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Allein mit Muskelkraft 74842 Kilometer: Jason Lewis umrundet auf einer epischen Reise in mehr als 13 Jahren den Globus. Sein Abenteuer führt ihn im Pedalboot über den Atlantik und auf Inlineskates durch die USA, mit dem Fahrrad ins Outback und im Kajak auf den Nil. Weder Piraten noch Krokodile, Krankheiten oder schwere Unfälle können ihn dabei stoppen. Packend und mit brillantem Humor erzählt der sympathische Brite von seiner Rekordexpedition, dem Leben jenseits gesellschaftlicher Tretmühlen und einem bewussten Umgang mit unserem Planeten. Ein Meilenstein der Reiseliteratur in zwei attraktiven Bänden.…mehr

Produktbeschreibung
Allein mit Muskelkraft 74842 Kilometer: Jason Lewis umrundet auf einer epischen Reise in mehr als 13 Jahren den Globus. Sein Abenteuer führt ihn im Pedalboot über den Atlantik und auf Inlineskates durch die USA, mit dem Fahrrad ins Outback und im Kajak auf den Nil. Weder Piraten noch Krokodile, Krankheiten oder schwere Unfälle können ihn dabei stoppen. Packend und mit brillantem Humor erzählt der sympathische Brite von seiner Rekordexpedition, dem Leben jenseits gesellschaftlicher Tretmühlen und einem bewussten Umgang mit unserem Planeten. Ein Meilenstein der Reiseliteratur in zwei attraktiven Bänden.
  • Produktdetails
  • Verlag: Malik
  • Seitenzahl: 912
  • Erscheinungstermin: 5. Oktober 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 136mm x 68mm
  • Gewicht: 1304g
  • ISBN-13: 9783890294582
  • ISBN-10: 3890294588
  • Artikelnr.: 42760157
Autorenporträt
Lewis, Jason
Jason Lewis, 1967 in Yorkshire geboren, unternimmt Expeditionen, die er ohne technischen Antrieb bewältigt. Seine 13-jährige Weltumrundung aus eigener Muskelkraft (1994-2007) wurde vom Guinnessbuch der Rekorde als erste Reise dieser Art gewürdigt. Der Abenteurer wurde u.a. von The Times und Sport Magazine als Sportler des Jahres ausgezeichnet und ist Mitglied der »Royal Geographical Society« und des »Explorers Club«. Er unterstützt Bildungsprojekte der UNESCO, besuchte mehr als 900 Schulen in 37 Ländern und schärft mit Vorträgen das Bewusstsein für emissionsfreies Reisen und den Zustand unseres Planeten. Für den Bericht über seine Weltumrundung wurde er mit dem »Benjamin Franklin Award« und »Eric Hoffer Award« ausgezeichnet. Er lebt in England und den USA.
Inhaltsangabe
Paris - Große Pläne 

England - Ein Traum reift heran 

Europa - On the Road 

Atlantik - Hinaus ins weite Blau 

Karibik - Riffe, Piraten & Salzwassergeschwüre voller Maden 

Nordamerika - Durch den Deep South skaten 

Colorado - Frisches Blut auf der Straße  

Amerikanischer Westen - Wieder atmen lernen 

Kalifornische Wüste - Auf der alten Route 66 

San Francisco - Verborgene Saat 

Mittelamerika - Liebe in der Baja 

Tage in Monterey - Piraten werden nicht verhaftet Pazifik - Mit dem Tretboot nach Hawaii 

Eine große Insel - Die eiserne Edie 

Von Hawaii nach Tarawa - Gar gekocht im Gegenstrom 

Republik Kiribati - Das Lächeln eines Fremden 

Zu den Salomon-Inseln - Fine Young Cannibals

Nach Australien - Kotzen im Korallenmeer 

Cairns, Australien - Primitives Leben im Rattenloch 

Im Outback - "Ihr werdet es nie bis Darwin schaffen!" 

