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"Ein Triumph von Beharrlichkeit, Optimismus und Liebe." So fasst Bestsellerautorin Laura Hillenbrand in Worte, was sie an Louis Zamperini (1917-2014) fasziniert. Der amerikanische Mittelstreckenläufer läuft 1936 als Außenseiter ein fulminantes Finale bei der Olympiade in Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wird er im Pazifik eingesetzt, bis sein Flugzeug abstürzt und er in einem kleinen Schlauchboot mit Haien, Durst und Hunger um sein Leben kämpft. 47 Tage später wird er gerettet und gerät in japanische Gefangenschaft. Er überlebt den Krieg, verfällt jedoch in seiner Heimat dem Alkohol. Erst durch…mehr

Produktbeschreibung
"Ein Triumph von Beharrlichkeit, Optimismus und Liebe." So fasst Bestsellerautorin Laura Hillenbrand in Worte, was sie an Louis Zamperini (1917-2014) fasziniert. Der amerikanische Mittelstreckenläufer läuft 1936 als Außenseiter ein fulminantes Finale bei der Olympiade in Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wird er im Pazifik eingesetzt, bis sein Flugzeug abstürzt und er in einem kleinen Schlauchboot mit Haien, Durst und Hunger um sein Leben kämpft. 47 Tage später wird er gerettet und gerät in japanische Gefangenschaft. Er überlebt den Krieg, verfällt jedoch in seiner Heimat dem Alkohol. Erst durch eine Hinwendung zum christlichen Glauben findet er festen Boden unter den Füßen und kann selbst seinen schlimmsten Peinigern vergeben.
  • Produktdetails
  • Verlag: Scm Hänssler
  • Best.Nr. des Verlages: 395635000
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 528
  • 2014
  • Ausstattung/Bilder: 519 S. mit 40 s./w Abbildungen. 210 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 142mm x 38mm
  • Gewicht: 485g
  • ISBN-13: 9783775156356
  • ISBN-10: 3775156356
  • Best.Nr.: 41926226
Autorenporträt
Laura Hillenbrand, geboren am 15. Mai 1967 in Fairfax, Virginia, wuchs auf einer Ranch auf. Während des Studiums erkrankte sie an dem Chronischen-Erschöpfungssyndrom und wandte sich dem Schreiben von Essays und Büchern zu.
Rezensionen
Besprechung von 23.01.2012
Wettlauf mit dem Tod
Die Biographie des Kriegsveteranen Louis Zamperini
So sieht der Albtraum aller Mütter aus: Sohnemann treibt sich herum, schwänzt die Schule, klaut wie eine Elster und regelt seine Konflikte mit den Fäusten. Dagegen hilft nur ein Rezept, nämlich Sport, Sport und nochmals Sport. Diese Erfahrung hat auch Louise Zamperini gemacht. Erst als ihr Sprössling das Laufglück für sich entdeckte und besessen Runde um Runde übers Straßenpflaster zu drehen begann, wurde aus dem Tunichtgut ein halbwegs verträglicher Zeitgenosse. Zuvor hatte Louis seine Familie nach Strich und Faden terrorisiert und in der kalifornischen Kleinstadt Torrance in Verruf gebracht. Allerdings waren dem schwarzen Schaf auf seinen kleinkriminellen Streifzügen Eigenschaften zugewachsen, die ihm später das Leben retten sollten: Cleverness, Durchhaltevermögen, eine untrügliche Witterung für Gefahr und stählerne Vitalität.
Laura Hillenbrand hadert seit zwanzig Jahren mit dem Totalverlust genau derselben Eigenschaften, und wohl deshalb hat sie ausgerechnet Louis Zamperini ein Buch gewidmet. Denn was könnte ihr eigenes, vom Chronischen Erschöpfungssyndrom verschattetes Dasein wirksamer vergessen machen als die Beschäftigung mit dem legendären Laufidol und US-Kriegshelden? Ohnehin besteht Hillenbrands Therapie offenbar darin, vom Krankenbett aus regelmäßig über notorische Abenteurer zu publizieren. Sie telefoniert, recherchiert, archiviert, kann ihre Kronzeugen aber nie treffen. Gleichwohl hat sie auf diese Weise mit der Rennpferd-Biographie „Seabiscuit“ bereits einen Bestseller produziert, und ihre Zamperini-Huldigung „Unbeugsam“ könnte diesen Erfolg glatt wiederholen.
Denn die ersten hundertfünfzig Seiten des Buches lesen sich so süffig wie ein Kolportageroman für tough guys . Zamperini, Jahrgang 1917, ergattert die Einladung zu den Olympischen Spielen 1936, legt einen Sensationslauf auf die Aschebahn, schüttelt Hitler die Hand und wird zum Medienstar. Sein Kriegsstart als Mitglied einer Bomber-Crew verläuft nicht ohne handfeste Komik. Das ändert sich schlagartig Ende Mai 1943: Ein Motorschaden bringt Zamperinis Maschine im Pazifischen Ozean zum Absturz. Auf Äquatorhöhe treibt das Rettungsboot mit drei Überlebenden wochenlang Richtung Westen. Und ohne jene Tricks, die Louis sich als Halbstarker antrainiert hat, wäre das Trio dem Untergang geweiht. So aber gewinnen zumindest zwei der Männer – dank selbst gefangenen Fischen und Regenwasser-Sammelflasche – den Wettlauf mit dem Tod. Allerdings erwartet sie hinter der Ziellinie nichts anderes als ein Martyrium in japanischer Kriegsgefangenschaft.
An dieser Stelle betätigt sich Laura Hillenbrand als historisch präzise Chronistin von Abermillionen Schrecksekunden. Quälerei und blanker Sadismus sind in den Lagern an der Tagesordnung, aber die Autorin erliegt nicht der Versuchung, die Täter zu dämonisieren. Vielmehr versucht sie, deren verbrecherisches Tun vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Kriegsniederlage zu lesen, die Nippons Angst vor jedem Gesichtsverlust ins Übermächtige steigert. Deshalb setzen die Wärter alles daran, ihre Häftlinge körperlich und seelisch zu zerstören. „Bringt alle um“, lautet die Devise.
Entsprechend traumatisiert kehren die Überlebenden heim, unter ihnen auch die einstige Sportskanone Zamperini – ein gezeichneter Mann, der die nagende Wut in seinem Inneren mit Alkohol betäubt und sich selbst zielstrebig ruiniert – bis ihn seine Frau zu Billy Graham schleppt, dem prominentesten Prediger der USA. Dort findet Louis Zamperini zu Gott – und hält ihm bis heute die Treue. Seinem ärgsten Peiniger schreibt er 1998 über diese schicksalhafte Bekehrung: „Liebe trat an die Stelle des Hasses, den ich gegen Sie empfunden hatte.“ Der Folterknecht hat nie geantwortet. Dafür hat sein Opfer das Schweigen gebrochen – und Laura Hillenbrand hat ihm sehr genau zugehört.
DORION WEICKMANN
LAURA HILLENBRAND: Unbeugsam. Eine wahre Geschichte von Wider-standskraft und Überlebenskampf. Klett Cotta Verlag, Stuttgart 2011. 518 Seiten, 22,95 Euro.
Die Journalistin Dorion Weickmann lebt in Berlin.
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»Differenzierter und nicht so pathetisch wie der Film.« 20 Minuten.ch, 27.1.2015 »Herzzerreißend, weise, umwerfend - unbedingt lesen.« Annabelle, Januar 2015