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Die Olympischen Sommerspiele in Athen (2004) lenken den Blick auf die Ursprünge der Veranstaltung im alten Griechenland. Neben einer detaillierten archäologischen Beschreibung des antiken Olympia-Geländes bietet das reich bebilderte Bändchen alles, was uns überliefert ist über das Wettbewerbsprogramm, Preise, Regeln, Training, medizinische Betreuung, Zuschauerverhalten, religiöse und profane Feierlichkeiten, politische Propaganda und sportliche Skandale. Die letzten beiden Kapitel handeln von der Wiederbelebung der Spiele und ihrer Entwicklung im 20. Jahrhundert.…mehr

Produktbeschreibung
Die Olympischen Sommerspiele in Athen (2004) lenken den Blick auf die Ursprünge der Veranstaltung im alten Griechenland. Neben einer detaillierten archäologischen Beschreibung des antiken Olympia-Geländes bietet das reich bebilderte Bändchen alles, was uns überliefert ist über das Wettbewerbsprogramm, Preise, Regeln, Training, medizinische Betreuung, Zuschauerverhalten, religiöse und profane Feierlichkeiten, politische Propaganda und sportliche Skandale. Die letzten beiden Kapitel handeln von der Wiederbelebung der Spiele und ihrer Entwicklung im 20. Jahrhundert.
  • Produktdetails
  • Reclams Universal-Bibliothek 18293
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Originaltitel: Ancient Olmpic Games.
  • 1., Aufl.
  • Seitenzahl: 200
  • Erscheinungstermin: April 2004
  • Deutsch
  • Abmessung: 150mm x 98mm x 13mm
  • Gewicht: 106g
  • ISBN-13: 9783150182932
  • ISBN-10: 315018293X
  • Artikelnr.: 12351168
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 19.03.2004

Sieg macht unsterblich
Rechtzeitig vor den Sommerspielen: Vier Bücher über Olympia

Das Zeusfest und die Sportwettkämpfe in Olympia bilden so etwas wie ein Leitfossil der antiken griechischen Kultur. Mehr als eintausend Jahre lang veranlaßten sie Athleten und Besucher, alle vier Jahre den kleinen Ort in der Landschaft Elis an der Westküste der Peloponnes aufzusuchen, zunächst nur wenige und aus dem engeren Umkreis, später Zehntausende aus allen Regionen hellenischer Zunge und darüber hinaus. Der von einem antiken Gelehrten rekonstruierte und ins Jahr 776 vor Christus gesetzte Beginn der Siegerliste für die Urdisziplin, den Stadionlauf, markierte in der neuzeitlichen Forschung lange Zeit den Einschnitt, der das mythische vom historischen Griechenland trennte; mit den ersten Olympischen Spielen begann in dieser Sicht die antike Geschichte. Das vom christlichen Kaiser Theodosius I. Ende des vierten Jahrhunderts dekretierte Ende des Götterfestes konnte als einer der Endpunkte des paganen Altertums gedeutet werden. Danach verschwanden die Überreste der antiken Bauten unter einer meterhohen Schwemmsandschicht, doch bereits den Humanisten war der Ort wieder präsent.

Dafür sorgte in erster Linie Pausanias, der im zweiten Jahrhundert nach Christus in seiner "Beschreibung Griechenlands" die Bauten und Kunstwerke Olympias erheblich ausführlicher schilderte als selbst die athenischen. Was die griechischen Staaten in ihren Schatzhäusern und im Umkreis der Tempel an Weihgeschenken für Zeus und die anderen Götter aufstellten, wuchs so im Laufe der Zeit zu einem "Archiv der hellenischen Geschichte in Erz und Marmor", wie es der Historiker und Archäologe Ernst Curtius (1814 bis 1896) idealisierend formulierte. Jacob Burckhardt nahm dieses wirkmächtige Wort des Mentors und Leiters der ersten deutschen Olympiagrabung bewußt auf, drehte es aber in eine ganz andere Richtung, indem er Olympia als "das große monumentale Museum des Hasses von Griechen gegen Griechen, mit höchster künstlerischer Verewigung des gegenseitig angetanen Herzeleids" charakterisierte. In der Tat sollten Denkmäler wie die berühmte Nike des Paionios an militärische Siege erinnern. Diese Verbindung des Heiligtums mit dem Krieg war schon eng, als Olympia in der Frühzeit zunächst als Orakelstätte Bedeutung erlangte; weil die Weissager aber meist im "Außendienst" auf den Schlachtfeldern tätig waren, hat diese erste Karriere des Platzes nur wenige Spuren hinterlassen. Warum andererseits später der Waffenlauf zu den weniger prestigeträchtigen Disziplinen gehörte, ist bisher noch nicht befriedigend erklärt worden. Möglicherweise mangelte es ihm an Schönheit.

