Ben Hur - Jack Huston,Toby Kebbell,Nazanin Boniadi
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Durch eine Intrige seines Adoptivbruders Messala (Toby Kebbell) wird der angesehene und wohlhabende Judah Ben Hur (Jack Huston) von seiner Familie und seiner großen Liebe Esther (Nazanin Boniadi) getrennt und als Sklave auf eine römische Galeere gezwungen. Immer wieder mit dem Tod konfrontiert, reift in ihm ein alles bestimmender Gedanke: Rache zu nehmen an dem ehemals geliebten Bruder. Nach Jahren der Qual und Verzweiflung kehrt Ben Hur nach Jerusalem zurück und stellt sich in einem epochalen Wettkampf gegen den Verräter Messala und das gesamte römische Imperium.
Der Mann, der schon
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Produktbeschreibung
Durch eine Intrige seines Adoptivbruders Messala (Toby Kebbell) wird der angesehene und wohlhabende Judah Ben Hur (Jack Huston) von seiner Familie und seiner großen Liebe Esther (Nazanin Boniadi) getrennt und als Sklave auf eine römische Galeere gezwungen. Immer wieder mit dem Tod konfrontiert, reift in ihm ein alles bestimmender Gedanke: Rache zu nehmen an dem ehemals geliebten Bruder. Nach Jahren der Qual und Verzweiflung kehrt Ben Hur nach Jerusalem zurück und stellt sich in einem epochalen Wettkampf gegen den Verräter Messala und das gesamte römische Imperium.
Der Mann, der schon Abraham Lincoln als Vampirjäger zeigte, wagt sich an das Remake eines der populärsten Epen der Filmgeschichte.

Wer, aus dem Osttürkischen übersetzt, den Vornamen "Der Eiserne" trägt und vor wenigen Jahren bereits ein Remake von Melvilles "Moby Dick" umkreiste, fürchtet selbstredend auch William Wylers mit elf Oscars ausgezeichneten Klassiker nicht. Timur Bekmambetovs "Ben Hur" entfernt sich erzählerisch von der berühmten Buch- und Filmvorlage, setzt neue Schwerpunkte, präsentiert sich als oft intimes Epos, bietet aber das größte Spektakel dennoch dort, wo es die Fans auch am meisten erwarten: im Wagenrennen.

Mit einem visuellen Köder auf diese etwa zehnminütige Sequenz eröffnet der Regisseur von "Wanted" seinen Film, blickt dann zurück auf die Freundschaft zwischen seinen Hauptfiguren, dem jüdischen Edelmann Judah Ben Hur (Jack Huston) und dem Römer Messala (Toby Kebbell). Im Drehbuch von Keith R. Clarke und John Ridley ist der imperiale Offizier nicht nur Jugendfreund, sondern nun auch Adoptivbruder des Protagonisten, wird die Beziehung der beiden vor dem Bruch ausgiebiger beleuchtet als bei Wyler - wie auch der treibende politische Aspekt, der im blinden Hass zwischen Supermacht und besetztem Volk die Brücke zum Gift unserer Gegenwart schlägt. Viel stärker als bei Wyler oder Fred Niblos Stummfilm von 1925 ist Messala hier eine gebrochene Figur, ringt er mit sich. Im Unterschied zu früheren Adaptionen ist es auch kein fallender Mauerstein, sondern der Pfeil eines Zeloten, der ihn zwingt, seine eigene Karriere über die Zukunft seines Freunds und dessen Familie zu stellen. Messalas auch von schwelender Eifersucht motivierte Schwäche, seinen Vorgesetzten willfährig sein zu wollen, wird mit der Stärke des Titelhelden kontrastiert, der sich auch in den qualvollen Jahren als Galeerensklave nicht brechen lässt und am Ende eine Geste der Größe zeigt, mit der sich Bekmambetovs "Ben Hur" am deutlichsten von allen Vorgängern unterscheidet.

In seiner emotionalen Wirkung und auch visuell bleibt Wylers Film mit seinen grandiosen Totalen, aber auch der Lichtsetzung in intimeren Szenen unerreicht. Das Remake lässt selbst wuchtigste Bilder oft zu kurz stehen, wirkt enger und klaustrophobischer in den Bildausschnitten, nicht nur in der eindrucksvollen Seeschlachtsequenz, in der sich das Inferno aus dem Blickwinkel seiner Opfer entfaltet. Gegenüber Wylers Epos um fast 90 Minuten verkürzt, setzt dieser "Ben Hur" die Schere bei Hurs Familie, seinem römischen Mentor und auch bei der Rahmenhandlung mit dem hier nicht gesichtslosen Messias aus Nazaret an, die sich nicht organisch mit der zentralen Geschichte verbinden kann. Gewichen ist weitgehend das Andächtige und Theatralische, wie es noch typisch war für die Bibelepen der 1950er und 1960er Jahre. "Ben Hur"-Reloaded versteht sich als realistischer Ansatz eines Sandalenepos, zeigt auch Jerusalem, gefilmt in der prachtvollen Altstadt des süditalienischen Matera, völlig anders als alle bisherigen Adaptionen. Das Wagenrennen allerdings folgt ganz der Tradition, ist mit Tempo, Dramatik und Stunts auch hier spektakulärer Höhepunkt an Wucht und Intensität. kob.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Die epische Besetzung Das Wagenrennen
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: Paramount Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 119 Min.
  • Erscheinungstermin: 12. Januar 2017
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch, Italienisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • EAN: 5053083100698
  • Artikelnr.: 45800773
Autorenporträt
Lewis Wallace, geb. am 10. April 1827 in Brookville, Indiana, war Rechtsanwalt, Politiker und General im Amerikanischen Bürgerkrieg. 1880 erschien, nach siebenjähriger Arbeit, sein Roman Ben Hur, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Lewis Wallace starb am 15. Februar 1905 in Crawfordsvillc, Indiana.
Rezensionen
Timur Bekmambetovs Remake von William Wylers Klassiker von 1959 entfernt sich von der Film- und Romanvorlage, strafft diese erheblich, setzt neue Schwerpunkte. Die religiöse Rahmenhandlung verbindet sich, deutlich gekürzt, nicht organisch mit der zentralen Geschichte. Positiv ist jedoch, dass Andächtigkeit und Theatralik, so typisch für alte Bibelfilme, zumeist ausgeblendet bleiben. In emotionaler Wirkung und Intensität bleibt Bekmambetov hinter Wyler zurück, doch das Wagenrennen ist auch hier ein großes Spektakel.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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