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2 Kundenbewertungen

Für die einen war er ein politischer Rebell, für die anderen der Messias und Gottes Sohn: Jesus von Nazaret. Seine Lehre und sein Leben sind nicht voneinander zu trennen. Alois Prinz zeichnet anschaulich das dramatische Leben dieses Mannes nach, der in einer politisch brisanten Zeit die Botschaft von Mitmenschlichkeit und göttlicher Liebe verbreitete und diese auch selbst lebte. Wir erfahren, unter welchen Lebensumständen Jesus aufwuchs, was ihn prägte, wie er handelte und was ihm wichtig war. Ein Leben, das seit über 2000 Jahren Orientierung ist für alle auf der Suche nach innerer Freiheit…mehr

Produktbeschreibung
Für die einen war er ein politischer Rebell, für die anderen der Messias und Gottes Sohn: Jesus von Nazaret. Seine Lehre und sein Leben sind nicht voneinander zu trennen. Alois Prinz zeichnet anschaulich das dramatische Leben dieses Mannes nach, der in einer politisch brisanten Zeit die Botschaft von Mitmenschlichkeit und göttlicher Liebe verbreitete und diese auch selbst lebte. Wir erfahren, unter welchen Lebensumständen Jesus aufwuchs, was ihn prägte, wie er handelte und was ihm wichtig war.
Ein Leben, das seit über 2000 Jahren Orientierung ist für alle auf der Suche nach innerer Freiheit und Mitmenschlichkeit und das auch in der heutigen Zeit Wegweiser sein kann.
  • Produktdetails
  • insel taschenbuch 4339
  • Verlag: Insel Verlag
  • Originaltitel: Jesus von Nazaret
  • Artikelnr. des Verlages: 36039
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 236
  • Erscheinungstermin: 10. November 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 119mm x 22mm
  • Gewicht: 222g
  • ISBN-13: 9783458360391
  • ISBN-10: 3458360395
  • Artikelnr.: 40874402
Autorenporträt
Prinz, Alois
Alois Prinz, 1958 geboren, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und lebt heute mit seiner Familie in Kirchheim bei München. Er veröffentlichte mehrere Biografien, u.a. über Georg Forster, Hermann Hesse, Ulrike Marie Meinhof und Franz Kafka. Er wurde für seine Bücher u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet.
Rezensionen
"Prinz hat einen Zugang zum 'Menschensohn' gefunden, der gebildet und klug Erkenntnisse vermittelt, aber gleichzeitig bestechend einfach bleibt. So wird Jesus für Leser greifbar."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Die meisten Autoren, die bisher über Jesus von Nazareth geschrieben haben, haben sich recht deutlich als Gläubige oder Ungläubige positioniert, weiß Matthias Drobinski. Manche haben Jesus als "Sozialrevolutionär" dargestellt, andere als "verkitschtes leidendes Gotteslamm". Alois Prinz vermeidet in seiner Jesus-Biografie das Bekenntnis zu jedweder Seite, erklärt der Rezensent. Er setzt Leben und Werk in einen Zusammenhang und überlässt es dem Leser, den Wahrheitsgehalt einzelner Geschichten für sich zu bestimmen, das Buch schwebt frei "zwischen Mythos und Entmythologisierung". Besonders hat Drobinski deshalb gefallen, dass Prinz viele Fragen stellt, die zum selbst Denken und Urteilen anregen. Das Buch eignet sich für philosophisch, geschichtlich und religiös interessierte Jugendliche gleichermaßen, ist aber auch eine gute Quelle für Erwachsene, die "schamhaft verschwiegene Bildungslücken" ausmerzen wollen, bekundet der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 20.04.2013

Wie war das mit dem Brot?
Alois Prinz zeichnet das Leben Jesu nach

Eine Biographie über den Menschen Jesus zu schreiben, ist im Grunde unmöglich. Zu große Lücken weist sein Leben auf, zu fragwürdig sind die Quellen. Dennoch versuchen Autoren seit 2000 Jahren dieses Leben nachzuvollziehen. Theologen sehen Jesus in erster Linie in Bezug auf seinen göttlichen Vater, während die historisch-kritische Richtung ihn als frommen Juden darstellt, der extrem selbstbewusst und charismatisch aufgetreten sei.