Starkult der Athleten

Die Rückkehr der Olympischen Sommerspiele nach Griechenland in diesem Jahr hat gleich vier Verlage veranlaßt, jeweils ein Buch über das antike Olympia herauszubringen. Bei allen Unterschieden ist ihnen eines gemeinsam: Der pseudo-aufklärerische, die Differenzen zwischen Antike und Moderne ebenso wie den geistigen Traditionszusammenhang einebnende Sensationsfuror, die antiken Spiele als unheilige zu entlarven, spielt keine große Rolle, und das mit Recht. Denn was hilft es zum Verständnis des Phänomens zu wissen, daß es "schon damals" Politisierung und Korruption, Starkult und Selbstzerstörung der Athleten gab? Daß einzelne prestigeträchtige Sportler als Startgeld angeblich eine Summe erhielten, für die ein Handwerker jahrzehntelang arbeiten mußte? Oder daß das Areal immer wieder eine Baustelle war, auch während der Spiele, weil es zum Beispiel mehr als zwanzig Jahre brauchte, den großen Zeustempel zu errichten? Eine derartige, als Denkmuster weit verbreitete Aktualisierung gehört deshalb überwunden, weil sie aus der Kammerdienerperspektive das Geschichtliche zugunsten eines angeblich konstant Allzumenschlichen uniformiert und nichts als Langeweile produziert.

Alle vier Bücher ruhen statt dessen - bei sehr unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen - auf einem gedanklichen Dreischritt. Aus den verhältnismäßig reichen Schriftquellen läßt sich zunächst zusammentragen und rekonstruieren, wie Olympia einst aussah und was sich dort während der festlichen Spiele, aber auch in der Zeit dazwischen abspielte. So hat Rosmarie Günther ihre Darstellung ganz um den Bericht des Pausanias, den "Reiseleiter", herumgebaut - was sie nicht hindert, zugleich die "weibliche" Seite von Kult und Geschichte thesenfreudig herauszustellen und sogar Muttergottheiten an den Anfang des Heiligtums zu setzen. Das zweite Thema ist die archäologische Wiedergewinnung der gesamten Anlage durch die Grabungen des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts. Den höchst spannenden Subtext dieser Geschichte bildet die Transformation der klassischen Archäologie als einer Wissenschaftsdisziplin, die an ihren ästhetisch-normativen Wurzeln zusehends irre wurde, ohne sich vollständig der reinen historischen Erkenntnis verschreiben zu können - schon wegen der öffentlichen Aufmerksamkeit, die dieser altertumswissenschaftlichen Disziplin weit mehr als anderen zuteil wurde und wird. Über den anderen Rezeptionsstrang in Gestalt der verschiedenen Ansätze zur Erneuerung der Spiele, von den "Olimpick Games" von Cotswold im England des frühen siebzehnten Jahrhunderts bis zu den mit dem Namen Pierre de Coubertin verbundenen Wettkämpfen seit 1896, orientiert Judith Swaddling in einem knappen Ausblick ihres informationsreichen Überblicks, für den auch ein neues Modell der Gesamtanlage angefertigt wurde. Am Ende des Dreischritts steht als Synthese idealerweise ein präzisiertes und historisch differenziertes Gesamtbild.

