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Inkl. 2 DVDs mit 16 Filmen (Titel s. unten)! Mehr als sechzig Regisseurinnen waren zwischen 1946 und 1992 bei der DEFA tätig. Sie drehten Spiel- und Dokumentarfilme, arbeiteten beim populärwissenschaftlichen und Werbefilm, im Trickfilmstudio und bei der Wochenschau DER AUGENZEUGE. Erstmals wird eine Bestandsaufnahme ihrer Arbeit vorgelegt. Die Porträts zeichnen Biographien nach, die von der frühen Tonfilmzeit bis in die Gegenwart reichen, geprägt von Einflüssen der Avantgarde und des Ufa-Kinos, von Kriegs-und Fluchterfahrungen, Nachkriegseuphorie und Glaube an eine bessere Gesellschaft. Die…mehr

Produktbeschreibung
Inkl. 2 DVDs mit 16 Filmen (Titel s. unten)!
Mehr als sechzig Regisseurinnen waren zwischen 1946 und 1992 bei der DEFA tätig. Sie drehten Spiel- und Dokumentarfilme, arbeiteten beim populärwissenschaftlichen und Werbefilm, im Trickfilmstudio und bei der Wochenschau DER AUGENZEUGE. Erstmals wird eine Bestandsaufnahme ihrer Arbeit vorgelegt.
Die Porträts zeichnen Biographien nach, die von der frühen Tonfilmzeit bis in die Gegenwart reichen, geprägt von Einflüssen der Avantgarde und des Ufa-Kinos, von Kriegs-und Fluchterfahrungen, Nachkriegseuphorie und Glaube an eine bessere Gesellschaft. Die Texte fußen auf umfangreichen Archivrecherchen und Gesprächen mit den noch lebenden Regisseurinnen. In ihren Essays unternehmen die Autorinnen und Autoren eine Neubetrachtung der Filme: Konnten sich die Regisseurinnen den kulturpolitischen Vorgaben entziehen und eine eigene Handschrift entwickeln? Wurden sie der Staatsdoktrin entsprechend gefördert oder wurden ihnen Steine in den Weg gelegt? Gab es einen "weiblichen Blick"? Wie spiegeln sich Anpassung und Aufbegehren, Desillusionierung, Zensur und verhinderte Chancen?
Entstanden ist ein Panorama von künstlerischen Strategien und vielfacher Auseinandersetzung mit der Position der Frau in der DDR: zwischen althergebrachten Rollenzuschreibungen, gesetzlich zugesicherter Gleichberechtigung und wachsendem Selbstbewusstsein jenseits staatlicher Lenkung.
Die Filme der Regisseurinnen sind fortan als wichtiger Teil der DEFA-Filmgeschichte neu und umfassend zu entdecken.
Die Filme auf den DVDs: Die Brücke von Caputh (R: Eva Fritzsche); Kindergärten (R: Marion Keller); Das Tintenteufelchen (R: Christl Wiemer); Die Musici (R: Katja Georgi); Lieder machen Leute (R: Gitta Nickel); Rosa Luxemburg - Stationen ihres Lebens (R: Renate Drescher); Kennen Sie Urban? (R: Ingrid Reschke); Meta Morfoss (R: Monika Anderson); Sieben Rechte für den Zuschauer (R: Marion Rasche, Peter Mißbach); Das häßliche junge Entlein (R: Ina Rarisch); David und Goliath (R: Sabine Meienreis); Isabel auf der Treppe (R: Hannelore Unterberg); Aktfotografie, z.B. Gundula Schulze (R: Helke Misselwitz); Aufbruch (R: Annelie Thorndike); Ich war einmal ein Kind (R: Tamara Trampe); Schnelles Glück (R: Petra Tschörtner); DEFA KINOBOX 1988/61 - Beitrag: Marx-Familie (R: Helke Misselwitz); Kafkas Traum (R: Sieglinde Hamacher).
  • Produktdetails
  • Verlag: Bertz + Fischer
  • Seitenzahl: 416
  • Erscheinungstermin: Januar 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 159mm x 35mm
  • Gewicht: 936g
  • ISBN-13: 9783865054159
  • ISBN-10: 3865054153
  • Artikelnr.: 54662260
Autorenporträt
Klauß, Cornelia
Cornelia Klauß studierte an der Filmhochschule Babelsberg Filmwissenschaft. Nebenher drehte sie Super-8-Filme und schrieb für Untergrundzeitschriften. Nach dem Studium wurde sie als Dramaturgin zur Bewährung ins Fernsehstudio Halle zwangsversetzt. Nach vorzeitigem Abbruch schlug sie sich unter anderem als Rechercheurin für Dokumentarfilme im DEFA-Studio Babelsberg und Kritikerin für Die Kirche durch. Von 1990 bis 2012 leitete sie das Programm des Filmkunsthauses Babylon und dreht Dokumentarfilme; 12 Jahre lang war sie Mitglied der Auswahlkommission für das Dokumentarfilm-Festival Leipzig und 20 Jahre lang für die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Seit 2017 ist sie in der Sektion Film-und Medienkunst der Akademie der Künste tätig.

Schenk, Ralf
Ralf Schenk schrieb seine erste Filmkritik mit Siebzehn, studierte Journalistik und arbeitete bei den Zeitschriften Film und Fernsehen und Die Weltbühne sowie beim Filmmuseum Potsdam. Die Geschichte der DEFA wurde zu seinem Spezialgebiet. An der Filmkunst der DDR interessieren ihn die Reibungen von Politik und Kunst, Thema und Form, Welthaltigkeit und Provinz. Als Autor und Herausgeber verantwortete er rund zwanzig Bücher, so über den DEFA-Spielfilm (1994), den DEFA-Dokumentarfilm (1996), den DEFA-Trickfilm (2003), über Schauspieler, Regisseure und Kritiker. Er restaurierte verbotene Filme, ist seit 2004 Mitglied der Berlinale-Auswahljury und leitet seit 2012 die DEFA-Stiftung in Berlin.