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Kapitel 1
Zustandsbild und Perspektiven
Signale
Wo man heute in der Wirtschaft, zum Teil auch in öffentlichen Institutionen und Verwaltungen hinkommt, sind die Führungskräfte aller Stufen zunehmend stärker gefordert und belastet - oft bis an die Grenze des Zumutbaren. Zwölf Stunden Präsenz im Geschäft sind vielerorts schon guter Durchschnitt. Den ganzen Tag über jagt eine Sitzung die andere. Über Mittag gibt es Besprechungen, abends Essen mit Kunden. Aktenstudium und Vorlagen erarbeiten: am Wochenende. Mitarbeitergespräche: selten. In Ruhe nachdenken: in den Ferien - oder gar…mehr

Produktbeschreibung
Kapitel 1

Zustandsbild und Perspektiven

Signale

Wo man heute in der Wirtschaft, zum Teil auch in öffentlichen Institutionen und Verwaltungen hinkommt, sind die Führungskräfte aller Stufen zunehmend stärker gefordert und belastet - oft bis an die Grenze des Zumutbaren. Zwölf Stunden Präsenz im Geschäft sind vielerorts schon guter Durchschnitt. Den ganzen Tag über jagt eine Sitzung die andere. Über Mittag gibt es Besprechungen, abends Essen mit Kunden. Aktenstudium und Vorlagen erarbeiten: am Wochenende. Mitarbeitergespräche: selten. In Ruhe nachdenken: in den Ferien - oder gar nicht.

Fusionen, Pleiten, Neugründungen und Entlassungen sind an der Tagesordnung. Überall wird umorganisiert. Pläne sind überholt, bevor man sie realisiert hat. Und wenn irgendwo ein Manager sein Budget einhält, wird womöglich ein Prüfverfahren eingeleitet, weil alle denken, da sei wohl nicht alles mit rechten Dingen zugegangen.

Angst vor der Zukunft zeigt bei Führungskräften steigende Tendenz. Wer mit Ärzten spricht, kriegt zu hören, wie vielen, die in der Wirtschaft Verantwortung tragen, die Belastungen ihres Berufes auf die Gesundheit schlagen. Den einen erwischt es beim Kreislauf, den Zweiten beim Verdauungstrakt, den Dritten beim Alkoholspiegel im Blut. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tranquilizer und Antidepressiva haben Hochkonjunktur.

Was ist los?

Die Welt hat sich radikal verändert. Unternehmerisches Wirtschaften und betriebliches Management vollziehen sich heute unter ganz anderen Voraussetzungen als noch vor wenigen Jahren. Es gibt neue Rahmenbedingungen, und diese entscheiden weitgehend über Erfolg oder Misserfolg.

Rahmenbedingung Nr. 1:

Innovationssprünge in der Informatik und Telekommunikation

Ob privat oder im Geschäft - wir sind heutzutage fast vollständig von Computern umgeben. Mikroelektronik, Informatik und Telekommunikation steuern und beeinflussen unser Leben und unser Handeln in vielfältiger Weise, direkt und indirekt, sichtbar und unsichtbar. Diese Entwicklungen haben sich schon länger angebahnt. Neu sind allerdings die Radikalität und die Schnelligkeit der Entwicklungen. Dies hat verschiedene Ursachen: Eine hoch entwickelte Materialforschung ermöglicht es, mit immer kostengünstigeren Informationsträgern auf immer kleinerem Raum immer größere Speichermöglichkeiten zu schaffen. Die Nanotechnologie schafft die Voraussetzung für extrem leistungsfähige Geräte, die so klein sind, dass sie gleichsam mit dem Trägerobjekt verschmelzen.