Darwin - Der beste Job, den ich je hatte 

Die Timorsee - Auf Grund in der Apsley Strait 

Timor-Leste - Letzte Spuren der "Operation Rimau" 

Indonesien - Die Grenze bei Batugade 

Nusa Tenggara - Zombies, Zank und Seeschlangen 

Java - Weit weg von zu Hause 

Sumatra - Immer schön strampeln und den Parang nicht vergessen 

Singapur, Malaysia, Thailand, Laos, China - Helfende Hände & Grinsegesichter 

Himalaja - Sieben Wochen in Tibet 

Über Lhasa nach Kathmandu - Die Straße der offenen Hände 

Indien - Schwimmen im dicken Eintopf 

Arabisches Meer - In Piratengewässern 

Dschibuti und dann nach Ägypten - Betrug auf dem See 

Naher Osten - Die Glocken von Aleppo 

Europa - Von Null zu Null 

Epilog
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Was für ein Buch, ruft Rezensent Stefan Fischer nach der Lektüre von Jason Lewis' Geschichte seiner Weltumrundung. Fasziniert liest der Kritiker wie Lewis auf der Suche nach der Freiheit in Begleitung wechselnder Freunde etwa mit dem Rad die zentralasiatischen Steppen durchfährt, durch die eisige Landschaft des Himalaya wandert oder mit einem Pedalboot den Atlantik überquert. Fast wie Narrenliteratur des Mittelalters erscheint Fischer das Buch, das nicht von aufgebauschten Abenteuern, sondern geradezu tragikomisch von der Naivität, Sturheit und Aufrichtigkeit der Reisenden und ihrer physischen und psychischen Verwahrlosung erzählt.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Lewis bauscht nicht auf und verklärt nicht. Das unterscheidet dieses von den meisten Abenteuer-Reisebüchern und macht seine Qualität aus.«, Süddeutsche Zeitung, 01.12.2015
Besprechung von 01.12.2015
Chaot
an Bord
Jason Lewis umrundet mit
bloßer Muskelkraft die Erde
Einfach hineingestolpert ist Jason Lewis in dieses Abenteuer nicht. Dafür muss eine Weltumrundung, egal wie spontan und hemdsärmelig man sie angeht, doch von zu langer Hand geplant werden, als dass man plötzlich unterwegs ist, ohne recht zu wissen, wie einem geschieht. Dass ist das Kuriose an einer solchen Unternehmung: Am Anfang steht eigentlich immer ein überbordender Freiheitsdrang, sobald man eine Weltreise dann aber konkret anpackt, werden viele Abenteuerlustige in die Akribie eines Finanzbuchhalters hineingezwungen.
  Jason Lewis allerdings nicht. Als sein Studienfreund Steve Smith ihm 1992 vorschlägt, die Welt nur mit Muskelkraft zu umrunden, also nicht einmal die Hilfe von Segeln in Anspruch zu nehmen, löst diese Idee sofort „wildromantische Bilder“ bei dem Briten Lewis aus – von einer Durchquerung der zentralasiatischen Steppen mit dem Fahrrad, einer Wanderung durch die eisigen Einöden des Himalaja und Lagerfeuer-Heimeligkeit im amazonischen Regenwald. Bilder, die nicht mehr aus seinem Kopf verschwinden, auch dann nicht, als Lewis in Sachen Romantik längst eines besseren belehrt ist. Für die ganze Reise gilt: „Was uns an Planung fehlte, glichen wir durch blinde Vermessenheit aus.“ Das schreibt Jason Lewis in seinem Buch „Die Expedition“, die – mit längeren Pausen, um das Abenteuer zu finanzieren – letztlich dreizehn Jahre gedauert hat. Und als er das schreibt, sind er und Smith bereits von England nach Portugal geradelt, haben in dem Pedalboot Moksha – ein Sanskrit-Wort für Freiheit, für Befreiung – den Atlantik überquert und ist Lewis auf Rollerblades und Smith mit einem Rad von Florida nach Kalifornien gefahren.
