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Nach nur 25 Tagen verlässt Dietrich Bonhoeffer Amerika, das Land, in dem er vor den Nazis in Sicherheit wäre. Einfach abwarten, wie es seinen Freunden ergeht, kann er nicht, tatenlos den dramatischen Veränderungen zusehen auch nicht. Er geht zurück nach Deutschland, mischt sich ein und setzt damit sein eigenes Leben auf Spiel. Alois Prinz begibt sich auf die Spuren dieses faszinierenden Mannes. Mit der Überzeugung, dass man sich als Christ nicht dem Zeitgeist und der Politik anpassen kann, wurde er zu einem der bekanntesten Widerstandskämpfer und zu einem großen Vorbild für Jung und Alt.…mehr

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Produktbeschreibung
Nach nur 25 Tagen verlässt Dietrich Bonhoeffer Amerika, das Land, in dem er vor den Nazis in Sicherheit wäre. Einfach abwarten, wie es seinen Freunden ergeht, kann er nicht, tatenlos den dramatischen Veränderungen zusehen auch nicht. Er geht zurück nach Deutschland, mischt sich ein und setzt damit sein eigenes Leben auf Spiel. Alois Prinz begibt sich auf die Spuren dieses faszinierenden Mannes. Mit der Überzeugung, dass man sich als Christ nicht dem Zeitgeist und der Politik anpassen kann, wurde er zu einem der bekanntesten Widerstandskämpfer und zu einem großen Vorbild für Jung und Alt.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Gabriel Verlag
  • Seitenzahl: 272
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahre
  • Erscheinungstermin: 21.08.2017
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783522630597
  • Artikelnr.: 48120300
Autorenporträt
Alois Prinz, geboren 1958, gehört zu den hochkarätigen und viel beachteten Autoren im Bereich Biografien. Er studierte Literaturwissenschaft, Politologie und Philosophie, parallel dazu absolvierte er eine journalistische Ausbildung. Bekannt wurde er durch seine Biografien über Georg Forster, Hannah Arendt, Hermann Hesse, Ulrike Meinhof, Franz Kafka, den Apostel Paulus oder Jesus. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen u.a. den Evangelischen Buchpreis für die Arendt-Biografie und den Deutschen Jugendliteraturpreis für seine Biografie über Ulrike Meinhof sowie 2017 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.10.2017

Standhalten
Das andere Deutschland: Dietrich Bonhoeffer
Dietrich Bonhoeffer wurde 1906 in eine Welt hineingeboren, die es nicht mehr gibt. Sie war leise, noch kaum von Maschinen beherrscht und belärmt. Das deutsche Kaiserreich, erst dreißig Jahre alt, verhieß Sicherheit, und Eltern meinten mit Recht, auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder hoffen zu können.
Vor diesem Hintergrund erzählt Alois Prinz von einer Familie, die auf beispiellose Art in die Geschichte ihres Landes einging: die Bonhoeffers. Der Vater, ein berühmter Mediziner, war wohlhabend und gesellig, seine Frau für Reformen offen, die auf Vernunft und Freiheit gründeten. Dietrich war das sechste Kind von acht, zehn Minuten vor seiner Zwillingsschwester Sabine geboren. Alle Geschwister waren begabt und wurden in den ersten Schuljahren von der Mutter unterrichtet. Prinz schildert ihre Jugend vor dem Ersten Weltkrieg als die Zeit, in der Dietrich erlebte und erkannte, wie die Familie mit ihrem ganzen Umfeld ein Übungsgelände für das Leben ist.
Dietrich hatte sich für die Theologie entschieden. Er studierte in Tübingen, wurde zwanzigjährig nach Barcelona gesandt und zwei Jahre später zu einem Studienaufenthalt nach New York. Von 1931 an lehrte er als Privatdozent, Studentenpfarrer und Hilfsprediger am Prenzlauer Berg. Das waren die Jahre, in denen sich Hitler an die Macht brachte. Jahre, in denen Bonhoeffer den Pfarrernotbund gründete, die Kirche so zu reformieren suchte, dass sie Widerstand leisten konnte, und nicht aufgab, als er von der Gestapo bedrängt wurde und die Lehrerlaubnis verlor. Sein Gerechtigkeitssinn verbot ihm jedoch, alle pauschal zu verurteilen, und bei seinen Besuchen in England versuchte er, daran zu erinnern, dass es auch ein anderes Deutschland gab. Im Bischof von Chichester fand er jemanden, der Bonhoeffers Mahnung übernahm. Es war aber vergeblich. Winston Churchill, der die Macht des Gegners kannte, brauchte ein klares Feindbild.
Dietrich Bonhoeffer hatte viele Freunde, Schüler und Förderer, doch in diesen Jahren musste er immer wieder allein entscheiden, was gut und richtig war, was ihm der Glaube an Gott bedeutete und die Liebe zu der sehr viel jüngeren Maria von Wedemeyer. Und ob man in Zeiten des Krieges und der Gewalt standhalten soll, schließlich, ob der Tyrannenmord eine Sünde ist und deshalb eine schlechte Basis für den idealen Staat, den Dietrich und seine Freunde und Brüder entwarfen.
Dem Vater galt es nur, das Leben seines Sohnes zu retten. Er schaffte es, Dietrich noch 1939 in die Vereinigten Staaten, in Sicherheit vor Verfolgung zu bringen. Dietrich Bonhoeffer reiste jedoch nach einigen Wochen zurück nach Berlin. Er hätte es frevelhaft gefunden, seine Gemeinde im Stich zu lassen, und dazu seine Brüder und Schwäger, die gleich ihm ihr Leben für die Freiheit und ihr Land einsetzten und auf grausamste Art und Weise verloren.
Muss man noch sagen, dass man diese Biografie mindestens in jeder Schulbibliothek wünschte. (junge Erwachsene)
SYBIL GRÄFIN SCHÖNFELDT
Alois Prinz: Bonhoeffer: Wege zur Freiheit. Gabriel-Verlag, Stuttgart 2017.
272 Seiten, 16,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Gut recherchierte, [...] fesselnde Biografie", Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 28.07.2018