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Von der Kraft und Faszination der griechischen Antike Sie waren die Erfinder der Demokratie, Begründer der Philosophie, Schöpfer unsterblicher Mythen - doch was genau war das Erfolgsgeheimnis der antiken Griechen und was verbindet uns mit ihnen? Edith Hall, Professorin am Londoner King's College und eine der weltweit profiliertesten Altertumsforscherinnen, untersucht zehn Charaktereigenschaften, die allen griechischen Völkern gemeinsam waren. Über die Jahrtausende hinweg lernen wir so die wissbegierigen, humorvollen wie kompetitiven Menschen kennen, die als Seefahrer in neue Gebiete…mehr

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Produktbeschreibung
Von der Kraft und Faszination der griechischen Antike Sie waren die Erfinder der Demokratie, Begründer der Philosophie, Schöpfer unsterblicher Mythen - doch was genau war das Erfolgsgeheimnis der antiken Griechen und was verbindet uns mit ihnen? Edith Hall, Professorin am Londoner King's College und eine der weltweit profiliertesten Altertumsforscherinnen, untersucht zehn Charaktereigenschaften, die allen griechischen Völkern gemeinsam waren. Über die Jahrtausende hinweg lernen wir so die wissbegierigen, humorvollen wie kompetitiven Menschen kennen, die als Seefahrer in neue Gebiete vorstießen, sich im Wettkampf in Olympia oder im Redegefecht maßen. Wir erfahren, was die Griechen dachten und fühlten, über welche Witze sie lachten - und es entsteht eine ebenso farbige wie kurzweilig-moderne Geschichte, die uns den Mythen und Göttern, Helden und Menschen so nahe bringt wie nie.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Random House ebook
  • Seitenzahl: 416
  • Erscheinungstermin: 26.11.2018
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641244194
  • Artikelnr.: 53787841
Autorenporträt
Hall, Edith
Edith Hall, geboren 1959, ist Professorin für Altertumswissenschaften am King's College in London und zugleich Mitgründerin des Archive of Performances of Greek and Roman Drama an der Universität Oxford. Sie verfasste mehrere Bücher zu Themen der griechischen Geschichte und Literatur, u.a. eine Kulturgeschichte von Homers »Odyssee« sowie eine Geschichte der antiken Sklaverei. 2015 erhielt sie die »Erasmus-Medaille« der Academia Europea für herausragende Verdienste um die europäische Kultur und Wissenschaft.
Rezensionen
Besprechung von 12.04.2017
Das richtige Volk zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Emotional aufrichtig: Edith Hall zeigt, wie die alten Griechen jahrhundertelang den Staffelstab des geistigen Fortschritts trugen

Der Originaltitel fasst den Spannungsbogen des Buches subtiler: "Introducing the Ancient Greeks. From Bronze Age Seafarers to Navigators of the Western Mind". Die Griechen des Altertums müssen also vorgestellt, eingeführt werden; sie sind längst nicht mehr selbstverständlicher Bestandteil eines geistigen Inventars. Ihren Spuren zu folgen verspricht eine aufregende Reise, und am Ende sind es erneut die antiken Bewohner der hellenischen Welt, die ihrerseits dem vielbeschworenen "Westen" den Weg zu weisen vermögen.

Edith Hall erscheint auf den ersten Blick nicht gerade als die geborene Autorin einer Festrede über die Hellenen als Baumeister "unserer" Kultur, wie sie einst Sir Maurice Bowra oder zuletzt Konrad Adam vorgelegt haben. Sie forscht zur attischen Tragödie, einer abgründigen Spielart der Reflexion über die Welt, und sie hat Bücher über die Sklaverei und den langen Weg zu ihrer Abschaffung herausgegeben. Im Vorwort erwähnt sie die gängige Kritik am Kult um die "ältesten toten weißen Männer" und stellt fest, Kritiker von Kolonialismus und Rassismus neigten dazu, die Sonderstellung der alten Griechen herunterzuspielen, während andere diese benutzten, um die Überlegenheit westlicher Ideale nachzuweisen und die Kulturen gegeneinander auszuspielen.

Eine solche "reaktionäre Vereinnahmung des klassischen Erbes" lehnt Hall selbstverständlich ab. Doch auch für sie persönlich scheint das Schreiben dieses Buches eine Reise gewesen zu sein, sei sie doch mehr und mehr von den herausragenden Eigenschaften der alten Griechen überzeugt, die man in dieser Fülle anderswo im Mittelmeerraum oder im Nahen Osten eben nicht finde. Die Griechen waren, so die emphatische Bilanz, "das richtige Volk zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um jahrhundertelang den Staffelstab des geistigen Fortschritts zu tragen".

