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Manager im Wandel Führungskräfte müssen sich immer wieder selbst überprüfen und einen persönlichen Wandel vollziehen. Der Change-Experte Klaus Doppler zeigt, dass sie viele Mechanismen und Werkzeuge nutzen können, die auch beim Change Management im Unternehmen funktionieren. Anleitungen, Muster und Fallbeispiele machen aus dem Text ein persönliches Arbeitsbuch, das für Manager im Wandel Denkanstöße und Verhaltensempfehlungen gibt. Für die Neuausgabe hat Doppler sein Buch überarbeitet und ein ganz neues Kapitel mit Ausführungen zum "Krisenmanagement in eigener Sache" geschrieben.…mehr

Produktbeschreibung
Manager im Wandel
Führungskräfte müssen sich immer wieder selbst überprüfen und einen persönlichen Wandel vollziehen. Der Change-Experte Klaus Doppler zeigt, dass sie viele Mechanismen und Werkzeuge nutzen können, die auch beim Change Management im Unternehmen funktionieren. Anleitungen, Muster und Fallbeispiele machen aus dem Text ein persönliches Arbeitsbuch, das für Manager im Wandel Denkanstöße und Verhaltensempfehlungen gibt. Für die Neuausgabe hat Doppler sein Buch überarbeitet und ein ganz neues Kapitel mit Ausführungen zum "Krisenmanagement in eigener Sache" geschrieben.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • 2. aktualis, Aufl.
  • Seitenzahl: 326
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 330 S. m. 116 Abb.
  • Deutsch
  • Abmessung: 237mm x 164mm x 25mm
  • Gewicht: 635g
  • ISBN-13: 9783593394398
  • ISBN-10: 3593394391
  • Best.Nr.: 32676466
Autorenporträt
Klaus Doppler ist selbstständiger Organisations- und Managementberater in München. Er ist Experte im Bereich des Change Management und Mitherausgeber der Zeitschrift 'Organisationsentwicklung'. Buchveröffentlichungen.
Rezensionen
Besprechung von 16.05.2011
Heitere Besessenheit
Erfolgswillige Menschen sollten sich als GmbH verstehen

Für alle, die es noch nicht begriffen haben: Wir werden unwiderruflich und auf Dauer in einem instabilen Umfeld leben. Und wir müssen uns von der Illusion verabschieden, es gäbe lebenslang gesicherte Leitplanken. Anders könnte das Credo eines Mannes nicht lauten, der sich seine Meriten in dem aufreibenden Geschäft des Veränderungsmanagements erworben hat und daher die entscheidende Schwachstelle zu kennen glaubt: Es ist der Mensch - unflexibel, kaum lernfreudig, ordnungsbesessen, der Vergangenheit zugewandt.

Deshalb möchte Klaus Doppler aus jedem von uns einen "Change Manager" machen. Das heißt, wir sollen uns als Selbst-GmbH verstehen und dafür ein maßgeschneidertes Unternehmenskonzept erarbeiten. Das böte uns die Chance, die eigene Zukunftsfähigkeit in einer Welt voller Unberechenbarkeiten zu sichern. So wir denn eben nicht der "permanenten Sehnsucht nach Ruhe und innerem Gleichgewicht" erliegen und damit in unserem eigenen Reformstau ersticken. Das klingt nicht umwerfend neu und ist es auch nicht. Die Botschaft sei nur heute noch dringender und brisanter geworden, so der Autor.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste sachbuchartige Teil ist flott geschrieben, mit vielen verhaltenswissenschaftlich unterlegten Häppchen, die sich an manchen Stellen wie Frontberichte aus der Welt des "Change-Managements" lesen. Wer nach originellen und bildhaften Aussagen zu diesem Thema sucht, wird fündig. Klar, dass der Autor sein eigenes Phasenmodell für geplante Veränderungen entworfen hat. Während ein Kurt Lewin oder ein Noel Tichy ihre erste Phase ganz harmlos mit "Auftauen" oder "Aufwecken" umschreiben, geht Doppler bei dem Neurobiologen Gerald Hüther in die Schule.

Nach diesem brauchen wir lang anhaltende Gefühle von Angst, Verzweiflung und Ohnmacht und die damit einhergehenden unkontrollierbaren Stressreaktionen, um die im Gehirn angelegten Verschaltungsmuster zu löschen. Bei Doppler heißt das dann: "Stören, verunsichern, irritieren, destabilisieren". Erst daraus könne die notwendige Energie entstehen, Dinge verändern zu wollen. Die letzte Phase seiner siebenteiligen Dramaturgie des Veränderns ist die "heitere Besessenheit". Hier erinnert Doppler stark an amerikanische Heldengeschichten. Wer erfolgreich sein wolle, müsse Leidenschaft für Spitzenleistungen entwickeln, gnadenlos dahinter sein, ja buchstäblich leiden, bis das Ziel tatsächlich erreicht ist. Das Heitere daran bleibt im Dunkeln. Zitiert wird nicht nur in diesem ersten Teil so manches, doch fehlt ein Literaturverzeichnis. Dass der Verlag dies durchgehen ließ, ist eine Schande.

