Der Herrgott weiß, was mit uns geschieht - Neubronner, Eberhard; Werner, Rudolf

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In einem Tal auf der Schwäbischen Alb leben Marie und Klara: Ihr Vater starb früh, zwei Söhne erbten die Mahlmühle, die später zur Sägemühle umgebaut wurde. Doch dann kam der Krieg. Joseph und sein jüngerer Bruder Wilhelm kehrten nicht aus Russland zurück. Seither lag alle Last auf den Schultern der Schwestern. Klaglos arbeiteten Marie (1915 - 2001) und Klara (1924) - ohne jeden Komfort, aber im Glauben daran, dass "der Herrgott weiß, was mit uns geschieht".…mehr

Produktbeschreibung
In einem Tal auf der Schwäbischen Alb leben Marie und Klara: Ihr Vater starb früh, zwei Söhne erbten die Mahlmühle, die später zur Sägemühle umgebaut wurde. Doch dann kam der Krieg. Joseph und sein jüngerer Bruder Wilhelm kehrten nicht aus Russland zurück. Seither lag alle Last auf den Schultern der Schwestern. Klaglos arbeiteten Marie (1915 - 2001) und Klara (1924) - ohne jeden Komfort, aber im Glauben daran, dass "der Herrgott weiß, was mit uns geschieht".
  • Produktdetails
  • Verlag: Silberburg-Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 764
  • 6. Aufl.
  • Seitenzahl: 118
  • Erscheinungstermin: Dezember 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 245mm x 220mm x 17mm
  • Gewicht: 660g
  • ISBN-13: 9783874077644
  • ISBN-10: 3874077640
  • Artikelnr.: 22915254
Autorenporträt
Eberhard Neubronner, geboren 1942 in Ulm, arbeitet seit 1990 als freier Schriftsteller. Davor war er als Redakteur bei der Südwest Presse und als Radioreporter tätig. Er ist Autor von zum Teil preisgekrönter Reiseliteratur. Rudolf Werner, geboren 1941 in Elbing (Ostpreußen), war zunächst Redakteur beim Pfälzer Tageblatt und beim Mannheimer Morgen. Von 1966 bis 2006 arbeitete er als Filmemacher für die ARD; er hat zahlreiche Filmbeiträge und Reportagen sowie rund 100 Dokumentarfilme gedreht. Für sein filmisches Schaffen erhielt er mehrere Auszeichnungen.
Rezensionen
Besprechung von 18.09.2008
Mit Gesundheit und Verstand

Die Schwestern Marie und Klara Walz wurden Anfang des vorigen Jahrhunderts geboren, ihr Vater betrieb eine Mühle auf der Schwäbischen Alb, die beiden Brüder sollten diese übernehmen. Doch sie fielen in Russland im Krieg. Also übernahmen die Schwestern die Mühle, die zum Sägewerk wurde. Gearbeitet haben sie bis 2001, da starb Marie. Rudolf Werner drehte über die Schwestern eine vielgerühmte Fernsehdokumentation. Der Autor Eberhard Neubronner machte sich noch einmal auf, die beiden alten Frauen zu besuchen. Daraus wurde ein ruhiges, bewegendes Buch. Außer einigen Fakten über die Geschichte der Mühle geht es ausschließlich um diese beiden ungewöhnlichen Frauen, immer wieder eingestreut Zitate der Schwestern, die sich nie "ins Duden-Deutsch verirren". Ein paar alte Fotos zeigen zwei selbstsichere Frauen. Ein Satz der Mutter hat sie wohl durchs Leben begleitet, untermauert von Gottvertrauen: "Send froh, dass-r grade Glieder haud on da Verschtand." Gesundheit und Verstand also, damit kann man eine Mühle betreiben, bis ins hohe Alter. Ohne Strom, ohne Hilfsmittel. Die Fotos zeigen Klara im Blaumann, wie sie halsbrecherisch zwischen Sägeblättern herumturnt, Hebel bewegt und die Männer, die ihre Stämme zum Sägen bringen, anweist. Seit 1406 gab es die Mühle. Die Walz-Schwestern haben eine Tradition am Leben gehalten, die mit ihnen zu Ende ging. Eberhard Neubronner hat mit "Der Weg" schon einmal ein herausragendes Buch über verschwindende Lebensformen geschrieben, über den GTA in den Westalpen. Mit diesem Werk hat er den beiden Schwestern und ihrer Mühle ein lesenswertes Denkmal geschenkt. Das Dokument der Lebensweise: "I schaff am liebschta da ganza Dag. Wer zfrieda isch, der isch gsond."

bär

"Der Herrgott weiß, was mit uns geschieht. Die Schwestern von der Albmühle" von Eberhard Neubronner und Rudolf Werner, Silberburg-Verlag, Tübingen 2007. 120 Seiten, zahlreiche Fotos. Gebunden, 22,90 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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