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2 Kundenbewertungen

Ungekürzte und kommentierte Ausgabe Die Berliner Variante des "großen Gatsby" - mit weniger Glamour, aber mit mehr Berliner Schnauze. Der 16jährige Waisenjunge Karl Siebrecht kommt nach Berlin, um die Stadt zu erobern. Er will als selbstständiger Unternehmer seinen Zipfel von der Wurst. Um sich zu finanzieren, nimmt er zunächst auch illegale Aufträge an. So lernt er auch die Schattenwelt Berlins, jenseits wilhelminischer Prüderie und preußischem Zackzack kennen. Das Buch bietet ein buntes Gemenge aus zwanzig Jahren deutscher Geschichte. Karl trifft auf Bonzen, Politiker, korrupte Polizisten,…mehr

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Produktbeschreibung
Ungekürzte und kommentierte Ausgabe Die Berliner Variante des "großen Gatsby" - mit weniger Glamour, aber mit mehr Berliner Schnauze. Der 16jährige Waisenjunge Karl Siebrecht kommt nach Berlin, um die Stadt zu erobern. Er will als selbstständiger Unternehmer seinen Zipfel von der Wurst. Um sich zu finanzieren, nimmt er zunächst auch illegale Aufträge an. So lernt er auch die Schattenwelt Berlins, jenseits wilhelminischer Prüderie und preußischem Zackzack kennen. Das Buch bietet ein buntes Gemenge aus zwanzig Jahren deutscher Geschichte. Karl trifft auf Bonzen, Politiker, korrupte Polizisten, kleine Gauner und Huren mit großem Herz. Der Leser erlebt, wie sich Karl nach jedem Scheitern wieder aufrafft. Er ist unerschütterlich. Der Stoff wurde Ende der 70er sehr erfolgreich als TV-Mehrteiler verfilmt. In den Hauptrollen: Mathieu Carrière, Ursela Monn und Rainer Hunold Null Papier Verlag

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Autorenporträt
Hans Fallada (21. Juli 1893-5. Februar 1947), eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, war ein deutscher Schriftsteller. Sein nüchterner, objektiver Stil, in dem er seine fiktionalen Berichte über meist scheiternde Gestalten verfasste, macht ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der "Neuen Sachlichkeit".
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Das Unternehmen ist schon ein Wagnis: Die Story ist ein Klassiker, Bestseller in den 50ern, war als Fernsehmehrteiler in den Siebzigern ein Straßenfeger, in den Hauptrollen mit Mathieu Carrière und Ursela Monn. Aber auch dieser zweite Fallada-Klassiker nach „Jeder stirbt für sich allein“ bezaubert mit seiner erstaunlichen Vitalität. Wer’s beim Lesen nicht glauben kann, der muss auf jeden Fall zu diesem sensationellen Hörbuch greifen. Die Geschichte von Karl Siebrecht, ein Jugendlicher aus der Uckermark, und seine Freundin Rieke, die im Berlin der Weimarer Zeit aus Nichts ihr Glück und Reichtum machen wollen, erstrahlt durch die Stimme von Schauspieler Ulrich Noethen in allen Facetten. Noethens präzise Intonation und seine leichtfüßige Ironie machen aus jugendlichem Ungestüm, Abenteurertum und bitteren Rückschlägen eine fesselnde Coming-of-Age-Story, die uns zudem mitten hineinführt in eine Epoche des Aufbruchs – und des gefährlichen Abgrunds.

Das hat durchaus Aktualität und lässt Hans Fallada als großen Erzähler des 20. Jahrhunderts in vollem Glanz erstrahlen.

© BÜCHERmagazin, Bettina Emmerich (be)
In Falladas Büchern ist Menschengeruch. Das Leben zappelt in ihnen. Er entzückt durch seine Natürlichkeit. Robert Musil

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die aktuelle Begeisterung für Hans Fallada, die sich an der Veröffentlichung philologisch korrekter Ausgaben und einiger Hörbuchveröffentlichungen festmachen lasse, steht in der Tradition stetiger Wiederentdeckungen dieses einstigen "Auflagenkrösus", meint Rezensent Jochen Hieber, der die Wellen dieser Wiederentdeckungen ausführlich schildert. Der "geradeheraus und überaus kraftvoll erzählte" Roman "Ein Mann will nach oben" stehe in Falladas Werk allerdings einzigartig da und verdiene einen Platz im literarischen Kanon direkt neben Döblins "Berlin Alexanderplatz", so Hieber weiter, den es umso mehr freut, dass der sprachlich wandlungsfähige Schauspieler Ulrich Noethen nun eine Hörfassung des Romans eingesprochen hat, die dessen Polyphonie an Stimmen in einer einzigen zu fassen kriege. "Es ist staunenswert", deklamiert der Rezensent ob dieser "Brillanz" und sieht den Sprecher im "Sprachparadies" angekommen. Einziger Makel: Der 760 Seiten zählende Roman wurde für die Lesung gekürzt, vom eigentlichen literarischen Text nicht gesonderte Zusammenfassungen überbrücken mögliche Verständnislücken - sehr zum Missfallen des Rezensenten.

© Perlentaucher Medien GmbH