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Dass Ludwig van Beethoven keine Fugen schrieb, die mit Johann Sebastian Bachs paradigmatischen Werken konkurrieren können, ist hinlänglich bekannt. Doch suchte Beethoven auch nicht die historistische Herausforderung, sondern vielmehr die Nutzung einer traditionsreichen Satztechnik für seine Zwecke.
Die Offenheit der Form in Verbindung mit dem Ansatz, Kompositionen aus dem Material weniger Töne zu entwickeln, ließ Beethoven zumal im Spätwerk nach Möglichkeiten suchen, die althergebrachte Kunstform der Fuge mit einer "poetischen Idee" zu revitalisieren. In den letzten Fugen gelang es ihm, nur
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Produktbeschreibung
Dass Ludwig van Beethoven keine Fugen schrieb, die mit Johann Sebastian Bachs paradigmatischen Werken konkurrieren können, ist hinlänglich bekannt. Doch suchte Beethoven auch nicht die historistische Herausforderung, sondern vielmehr die Nutzung einer traditionsreichen Satztechnik für seine Zwecke.

Die Offenheit der Form in Verbindung mit dem Ansatz, Kompositionen aus dem Material weniger Töne zu entwickeln, ließ Beethoven zumal im Spätwerk nach Möglichkeiten suchen, die althergebrachte Kunstform der Fuge mit einer "poetischen Idee" zu revitalisieren. In den letzten Fugen gelang es ihm, nur aus dem Diskurs des Materials Kompositionen zu generieren, die mit rein musikalischen Mitteln zu einer Ideenmusik sui generis wurden.
Kurze Analysen dieser kontrapunktischen (Teil-)Sätze bilden die Voraussetzung, Beethovens Spätwerk neu zu deuten: Der ästhetische Gehalt ist eine genaue Funktion der Satztechnik und seine "Philosophie der Musik" (Adorno) ein Programm, das erst durch die Mittel der Fuge kompositorisch realisiert werden konnte.
  • Produktdetails
  • Verlag: Edition Text Und Kritik
  • Seitenzahl: 182
  • Erscheinungstermin: April 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 148mm x 12mm
  • Gewicht: 251g
  • ISBN-13: 9783869167756
  • ISBN-10: 3869167750
  • Artikelnr.: 54754249
Inhaltsangabe
Vorwort
I - Ein veraltetes Genre
II - Ein Genie im Unterricht. Beethoven und Albrechtsberger
III - Fugenvariationen. Surrogate in Opus 35
IV - Neue Wege, neue Fugen. Das Finale des Streichquartetts op. 59,3
V - Innovationen im Stile Antico. Messe C-Dur op. 86
VI - Poietik und Poesie. Sonate für Cello und Klavier op. 102,2
VII - Eine Fuge ist eine Fuge. Streichquintett op. 137
VIII - Die Unmöglichkeit einer Fuge. Klaviersonate A-Dur op. 101
IX - Geschichte mit Lizenzen. Klaviersonate B-Dur op. 106
X - Suspension der Klage. Klaviersonate As-Dur op. 110
XI - Freilegung der Substanz. Die Fuge in den "Diabelli-Variationen" op. 120
XII - Zeit und Ewigkeit. "Missa solemnis" op. 123
XIII - Händels Spuren. Ouvertüre "Die Weihe des Hauses" op. 124
XIV - Sublimation der Dramatik. Das Finale der Neunten Symphonie op. 125
XV - Kunst einer Fuge. Große Fuge B-Dur op. 133
XVI - Fugens Ende. Streichquartett cis-Moll op. 131
Nachwort