Michael Siebler gibt der Forschungsgeschichte breiten Raum, angefangen von Winckelmanns Hoffnung, unter dem Sand des Flusses Alpheios ließen sich originale Bildwerke aus der Blütezeit der griechischen Kunst in großer Zahl wiedergewinnen. Eine Grabung in Olympia war seit dem achtzehnten Jahrhundert im Gespräch, und es kam nur noch darauf an, wer als erster die zahlreichen Schwierigkeiten überwinden würde. Schließlich war es Ernst Curtius, der eine zufällige Nähe zum preußischen Hof und sein Talent zu einer öffentlichkeitswirksamen humanistischen Werbung für die Antike zu nutzen vermochte, damit das erste archäologische Großunternehmen des neuen Deutschen Reiches Wirklichkeit werden konnte. "Was dort in der dunkeln Tiefe liegt", so Curtius 1852 in einem programmatischen Vortrag, "ist Leben von unserem Leben." Und Leo von Klenze wußte schon 1821: Sobald "teutsche Forscher diese Entdeckungsfahrt nach dem geheiligten Boden Olympias antreten, werden die Kunstgebilde des Phidias und Myron willig aus ihrem feuchten Grab erstehen und zu uns herüberwandern, wo unser Jubel diese Besieger der Jahrtausende empfangen soll."

Der 1874 mit Griechenland geschlossene Vertrag, der den Deutschen alle Kosten und dafür auch alle Publikationsrechte einräumte, die Fundobjekte aber bis auf wenige Ausnahmen Griechenland überließ, war aus heutiger Sicht eine "grabungspolitische Epochenwende" und zugleich ein zukunftsweisendes Stück auswärtiger Kulturpolitik, damals jedoch hoch umstritten, da es zuwenig Prestige versprach, nur Papier und Abgüsse nach Hause zu bringen, nicht aber kostbare Schaustücke für die Berliner Museen, wie dies Carl Humann aus Pergamon und Heinrich Schliemann aus Troja und Mykene gelang. Bismarck, in dieser Hinsicht reichlich unsensibel, wollte deshalb sogar der Abschlußkampagne die Finanzierung verweigern. Insgesamt war wohl keine archäologische Ausgrabung im Ausland so eng mit der deutschen Geschichte und mit deutschem Nationalbewußtsein verknüpft, auch im Wettbewerb mit den Franzosen, die sich schon früher um Olympia bemüht hatten, um dann seit 1892 die großen Ausgrabungen in Delphi durchzuführen. An Olympia entwickelte sich auch ein breitgefächerter archäologischer Wissenschaftsjournalismus, der die jeweils aktuellen Funde und Ergebnisse allen Interessierten bekanntmachte.

Die hochgespannten Erwartungen an die Olympiagrabung und ihr Verlauf zeigen, wie aus Sieblers Bericht ebenfalls hervorgeht, eine Gemengelage in der Entwicklung der Archäologie: Auch Curtius und seine Mitstreiter waren vom Impuls der Schatzgräberei nach Meisterwerken der antiken Kunst, die sie an Heinrich Schliemann so kritisierten, nicht ganz frei. Als dann aber die Ausbeute an Siegerstatuen und Statuenweihungen an Zeus und die anderen Götter des Heiligtums hinter den Erwartungen zurückblieb, weil die ursprünglich nach Hunderten zählenden Stücke offenbar schon in der Antike verschleppt beziehungsweise eingeschmolzen worden waren, trat das historistisch-positivistische Paradigma in den Vordergrund: "Wichtiger sind die Aufschlüsse, die die Wissenschaft in topographischer und architektonischer Hinsicht empfing", so machte Wilhelm Dörpfeld rückblickend im "Baedeker" von 1908 aus der Not eine Tugend, und der Würzburger Archäologe Ulrich Sinn schlägt in die gleiche Kerbe, wenn er aus heutiger Sicht von einer "wohltuenden Versachlichung" spricht.

