Kaukasus durch. Von 1941 bis 1944 produzierte BMW rund 18 000 Einheiten der R 75.

Dagegen streift Ian Falloons Buch "BMW-Motorräder. Die Modellgeschichte von 1923 bis heute" den Krieg nur kurz. Was der Autor aus Melbourne vorlegt, ist ein Leitfaden mit dem Anspruch, sämtliche Produktionsmaschinen von Deutschlands mittlerweile einzigem Motorradhersteller von Bedeutung aufzuführen, nicht nur die mit Boxermotoren, sondern alles in der Spanne von 1923 bis 2020.

Natürlich begegnet man der R 32, der legendären R 5, der R 69 S, der R 90 S, dem "fliegenden Ziegelstein" K1, der R 80 G/S und landet am Ende bei den Sechszylinder-Brummern, den ungeheuer erfolgreichen Reiseenduros, den S-1000-Vierzylinder-Raketen und der Retrofamilie R nineT. Bloß um die BMW-Roller macht Falloon einen weiten Bogen. Während er sich durch die Jahrzehnte hangelt, spart er nicht mit technischen Einzelheiten und Datentabellen, geht immer wieder auf den Rennsport ein und lässt bei der Bebilderung kaum Wünsche offen.

Warum Umschlag und Deckel vom Foto eines Custombikes, eines Motorrad-Umbaus, geziert werden, ist ein Rätsel. Schließlich geht es ausschließlich um Serienmaschinen. Und während die Betrachtungen Schneiders, der eisern am ß festhält, auf angenehme Weise distanziert ausfallen, folgt Falloon einer anderen Herangehensweise. Besonders zum Ende hin, wenn die neueren Modelle an der Reihe sind, nimmt Lobhudelei überhand. An dem einen oder anderen Zahlendreher darf man sich nicht stören, ein 313-Kubik-Einzylinder wird schon mal zum 250er erklärt, aus einem Bobber ein "Bopper" gemacht. Mancher Patzer könnte der Übersetzung geschuldet sein. Insgesamt allerdings ein solides, informatives Werk in prächtiger Aufmachung und für ausgemachte BMW-Fans somit beinahe ein Muss.

Übrigens existiert der Urahn aller BMW-Serien-Boxer, der M 2 B 15 von 1920 mit der Plakette 25001, noch heute, wie bei Schneider zu erfahren ist. Bevor er 1996 von einem Sammler auf einem Bauernhof nahe Innsbruck entdeckt wurde, hatte er mehr als 70 Jahre seinen Dienst geleistet. Zuletzt als Güllepumpe.

WALTER WILLE.

BMW Boxer - 100 Jahre Faszination. Von Hans J. Schneider, Mitwirkung Stefan Knittel.

Verlag Schneider Media, Vertrieb Delius Klasing, 176 Seiten, 39,90 [Euro].

BMW Motorräder - Die Modellgeschichte von 1923 bis heute. Von Ian Falloon.

Koehler im Maximilian Verlag, Hamburg, 312 Seiten, 29,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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