Als Begründung benennt Hall zehn Eigen- und Errungenschaften, die sich einzeln auch in Kulturen vor und neben den Titelhelden fanden, jedoch nie in der Kumulation und Vollendung, wie sie diesen gelungen sei. Die Griechen waren demnach Seefahrer, misstrauisch gegenüber jeder Autorität, individualistisch und wissbegierig; überdies seien sie stets für neue Ideen offen gewesen. Sie hätten Humor gehabt, Wettkämpfe geliebt und herausragende Fähigkeiten bei talentierten Menschen bewundert. Und schließlich seien sie außergewöhnlich redegewandt und geradezu vergnügungssüchtig gewesen.

Diese zehn Merkmale, in denen sie die ethnokulturelle Identität der Hellenen ausmacht, verknüpft Hall mit wiederum zehn Epochen der griechischen Geschichte von der mykenischen Welt bis zum Triumph des Christentums sowie mit zehn verschiedenen geographischen Regionen. Herausgekommen ist eine überaus gediegene, über weite Strecken im positiven Sinn traditionelle Erzählung für Menschen, die zwar noch Bücher lesen, aber zugleich mit Powerpoint und um Aufmerksamkeit buhlenden Medienformaten im Stil von "Die zehn größten..." vertraut sind.

Die Autorin scheut sich nicht, etablierte geistesgeschichtliche Topoi aufzurufen, etwa die Geschmeidigkeit der altgriechischen Sprache, die in der Tat eine breite Palette an Möglichkeiten bot, um Kausalität, Folgen, schwebende Zusammenhänge und gedankliche Polaritäten auszudrücken. Hinzu treten originelle Thesen: Die alte Tragödie sei auch deshalb so aktuell, weil sie die Neigung der Hellenen zu emotionaler Aufrichtigkeit in sich trage - eine Haltung auch der Generation der Babyboomer und ihrer Kinder, die es vorzögen, sich ihren dunkleren Trieben wie Wut, Rache, Begierde und Neid zu stellen, anstatt sie zu unterdrücken oder zu leugnen. Das ist, nebenbei bemerkt, eine nette Lesart für eine Gesellschaft, in der gröbste anonyme Herabwürdigung und individuelle Empfindlichkeit nur zu oft zwei Seiten derselben Medaille sind.

Halls Prämissen erlauben ihr, Akzente anders als üblich zu setzen. So treten die Mykener nicht als kleinere Kopien nahöstlicher Herrschaftsorganisationen auf, sondern als Seefahrer, und auch für etliche der anderen Eigenschaften der späteren Griechen gebe es bei ihnen zumindest Indizien. Glänzend arbeitet die sensible Philologin heraus, wie sich der bei Hesiod greifbare Schöpfungsbericht von der jüdisch-christlichen Tradition unterscheidet: Indem Götter und Menschen Machtkämpfe austragen und verhandeln, ist die Beziehung zwischen ihnen von Anfang an politisiert. Ergebnisse neuerer Forschung fließen unaufdringlich in die stets reflexiv verfahrende Erzählung ein; das gilt für die Rolle der überregionalen Heiligtümer im Prozess der Bildung einer hellenischen Identität oder für die Gründe und Etappen der sogenannten Kolonisationsbewegung in archaischer Zeit.

Wie Hall Letztere im Symbol des Delphins gespiegelt sieht, der eng mit den Göttern des Meeres, der Siedlungsfahrten und der Trinkgelage verbunden war, stellt eines der nicht wenigen Kabinettstücke in diesem an klugen Gedanken ohnehin reichen Buch dar. Zu ihren Helden zählt der Dichter und Philosoph Xenophanes, der den Spott als Mittel der Kritik anderer Position anderer Denker einsetzte und als erster uns bekannter altgriechischer Autor klar eine erkenntnisrelativistische Haltung verfocht. Im Sinne der humanistischen Tradition sieht Hall auch die offene Gesellschaft und die Demokratie Athens maßgeblich durch kollektive Erfahrung und kulturelle Reflexivität ermöglicht. Die "unergründlichen Spartaner" sind ihr dagegen fremd geblieben, auch wenn sie ihnen Humor, Leichtigkeit und Verzauberung zubilligt. Viel mehr in ihrem Element ist sie, wenn es um die elaborierte Kultur und "postmoderne Ästhetik des hellenistischen Alexandria" geht. Wie sie zu dem "derzeitigen postkolonialen Interesse für Hybridität, Migration und Diaspora" steht, das sich am ptolemäischen Projekt hochzog, verrät die Autorin nicht. Insgesamt kann aber kein Zweifel bestehen: Jede Zeit braucht ihre eigene Geschichte der griechischen Kultur. Edith Hall hat diese Aufgabe sehr gut gelöst.