Unsere Lektüre für August

Sinn, gegenwärtig Leiter einer internationalen Forschergruppe in Olympia, hat eine sehr detaillierte, passagenweise geradezu handbuchgleiche Synthese vorgelegt. Gelungen ist sein Versuch, die Etappen der Geschichte des Heiligtums von der mythischen Vorzeit bis zur Millenniumfeier 224 nach Christus in einer Reihe von Vignetten zu beleuchten. Dennoch bleibt die politische Bedeutung des Heiligtums teilweise unklar. Dieses stand mitnichten immer unter der Verwaltung eines Stadtstaates, sondern es bildete das politische Zentrum der nichtstadtstaatlich verfaßten Landschaft Elis und beherbergte daher auch etwa das Amtslokal der Ratsherren. Erst 472/71, bezeichnenderweise kurz nach einer Neuorganisierung des Zeusfestes, gründeten die Eleier eine Polis. Rosmarie Günther spricht mit Recht von einem enormen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung, den das Heiligtum nach der endgültigen Unterwerfung zweier abhängiger Regionen durch Elis in den 470er Jahren nahm. Erst in dieser Zeit wurde der monumentale Zeustempel mit dem berühmten Kultbild des thronenden Gottes von der Hand des Phidias errichtet - in der Antike eines der Sieben Weltwunder -, nachdem der Herr des Heiligtums bis dahin wahrscheinlich in dem später der Hera gehörenden Bau residiert hatte.

Immerhin zeigen die von Sinn berichteten Beispiele eindrucksvoll, in welchem Ausmaß hier Erfolg und prangende Schau die gesamte Existenz nicht nur des Adels in Griechenland bestimmten und hochgradig politischen Charakter hatten. Olympia war die wichtigste Bühne der Selbstinszenierung vor einer panhellenischen Öffentlichkeit, und allein der Augenblick des Sieges zählte und verschaffte Unsterblichkeit, nicht die Objektivierung der Leistung in einem Rekord (der sich immerhin in einzelnen Disziplinen wie dem Diskuswurf hätte bestimmen lassen).

Eine vergleichende historische Anthropologie hätte hier weiterzubohren und zu fragen, warum die Hellenen als einzige antike Kultur diese extrem ästhetisierte, reglementierte und zugleich verabsolutierte Form des Sich-untereinander-Messens und der Überhöhung des Sieges entwickelt haben. Auch junge Perser wetteiferten miteinander im Reiten und Bogenschießen, aber Charisma und Autorität erwuchsen daraus niemandem, während ein Alkibiades auf seinen glanzvollen Olympiasieg verweisen konnte, um den athenischen Landsleuten Zuversicht für den Kampf unter seiner Führung einzuflößen. Huizingas "Homo ludens" und der Verweis auf Sport als anthropologisch konstantes Phänomen sind jedenfalls ungeeignet, eine angeblich auf die Griechen verengte Sicht zu überwinden.

Das Beste zu dieser Frage aller Fragen auch für Olympia sind immer noch Jacob Burckhardts Beobachtungen zum agonalen Prinzip als einer Achse hellenischer Mentalität und Lebensführung im vierten Band der "Griechischen Kulturgeschichte". Gelehrte wie Viktor Ehrenberg, Helmut Berve und Ingomar Weiler haben manches weitergedacht. Sieblers vier Seiten dazu sind zwar nicht eben tiefschürfend, doch die anderen Autoren setzen das hochgradig erklärungsbedürftige Phänomen umstandslos als gegeben voraus. In den Beuteweihungen im Heiligtum, von denen schon die Rede war, nur etwas verschämt "den unheiligen Aspekt gewonnener Kriege" (Günther) zu sehen führt jedenfalls nicht weiter, wenn schon die "friedlichen" Wettkämpfe mit einigem Recht als "war minus the shooting" (Nigel Spivey) apostrophiert werden können.