Alois Prinz, der sich als Biograph von Hannah Arendt, Ulrike Meinhof, Hermann Hesse einen Namen gemacht hat, schreibt in seiner Jesus-Biografie, das Interessante an dem Mann aus Nazaret sei gerade, dass es keine Gewissheit über ihn gebe. Jesus sei "ein Wagnis", das jede Generation und jeden Einzelnen immer wieder neu herausfordere. Gerade seine "innere Freiheit" könne ihn zum Vorbild für Jugendliche werden lassen - jenseits von Geld, Schönheit und Erfolg.

Der Autor erzählt, wie hart das ländliche Leben im abgelegenen Nazaret gewesen sein muss, in dem Jesus als Sohn eines Bauhandwerkers aufwuchs. Und er schildert die politisch aufgeheizte Stimmung zwischen Römern und Juden zur Zeit von Herodes. Aber Prinz - und das macht seine Biographie besonders - nähert sich Jesus nicht nur historisch, sondern zieht souverän Theologen und Philosophen, Literatur, Kunst und Filme heran, um ihn zu verstehen. Ein Beispiel unter vielen: Friedrich Nietzsche nannte das Verhalten des zwölfjährigen Jesus im Tempel die "große Loslösung", die dem Philosophen zufolge für jeden notwendig sei, der ein freier Geist werden wolle: Nachdem seine besorgten Eltern tagelang im übervollen Jerusalem nach ihm gesucht hatten, erklärte der Knabe einfach, er habe im Haus seines himmlischen Vaters sein müssen. In der Tat eine radikale Wendung zum eigentlichen Fokus seines Lebens, die er später, wie Prinz herausarbeitet, auch von seinen Jüngern forderte.

Am interessantesten ist der Autor immer in jenen Passagen, in denen er die Geschichten und Gleichnisse der Evangelien deutet. So erklärt er die wundersame Brotvermehrung am See Genezareth so: Als es unmöglich scheint, dass Brot und Fisch für alle reichen, blickt Jesus zum Himmel und fordert dann seine Jünger auf, Fische und Brote zu verteilen. Wer zum Himmel blicke, erklärt Prinz, werde sich bewusst, wie beschenkt er bereits sei. Und wer sich beschenkt wisse, höre auf, knickrig zu sein, und fange mit dem Teilen an. Diese innere Wandlung im Vertrauen auf die Güte Gottes sei das eigentliche Wunder - ob die Brotvermehrung nun stattgefunden habe oder nicht.

Prinz hat einen Zugang zum "Menschensohn" gefunden, der gebildet und klug Erkenntnisse vermittelt, aber gleichzeitig bestechend einfach bleibt. So wird Jesus auch für Leser greifbar: die jugendlichen wie die erwachsenen.

STEPHANIE VON SELCHOW

Alois Prinz: "Jesus von Nazaret"

Gabriel Verlag, Stuttgart 2013. 304 S., geb., 16,95 [Euro]. Ab 12 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Rezensentin Stephanie von Selchow schätzte bereits Alois Prinz' Biografien über Hannah Arendt, Ulrike Meinhof und Hermann Hesse - nun aber ist ihm ihrer Meinung nach das Unmögliche gelungen: eine gebildete, erkenntnisreiche und dennoch einfach zu lesende Biografie über Jesus von Nazareth zu schreiben. Die Kritikerin liest nicht nur vom harten ländlichen Leben in Nazareth und der politisch brisanten Stimmung zwischen Römern und Juden zur Zeit von Herodes, sondern erhält neben historischen Erkenntnissen auch "souveräne" Einblicke aus Theologie, Philosophie, Literatur, Kunst und Film. Insbesondere lobt die Rezensentin jene interessanten Passagen, in denen Prinz Geschichte und Gleichnisse der Evangelien deutet. Selten hat Selchow Jesus so "greifbar" erlebt wie in diesem sehr empfehlenswerten Buch.

© Perlentaucher Medien GmbH
Eine faszinierende Geschichte eines faszinierenden Mannes. Prinz' Buch regt zum Weiterdenken und Weiterlesen in der Bibel an. Sensibler Interpret der Hörbuchfassung ist der Schauspieler Hans Löw. Quelle: dpa