UWE WALTER

Edith Hall: "Die alten

Griechen". Eine Erfolgsgeschichte in zehn Auftritten.

Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz. Siedler Verlag, München 2017. 416 S., Abb., geb., 26,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 24.07.2017
Spielen mit Delfinen
Die ganze griechische Kultur in zehn menschlichen Eigenschaften
Ein Überblick zur griechischen Kultur insgesamt, von ihren bronzezeitlichen Anfängen in Kreta und Mykene bis zu dem Punkt, wo ihre heidnischen und philosophischen Traditionen vom Christentum abgelöst werden, ist kein überflüssiges Buchprojekt. Erwartungsvoll werden es diejenigen in die Hand nehmen, die keine humanistische Bildung genossen oder das meiste wieder vergessen haben und die doch wissen wollen, was es mit dieser Kultur auf sich hat, die wie keine andere bis zum heutigen Tag prägt, was wir unter Kunst, Politik und Philosophie verstehen.
Man wird von einem solchen Werk keine Originalität verlangen; im Gegenteil, ein allzu originelles Vorgehen würde dem Versprechen zuwiderlaufen, einen Abriss des kurrenten Wissens zu liefern. Aber wer es verfasst, sollte sich genau überlegen, wie er oder sie es anstellt, zweitausend Jahre auf rund 400 Seiten herunterzubrechen und dabei doch das Ganze zu wahren. Edith Hall, Professorin für Altertumswissenschaften am Londoner King’s College, hat sich entschieden, zehn Eigenschaften der Griechen als geistiger Nation (wenn man sie anachronistisch so bezeichnen will) in den Mittelpunkt zu rücken: Seefahrer seien sie gewesen, misstrauisch gegenüber Autoritäten, individualistisch, wissbegierig, offen für neue Ideen, humorvoll, erfüllt von Liebe für Wettkämpfe und herausragende Fähigkeiten talentierter Menschen, außergewöhnlich redegewandt und geradezu vergnügungssüchtig.
Ganz verkehrt ist das natürlich nicht. Aber es ist doch ein Ansatz, der einerseits ahistorisch, andererseits recht ethnozentrisch verfährt. Er berücksichtigt kaum, dass zwischen einem homerischen Helden und dem reisenden Rhetoriklehrer der römischen Kaiserzeit ein gewisser Mentalitätswandel erfolgt ist, und dass man im Zeitalter des Hellenismus kein gebürtiger Grieche mehr sein musste, um an dessen kosmopolitischer Welt teilzuhaben. In vollem Umfang trifft Halls Katalog wahrscheinlich nur auf die Athener des 5. Jahrhunderts v. Chr. zu, mit anderen Worten auf rund 30 000 männliche Vollbürger über einen Zeitraum von drei Generationen. Der gleichzeitig bestehende Soldatenstaat der Spartaner dürfte weniger individualistisch gewesen sein.
Eine lange Geschichte in einer Zahl von „Auftritten“ zu bündeln, also das Wesen der Epoche jeweils in einer Szene zu exemplifizieren, um von dort aus die größeren Zusammenhänge zu erschließen – das ist an sich keine schlechte Idee. So ließe sich das Hauptproblem in den Griff kriegen, das bei diesem Buch ein ökonomisches ist: es soll zugleich knapp, leicht und vollständig sein. An den besten Stellen ihres Buchs gelingt dies der Autorin auch, die sich sympathischerweise nicht scheut, „ich“ zu sagen. Wenn sie davon schreibt, wie die Griechen im Delfin, diesem munteren, starken, so menschlich anmutenden Meerestier, ein Spiegelbild ihrer eigenen Seele erblickten, dann reicht sie heran bis ans Niveau der „Griechischen Culturgeschichte“ Jacob Burckhardts, der diesen genialen Tagedieben, wie er sie nennt, mit ähnlich ironisch gebrochener Liebe zugetan war.
Aber insgesamt macht sie leider aus den Szenen, an denen die theatralische Überlieferung dieser Kultur doch so überreich ist, bemerkenswert wenig. Die Verteidigungsrede des Sokrates und seine letzten Stunden im Kerker, das wurde natürlich schon oft erzählt; aber es hätte sich gelohnt, es noch einmal neu zu wagen. Hall rühmt Herodot als den großen Erzähler, der Geschichte aus Geschichten schreibt – gelernt hat sie wenig von ihm. Was ließe sich nicht aus dem Auftritt des Paulus in Athen herausholen! Hier stoßen zwei Zeitalter und Denkweisen zusammen, genauso wie Hall es bräuchte; ja sie kollidieren in der Figur des Apostels selbst, der bei allem Missionseifer genug vom schlauen Griechen in sich hat. Man seufzt beim Lesen, wie viele Chancen hier zur Hälfte oder zu drei Vierteln verschenkt worden sind.