Allen vernünftigen Informationsbedürfnissen genügen die Bücher indes allemal. In manchen Passagen wünscht man sich sogar weniger Anekdoten und Details, dafür eben mehr Reflexion auf Grundsätzliches. Mit Plänen, Fotos und Zeichnungen ausgestattet, sind die Bände für einen Rundgang durch die Ruinenlandschaft aber ohne Zweifel ebenso geeignet wie zur Terrassenstuhlarchäologie, vielleicht an einem delirierenden Mittag im August, wenn das Fernsehen endlose Stunden lang die Vorrunde des olympischen Volleyballturniers der Frauen überträgt oder die Zwischenläufe der Männer über fünftausend Meter.

UWE WALTER

Rosmarie Günther: "Olympia". Kult und Spiele in der Antike. Primus Verlag, Darmstadt 2004. 176 S., 30 Abb., geb., 19,90 [Euro].

Michael Siebler: "Olympia". Ort der Spiele, Ort der Götter. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2004. 278 S., 62 Abb. u. Karten, geb., 25,- [Euro].

Ulrich Sinn: "Das antike Olympia". Götter, Spiel und Kunst. C. H. Beck Verlag, München 2004. 276 S., 85 Abb., geb., 29,90 [Euro].

Judith Swaddling: "Die Olympischen Spiele der Antike". Aus dem Englischen von Ursula Blank-Sangmeister. Verlag Philipp Reclam jun., Stuttgart 2004. 200 S., 97 Abb., br., 5,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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In den gelben Reclam-Bändchen lasen wir einst die Klassiker von Homer bis Goethe. Nun, da die Olympischen Spiele an ihre Geburtsstätte zurückkehren, ist etwas Nostalgie wohl angebracht. Das Stuttgarter Verlagshaus hat an uns gedacht und auf exakt 200 Seiten ein Mini-Geschichtsbuch herausgegeben. Zwischen zwei Halbkarton-Deckeln findet sich für einen Spottpreis alles über das alte Olympia: Religion, Doping, Skandale ... Hoch informativ. Passt außerdem in jeden Jeans-Gesäßtasche. Wie früher.
NZZ (Neue Zürcher Zeitung) am Sonntag

Am 13. August beginnen in Athen die Olympischen Spiele. Zurück zu den Ursprüngen dieses Festes führt ein faszinierendes Büchlein, das im Reclam Verlag als deutsche Erstausgabe vorliegt.

Judith Swaddling lenkt in ihrer reich bebilderten Darstellung, die in der Reihe der berühmten 'gelben Hefte' erscheint, einen umfassenden Blick auf die Spiele zu Ehren des Zeus, die 1000 Jahre lang, zwischen 776 v.Chr. und 395 n.Chr., alle vier Jahre die gesamte griechische Welt in Bann zogen.

Ausführlich wird der Leser, der das klar strukturierte Bändchen nach Lust und Laune durchschmökern kann, zunächst über das antike Olympia-Gelände in seiner kultischen Bedeutung informiert.

Die Autorin wendet sich in der Folge den überlieferten Berichten über Rahmenprogramme, religiöse und profane Feierlichkeiten, über Regelwerke, Training, medizinische Versorgung der Athleten, Wettkämpfe und Siegesfeierlichkeiten zu; mit viel Vergnügen, zugleich mit wenig Verwunderung liest man über den Missbrauch zu Propagandazwecken, über politische Skandale oder Manipulationen.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Dieses Buch bietet einen sehr guten und zugleich präzisen Überblick über die Örtlichkeiten, das Programm und die einzelnen Wettkampfdisziplinen. Auch von den Skandalen, die es damals schon gegeben hat, ist die Rede. ... Zum Abschluss nimmt der Band die vielfältigen Versuche in der Neuzeit in den Blick, die olympische Idee wiederzubeleben - bis hin zum erfolgreichen Vorstoß des Baron de Coubertin, dem dies im Jahre 1896 gelang.
Generalanzeiger, Bonn