Teil zwei gehört in die Kategorie Ratgeberliteratur. Hier wird der Leser eingeladen, sich "wie in einer Cafeteria" der Fülle an konkreten Übungen zu bedienen, um seinen eigenen Veränderungsplan zu erstellen. Dabei ist Kondition gefragt, denn erstens häufen sich die Wiederholungen und Überschneidungen, und zweitens muss jetzt Buch geführt werden: "Machen Sie für den Zeitraum von ein bis zwei normalen Wochen mit Hilfe einer Stoppuhr eine exakte Rund-um-die-Uhr-Beobachtung." Wer das Eintragen in Formulare nicht mag, hat hier Probleme. Doppler projiziert in diesem Trainingsteil die für das Management von Organisationen übliche Vorgehensweise auf den Menschen. Das ist gut gemeint, birgt jedoch viel Stoff für eine ungewollte Parodie auf den betriebswirtschaftlich durchgestylten Menschen. Gemeint ist jener rastlose Typ, der ständig mit der eigenen "Balanced Scorecard" beschäftigt ist, an seinem Alleinstellungsmerkmal, oder trendiger, seiner "USP" herumfeilt und seine Mitmenschen zuallererst in einer Stakeholder-Matrix positioniert. Dass dieser Typ seine "SWOT-Analyse" samt innerer Kosten-Nutzen-Rechnung schon ordentlich hinter sich gebracht hat, darf angenommen werden. Schließlich muss sich auch die Selbst-GmbH an bestimmten "Benchmarks" messen lassen. Es hilft nur wenig, wenn Doppler nach so viel Selbst-BWL dann doch davon abzurücken versucht: "Wer Menschen auf ihre Rollen, ihre Funktionen, ihre sichtbaren und messbaren Leistungen reduziert, wird sie innerlich nicht erreichen."

Nachzutragen bleibt, dass der Übungsteil ein Kapitel zum "Krisenmanagement in eigener Sache" enthält. Es ist als Anstoß und Leitfaden für Menschen gedacht, die wegen (scheinbar) unvorhersehbarer Entwicklungen aus ihrer Bahn geworfen wurden. Wer sein Leben als Schicksal betrachtet, so der Autor, wird sich in einer solchen Situation als Opfer fühlen. Wer hingegen als Unternehmer seiner selbst agiert, wird die Krise bewusst erleben, reflektieren und schließlich gestalten. Auch hier zeigt sich wieder Dopplers radikale Sichtweise: "Zerstörerischer Stress ist die Bedingung der Möglichkeit für grundlegende Veränderung."

HEINZ K. STAHL.

Klaus Doppler: Der Change Manager.

Campus Verlag, Frankfurt 2011, 2. Auflage, 326 Seiten, 34,90 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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01.05.2011, Wirtschaft + Weiterbildung Veränderungen meistern "Eine Betriebsanleitung für sich selbst."
Change Management fürs Ich

Führungskräfte, die in ihrem Unternehmen Wandlungsprozesse voran treiben, müssen in der Lage sein, auch sich selbst immer wieder zu überprüfen und zu verändern. Change Management-Experte Klaus Doppler zeigt in seinem neuen Buch, wie Führungskräfte den Wandel auf individueller und persönlicher Ebene gestalten können.

Veränderungen gehören heute zum Unternehmensalltag. Um diese Veränderungen managen zu können, sind erstens bestimmte Rahmenbedingungen und Strukturen innerhalb der Institution notwendig. Zweitens müssen bestimmt gruppendynamische Prozesse angestoßen werden, damit die Veränderungsprozesse von den in sie involvierten Menschen bzw. Mitarbeitern mitgetragen werden. Diese beiden Dimensionen des Change Managements hat Klaus Doppler in seinen ersten beiden Büchern Change Management und Unternehmenswandel gegen Widerstände behandelt.

In seinem dritten Buch geht es um eine weitere Ebene des Change Managements: die des Individuums, das sein Verhalten dem Wandel anpassen muss. Das Individuum ist der Adressat von Selbstmangement und Verhaltensänderung und damit ein Change Manager in eigener Sache. Doppler beschreibt, wie Individuuen auf die "Zumutung" permanenter Veränderungsprozesse reagieren und was jeder Einzelne tun kann, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Dabei gilt es insbesondere, die eigene innere Programmierung zu verändern, die Wandlungsprozessen oftmals im Wege steht.

Doppler zeigt, welche Instrumente und Werkzeuge notwendig sind, um den Wandel auf individueller Ebene zu gestalten. Zahlreiche Anleitungen, Muster und Fallbeispiele machen den Text zu einem persönlichen Arbeitsbuch, das nicht nur Führungskräften Denkanstöße und konstruktive Verhaltensempfehlungen gibt. Das Buch ebnet den Weg zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, die gesellschaftliche, institutionelle, gruppendynamische und persönlich-individuelle Aspekte miteinander vernetzt und Voraussetzung für Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit ist.
(Rezension im Auftrag des Campus-Verlages)
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