In seinen schwächsten Passagen versinkt das Buch in das uninspirierte Abarbeiten von Namen und Ereignisfolgen. Kein Mensch, der nicht Experte für die Epoche ist, kann sich die Einzelheiten der Machtkämpfe merken, die unmittelbar nach dem Tod Alexanders des Großen einsetzen, ehe sich nach zwanzig Jahren ein leidlich stabiles Staatensystem herausbildet. Darum sollte ein Werk wie das von Hall gar nicht erst versuchen, sie nachzuzeichnen. Sie tut es trotzdem. Hall ist mit dem Herzen dabei, wenn es um die spartanischen Frauen geht, die eine im hellenischen Umfeld unerhörte Freiheit genossen; bei vielen anderen Dingen freilich hat sie bloß eine Pflichtübung absolviert. Und manchmal noch weniger als das. Wenn sie etwa behauptet, ein Hexameter bestehe „aus Verszeilen mit sechs Füßen oder Hebungen“, so muss man diese Angabe, die so tut, als wären ein Fuß und eine Hebung so ungefähr dasselbe (und, schlimmer noch, als spielten die Hebungen im antiken Hexameter eine verskonstituierende Rolle), zumindest grob missverständlich nennen.
Einen erheblichen Anteil an solchen Ausrutschern dürfte die Übersetzung von Norbert Juraschitz haben, die, besonders von der Mitte an, schludrig gearbeitet ist. Sie hört sich so an: „Polybios hatte indes mindestens zwei Hühnchen mit Timaios zu rupfen, ein politisches und ein eher privates, ödipales, aber nichtsdestotrotz erhellt das, was er über die Bibliotheken sagt, einen Teil in der Diskussion, zu der wir sonst kaum Zugang haben.“ Was im Englischen lässige Eleganz gewesen sein mag, wandelt sich im Deutschen zum stilistischen Kuddelmuddel. Die Übersetzung spricht von einer „gemalten Stoa“, wo diese Säulenhalle vielmehr eine bemalte war (Stoa poikilé); das englische „painted“ gibt beides her, und eine sachliche Überprüfung unterblieb. Juraschitz verdeutlicht christliche Askese mit „Selbstentbehrung“, „zeigt auf“, wo nur zu zeigen wäre, und teilt mit, Lukian, der „persönliche Lieblingsschriftsteller“ Halls, habe 200 „Aufsätze“ geschrieben – es handelt sich um Gespräche. Da hat der Verlag an einem dringend erforderlichen Korrekturdurchgang gespart. Und mussten „The Ancient Greeks“ unbedingt als „die alten Griechen“ wiedergegeben werden? Das klingt im Deutschen eher oll als antik. „Die Griechen“ hätte genügt.
BURKHARD MÜLLER
Mit dem Herzen dabei,
wenn es um die spartanischen
Frauen gehen soll
Edith Hall: Die alten Griechen. Eine Erfolgsgeschichte in zehn Auftritten. Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz. Siedler Verlag, München 2017, 416 Seiten. 26,99 Euro. E-Book 24,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Jede Zeit braucht ihre eigene Geschichte der griechischen Kultur. Edith Hall hat diese Aufgabe sehr gut gelöst." Frankfurter Allgemeine Zeitung

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Burkhard Müller würde von einem soliden Abriss der griechischen Antike keine Originalität verlangen, vor allem dann nicht, wenn er sich an ein allgemeines Publikum wendet. Doch Edith Hall bleibt selbst unter Müllers niedrig gesetzten Erwartungen zurück, wenn sie die Griechen über zweitausend Jahre hinweg etwas ahistorisch und ethnozentrisch als ein Volk von Seefahrern beschreibt, misstrauisch gegenüber Autoritäten, individualistisch, redegewandt und vergnügungssüchtig. Manchen bedeutenden Persönlichkeiten verschafft sie einen großen Auftritt, gesteht Müller zu, doch meistens belässt sie es beim "uninspirierten Abarbeiten von Namen und Ereignissen". Die holprige Übersetzung und eine fehlende Korrektur tun ihr Übriges, um dem Rezensenten die Freude an dieser Geschichte zu nehmen. Vom ollen Titel ganz zo schweigen.

© Perlentaucher Medien GmbH