Die Fortschritte der Produktionstechnologie machen es möglich, immer mehr, immer schneller und immer kostengünstiger zu produzieren. Noch vor wenigen Jahren kostete es sehr viel Geld und blieb deshalb wenigen Auserwählten vorbehalten, sich über Standleitungen globale Verbindungen herzustellen. Eine interkontinentale Videokonferenz war eine außerordentlich teure Angelegenheit. Inzwischen sind die Preise für Leitungen, Geräte und Anlagen tief gefallen. Es ist heute kaum mehr eine Frage von Geld oder Zeit, Informationen in beliebiger Menge von überall her und nach überall hin zu transportieren. Die viel schwierigere Frage lautet mittlerweile, wie wir es schaffen, nicht von Informationen überflutet zu werden und im Datenmüll zu ersticken.

Im alten Katechismus, dem Lehrbuch der katholischen Religionslehre, steht als göttliche Eigenschaft beschrieben: Gott ist immer und überall. Mittlerweile trifft dieses Attribut auch auf den Menschen zu. Wir können jede gewünschte Menge Daten ohne Zeitverzug, also in Echtzeit, an jeden Ort dieser Erde transportieren. Wir können uns also multipräsent machen, das heißt gleichzeitig an verschiedenen Orten virtuell anwesend sein und wirksam werden.

Die revolutionären Entwicklungen auf den Gebieten Mikroelektronik, Informatik und Telekommunikation sowie der damit einhergehende Preiszerfall führen in einem immer schnelleren Zyklus zu immer radikaleren Veränderungen. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Art und Weise, wie wir unser jeweiliges Geschäft betreiben und uns organisieren. Internet und E-Commerce zwingen geradezu, die Wertschöpfungsketten völlig neu zu definieren und die Geschäftsprozesse grundlegend neu zu gestalten.

Die neuen Kommunikationsmedien ersetzen Massen von Arbeitsplätzen, nicht zuletzt solche im mittleren Management. Wo früher Heerscharen von Führungskräften notwendig waren, um Informationen zu sammeln, auszuwerten, zu interpretieren und weiterzuleiten, bietet die Technik den Menschen heute die Möglichkeit, ohne Zeitverzug, ohne hierarchische Zwi­schen­ebe­nen und ohne lokale Begrenzung direkt miteinander zu kommunizieren. Das ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit in Teams, in Projekten, zwischen Funktionen und Bereichen, aber auch weit über die Grenzen von Unternehmen hinaus - über große Entfernungen hinweg, international, interkontinental und interkulturell.

Dies ermöglicht Unternehmen, mehr und mehr übergreifende Aufgaben in strategische Allianzen und internationale Zusammenschlüsse zu verlagern. Die Organisationsgrenzen werden immer durchlässiger. Immer mehr Prozessketten werden mit Zulieferern und Kunden gemeinsam gestaltet, in Form von Out- bzw. Insourcing-Modellen, Partnerschaften oder wechselseitigen Beteiligungen. Die scharf abgegrenzten Organisationen öffnen sich zu Netzwerken.

Im Bereich der Informationstechnologie ist es fast schon zur Regel geworden, dass Hardware-Hersteller und Software-Entwickler sowie Integrationsberater sich miteinander verbinden, um den Auftrag eines Kunden gemeinsam zu realisieren. Ähnliches passiert zunehmend auch im Non-Profit-Bereich. Medizinische, soziale und kommunale Trägerorganisationen verknüpfen ihr Know-how sowie ihre Geräte und Anlagen zu durchgängigen Prozessketten im Interesse sowohl der Patienten als auch der Kostenträger.

Großflächige Veränderungsprozesse und Post-Merger-Integration-Maßnahmen erfordern es, sich über Organisations-, Raum- und Zeitgrenzen hinweg zu verzahnen. Man kann zuschauen, wie mit dem Vordringen von Internet, Intranet und lokalen Netzwerken, von Informationsökonomie, IT-gestützten Dienstleistungen und den digitalisierten Gütern vertraute organisatorische Regeln ihre Bedeutung verändern oder ganz verlieren. Die bei uns noch weitgehend vorherrschenden industriellen Organisationskonzepte, die sich an der Verwertung von Rohstoffen durch den Einsatz der Produktionsmittel Kapital, Energie und Arbeit orientieren, werden mehr und mehr durch Konzepte ersetzt, in denen die Erwerbstätigen Wissen transportieren und dadurch neues Wissen schaffen - eine völlig neue Art der Wertschöpfung. Die Formen: Videokonferenzen, E-Mail-Dispute, Chatrooms, Group Ware über Zeitzonen und Kulturschranken hinweg.

