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Richard will sich von der Liebe seines Lebens befreien, von der Obsession einer Leidenschaft, die ihn immer noch an Ursula fesselt, seine einstige Geliebte, die ihn verlassen hat. Um sein Familienglück zu retten, kauft er ein Bauernhaus am Berg. Die Umgestaltung des neuen Heimes soll ihn ablenken, erlösen von der Sehnsucht nach
Ursula, soll ihn zurückführen zu seiner Frau Selma, die er immer noch liebt, und zu ihren beiden Söhnen. Richard pendelt zwischen zwei Welten, zwischen Idyll und schmerzender Erinnerung, zwischen der Einsamkeit des Bergdorfs und der Betriebsamkeit der Stadt. Doch
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Produktbeschreibung
Richard will sich von der Liebe seines Lebens befreien, von der Obsession einer Leidenschaft, die ihn immer noch an Ursula fesselt, seine einstige Geliebte, die ihn verlassen hat. Um sein Familienglück zu retten, kauft er ein Bauernhaus am Berg. Die Umgestaltung des neuen Heimes soll ihn ablenken, erlösen von der Sehnsucht nach
Ursula, soll ihn zurückführen zu seiner Frau Selma, die er immer noch liebt, und zu ihren beiden Söhnen. Richard pendelt zwischen zwei Welten, zwischen Idyll und schmerzender Erinnerung, zwischen der Einsamkeit des Bergdorfs und der Betriebsamkeit der Stadt. Doch dann macht er einen Karrieresprung und wird als Auslandskorrespondent ins Berlin des Jahres 1989 geschickt. Inmitten der weltpolitischen Umwälzungen begegnet er dort ein zweites Mal Ursula und muss sich entscheiden ...
Mit atmosphärischer Dichte und poetischer Klarheit erzählt Joseph Zoderer in seinem neuen Roman eine Geschichte von den Möglichkeiten der Liebe und den Wunden, die sie schlägt, von der Sehnsucht, mehr als ein Leben zu haben, und vom Weg eines Mannes zu sich selbst.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Seitenzahl: 336
  • Erscheinungstermin: 21.05.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783709974476
  • Artikelnr.: 38393102
Autorenporträt
Joseph Zoderer, geboren 1935 in Meran, lebt als freier Schriftsteller in Bruneck. Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie, Theaterwissenschaften und Psychologie in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Ehrengabe der Weimarer Schillerstiftung (2001), Hermann-Lenz-Preis (2003) und Walther von-der Vogelweide-Preis (2005). Vom Autor des Romans Die Walsche erschienen zuletzt: Der Himmel über Meran. Erzählungen (2005), Liebe auf den Kopf gestellt. Lyrik (2007) sowie bei HAYMONtb Das Glück beim Händewaschen. Roman (2009).
Rezensionen
Besprechung von 21.06.2011
Der Kuss über den Gräsern
Alle Metaphernschwellen überschreiten: Joseph Zoderer beschreibt den Ehebruch als Kunst des Unangemessenen

Im hybriden Umgang mit der Natur spiegelt sich in Goethes "Wahlverwandtschaften" ein falsches Gesellschaftliches. Emma Bovary oder Effi Briest erhoffen sich vom Blick in die Landschaft vergeblich Befreiung. Bei Emily Brontë ist die Landschaft die Projektionsfläche aller Gefühlsregungen, die in Gesellschaft unstatthaft sind. Derart hat der europäische Eheroman, der in der Regel auch vom Ehebruch handelt, ein inniges Verhältnis zur Landschaft, als könne in der Natur ein Ausweg aus dem Schuldzusammenhang entziffert werden, den die Konvention im Konfliktfall unweigerlich erzeugt.

Schon in seinen bisherigen Romanen und Erzählungen hat der große Südtiroler Autor Joseph Zoderer die autobiographisch grundierte Thematik der Fremdheit und des Identitätszweifels immer wieder auf spannungsreiche Weise mit der Beschreibung der alpenländischen Landschaft, zugleich mit zeitgeschichtlichen Konstellationen verknüpft. Für seinen Eheroman "Die Farben der Grausamkeit" nutzt er nun die ganze Palette der Stilmittel der Darstellung subjektivierter Wahrnehmung der Umwelt - nur um ihnen einen eigenartigen Gegensinn zu verleihen.

