Geschichte und Zukunft der Arbeit - Kocka, Jürgen / Offe, Claus (Hgg.)

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Ohne Arbeit sind materielle Sicherheit, sinnvolle Lebensgestaltung und gesellschaftliche Anerkennung nur schwer zu erlangen. Doch Massenarbeitslosigkeit und eine sich verändernde Erwerbsarbeit stellen diese zentralen Funktionen der Arbeit in Frage. Die Autoren beleuchten den Stellenwert der Arbeit in der Geschichte, diskutieren die gegenwärtige Beschäftigungskrise und zeigen Perspektiven für den Umgang mit der gewandelten Erwerbsarbeit in der Zukunft auf. Der Band entstand im Zusammenhang mit dem am Wissenschaftskolleg zu Berlin betriebenen Projekt AGORA - Arbeit, Wissen, Bindung.…mehr

Produktbeschreibung
Ohne Arbeit sind materielle Sicherheit, sinnvolle Lebensgestaltung und gesellschaftliche Anerkennung nur schwer zu erlangen. Doch Massenarbeitslosigkeit und eine sich verändernde Erwerbsarbeit stellen diese zentralen Funktionen der Arbeit in Frage. Die Autoren beleuchten den Stellenwert der Arbeit in der Geschichte, diskutieren die gegenwärtige Beschäftigungskrise und zeigen Perspektiven für den Umgang mit der gewandelten Erwerbsarbeit in der Zukunft auf. Der Band entstand im Zusammenhang mit dem am Wissenschaftskolleg zu Berlin betriebenen Projekt AGORA - Arbeit, Wissen, Bindung.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • 2000.
  • Seitenzahl: 512
  • Erscheinungstermin: August 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 149mm x 32mm
  • Gewicht: 658g
  • ISBN-13: 9783593364872
  • ISBN-10: 3593364875
  • Artikelnr.: 08588614
Autorenporträt
Jürgen Kocka ist Professor für die Geschichte der industriellen Welt an der FU Berlin und seit 1991 Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Claus Offe ist Professor für Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Inhaltsangabe
Jürgen Kocka und Claus Offe
Einleitung

Arbeit im intertemporalen Vergleich

Jürgen Kocka
Einleitung

Christopher Hann
Echte Bauern, Stachanowiten und die Lilien auf dem Felde.
Arbeit und Zeit aus sozialanthropologischer Perspektive

Wilfried Nippel
Erwerbsarbeit in der Antike

Otto Gerhard Oexle
Arbeit, Armut, 'Stand' im Mittelalter

Richard van Dülmen
"Arbeit" in der frühneuzeitlichen Gesellschaft. Vorläufige Bemerkungen

Hansjörg Siegenthaler
Arbeitsmarkt zwischen Gleichgewicht und Ungleichgewicht im Zeitalter modernen Wirtschaftswachstums

Richard Biernacki
Arbeitsmarkt zwischen Kontingenz und Kontinuität.
Kommentar zu Hansjörg Siegenthaler

Arbeit im Vergleich der Kulturen

Georg Elwert
Einleitung

Ravi Ahuja
Geschichte der Arbeit jenseits des kulturalistischen Paradigmas.
Vier Anregungen aus der Südasienforschung

Toshiko Himeoka
Die "betriebszentrierte" Gesellschaft und die Geschlechterverhältnisse in Japan

Norani Othman
Auffassung, Wahrnehmung und Kultur der Arbeit in der malaiischen Gesellschaft. Ein Überblick

Rüdiger Klein
Arbeit und Arbeiteridentitäten in islamischen Gesellschaften. Historische Beispiele

Georg Elwert
Jede Arbeit hat ihr Alter. Arbeit in einer afrikanischen Gesellschaft