Die Britin Swaddling greift geradezu vorbildlich auf die angelsächsischen Erzähltugenden Humor und Anschaulichkeit zurück, (...). (...) Wer auf dem heimatlichen Sofa oder dem Hotelbett liegend, angenehm belehrt werden und über die Welt der Griechen staunen will, der lese Swaddling.
Frankfurter Rundschau

Für Olympiafans, die sich kurz und bündig informieren wollen.
Abenteuer Archäologie

In der Übersetzung flüssig geschrieben, punktgenau illustriert und im Preis-Leistungs-Verhältnis nicht zu toppen.
ZDF.de

"Kompakt und lesenswert"
Darmstädter Echo

Judith Swaddling hat für uns die Olympischen Spiele der Antike rekonstruiert und breitet eine reich bebilderte Geschichte aus, erweckt den Schauplatz Olympia zu Leben, beschreibt die Vorbereitungen der Athleten und erläutert das Regelwerk und die Wettkämpfe kompetent und lesenswert.
Züritipp - Beilage des Tages-Anzeiger

Ganz aus britischem sportmanship schreibt Judith Swaddling über die "Olympischen Spiele der Antike". Politische, geistes- und religionsgeschichtliche Fragen werden nur gestreift, viel erfährt man aber über die Wettkämpfe. Die Geschichte der Wiederbelebung der Spiele wird ausführlicher behandelt als bei anderen Autoren. Wer vorrangig sportgeschichtlich interessiert ist, ist mit Judith Swaddling am besten bedient; dass die Autorin erkennbar gut gelaunt sich über ihr Thema hermacht, ist ein anderer Vorzug.
Berliner Zeitung

Dieses Buch bietet einen sehr guten und zugleich präzisen Überblick über die Örtlichkeiten, das Programm und die einzelnen Wettkampfdisziplinen. Auch von den Skandalen, die es damals schon gegeben hat, ist die Rede.
Dresdner Neueste Nachrichten

Das gelbe Büchlein aus der Reclam-Reihe kommt äußerlich zwar eher bescheiden daher, hat es aber in sich. Trotz der kompakten Form gelingt es der Autorin, alle wichtigen Aspekte der antiken Olympischen Spiele anzusprechen. Neben einer kurzen Beschreibung der einzelnen Bauwerke Olympias, informiert das Bändchen über das Wettbewerbsprogramm, Preise, Regeln, Training, Feste und Skandale. Mit der Wiedergeburt der Olympischen Spiele und der Entwicklung im 20. Jahrhundert endet das Buch. Die vielen Fotos, Zeichnungen und Rekonstruktionen ergänzen sehr anschaulich die gut geschriebenen Texte. Archäologisches Vorwissen setzt die Autorin nicht voraus. Die übersichtliche Struktur und die kurzen Kapitel machen das Buch zu einem idealen Nachschlagewerk. Auch als Reisebegleiter nach Olympia ist das Reclam-Heft empfehlenswert: Schließlich passt es in jede Hosentasche.
Neue Presse Hannover
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Einen "informationsreichen Überblick" über die Olympischen Spiele in der Antike sieht Rezensent Uwe Walter in Judith Swaddlings Olympiabuch, eines von Vieren, die nun, rechtzeitig vor den Olympischen Sommerspielen in Griechenland erschienen sind. Zwar streift er Swaddlings Buch in seiner Mehrfachbesprechung nur kurz, hebt aber hervor, dass die Autorin neben vielem anderen, was auch in den anderen Olympiabüchern angesprochen wird, auch über die verschiedenen Ansätze zur Erneuerung der Spiele, von den "Olimpick Games" von Cotswold im England des frühen siebzehnten Jahrhunderts bis zu den mit dem Namen Pierre de Coubertin verbundenen Wettkämpfen seit 1896, berichtet. Ansonsten genüge auch Swaddlings Buch "allen vernünftigen Informationsbedürfnissen". Wie bei den anderen besprochenen Olympiabüchern hätte sich Walter "in manchen Passagen" allerdings auch hier weniger Anekdoten und Details und "mehr Reflexion auf Grundsätzliches" gewünscht.

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