Im Tal der Loire - Hammes, Manfred
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Die Loire und ihre Schlösser: Auf unserer Reise begleiten uns Balzac, George Sand und natürlich Jules Verne. Aber auch Henry James, Alfred Döblin, Walter Benjamin u.v.a. Wir begegnen Katharina von Medici ebenso wie der Jungfrau von Orléans.

Produktbeschreibung
Die Loire und ihre Schlösser: Auf unserer Reise begleiten uns Balzac, George Sand und natürlich Jules Verne. Aber auch Henry James, Alfred Döblin, Walter Benjamin u.v.a. Wir begegnen Katharina von Medici ebenso wie der Jungfrau von Orléans.
  • Produktdetails
  • insel taschenbuch 3267
  • Verlag: Insel Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 34967
  • Seitenzahl: 235
  • Erscheinungstermin: 30. Juli 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 106mm x 14mm
  • Gewicht: 270g
  • ISBN-13: 9783458349679
  • ISBN-10: 3458349677
  • Artikelnr.: 21476287
Autorenporträt
Hammes, Manfred
Manfred Hammes, geboren 1950 in Trier, war nach dem Studium und Volontariat zunächst als Redakteur und Lektor, später als Geschäftsführer namhafter Fachverlage tätig. Ab 1977 veröffentlichte er zahlreiche Titel zu Themen der Kultur- und Literaturgeschichte, etwa über Hexenprozesse, Amazonen und Matriarchat sowie literarische Spaziergänge durch Provence und Languedoc. Manfred Hammes lebt in der Nähe von Nîmes.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 07.08.2008

Von Menschen und Ameisen

Als ob man es nicht immer geahnt hätte: Auch Dichter sind nur Menschen. Wie Taine denken sie beispielsweise an hübsch geformte Beine. Eine Brücke finden sie, wie etwa Stendhal, hingegen nur gegen Bezahlung hübsch. Oder sie gratulieren selbstbesoffen, wie Simenon, ihren literarischen Geschöpfen zum Geburtstag, in diesem Fall dem Kommissar Maigret. Gut formuliert wurde in jedem der drei Fälle. Wir dürfen vermuten, dass die als "Garten Frankreichs" besungene Loire dazu beigetragen hat. Selbst dem notorischen Nörgler Wolfgang Koeppen kam angesichts des großen Stroms Blumiges über die Tasten: "Die Loire ist der französische Sommer", schrieb er, und wartete ansonsten im Orléans des zwanzigstens Jahrhunderts vergeblich aufs Mittelalter. An den Ufern der Loire ist der Dichter Mensch, hier darf er es sein. Weshalb sonst wären von Rabelais, der in der Renaissance das heitere Studentenleben propagiert, über Laclos, der im spätfeudalen Orléans mit seinen gefährlichen Liebschaften Erfolg hat, bis hin zu Nobelpreisträger Maurice Maeterlinck, der 1927 in der Nähe von Chinon "Das Leben der Ameisen" verfasste, so viele Literaten an die Loire gereist? Eben. Es ist umso mehr ein kleines Wunder, wie viele Schriftsteller in diesem handlichen Büchlein mit Anekdoten und skurrilen Begebenheiten zitiert werden. An die hundert sind es, die Manfred Hammes im amüsanten Plauderton aneinanderreiht. Genüsslich reist man mit ihm von der Loire-Quelle im Zentralmassiv (Simone Weil und Robert Louis Stevenson) an ihre Mündung (Jules Verne). Nur ein kleiner Makel trübt die tausend Kilometer lange Reise. Wenn der Autor einen Gasthof empfiehlt, so hätte man ganz gern die Adresse erfahren. Ansonsten gilt mit dem Loire-Reisenden Balzac: "Ich habe die poetischste Reise gemacht, die in Frankreich möglich ist."

ksi

"Im Tal der Loire. Ein Reisebegleiter" von Manfred Hammes. Insel Verlag, Frankfurt 2007. 236 Seiten, zahlreiche Farbfotos. Broschiert, 10 Euro.

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