Die Möglichkeiten der schnellen, weltumspannenden und kostengünstigen Kommunikation schaffen auch die Voraussetzung für eine Veränderung, die Jeremy Rifkin mit dem Slogan Access over ownership bezeichnet hat. Entscheidend ist der schnelle, unkomplizierte Zugang zu den Dingen, die man benötigt, um Mehrwert zu schaffen - nicht deren Besitz. Im Gegenteil: Die Verwaltung des Besitzes bindet unnötig Mittel und Kräfte, die dann fehlen, wenn es darum geht, sich auf das eigentliche Geschäft zu fokussieren und konzentrieren. Der technologische Wandel bietet völlig neue Chancen, zwingt aber auch zu teilweise schmerzhaften Anpassungsleistungen. Wer diesen Weg nicht schnell und radikal genug geht, wird im neuen Spiel schlechte Karten haben.


Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in D, A ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 605
  • Erscheinungstermin: 13.02.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593423272
  • Artikelnr.: 40458831
Autorenporträt
Klaus Doppler und Christoph Lauterburg sind seit vielen Jahren selbstständige Organisationsberater. Sie haben sich auf die Begleitung von Entwicklungsprozessen spezialisiert und beraten angesehene Unternehmen sowie staatliche Institutionen beim strukturellen und kulturellen Umbau. Sie sind führende Köpfe im Feld der Organisationsentwicklung und Mitherausgeber der Zeitschrift Organisationsentwicklung.
Inhaltsangabe
Inhalt
Vorwort
Vorwort zur 11. Auflage
Teil I
Zukunfts-Szenarium
Kapitel 1
Zustandsbild und Perspektiven
Signale
Rahmenbedingung Nr. 1: Innovationssprünge in der Informatik
und Telekommunikation
Rahmenbedingung Nr. 2: Verknappung der Ressource Zeit
Rahmenbedingung Nr. 3: Interkulturelle Zusammenarbeit
in einer globalen Ökonomie
Rahmenbedingung Nr. 4: Verknappung der Ressource Geld
Rahmenbedingung Nr. 5: Dramatische Steigerung der Komplexität
Die neuen Herausforderungen
Darwin regiert
Kapitel 2
Organisation: "Design for Change"
Neue Aufgaben - neue Strukturen
Perfektion im Modell: Das Netzwerk
Strukturprinzip: Prozessketten
Quantensprung
Gefragt: Motivation und Identifikation
Kapitel 2
Schlüsselfaktoren erfolgreichen Vorgehens
Energie wecken und Vertrauen schaffen
Denken in Prozessen statt Strukturen
Das Unternehmen auf sein Umfeld ausrichten
Vernetzung durch Kommunikation
Von außen nach innen organisieren
Lernen sicherstellen
Kapitel 3
Führung im Wandel
Drei gravierende Hemmschuhe
Zeitgemäße Rollen des Managers
Die Zukunft: Mehr Gruppe
Schlüsselfaktor: Sozialkompetenz
Das Problem überzähliger Mitarbeiter und Führungskräfte
Kapitel 4
Hierarchie und Macht: Feinde der Veränderung?
Die Problematik der traditionell-hierarchischen Organisation
Eine Gegenüberstellung
Weshalb Machtverhältnisse so schwer zu verändern sind
Kernelemente der Machtbildung
Strategien der Machtveränderung
Ein altes Tabu wird entzaubert
Kapitel 5
Charta des Managements von Veränderungen
Primat des Transfers
1. Grundsatz: Zielorientiertes Management
2. Grundsatz: Keine Maßnahme ohne Diagnose
3. Grundsatz: Ganzheitliches Denken und Handeln
4. Grundsatz: Beteiligung der Betroffenen .
5. Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe
6. Grundsatz: Prozessorientierte Steuerung
7. Grundsatz: Sorgfältige Auswahl der Schlüsselpersonen
8. Grundsatz: Lebendige Kommunikation
Teil III
Blick in die Werkstatt
Kapitel 1
Strategieentwicklung
Vier Klarstellungen vorweg
Begrifflichkeiten
A. Kernelemente einer Strategie
B. Der Strategieprozess
Instrumente, Methoden und Verfahren
Retropolation
Landschaft der Einflussfaktoren
Bild ohne Worte
Der Eisberg - oder: Worüber nicht gesprochen wird
Portfolio
Entscheidungsvorlage - Alternativen im Vergleich
Strategiekommunikation
C. Machtspiele
Kapitel 2
Instrumente und Verfahren der Unternehmensentwicklung
Viele Wege führen nach Rom - ein Überblick
Der Einzelne als Adressat von Maßnahmen
