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Drei Jahre vor seinem Tod legte Willy Brandt seine Memoiren vor, in denen er seinen bewegenden persönlichen und politischen Werdegang nachzeichnet: seine uneheliche Herkunft aus dem Lübecker Arbeitermilieu, die Flucht vor den Nazis ins Exil, die aktive Teilnahme am Kampf gegen Hitler, seine Rückkehr nach Deutschland und die Karriere in der SPD, seine Zeit als erster sozialdemokratischer Kanzler, aber auch seinen Rücktritt anlässlich der Affäre um DDR-Spion Guillaume. Ein Zeitzeugnis ersten Ranges, das die bewegte Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.…mehr

Produktbeschreibung
Drei Jahre vor seinem Tod legte Willy Brandt seine Memoiren vor, in denen er seinen bewegenden persönlichen und politischen Werdegang nachzeichnet: seine uneheliche Herkunft aus dem Lübecker Arbeitermilieu, die Flucht vor den Nazis ins Exil, die aktive Teilnahme am Kampf gegen Hitler, seine Rückkehr nach Deutschland und die Karriere in der SPD, seine Zeit als erster sozialdemokratischer Kanzler, aber auch seinen Rücktritt anlässlich der Affäre um DDR-Spion Guillaume. Ein Zeitzeugnis ersten Ranges, das die bewegte Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

  • Produktdetails
  • List Taschenbücher Bd.61166
  • Verlag: List TB.
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 557
  • Erscheinungstermin: 13. September 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 120mm x 36mm
  • Gewicht: 418g
  • ISBN-13: 9783548611662
  • ISBN-10: 3548611664
  • Artikelnr.: 36799438
Autorenporträt
Brandt, Willy§Willy Brandt, geboren 1913 in Lübeck. 1933 bis 1945 Exil in Norwegen und Schweden, 1957 bis 1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964 bis 1987 Parteivorsitzender der SPD, 1966 bis 1969 Bundesaußenminister, 1969 bis 1974 Bundeskanzler, 1971 Friedensnobelpreisträger, 1976 bis 1992 Präsident der Sozialistischen Internationale. Brandt starb 1992 in Unkel am Rhein.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.07.2006

Ein Bestsellerautor wurde am Ende fast jeder von ihnen: "Wer schreibt, der bleibt", so hofften Deutschlands Bundeskanzler

Konrad Adenauer klagte über "Memoiren-Fron". Erst als er den Schreibtisch in seinem Rhöndorfer Wohnhaus drehte, um statt über das Rheintal an die Zimmerwand zu schauen, kam er voran. Vier Bände "Erinnerungen", 2074 Seiten, erschienen bis 1969 vom ersten Bundeskanzler Deutschlands. Drei Bände hat er selbst diktiert, im vierten - "Fragmente" - sind Notizen zusammengestellt. Hölzern ist der Stil, mahnend zwar, aber ohne Anekdoten und auch frei von Sarkasmus, wie Adenauer ihn beherrschte. Er wollte als republikanischer Staatsmann in Erinnerung bleiben. 1945 beginnend, erzählt er aktenbezogen und im Protokollstil.

Ludwig Erhard war publizistisch erfolgreich, bevor er Kanzler wurde. "Wohlstand für alle" von 1957 - das ist sein Werk in jeder Hinsicht. Memoiren schrieb er keine.

Kurt Georg Kiesinger war seit einem Jahr tot, als seine Aufzeichnungen 1989 erschienen. "Dunkle und helle Jahre" sind literarisch durchaus dichte Erinnerungen, jedoch nur von 1904 bis 1958. Einen Rückblick Kiesingers auf die Große Koalition gibt es nicht.

Willy Brandt schrieb 512 Seiten "Erinnerungen", die 1989 erschienen. Seine Bilanz liest sich spannend - so wie sein Leben war. Der erste SPD-Bundeskanzler schreibt selbstgewiß, auch selbstkritisch, wissend im Wendejahr, daß seine Ostpolitik nicht für die Ewigkeit war. Er richtet falsche Freunde scharf, etwa Wehner, und schont politische Gegner.

Helmut Schmidt wollte keine Memoiren schreiben - und es erschienen zwischen 1987 und 1996 drei dicke Bücher. "Menschen und Mächte" liest sich wie ein Lehrbuch zur deutschen Außenpolitik. "Die Deutschen und ihre Nachbarn" schildert pädagogisch langatmig und angeberisch Schmidts Europapolitik. Am persönlichsten ist "Weggefährten", wo Schmidt sein Image als "Macher" um das des Kunstkenners zu ergänzen sucht.

Helmut Kohl ging streng historisch vor und hat seine "Erinnerungen" in zeitlicher Reihenfolge gegliedert. Zwei Bände sind jüngst erschienen (1930 bis1990), ein letzter soll folgen. Auch Kohl will mit den Memoiren Klischees über seinen Werdegang berichtigen. Es wurden Reflexionen - stilistisch schnörkellos, anekdotenarm und stellenweise ermüdend lang. Selbstkritik kommt vereinzelt vor, doch vieles liest sich wie ein Rechenschaftsbericht - korrigierend, belehrend. Parteiinterne Gegner werden fair behandelt, allerdings stets mit Verweis darauf, wem sie vieles zu verdanken hätten: ihm.

wus.

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