Die Handlung ist ziemlich banal. Der Journalist Richard ist mit der Architektin Selma verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder. Heimlich aber unterhält er eine rauschhafte Liebesbeziehung zu der jungen Ursula. Als die das Verhältnis beendet, sucht Richard eine "Lebenswende" in der Renovierung eines alten Bauernhauses am Berg: "Aufgehen im Familienglück, zwischen Wald und Wiese." Als er jedoch nach Berlin versetzt wird, um über die Ereignisse nach dem Mauerfall zu berichten, trifft er Ursula wieder, die nun Miguela heißt, da sie mit einem Spanier liiert ist. Die Liebe flammt wieder auf, am Ende ist Miguela schwanger und Selma auch.

Die Geschichte wird in der Er-Form ausschließlich aus der Perspektive Richards erzählt. Dessen Zerrissenheit zeigt sich eingangs in einem doppelten Klischee. Hier der Heimatroman des Familienglücks mit der patenten Selma und den Buben im innigen Kontakt mit der Bergwelt, dort das schöne Leben mit Ursula wie im Werbefilm. Prosecco und Langusten und "das sonnenglitzerige Meer", davor das "umwerfend" aussehende Mädchen, das ihn "mit ihren mokkaschwarzen Augen" bezaubert. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind so kunstvoll wie kitschig. So dementieren sie Richards angestrengte Konstruktion von Bildern des glücklichen Raums. Gerade da, wo Richard seine Gefühle in den Dingen verstehen will, finden sich unweigerlich gestelzte Sentenzen ein. "Darin besteht vielleicht die Traurigkeit oder der Sinn der Traurigkeit, dass man Birkenstämme streicheln kann oder Gräser mit den Lippen berühren und weiß, dass dies alles sich auflöst, die Birkenrinde, die Streichelwand, das Gras und der Kuss über den Gräsern."

Richard redet nicht über seine Gefühle, aber er projiziert sie unablässig in die Dinge. Noch der Fall der Mauer wird ihm zur Chiffre der eigenen Befindlichkeit. In den angestrengten Bildungen und den schiefen Bildern erweisen sich die Gefühle als verfehlte bis hinein in seine Träume. "Er fühlte sich glückzermürbt, als müsste Blut aus seinem Mund sprudeln." Auch die Metaphern für sein Verhältnis zu den Frauen werden zunehmend pompöser, unangemessen bis zur Albernheit. Miguela erscheint ihm als Mörderin und Vampir. Als Selma ihn in Berlin besucht, vermutet er die Absicht, "mit ihm Krieg zu führen" oder "einen südländischen Totentanz zu tanzen". Schließlich entscheidet er sich für die Allegorie einer Minnesängerin in Kriegerrüstung, die ihm "eine Harfe nach der anderen über den Schädel" schlägt.

So überführt sich dieser "Verleiher seines Ich" im Metaphernschwall des falschen Bewusstseins. Obsessiver denn je und nicht ohne autobiographische Anspielungen ist Zoderer (Jahrgang 1935) ohne jede Altersmilde mit dem Identitätszweifel beschäftigt, wenn er Richard ein "Chamäleondasein" bescheinigt, die "Fähigkeit, fremd zu sein, gleichzeitig jedoch die Farbe des jeweiligen Daheims anzunehmen". So gemahnt er an Odysseus, den Experten der Selbsterhaltung durch Selbstverleugnung zwischen Penelope und Nausikaa. Zunehmend aber schlägt der Freiheitsrausch des listigen und "ekeligen Lustreisenden" in Ratlosigkeit um, die verstockte Weigerung, Schuld zu empfinden, in das widersprüchliche Gefühl, "sich in einem anhaltenden Prozess der Selbstbestrafung zu vergnügen".

Zoderer denunziert seinen Held höchst kunstvoll, aber die artistischen Konstruktionen unangemessener Bilder führen zwangsläufig eine grundsätzliche Unangemessenheit von Form und Fabel herbei. Am Ende dieser entschieden überinstrumentierten und überladenen Geschichte ist es dem Leser fast egal, ob Richards Herz "im Gipskäfig" flattert oder ob er "im Sargbett" liegt.

FRIEDMAR APEL.

Joseph Zoderer: "Die Farben der Grausamkeit". Roman.