Bei der Gruppe ansetzen
Das ganze Unternehmen im Blick
Die Bedeutung von Außensichten
Über das einzelne Instrument hinaus
Kapitel 3
Organisationsdiagnose
Die Vogelperspektive und die Froschperspektive
Vollerhebung oder repräsentativer Querschnitt?
Inhalt der Befragung
Wie soll befragt werden?
Externes Institut - oder "Do-it-yourself"?
Der Interview-Leitfaden
Was geschieht mit den Daten?
Organisationsdiagnose als Management-Instrument
Kapitel 4
Führen durch Zielvereinbarung
Sinn und Nutzen von Zielen
Was sollte man nicht mit "Zielen" verwechseln
Was für Ziele können im Bereich der Führung gesetzt werden?
Zieldiktat und Zielvereinbarung
Individuelle Ziele und Gruppenziele
Die wichtigsten Grundsätze
Der Prozess der Zielvereinbarung
Schriftliche Dokumentation
"Grau, teurer Freund, ist alle Theorie "
Zielvereinbarung ad absurdum geführt
Ist die Orientierung an Zielen noch zeitgemäß?
Kapitel 5
Moderation
Die Rolle des Moderators
Die "Essentials" - oder worauf es vor allem ankommt
Die konkreten Aufgaben des Moderators
Hinweise für den praktischen Einsatz
Plenum und Gruppenarbeit .
Kapitel 6
Persönliches Feedback
Kollektive Milieuschädigung
Die Bedeutung von Feedback
Konkrete Fragen und Antworten
Wichtigste Feedback-Regel: Beschreiben - nicht bewerten
Kapitel 7
Prozessorientiertes Projektmanagement
Eine Checkliste
Im Vorfeld zu klärende Fragen
Für den Projektverlauf entscheidende Faktoren
Kapitel 8
Umgang mit Widerstand
Wie entsteht Widerstand?
Widerstand als verschlüsselte Botschaft
Wie erkennt man Widerstand?
Konstruktiver Umgang mit Widerstand
Der Problemlöser ist selbst das Problem
Kapitel 9
Gestaltung der Kommunikation
Kommunikation und Veränderung
Das eigentliche Defizit: Verständigung
Die geregelte Kommunikation im Unternehmen
Kommunikation zwischen außen und innen
Netzwerk regelmäßiger Führungsbesprechungen
Das ergänzende Instrumentarium
Die informelle Kommunikation
Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation
Kapitel 10
Fusionen und Akquisitionen: Integration als Herausforderung
Einseitige betriebswirtschaftliche Analysen
Herausforderungen
Drehbuch der anderen Art
Typische Managementfehler bei Fusionen
Faktor Zeit
Kapitel 11
Die Kunst der Gestaltung von Workshops
Was ist ein "Workshop"?
Typische Anlässe für Workshops
Der Anfang liegt vor dem Beginn
Konzeption und Planung
Durchführung
Kapitel 12
Konfliktmanagement
Die Normalität von Konflikten
Dramaturgie der Konfliktbildung
Grundvoraussetzungen für eine Konfliktregulierung
Phasenmodell der Konfliktregelung
Konfliktregelung zwischen zwei Gruppen
Gesucht: Konfliktfähigkeit
Kapitel 13
Teamentwicklung
Am Anfang steht die Auswahl der Teammitglieder
Die Legitimation liegt außerhalb des Teams
Die Legende von der Gleichmacherei
Teamplayer und Solotänzer
Breite Führungsspannen und die Folgen
Wenn die Gruppendynamik aus dem Ruder läuft
Auf dem Weg zur Unsterblichkeit
Es war einmal ein Spitzenplayer
Wissensmanagement und Teamarbeit
Kapitel 14
Veränderung der Unternehmenskultur
Kultur als Steuerungssystem
Ausdrucksformen
Einflussfaktoren
"Ist" und "Soll"
Wege zur Veränderung
Kapitel 15
Ergebnisverbesserung durch Geschäftsprozessoptimierung
Kostensenkungs- und Ertragspotenzialermittlung
Sieben Todsünden
Der konstruktive Ansatz
Geschäftsprozessoptimierung
Kapitel 16
Coaching.
Alter Wein in neuen Schläuchen?
Fragen und Antworten
Konzeptionelle und methodische Grundlagen des Team-Coachings
Kapitel 17
Kriterien erfolgreicher Unternehmensführung
Ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung
Kapitel 18
Qualifikation für Change Management
Der flexible Mensch - das Ideal für turbulente Zeiten
Ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung
Ausblick und Perspektiven
Renaissance des Autoritären
Statt "Spielregeln für Sieger" eine neue Art von Solidarität
Schnelligkeit und Konsequenz in der Umsetzung
Dank
Register

