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Frauen auf der Flucht, im Exil und in der Migration sind Wanderinnen zwischen Welten und Kulturen: Grenzgängerinnen, die darum bemüht sind, die Welt und die Kultur, die sie oder ihre Eltern verlassen haben, mit ihrer gegenwärtigen Lebenswirklichkeit zu versöhnen. Dieser Versöhnungsprozess ist ein oftmals schmerzhafter und von Trauer und Schuldgefühlen, aber auch von Hoffnungen, Träumen und Sehnsüchten begleiteter Weg der Auseinandersetzung, der, wenn er gelingt, neue Perspektiven eröffnen und eine stabile Identität schaffen kann. Der Aufbau neuer Perspektiven und Lebenschancen wird jedoch…mehr

Produktbeschreibung
Frauen auf der Flucht, im Exil und in der Migration sind Wanderinnen zwischen Welten und Kulturen: Grenzgängerinnen, die darum bemüht sind, die Welt und die Kultur, die sie oder ihre Eltern verlassen haben, mit ihrer gegenwärtigen Lebenswirklichkeit zu versöhnen. Dieser Versöhnungsprozess ist ein oftmals schmerzhafter und von Trauer und Schuldgefühlen, aber auch von Hoffnungen, Träumen und Sehnsüchten begleiteter Weg der Auseinandersetzung, der, wenn er gelingt, neue Perspektiven eröffnen und eine stabile Identität schaffen kann.
Der Aufbau neuer Perspektiven und Lebenschancen wird jedoch durch politische und gesellschaftliche Bedingungen erschwert, die spezifische Flucht- und Migrationsgründe von weiblichen Flüchtlingen und Migrantinnen ignorieren oder verleugnen und Frauen dadurch während und auch nach erfolgter Flucht oder Migration in aller Regel massiver geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Benachteiligung aussetzen.
Der vorliegende Band will darauf aufmerksam machen,dass 80% aller weltweiten Binnenlandflüchtlinge Frauen sind und diese nur deshalb nicht als Flüchtlinge in unser Bewusstsein gelangen, weil sie keine nationalen Grenzen überschreiten und deshalb weitaus seltener als Männer in Europa Asyl beantragen. Der Band will jedoch vor allem auf eine Lücke in einer wissenschaftlichen Debatte hinweisen, die bislang viel zu selten die weibliche Seite der Flüchtingsproblematik berücksichtigt hat und allzu ethnozentrisch nur auf die Situation in Deutschland fixiert war. Deshalb geht es auch um die Situation weiblicher Flüchtlinge in Guatemala und um die Lage der Migrantinnen in Spanien. Im Vordergrund steht dabei das Interesse, neben gesellschaftlichen Aspekten vor allem Facetten des innerpsychischen Erlebens weiblicher Flüchtlinge und Migrantinnen aufzuzeigen und ihrem Ringen um Versöhnung und um eine menschenwürdige Zukunft Raum und Worte zu verleihen.
  • Produktdetails
  • Psyche und Gesellschaft
  • Verlag: Psychosozial-Verlag
  • Seitenzahl: 245
  • Erscheinungstermin: März 2002
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 148mm x 17mm
  • Gewicht: 370g
  • ISBN-13: 9783898061056
  • ISBN-10: 3898061051
  • Artikelnr.: 09945240
Autorenporträt
Mechtild M. Jansen ist Erziehungswissenschaftlerin, Leiterin des Referats Frauen / Gender Mainstreaming / geschlechtsbezogene Pädagogik und Migration an der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden und Lehrbeauftragte an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in der Abeilung Köln.
Inhaltsangabe
Inhalt Elisabeth Rohr und Mechtild M. Jansen: Grenzgängerinnen Elisabeth Rohr: Frauen auf der Flucht, im Exil und in der Migration Susanne Lipka: Flüchtlingsfrauen im Asylverfahren in Deutschland Farideh Akashe
Böhme: Lebensentwürfe und Verstrickung: Biographien im Exil und in der Migration Susanna Keval: 'Aber mehr war da im Augenblick für mich nicht wahrzunehmen.'
Gibt es geschlechtsspezifische Formen des Umgangs mit der Einsicht über den nicht erfolgten Widerstand gegen die Verfolgung und Vernichtung der Juden? Christine Huth
Hildebrandt: Der Blick auf die fremde Frau Rita Radl Philipp: Zur Situation der Einwanderinnen in Spanien Ludgera Klemp: Friedensprozess und Geschlechterbeziehungen in Guatemala: Frauen brechen auf gegen Diskriminierung und Männergewalt Andrea Hettlage
Varjas: Frauen unterwegs
Identitätsverlust und Identitätssuche zwischen den Kulturen Geula Ben Kalifa
Schor: Das innere Niemandsland
Migranten
Jugendliche zwischen zwei Welten Mechthild Zeul: Von der Unmöglichkeit zurückzukehren: Zur psychosozialen Situation spanischer Arbeitsremigrantinnen Svetlana Vucelic: Im Spannungsfeld von Therapie und Gesetzgebung: Zur Situation von bosnischen Flüchtlingsfrauen Monika Hauser: Das Modellprojekt Medica mondiale
und die Notwendigkeit einer interdisziplinären Strategie zur Unterstützung von überlebenden Frauen