Beschäftigungskrise in Europa: Konkurrierende Erklärungen und Therapieangebote

Claus Offe
Einleitung

Warnfried Dettling
Diesseits und jenseits der Erwerbsarbeit

Gert G. Wagner
Erwerbsarbeit sollte Zukunft haben

Rolf G. Heinze und Wolfgang Streeck
Institutionelle Modernisierung und Öffnung des Arbeitsmarktes: Für eine neue Beschäftigungspolitik

Neubestimmung der Arbeit: Bedingungen und Folgen

Jürgen Kocka
Einleitung

Günther Schmid
Arbeitsplätze der Zukunft: Von standardisierten zu variablen Arbeitsverhältnissen

Alain Supiot
Wandel der Arbeit und Zukunft des Arbeitsrechts in Europa

Hans Bertram
Arbeit, Familie und Bindungen

Karin Hausen
Arbeit und Geschlecht

Martin Kohli
Arbeit im Lebenslauf: Alte und neue Paradoxien

Karl Ulrich Mayer
Arbeit und Wissen: Die Zukunft von Bildung und Beruf

Karen Rosenberg
Work of Art - Art as Work. Reparatur

Arbeit und Bindung

Wolf Lepenies
Einleitung

John Gray
Die Erosion impliziten Wissens im Spätkapitalismus und die Zukunft der Arbeit

Richard Senett
Arbeit und soziale Inklusion

Coda

Sebastian Conrad, Elisio Macamo und Bénédicte Zimmermann
Die Kodifizierung der Arbeit: Individuum, Gesellschaft, Nation

Jürgen Kocka
Arbeit früher, heute, morgen: Zur Neuartigkeit der Gegenwart

Claus Offe
Anmerkungen zur Gegenwart der Arbeit

Die Autorinnen und Autoren
Rezensionen
16.01.2001, Die Tageszeitung Nicht alle wollen sich abrackern "Die sorgfältig editierte Aufsatzsammlung bietet eine gut geordnete Fülle von Material, die die häufig von politischer Kurzatmigkeit geprägte Debatte erheblich bereichern wird."

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Die Erwerbsarbeit als sinnstiftendes Moment unseres Lebens: das ist nicht überall so, das war nicht immer so, aber es wird vermutlich noch lange so bleiben - schon auch deshalb, weil die ein solches Thema untersuchenden Wissenschaftler sich kaum eine andere Art der Arbeit vorstellen können. So lautet das amüsierte Resümee von Annette Jensen, die sich einen Sammelband mit mehr als 20 Kongressbeiträgen zum Thema "Geschichte und Zukunft der Arbeit" zu Gemüte geführt hat. Die Gegenwart wurde im Titel bewusst ausgespart, meint die Rezensentin, Rück- und Vorausschau gäben mehr Aufschluss über die heutige Arbeitsgesellschaft als spezielle Analysen derselben. Wobei Jensen zugibt, dass die Vorausschau recht nebulös ausfällt, auch wenn verschiedene Konzepte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bzw. Umstrukturierung der Arbeits- in eine Freizeitgesellschaft - Stichworte: Niedriglöhne, Frühpensionierung, Bürgerarbeit - im Buch diskutiert werden. Dankenswerterweise informiert der Band laut Jensen nicht nur über Arbeitskonzepte im westlichen Kulturkreis früher und heute, sondern auch über Japan und Afrika. Im traditionellen Madagaskar etwa, so Jensen, gab es nicht einmal ein Extra-Wort für Arbeit.

© Perlentaucher Medien GmbH
Umwälzungen der Erwerbsarbeit "Ein Buch über Arbeit - und die Grundlagen des Zusammenlebens." (Die Zeit, 20.07.2000) Über die Mär vom Ende der Arbeit "Der Band liefert in seiner Vielfalt eine spannende Lektüre." (Handelsblatt, 07.11.2000) Nicht alle wollen sich abrackern "Die sorgfältig editierte Aufsatzsammlung bietet eine gut geordnete Fülle von Material, die die häufig von politischer Kurzatmigkeit geprägte Debatte erheblich bereichern wird." (Die Tageszeitung, 16.01.2001)