Inhalt Vorwort 15 Vorwort zur 13. Auflage 17 Teil I Zukunfts-Szenarium Kapitel 1 Zustandsbild und Perspektiven 21 Signale 21 Rahmenbedingung Nr. 1: Innovationssprünge in der Informatik und Telekommunikation 22 Rahmenbedingung Nr. 2: Verknappung der Ressource Zeit 24 Rahmenbedingung Nr. 3: Verknappung der Ressource Geld 26 Treiber des Wandels: Der Markt 33 Herausforderung Nr. 1: Bewältigung von Komplexität 43 Herausforderung Nr. 2: Interkulturelle Zusammenarbeit in einer globalen Ökonomie 55 Kapitel 2 Organisation: "Design for Change" 60 Neue Aufgaben - neue Strukturen 60 Perfektion im Modell: Das Netzwerk 61 Strukturprinzip: Prozessketten 63 Quantensprung 64 Gefragt: Motivation und Identifikation 65 Unternehmenskultur: Fünf Schlüsselfaktoren ?67 Überlebensstrategie und Zukunftssicherung ?69 Kapitel 3 Führung: Das neue Bild des Managers ?71 Führung gestern - Führung morgen ?71 Schwerpunktverlagerung ?72 Führung wird neu definiert ?73 Beruf: Manager der Veränderung ?74 Neues Anforderungsprofil ?78 Vom Würdenträger zum Spielertrainer ?82 Strategischer Engpass Führungskapazität ?83 Teil II Den Wandel gestalten: Grundsätze des Vorgehens Kapitel 1 Change Management: Die Geschichte eines Begriffs ?89 Beschleunigungen und Verschärfungen ?90 Echte oder inszenierte Krisen? ?91 Von der Organisationsentwicklung zum Change Management ?93 Change Management auf der Basis zeitgemäßer Organisationsentwicklung ?95 Die Rolle des Beraters und Prozessbegleiters im Change Management ?98 Kapitel 2 Die Psycho-Logik des Misslingens 101 Kaltstart 102 Alles Gute kommt von oben 103 Das "Not invented here"-Syndrom 105 Die falsche Frage 105 Die Lösung ist Teil des Problems 106 Menschenbild und Organisationsmodell 107 Anforderungsprofile und Verhaltensappelle 108 Abwiegeln - oder die Wahrheit auf Raten 109 Dramatisieren - oder das Geschäft mit der Angst 110 Insellösungen 111 Etikettenschwindel - oder die "hidden agenda" 113 Die Glaubwürdigkeitslücke 114 Kapitel 3 Schlüsselfaktoren erfolgreichen Vorgehens 115 Energie wecken und Vertrauen schaffen 115 Denken in Prozessen statt Strukturen 118 Das Unternehmen auf sein Umfeld ausrichten 120 Vernetzung durch Kommunikation 121 Von außen nach innen organisieren 123 Lernen sicherstellen 124 Kapitel 4 Führung im Wandel 126 Drei gravierende Hemmschuhe 126 Zeitgemäße Rollen des Managers 129 Die Zukunft: Mehr Gruppe 133 Schlüsselfaktor: Sozialkompetenz 136 Das Problem überzähliger Mitarbeiter und Führungskräfte 141 Kapitel 5 Hierarchie und Macht: Feinde der Veränderung? 155 Die Problematik der traditionell-hierarchischen Organisation 156 Eine Gegenüberstellung 158 Weshalb Machtverhältnisse so schwer zu verändern sind 158 Kernelemente der Machtbildung 160 Strategien der Machtveränderung 162 Ein altes Tabu wird entzaubert 164 Kapitel 6 Das Dilemma mit den Emotionen: Blockade oder Energiequelle? 167 "Emotionen haben im Management nichts zu suchen" - ein fataler Irrtum 168 Emotionen - ein automatisiertes Signal- und Alarmsystem 169 Zusammenleben setzt Einfühlungsvermögen voraus 170 Emotionen und die Strukturen im Unternehmen 170 Moderne Organisationsmuster und ihre emotionale Dimension 174 Konsequenzen für die Praxis des Change Managements 178 Umgang mit Emotionen - Anregungen für die Praxis 180 Kapitel 7 Charta des Managements von Veränderungen 185 Primat des Transfers 185 1. Grundsatz: Zielorientiertes Management 187 2. Grundsatz: Keine Maßnahme ohne Diagnose 189 3. Grundsatz: Ganzheitliches Denken und Handeln 190 4. Grundsatz: Beteiligung der Betroffenen 192 5. Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe 194 6. Grundsatz: Prozessorientierte Steuerung 196 7. Grundsatz: Lebendige Kommunikation 199 8. Grundsatz: Sorgfältige Auswahl der Schlüsselpersonen 202 Teil III Blick in die Werkstatt Kapitel 1 Strategieentwicklung 207 Vier Klarstellungen vorweg 207 B
Rezensionen
Besprechung von 01.10.2018
Management des Wandels
Berater geben Empfehlungen

