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Schon immer ist Reinhold Messner weiter gegangen als alle anderen. Früh ließ er das Tal seiner Südtiroler Kindheit hinter sich, bestieg alle vierzehn Achttausender und durchquerte zu Fuß die größten Sand- und Eiswüsten der Erde. Was aber beflügelt diesen Erfolgsmenschen? Und woher schöpft er Kraft und Phantasie, sich immer wieder neu zu erfinden? Kritisch und offen stellt der Spiegel-Reporter Thomas Hüetlin ihm die entscheidenden Fragen zu einem "Leben am Limit".…mehr

Produktbeschreibung
Schon immer ist Reinhold Messner weiter gegangen als alle anderen. Früh ließ er das Tal seiner Südtiroler Kindheit hinter sich, bestieg alle vierzehn Achttausender und durchquerte zu Fuß die größten Sand- und Eiswüsten der Erde. Was aber beflügelt diesen Erfolgsmenschen? Und woher schöpft er Kraft und Phantasie, sich immer wieder neu zu erfinden? Kritisch und offen stellt der Spiegel-Reporter Thomas Hüetlin ihm die entscheidenden Fragen zu einem "Leben am Limit".
  • Produktdetails
  • Piper Taschenbuch Bd.4535
  • Verlag: PIPER
  • 4. Aufl.
  • Seitenzahl: 278
  • Erscheinungstermin: 1. September 2005
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 121mm x 30mm
  • Gewicht: 282g
  • ISBN-13: 9783492245357
  • ISBN-10: 3492245358
  • Artikelnr.: 14084656
Autorenporträt
Messner, Reinhold
Reinhold Messner, 1944 in Südtirol geboren, gelangen zahlreiche Erstbegehungen und die Besteigung aller 14 Achttausender sowie die Durchquerung Grönlands und der Antarktis zu Fuß. Heute widmet er sich vor allem seinen Messner Mountain Museen (MMM) sowie Film- und Buchprojekten. Zuletzt erschienen bei MALIK u. a. seine Autobiografie, der SPIEGEL-Bestseller »Über Leben«, und der große Bildband »m4 Mountains - Die vierte Dimension«, der in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstand, sowie die Neuausgaben der Bände »Mein Weg« und »Die weiße Einsamkeit«.
Rezensionen
Besprechung von 06.03.2005
NEUE REISEBÜCHER

Für die Tasche Reinhold Messner, der Grenzgänger aus Südtirol, bleibt sich, seinen Maßstäben und seinem Tempo treu. Nur mit dem Unterschied, daß er heute nicht einen Achttausender nach dem anderen bezwingt, sondern ein Museum nach dem anderen eröffnet und ein Buch nach dem anderen schreibt.

In seiner jüngsten Publikation, der Autobiographie "Mein Leben am Limit", legt Messner konzeptionell jedoch ganz neue Maßstäbe an: es ist kein Buch von Reinhold Messner, sondern ein Buch mit Reinhold Messner und besteht aus einem einzigen großen Interview, das Messners Lebensstationen in seine Jugend in Südtirol, seine Expeditionen auf die Achttausender, seine großen Querungen, seine Mythossuche (Yeti und Mallory) und seine Museumsprojekte gliedert. Die Fragen stellt der "Spiegel"-Reporter Thomas Hüetlin, der zwischen München, Tegernsee und Lech am Arlberg aufwuchs, also die Berge kennt und auch Messner: dessen Leben, dessen Einstellung, dessen Geschichten.

Hüetlin legt dieses Wissen nicht in seine Fragen. Nüchtern und präzise hakt er immer wieder kurz nach, und oft geht erst aus Messners Antwort die Absicht der Frage hervor. "Warum dachten Sie nicht, das Wetter ist gut, bald kommen Kameraden, und das kann bedeuten, daß wir schon am nächsten Tag mit einem Seil nach unten kommen können?" fragt Hüetlin zur Himalaja-Expedition am Nanga Parbat 1969, bei der Messners Bruder unter nie ganz geklärten Umständen ums Leben kam. Messner antwortet: "Dieses Szenario kam nicht einmal in unseren Gedanken vor. Für uns lautete die Information: schlechtes Wetter in Anzug." Hüetlin setzt nach: "Trotzdem: Warum nicht auf die Nachkommenden vertrauen?" Messner beginnt zu erzählen, in welcher Gefahr er und sein Bruder sich befunden hatten und warum er nichts tun konnte, erzählt von einem Foto und warum er mit seinem Bruder Günter auf der anderen Seite des Berges abgestiegen war. Die Geschichte ist bekannt, sicherlich, und vermutlich schon viel zu oft wieder aufgegriffen worden, und dennoch erscheint dieser neue, skeptische Zugang wie eine ganz neue Geschichte. "Warum, wenn Sie den Berg nicht überschreiten wollten, haben Sie ein Foto mitgenommen", fragt Hüetlin messerscharf, und wieder wird erst in der Folge des Gesprächs klar, warum diese Frage so wichtig ist: Es geht darum, ob Messner am Nanga Parbat vorsätzlich gehandelt hat, ob er den Tod seines Bruders gar in Kauf genommen hat. Messner ist in seinem Buch bisweilen ungewöhnlich still, antwortet in ganz kurzen Sätzen und löst sich völlig von seinen bekannten Phrasen. Diese kurzen Antworten - ein "Ja, sicherlich" oder schlichtes "Nein" - liegen vermutlich näher an der Wahrheit als vieles, was von und über Messner jemals gesagt worden ist.

asl.

Reinhold Messner: Mein Leben am Limit, Eine Biographie mit Thomas Hüetlin. Malik, 279 Seiten, 19,90 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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