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Was unterscheidet die Ironie von der Komik oder vom Zynismus? Wie lässt sie sich überhaupt verstehen und bestimmen? Vladimir Jankélévitchs großer Text über die Ironie steht in der brillanten Tradition französischer Essayistik. Ungeheuer gelehrt, geht er dem Phänomen der Ironie in all seinen Facetten nach. Von Sokrates bis zur Romantik und zu Kierkegaard werden zentrale philosophische und literarische Behandlungen der Ironie durchmessen. Sie wird von Jankélévitch vom Zynismus oder der Albernheit unterschieden und als ein freudvoller, spielerischer Bewusstseinszustand aufgefasst. Dieser kann…mehr

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Produktbeschreibung
Was unterscheidet die Ironie von der Komik oder vom Zynismus? Wie lässt sie sich überhaupt verstehen und bestimmen? Vladimir Jankélévitchs großer Text über die Ironie steht in der brillanten Tradition französischer Essayistik. Ungeheuer gelehrt, geht er dem Phänomen der Ironie in all seinen Facetten nach. Von Sokrates bis zur Romantik und zu Kierkegaard werden zentrale philosophische und literarische Behandlungen der Ironie durchmessen. Sie wird von Jankélévitch vom Zynismus oder der Albernheit unterschieden und als ein freudvoller, spielerischer Bewusstseinszustand aufgefasst. Dieser kann sich jedoch nur dann einstellen, wenn die »vitale Dringlichkeit« (»l'urgance vitale«), also die unmittelbare und die spielerische Distanz abbauende Nötigung von Instinkt, Trieb, Leid oder Krankheit, überwunden ist. Ironie ist für Jankélévitch eine Form der Erkenntnis und der Muße, die den Ernst des Lebens überschritten hat.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp Verlag AG
  • Originaltitel: L'ironie
  • Seitenzahl: 185
  • Erscheinungstermin: 13.10.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783518795408
  • Artikelnr.: 37090557
Autorenporträt
Jankélévitch, Vladimir
Vladimir Jankélévitch (1903-1985) war ein französischer Philosoph, Musiker und Musikwissenschaftler. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde ihm während des Zweiten Weltkriegs die Staatsangehörigkeit entzogen. 1941 trat er der Résistance bei. Nach dem Krieg unterrichtete er von 1951 bis 1979 auf dem Lehrstuhl für Moralphilosophie an der Sorbonne in Paris. Sein umfangreiches Werk ist in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.10.2012

Die Kunst des Streifschusses

Ohne Systematik: Vladimir Jankélévitch erweist sich in seinem Essay über die Ironie als ein Moralist mit Sinn für die Umwege der Erkenntnis.

Von Thomas Thiel

Die Spannung zwischen der schwebenden Musikalität des Stils und der Radikalität des Impulses ist der charakteristische Zug im Werk des jüdisch-französischen Moralphilosophen Vladimir Jankélévitch (1903 bis 1985), der in Frankreich immer ein wenig im Schatten anderer Meisterdenker wie Foucault, Merleau-Ponty oder Lévi-Strauss stand und in Deutschland vor allem dafür bekannt ist, dass er ein Verzeihen des Holocaust bis zuletzt verweigerte. Die Unerbittlichkeit seines moralischen Anspruchs hat es verhindert, dass er einem größeren Publikum bekannt wurde, und sie führte auch zu einer Zäsur in seinem geistigen Schaffen.

Seit Schubert in den Konzentrationslagern gespielt worden war, wollte der Sohn russischer jüdischer Emigranten keine deutsche Musik mehr hören und keinen deutschen Philosophen mehr lesen. Der Bruch war keine demonstrative Geste, er bedeutete einen schmerzlichen Einschnitt für Jankélévitch, der bis dahin mit deutscher Philosophie und Musik tief verwachsen war, über Schellings Odyssee des Bewusstseins promoviert und über Simmel geschrieben hatte. Der zweite Impuls kommt von Bergson, den er mit dem französischen Rationalismus zu versöhnen suchte.

Jankélévitch ist kein Systemdenker, er gehört zu den literarischen Philosophen. Sein Werk baut auf einer ursprünglichen Intuition auf, die den Gegenstand frei von eitler Aufspreizung mit einer melodiösen und bildhaften Sprache umkreist und in ein dichtes und weit verzweigtes Geflecht von Bezügen verwebt, die es vor allem in der Antike (Sokrates), der Romantik (Schlegel) und der französischen Musik (Ravel, Debussy) findet. In der Wahl der Stoffe springt der Wille zum Fundamentalen ins Auge. Jankélévitch schrieb über das Verzeihen, die Lüge, die Schuld, das Böse und den Tod. Bei der Ironie als der schwebenden Form der Erkenntnis mag dieser vagabundierende und virtuose Stil mit seinem Gegenstand am besten übereinkommen.