Ein Blick auf die heutige Unternehmenslandschaft bestätigt: Das einzig Beständige ist anscheinend der Wandel. Diesen zu gestalten und zu steuern ist eine große Herausforderung für die Unternehmenschefs. Das Management des Wandels ("Change Management") wird jedoch oftmals schlecht gemacht. Dies muss nicht sein, meinen die Autoren - allesamt Berater - der beiden vorliegenden und sich gut ergänzenden Bücher. Sie theoretisieren nicht, sondern raten aus der Praxis für die Praxis und weisen dabei fairerweise darauf hin, dass es für ein erfolgreiches Change Management bislang keine Zauberformel gibt.

Klaus Doppler legt mit einer Reihe von Schriften seit Jahren Variationen zu diesem Thema vor. Change Management dient für ihn der Schaffung von Zukunftsfähigkeit. Zurzeit gehe es vor allem um die digitale Transformation. Die anspruchsvolle Aufgabe bestehe dabei darin, die Menschen mitzunehmen und ihnen ihre neuen ungewohnten Rollen in der digitalisierten Arbeitsorganisation näherzubringen. Es sei zu beachten, dass die Notwendigkeit des Wandels mit dem generellen Wunsch der Menschen nach Sicherheit, Planbarkeit und der damit verbundenen Tendenz einer verfestigten Arbeitsorganisation kollidiere.

