Theodor Mommsen und Friedrich Althoff - Mommsen, Theodor; Althoff, Friedrich
124,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Bequeme Ratenzahlung möglich!
ab 6,05 € monatlich
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

Der Briefwechsel zwischen dem Althistoriker Theodor Mommsen (1817-1903) und dem Ministerialbeamten im preußischen Kultusministerium Friedrich Althoff (1839-1908) ist ein herausragendes Zeugnis der Wissenschafts-, Bildungs-, Universitäts- und Sozialgeschichte des Deutschen Kaiserreiches. Mommsen und Althoff prägten über zwei Dezennien die preußische und deutsche Wissenschaftslandschaft; sie besetzten Stellen, ermöglichten und verhinderten Berufungen, inaugurierten Forschungsprojekte, stritten für Forschungsverbünde, kümmerten sich um Besoldungsfragen, warben um potente Mäzene, eröffneten neue…mehr

Produktbeschreibung
Der Briefwechsel zwischen dem Althistoriker Theodor Mommsen (1817-1903) und dem Ministerialbeamten im preußischen Kultusministerium Friedrich Althoff (1839-1908) ist ein herausragendes Zeugnis der Wissenschafts-, Bildungs-, Universitäts- und Sozialgeschichte des Deutschen Kaiserreiches. Mommsen und Althoff prägten über zwei Dezennien die preußische und deutsche Wissenschaftslandschaft; sie besetzten Stellen, ermöglichten und verhinderten Berufungen, inaugurierten Forschungsprojekte, stritten für Forschungsverbünde, kümmerten sich um Besoldungsfragen, warben um potente Mäzene, eröffneten neue Möglichkeiten der Forschungsfinanzierung, diskutierten unterschiedliche Reformvorhaben, optimierten das Bibliothekswesen und das akademische Prüfungsreglement, betrieben im nationalen Interesse Wissenschaftspolitik und verhalfen den deutschen Universitäten zu Weltruhm. Die Korrespondenz, die sich durch ihre Themenvielfalt und Intensität auszeichnet, ermöglicht wie keine zweite einen Einblick in das "System Althoff" und die Wissenschaftspolitik des Wilhelminismus.
  • Produktdetails
  • Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts Bd.67
  • Verlag: Oldenbourg
  • Erscheinungstermin: Dezember 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 246mm x 180mm x 51mm
  • Gewicht: 1560g
  • ISBN-13: 9783486701043
  • ISBN-10: 3486701045
  • Artikelnr.: 33724894
Autorenporträt
Stefan Rebenich lehrt Alte Geschichte an der Universität Mannheim. Zahlreiche Publikationen zur Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zu Leben und Werk von Theodor Mommsen.

Theodor Mommsen, geboren am 30. November 1817, stammte aus einem Pfarrhaus in Garding/Südschleswig. Nach Privatunterricht und Gymnasiumsbesuch in Altona studierte er in Kiel. Ein Stipendium ermöglichte ihm 1844-47 einen Italienaufenthalt, den er für ausgiebige epigraphische Studien nutzte. Danach engagierte er sich 1848 als Zeitungsredakteur für die Sache Schleswig-Holsteins. Im gleichen Jahr wurde er auf ein juristisches Extraordinariat in Leipzig berufen. Seine publizistischen Attacken auf die sächsische Regierung, die das Parlament aufgelöst hatte, trugen ihm 1851 die Entlassung aus der Professur ein. 1852 erhielt er eine Professur in Zürich. 1854 wurde er auf eine ordentliche Professur für Römisches Recht in Breslau berufen, mit der ein Lehrauftrag für Römische Geschichte verbunden wurde. 1858 wurde er zur Förderung des von ihm seit langem verfochtenen Projekts einer umfassenden Sammlung aller lateinischen Inschriften (Corpus Inscriptionum Latinarum) als hauptamtliches Mitglied der Berliner Akademie bestellt, 1861 zudem zum Professor an der Berliner Universität ernannt.
Mommsen ist einer breiten Öffentlichkeit durch seine "Römische Geschichte" (1852-54, 1885) ein Begriff geworden, die in einer bewusst modernisierenden Weise die politischen und sozialen Fragen der eigenen Gegenwart reflektierte. Mommsen verstand sich jedoch primär als Jurist und Philologe, dessen Aufgabe es war, die objektiven Zeugnisse der Antike ans Licht zu holen.
Neben seinen vielfältigen wissenschaftlichen Arbeiten hat Mommsen 1863-66 für die Fortschrittspartei, 1873-79 für die Nationalliberalen Mandate im Preußischen Abgeordnetenhaus wahrgenommen, 1881-84 ein Reichstagsmandat für die (von den Nationalliberalen abgespaltene) "Sezession".
1902 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Theodor Mommsen starb am 1. November 1903 in Charlottenburg.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Jens Bisky begrüßt die von Gisa Franke und Stefan Rebenich herausgegebene kommentierte Korrespondenz zwischen dem preußischen Ministerialbeamten Friedrich Althoff und dem Historiker Theodor Mommsen. Bisky sieht sie einerseits als wertvolles wissenschaftshistorisches Dokument des Umbaus des deutschen Wissenschaftssystems, dem sich die beiden Briefpartner verschrieben hatten, sowie als kulturgeschichtliche Fundgrube des Kaiserreichs, andererseits weiß er auch um die andauernde Aktualität des "Systems Althoff" als Bezugspunkt des Humboldtschen Universitätsmodells. Auch in den Briefen besprochene Kleinigkeiten, wie Fragen der Bibliotheksnutzung und Personalfragen erscheinen dem Rezensenten aufregend.

© Perlentaucher Medien GmbH