Tatsächlich erweist sich Jankélévitch in seinem großen Essay über die Ironie, der in der Übersetzung von Jürgen Brankel jetzt erstmals auf Deutsch vorliegt, vor allem als Meister der poetischen Evokation. "Ironie ist die Macht, zu spielen, sich in die Lüfte aufzuschwingen, entweder um sie zu leugnen oder um sie selbst zu schaffen." Ironie erscheint als die Kunst des Streifens, Erkenntnis aus kluger Bescheidenheit und Muße, befreit von den Zwängen zur Selbsterhaltung und zum System, in der ungreifbaren Distanz zu allem Fixen allein durch die Grenzen zum Absoluten bestimmt. Wo sie voluminös wird und sich wichtig nimmt, wirkt sie lächerlich und aufgeblasen, wie bei den Romantikern, denen Jankélévitch Negation der äußeren Wirklichkeit um der eigenen Bedeutsamkeit willen vorwirft. Sie kann eine Form der Überbietung und des Ehrgeizes annehmen, wie im Fall des Zynismus, der "rasenden Ironie". Vom Ernst ist sie nicht prinzipiell geschieden, aber es gibt einen Ernst, der sie erdrückt, er kommt im geometrischen Geist zum Ausdruck, so wie es eine überhebliche Ironie gibt, die nur dazu dient, die konkreten Einzeldinge zu überfliegen. Alles Formen dogmatischer Ironie.

Den Maßstab findet Jankélévitch an Sokrates, bei dem das kluge Unwissen und das Bewusstsein der Kluft zwischen Sprache, Wirklichkeit und Denken zur maßvollen Bescheidung des Erkenntnisanspruchs führten. "Ironie besteht darin, zu wissen, dass Inseln nicht Kontinente, Seen nicht Ozeane sind." Das Bewusstsein der Kontingenz gibt der Ironie einen lakonischen Zug und immunisiert vor den Extremen. "Das ironische Bewusstsein kennt das Vorwort zu allen Leidenschaften, aber nur das Vorwort. Denn es geht immer vor dem Ende weg." An anderer Stelle gibt Jankélévitch die minimale Berührung mit dem Pathos als Zielpunkt der Ironie aus.

Es ließen sich noch viele weitere solcher funkelnden Sätze zitieren. Bisweilen lässt sich Jankélévitch aber vom ästhetischen Reiz zur inhaltlichen Redundanz verführen. Im Lob des Beweglichen und Ungreifbaren macht sich auf die Dauer ein Zug zur Weitschweifigkeit und zur insistierenden Pointe bemerkbar, der dem Essay etwas Sentenziöses und Gravitätisches gibt. Je länger Jankélévitch das Nomadentum des ironischen Bewusstseins beschreibt, desto absehbarer steuert sein Essay schließlich auf die Frage zu, ob es nicht irgendwo auch Halt und Ruhe findet und ob ihm ein bisschen Schwere und Sesshaftigkeit nicht auch guttäten.

Irgendwann will auch der mobilste Geist einmal Herbst und Reife spüren. Den bergenden Hafen findet Jankélévitch zuletzt in einer unvermittelten Wendung zum Gesetz des Herzens, das zur Ironie in eine nicht weiter erklärte Verwandtschaft gesetzt wird. Die Ironie werde von dem, worauf sie aus sei, schlicht und einfach aufgehoben: "einem unschuldigen Geist und einem inspirierten Herz".

Vladimir Jankélévitch: "Die Ironie."

Aus dem Französischen von Jürgen Brankel. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012. 190 S., br., 19,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Volker Breidecker weiht uns ein in die Hintergründe des Buches und die seines Autors Vladimir Jankelevitch. Seiner Meinung nach braucht es die, um Jankelevitchs Buch über die Ironie wirklich schätzen zu können. Für Breidecker selbst sticht es heraus durch funkelnde Gedanken und eine Sprache, die ihm wie Debussy oder Ravel in den Ohren klingt. Ferner durch des Autors genaue Kenntnis von Bergson, Simmel, Tieck, Novalis etc. Selbstredend kann Breidecker der im Buch niedergelegten Definition voll zustimmen: Ironie ist da, wo das Denken Luft holt, "die Macht, sich in die Lüfte aufzuschwingen."