Doppler versteht sein Buch als Navigationshilfe für Manager und Berater. In den ersten beiden Kapiteln skizziert er, was das Thema Veränderung in der Praxis zum Dauerthema macht. Im dritten Kapitel geht er darauf ein, was eigentlich zu tun wäre, um ein Unternehmen heute zukunftsfähig zu machen und die erforderlichen Projekte nachhaltig erfolgreich zu gestalten. In dem besonders lesenswerten vierten Kapitel erklärt er, warum es in der Realität gar nicht so einfach ist, notwendige Veränderungen in Organisationen anzustoßen. Für ihn ist hier der kritische Faktor die Psycho-Logik von Veränderungsprozessen und die damit verbundenen offenen und versteckten Widerstände.

In den folgenden Kapiteln zeigt Doppler praxiserprobte Wege auf, die geeignet sind, der "Psychodynamik der Inkonsequenz", die in der Organisationsrealität an der Tagesordnung sei, zu entkommen Seine wohlbegründete dringende Empfehlung lautet konsequenterweise: Bei Veränderungsprozessen nicht nur die Sachebene sondern auch die facettenreiche Beziehungsebene mit den Faktoren Frust, Missgunst, aber auch überzogene Erwartungen bei den Betroffenen beachten. Das handliche Buch bietet ganz konkrete Instrumentarien und Tipps für Prozesse und auch für die sorgfältige Auswahl von Beratern. Bilder und Collagen untermalen den gut lesbaren Text.

Die Schrift der Berater der aus Österreich stammenden ICG Integrated Consulting Group setzt ganz ähnliche Schwerpunkte. Sie ist nun schon in der 6. Auflage erschienen und wurde mit Blick auf die digitale Transformation und die Ausrichtung der modernen Organisationen auf mehr Agilität überarbeitet und erweitert. Das Buch ist humorvoll geschrieben und gespickt mit gelungenen Cartoons, die schmunzeln lassen. So werden die Probleme, Tücken und Besonderheiten der Prozesse veranschaulicht. Die Autoren skizzieren, warum Veränderungen oftmals ein Abenteuer sind und scheitern. In der Substanz vermitteln sie wenig spektakulär anmutende, dennoch keineswegs falsche Impulse für ein wirksames Management des Wandels und hinterlegen diese mit Anekdoten und Erlebnissen aus dem Manager- und Beraterleben.

Die lockere Lektüre gestattet es dem gestressten Manager, eine Standortbestimmung vor dem Start eines Änderungsvorhabens vorzunehmen und macht deutlich, dass tiefgreifender Wandel weder eine Abenteuer- noch eine Pauschalreise ist, wohl aber eine problemspezifisch zu gestaltende Expedition mit Kompass und klarem Ziel sein sollte.

ROBERT FIETEN

Klaus Doppler: Change. Wie Wandel gelingt. Campus Verlag, Frankfurt / New York 2017, 255 Seiten, 28 Euro.

Manfred Höfler, Dietmar Bodingbauer, Hubert Dolleschall, Franz Schwarenthorer u. a.: Abenteuer Change Management. Handfeste Tipps aus der Praxis für alle, die etwas bewegen wollen. 6. aktualisierte Aufl., Frankfurter Allgemeine Buch, Frankfurt am Main 2018, 240 Seiten, 30 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Change Management

"Dieses exzellente Buch zeichnet sich durch zwei Faktoren besonders aus: Jeder Satz ist geronnene Erfahrung, und der leichte Stil ermuntert zur Lektüre, geht aber nicht zu Lasten der Tiefe und Differenzierung." -- OrganisationsEntwicklung, 02.05.2014
"Dieses exzellente Buch zeichnet sich durch zwei Faktoren besonders aus: Jeder Satz ist geronnene Erfahrung, und der leichte Stil ermuntert zur Lektüre, geht aber nicht zu Lasten der Tiefe und Differenzierung.", OrganisationsEntwicklung, 02.05.2014