Haymon Verlag, Innsbruck - Wien 2011. 336 S., geb, 19,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 02.08.2011
Zwischen zwei Feuern
Joseph Zoderer erzählt in seinem Roman „Die Farben der Grausamkeit“ vom Konflikt zwischen Heimat und Fremde
Wie ein Echo aus längst vergangener Zeit kommt dieser Roman daher, und er beginnt nicht umsonst vor der Öffnung des Eisernen Vorhangs und spielt, wenn keine Ortsnamen genannt werden, wenn also weder von Paris, London, Berlin oder Barcelona die Rede ist noch von Kroatien, Kreta oder anderen griechischen Inseln, vermutlich in Südtirol. Doch im neuen Roman von Joseph Zoderer, des 1935 in Meran geborenen italienischen Schriftstellers deutscher Zunge, geht es dieses Mal nicht um die speziellen Probleme Südtirols. Mit der Akribie eines grübelnden Charakters ist Joseph Zoderer einem Konflikt auf der Spur, den wir kaum noch empfinden, den er aber noch einmal mit grundsätzlichem Ernst vor uns hinstellt: Wie man die beiden gegensätzlichen Kräfte des Daseins, den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach dem Fremden, miteinander in Einklang bringt.
„Die Farben der Grausamkeit“ ist auf den ersten Blick eine typische Dreiecksgeschichte. Richard, ein Radiojournalist, lebt in harmonischer Ehe mit Selma. Die beiden haben einen kleinen Sohn und wohnen auf dem Land. Da schneit eines Tages eine neunzehnjährige Praktikantin in sein Leben. Ursula ist ein „Mädchenfrauwesen“, jung, schön, von natürlicher Anmut, die ganze Redaktion steht Kopf. Richard nutzt die Gunst der Stunde und lässt sich auf eine Affäre ein. An seiner Liebe zu Selma ändert das nichts. Eine Zeitlang genießt er das gesteigerte Daseinsgefühl.
Mit der Geliebten unternimmt er nicht nur Urlaubsreisen nach Kroatien und Kreta, die er als Geschäftsreisen tarnt, er gibt ihr auch den Schlüssel zu seiner Stadtwohnung. Wo immer er nach Hause kommt, erwartet ihn eine Frau, die den Haushalt versorgt und ihn sexuell verwöhnt, liebevoll die eine, leidenschaftlich und erfindungsreich die andere. Es braucht lange, bis ihm klar wird, dass seine Gefühle für Ursula längst zu stark geworden sind, um sie aufzugeben. Nach Jahren, in denen auch der zweite Sohn geboren wird, kommt ihm der Zufall zu Hilfe. Selma und er finden ihr Traumhaus, ein altes Bauernhaus in sonniger Hanglage am Waldrand. Während sich Richard in die Renovierungsarbeiten stürzt, verliebt sich Ursula in einen anderen Mann und verlässt ihn.
„Die Farben der Grausamkeit“ schildert in mehr als einer Hinsicht das Doppelleben eines Mannes, der nicht nur zwei Frauen liebt, sondern in zwei Welten lebt: in der großen weiten Welt des politischen Beobachters und in der kleinen, warmen Familienwelt, die seine Frau hütet, als sei sie selbst jener zum Kuscheln einladende Ofen, den die Handwerker aus alten Kacheln zusammengesetzt haben. Für Selma ist das Haus ein „Bollwerk der Geborgenheit“, für ihn eine „Fluchtburg“. Dorthin kehrt er zurück, um sich von erlittenen Verletzungen zu erholen, um „Besinnung und Überblick“ zu gewinnen, damit er am nächsten Tag frischen Mutes weitere „Vorstöße ins Unbekannte, ins gefährlich Fremde“ unternehmen kann.
Dabei ist Selma keineswegs das geborene Heimchen am Herd, doch weil Richard immer noch das Geheimnis seiner Leidenschaft hütet und seine Wunden leckt, entgeht ihm, dass Selma fast umkommt vor Einsamkeit. Ihre Hilferufe nimmt er nicht wahr, ihre Besuche in der Stadt und später in Paris und Berlin, wohin er sich als Korrespondent schicken lässt, sind ihm eher lästig. Selbst als sie ihm eine Alkoholorgie in der Badewanne schildert, will er nicht sehen, dass sie von einem Selbstmordversuch erzählt.