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 21.02.2013

Trennen verbindet
Weder zynisch noch albern: Der französische Philosoph Vladimir Jankélévitch verteidigt die Ironie
Mit der Ironie hat es eine merkwürdige Bewandtnis: Als Marke einer spielerischen Distanz gegenüber allzu aufdringlichen Gewissheiten gehört sie zum ältesten Bestand europäischer Humanität. Sie verkleidet die Worte, verhüllt ihren Sinn ins Gegenteil, trägt ein Lächeln im Gesicht, plaudert mit Entzücken und sprüht vor Witz, während sie ihre Opfer, die es nicht anders verdient haben, entweder verblüfft oder durch ein beredtes Schweigen düpiert. Dabei möchte sie allemal verstanden und auch ohne das Warnschild „Vorsicht Ironie!“ erkannt werden, denn ihrem Gegenüber will sie zu einer überraschenden Einsicht verhelfen. Sokrates verkörperte sie, doch schon Platon und seine Nachfolger beschuldigten sie des Mangels an wahrhaft männlichem Ernst.
  Im Lande Werthers und der Wirtinnenverse hat die Ironie keinen guten Stand. Wie immer man dort zu ihr steht, sie wird mit bloßem Unernst verwechselt, der ihre Sache nicht ist. Von jeher galt sie deutschem Sinn und deutscher Art als wesensfremd, und es lastete auf ihr der Verdacht, mit der Gottlosigkeit, der Frivolität und sämtlichen „Franzosenkrankheiten“ im Bunde zu sein.
  Hatten Romantiker wie Friedrich Schlegel in den Anfängen ihrer Bewegung die Ironie noch zur höchsten Kunstform erklärt, so entsagten sie ihr schon bald nach der Jahrhundertwende, um unter vaterländischen Fahnen fromm, fett und frankophob zu werden. Dann war sogar der Geheime Rat Goethe bemüßigt, sich für den Gebrauch des „gewagten Wortes“ Ironie – nicht ganz unironisch – zu entschuldigen. Im Zuge des erstarkenden männlichen Geists deutscher Nation wurde das vermaledeite Wort schließlich ausgebürgert: Im großen Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm ist für das Stichwort „Ironie“ kein Eintrag zu finden, auch nicht für das Adjektiv „ironisch“. Dem Wörtchen „zynisch“ als seinem Widerpart verliehen die Grimms hingegen umstandslos das Gütesiegel deutscher Leitkultur.
  Von der Hegelschen „Ironie der Geschichte“, die zuweilen ganz bitter aufstoßen kann, zeugt ein unscheinbarer Fehler im Impressum zur deutschen Übersetzung des großen Essays „Die Ironie“ aus der Feder des französischen Moralphilosophen und Musikwissenschaftlers Vladimir Jankélévitch: Falsch ist die dort für das Erscheinen der französischen Originalausgabe angegebene Jahreszahl 1964, die lediglich die Neuausgabe des erstmals 1936 erschienenen Buchs markiert. Beide Jahreszahlen umstellen jedoch das Trauma der gescheiterten Liebe eines französischen Juden zur deutschen Kultur, die unheilbare Wunde und den abgrundtiefen Riss der Zivilisation, der für den 1903 in Bourges geborenen und 1985 verstorbenen Nachkommen russisch-jüdischer Einwanderer nicht mehr zu schließen war: Auch nicht durch die „deutsch-französische Aussöhnung“, die im Jahr vor dem Wiedererscheinen des Buchs durch den „Freundschaftsvertrag“ gefeiert wurde.
  Wiewohl kein zweiter französischer Philosoph des 20. Jahrhunderts so intim mit der deutschen Philosophie, Literatur und Musik verbunden war, erhob Jankélévitch im Blick auf die Schrecken der Judenvernichtung, auf die Unverjährbarkeit wie Unverzeihbarkeit eines solchen Verbrechens an der Menschheit erbitterten Widerspruch gegen das Aussöhnungsprojekt: „Es ist überhaupt unverständlich“, schrieb der Schüler Henri Bergsons in der Streitschrift „Verzeihen?“ von 1971, „daß die Zeit, ein natürlicher Vorgang ohne normativen Wert, eine mildernde Wirkung auf das unerträgliche Grauen von Auschwitz ausüben konnte“.
  Das Wiedererscheinen des Buchs von 1936 war mithin das Dokument und Denkmal, die mit Dichtungen Jean Pauls und Friedrich Schlegels, mit den Werken Schellings, Hegels und Schopenhauers und mit Noten von Franz Liszt, Franz Schubert und Robert Schumann beschriftete Grablege für die verblichene Liebe zur deutschen Kultur. Denn nach Auschwitz wollte Jankélévitch, der sich unter der deutschen Besatzung der Résistance angeschlossen hatte und im Untergrund lehrte und publizierte, keinen deutschen Philosophen, keine deutschen Dichter und Schriftsteller mehr lesen, nicht einmal die Musik Franz Schuberts hören, seitdem sie in den Todeslagern gespielt wurde. Schriften von Kant und Schelling, über den er promoviert wurde, zitierte er nach 1945 nur noch unter den Titeln ihrer französischen Ausgaben.
  Diese Hintergründe sollte man kennen, um Jankélévitch’ großartiges Buch über die Ironie, dem leider jedes editorische Vor- oder Nachwort fehlt, mit all seinen funkelnden Gedankengängen und in seiner hinreißenden – auch fabelhaft ins Deutsche übersetzten – Sprache, die wie eine wunderbare Musik aus der Nähe von Debussy, Ravel, Fauré kommt, wirklich schätzen zu können, mitsamt der traurigen Erkenntnis, welch beinahe symbiotische Austauschbeziehungen – fern von aller Heideggerei – zwischen Frankreich und Deutschland einst bestanden hatten, bevor sie abrissen, um am Ende der „Beziehungslosigkeit“ (SZ vom 22. Januar) sogenannter normaler Verhältnisse zu weichen.
  Ironie – für Jankélévitch, der neben Bergson auch seinen Georg Simmel ebenso intus hat wie Novalis und Tieck – denen er, anders als Heine und Jean Paul, aber nicht über den Weg traut – oder wie Schelling, Hegel und Freud, die von seinem aus Odessa stammenden Vater Samuel erstmals ins Französische übersetzt wurden, setzt Ironie da ein, wo „das Denken Luft“ zur Besinnung holt, wo es Pausen setzt wie in der Musik, wo es sich selbst zwischen die Zeilen des Geschriebenen oder Gesprochenen setzt, wo es den Ablauf aller scheinbar zwangsläufigen Prozesse und zwanghaften Diskurse unterbricht, sie unterwandert, um „seinen Spaß mit der Welt zu treiben“. Ironie ist „die Kunst zu streifen“, von einem Gedanken zum anderen zu flattern, es ist „die Macht, zu spielen, sich in die Lüfte aufzuschwingen“, „die Macht, etwas anderes zu tun, anderswo, später zu sein; aliud und alibi“ – nahe auch bei der Stille, dem Pianissimo, einem leisen Sprechen wie leisen Aufhorchen.
  Freilich: „Der Ironiker spielt ernstlich“, er ist von melancholischer, mitunter verzweifelter Heiterkeit erfüllt, er trennt, indem er verbindet, und bindet, indem er trennt. Als „Spezialistin in Sachen Amphibolie“ folgt die Ironie „der Mischnatur des Menschen“, seiner „erotischen Duplizität“, seiner ursprünglichen Androgynität. Das Ideal der Ironie ist die Analogie der Dinge, die Korrespondenz ihrer Qualitäten, von Farben, Düften, Tönen, die „coincidentia oppositorum“, das harmonisch-dissonante Zusammenspiel, „der Zusammenfall des Entegegengesetzten“. Ironie ist Freiheit, „sie fliegt von einem Register zum anderen und spielt auf allen Klaviaturen zugleich“. Das ist nicht wenig, auch wenn es nach Feenspiel klingt. Und so entfährt Jankélévitch zuweilen auch mal ein Seufzer wie dieser: „Ach! Warum kann man nicht zugleich vernünftig und glühend sein?“ Ja, das wär’s doch!
VOLKER BREIDECKER
Vladimir Jankélévitch : Die Ironie. Aus dem Französischen von Jürgen Brankel, Suhrkamp Verlag, Berlin 2012. 185 Seiten, 19,95 Euro.
„Warum kann man nicht zugleich
vernünftig und glühend sein?“
Der französische Philosoph und Musikwissenschaftler Vladimir Jankélévitch (1903-1985) promovierte über Schelling, schloss sich 1941 der Résistance an und wandte sich nach 1945 von der deutschen Musik und Kultur ab. FOTO: AFP
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»Dass Ironie ein ernstes Fundament benötigt und nie ohne Ernst auskommt, das lernt man aus diesem funkelnden Büchlein.«