Es sind vor allem die Passagen rund um das Berghaus, die diesen Roman lesenswert machen. Aber es ist auch die Art, wie Joseph Zoderer seinen Helden führt. Der Roman ist in der dritten Person erzählt, wirkt aber wie eine Ich-Erzählung, bei der gleichsam eine zweite Tonspur mitläuft. Sie protokolliert alles, was Richard wahrnimmt, auch das, was unter seiner Bewussteinsschwelle bleibt und sich nicht in seine zwischen Larmoyanz und Pathos schwankenden Selbstbezichtigungen integrieren lässt. Dieser Held weiß mehr, als er sich eingestehen will. Vor allem weiß er, dass er seine Frau nicht einfach nur betrogen hat, sondern dauerhaft benutzt: als diejenige, die ihm jenes Heimatgefühl verschaffen soll, das er zu brauchen meint, ohne dort leben zu müssen, wo es entsteht.
Dieser Konflikt ist das eigentliche Herz des Romans, dort pocht sein schlechtes Gewissen. In dessen Darstellung ist Zoderer auf der Höhe seiner frühen Bücher, von „Das Glück beim Händewaschen“ über „Die Walsche“ bis hin zu „Lontano“. Wo er aber das großstädtische Leben schildert, schleicht sich ein falscher Ton ein, der von beinahe komischen Formulierungen wie, hier habe „Sartre einmal mit seiner Simone gegessen“ bis zu schlichtweg falschen Ortsbezeichnungen reicht, etwa wenn er den Berliner Wittenbergplatz meint und ihn mit einem fast schon aparten Lapsus „Wittgensteinplatz“ nennt. Ein sorgfältigeres Lektorat hätte hier Abhilfe schaffen können, nicht aber bei den symbolischen Überhöhungen, die den lieblos gezeichneten Großstadtkulissen Tiefe verleihen sollen. So begegnet Richard in Berlin Ursula wieder und erlebt mit ihr gemeinsam den Mauerfall, den er als symbolischen Abriss auch der Liebesmauern feiert. Zum Glück ist Ursula nicht mehr die willfährige junge Frau, sondern eine gewiefte Verführerin, verheiratet mit einem homosexuellen spanischen Dozenten, mit dem sie in Barcelona lebt und an dessen erotischer Freiheit sie Maß nimmt. Zwar wird sie absichtsvoll von Richard schwanger, doch lässt sie das Kind abtreiben, als er ihr allzu sehr auf die Pelle rückt und nach Barcelona ziehen will. Ursulamöchte lieber eine „Hure“ sein als eines Mannes Heimat. Reumütig kehrt Richard zu Selma zurück, die ihm verrät, dass sie ein Mädchen erwartet. Ob das eine Lösung ist?
„Die Farben der Grausamkeit“ ist dort am interessantesten, wo der Konflikt deutlich zutage tritt: dass das Gefühl von Heimat erst gar nicht entstehen kann, wenn es niemanden mehr gibt, der an einem einzigen Ort leben will. Heute könnte eine Frau wie Selma selbst in der Einöde ihren Beruf ausüben und wäre mit dem Gatten und der ganzen Welt zumindest elektronisch in ständigem Kontakt. Dass eine solche Lebensform womöglich beides zerstört, die Nähe und die Ferne, steht auf einem anderen Blatt. MEIKE FESSMANN
JOSEPH ZODERER: Die Farben der Grausamkeit. Roman. Haymon Verlag, Innsbruck, Wien 2011. 334 Seiten, 19,90 Euro.
Den Mauerfall erlebt der
Held des Romans auch als Abriss
der Liebesmauern
Die warme Familienwelt, die seine Frau hütet, ist für ihn wie ein zum Kuscheln einladender Ofen. Foto: Thomas Lohnes/ddp
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"Joseph Zoderer bleibt auch als Erzähler Poet. (...) es ist, wenn ich das mit leichtem Beben in der Stimme sagen darf, erst der Atem der Dichtung, der diese (buchstäblich schöne) Geschichte beseelt." Frankfurter Rundschau, Martin Lüdke "Mit der Akribie eines grübelnden Charakters ist Joseph Zoderer einem Konflikt auf der Spur, den wir kaum noch empfinden, den er aber noch einmal mit grundsätzlichem Ernst vor uns hinstellt: Wie man die beiden gegensätzlichen Kräfte des Daseins, den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach dem Fremden, miteinander in Einklang bringt." Süddeutsche Zeitung, Meike Fessmann "Joseph Zoderer gelingt es, dem bekannten Stoff vom Eheflüchtling und Heimkehrer eine eigene, eine atemlose Dringlichkeit zu geben, die Pein der Zerrissenheit zwischen Selbstverlust und Selbstgewinn. Das Buch lebt von grellen Kontrasten zwischen Verzweiflung und Lust, aber auch von feinen Nuancen der Selbstkritik. Es erzählt von der Magie des Fremden, wie es die Seele heimsucht und auch den Leib. Und davon, wie dieses Fremde sich in ein zerstörerisches Lebenselixier verwandelt." Neue Zürcher Zeitung, Beatrice von Matt " ... so sinnlich, poetisch und menschlich ..." Berliner Zeitung, Christoph Grabitz " (...) ein wunderbares, äußerst dynamisches Ganzes." Wiener Zeitung, Irene Prugger "Die Sprache ist kunstfertig, durchsetzt mit wunderschönen Bildern, innere Monologe sind eingestreut ... einer der melancholischsten Liebesromane dieses Jahres." Oberösterreichische Nachrichten ",Die Farben der Grausamkeit' machen einen wichtigen Autor, der nach seinen ersten großen Erfolgen etwas in Vergessenheit geraten schien, wieder markant sichtbar. Sehr erfreulich." Kleine Zeitung, Walter Titz " (...) was für ein kostbares, filigranes, präzises, auf die Fabel im Grunde gar nicht angewiesenes Kunstwerk Joseph Zoderer mit seinem neuen großen Roman geschaffen hat (...) ein solitäres Kunstwerk" Der Standard, Erich Wolfgang Skwara "Ein Familienvater mit junger Geliebten, für den es keine Entscheidung und keine Erlösung gibt - das ist eine alte Geschichte. Joseph Zoderer erzählt sie mit neuer Wucht - so dass ,Die Farben der Grausamkeit' in Herz und Augen brennen." Basler Zeitung "Wortmächtig" Vorarlberger Nachrichten, Bernd Schuchter "Zoderers in seiner Besessenheit beeindruckender Roman arbeitet (...) stark mit Symbolen der inneren und äußeren Mauern und zieht sprachlich die unterschiedlichsten Register, um den Grausamkeitsspezialisten Richard in seinem Dilemma zu zeigen." Deutschland-Radio, Rainer Moritz "Man liest Zoderers Roman nicht, um das Ende einer Geschichte zu kennen, sondern um so lange als möglich einzutauchen in seine Sprache." Ö1, Ex libris, Cornelius Hell "(...) ein Roman, der einen auf die Welt kommen und staunen lässt, wie mächtig und zugleich ohnmächtig wir Zeitgenossen sind." www.readme.cc, Walter Grond "Joseph Zoderers neuer Roman ,Die Farben der Grausamkeit' ist ein beeindruckendes Psychogramm eines ruhelosen Charakters." Neues Volksblatt, Ursula Kammesberger "Wortmächtig" Vorarlberger Nachrichten, Bernd Schuchter "kraftvoll, frisch und erkenntnismächtig" ECHO, Andreas Hauser "Die bildgewaltige, wortgewandte Sprache und der ruhige Erzählfluss des mehrfach mit Preisen bedachten Autors hinterlässt einen intensiven Eindruck." ekz.bibliotheksservice, Dagmar Härter "Ein den Atem stocken machendes Buch ist dem Südtiroler Schriftsteller Joseph Zoderer gelungen." Der Bagger "Zoderer beschreibt mit großer Poesie ..." Etcetera, Ingrid Reichel "Die eigenwillige Kraft der Beharrlichkeit reizt und fasziniert" Südtirol online, Jutta Telser "ein herbstlich beruhigender Roman" Südtiroler Tageszeitung, Helmuth Schönauer "Scharfsichtig und genau sind Zoderers Texte, fest umrissen und doch assoziativ." Dolomiten, Joachim Leitner " (...) ein Roman, aus dem einzelne Sätze hervorstechen, Spitzhacken, die das Eis aufschlagen." ff - Das Südtiroler Wochenmagazin, Georg Mair "L¿amore e l¿odio sullo sfondo della storia (...) scrive della crudeltà e dell¿amore (...) ma lo fa a colori" Alto Adige, Carlo Martinelli…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Meike Fessmanns Urteil über Joseph Zoderers "Farben der Grausamkeit" ist durchwachsen. Als Kernthema des Romans identifiziert sie ein Heimatproblem des im Informationszeitalter lebenden Menschen: Allzu leicht zu befriedigende Sehnsucht nach der Ferne führt zu Entwurzelung, so die Interpretation der Kritikerin, die dieser Problematik durchaus Interesse entgegenbringt. Inszeniert werde dieser Konflikt zwischen Bekanntem und Exotischem in Form einer Dreiecksbeziehung, wie Fessmann mitteilt. Der verheiratete Radiojournalist Richard lasse sich auf eine Affäre ein und profitiere eine Zeit lang sowohl von häuslicher Geborgenheit als auch vom Reiz des Neuen und Unbekannten - freilich nicht, ohne dass die Beteiligten, insbesondere seine Frau, Schaden nähmen. Zu altbekannter Hochform läuft Zoderer gerade in den Heimatszenen auf, meint die Rezensentin. "Lieblos" hingegen findet Fessmann die Großstadtschilderungen mit ihren inhaltlichen Fehlern und "symbolischen Überhöhungen".

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