  Gleich zu Beginn scheuert sich Lewis wund, weil er bei seiner Fahrradhose nicht weiß, was vorne und was hinten ist und sie verkehrt herum anzieht. Seinen Ausweis lässt er versehentlich daheim in England liegen, was er erst kurz vor der spanisch-portugiesischen Grenze bemerkt. Ihn schert es nicht, es wird schon alles gut gehen. Und tatsächlich gelingt ihm ohne Ausweis die Einreise in die USA – heute undenkbar. Diese Ankunft blieb überhaupt unbemerkt. Zwar haben Freunde fleißig PR-Arbeit betrieben und Hunderte Pressemitteilungen versandt. Darin aber vergessen zu erwähnen, in welchem der Yachtclubs von Miami die Moksha anlanden würde.
  „Die Expedition“ erinnert insofern an die Narren-Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit. In diesen Narren-Figuren fallen Naivität und Bauernschläue, Sturheit, Aufrichtigkeit und eine weitgehende Unabhängigkeit von Hierarchien zusammen. Eine Szene, in der die Tragik und die Komik der Reise exemplarisch zusammenfallen, ereignet sich in der Karibik. Ein Schnellboot nähert sich der Moksha, Bewaffnete an Bord. Jason Lewis vermutet, dass die Piraten das Tretboot für das Tenderboot eines amerikanischen Kreuzfahrtschiffes gehalten haben – leichte Beute. Doch Lewis und Smith bleiben unbehelligt: Sie sind untenrum nackt, um sich beim Kurbeln nicht wundzuscheuern am Stoff ihrer Hosen, ihre Haut ist übersät von Salzwasser-Ekzemen, Haar- und Bartwuchs sind wirr. Die Piraten drehen ab, womöglich in der Angst, sich mit irgendetwas anzustecken.
  Es geht in dem zweibändigen Expeditionsbericht viel darum, was das Abenteuer mit den Abenteurern macht; zu welchem Grad der Verwahrlosung es führt – körperlich wie geistig. „Was uns am meisten zu schaffen machte: der Mangel an geistigen Stimuli, die eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten“, schreibt Lewis irgendwo in der Ödnis des Atlantiks. Das Spektrum der Sinneswahrnehmungen ist massiv eingeschränkt: „Wir sahen nur die Farben des Meeres.“ Kein Rot, kein Gelb.
  Und dann fallen sich die beiden Männer auch sehr schnell sehr massiv gegenseitig auf die Nerven. Bevor es über den Pazifik geht, fliegt Steve Smith mit der Frau, die er inzwischen kennengelernt hat, nach Dublin. Um sich von der Expedition zu erholen und um herauszufinden, ob er sie überhaupt fortführen möchte. Die Weltumrundung „sollte eine Art Befreiung sein“, erklärt er seinem Kumpel Lewis, „von der Mittelmäßigkeit und den Fallen einer seichten Konsumgesellschaft.“ Jetzt aber fühle er sich versklavter als zuvor, durch die Logistik, die Sponsorensuche, die Taktung der Reise. Smith kann sich noch einmal aufraffen, auf Hawaii geht er dann allerdings von Bord.
  Mit wechselnden Partnern bringt Lewis die Weltreise 2007 zu Ende. Eine Heldengeschichte ist der Bericht nicht. Lewis bauscht nicht auf und verklärt nicht. Das unterscheidet dieses von den meisten Abenteuer-Reisebüchern und macht seine Qualität aus.
STEFAN FISCHER
Jason Lewis: Die Expedition. In 13 Jahren um die Welt. Zwei Bände im Schuber. Aus dem Englischen von Katharina Förs, Gabriele Gockel und Thomas Wollermann. Malik Verlag, München 2015. 912 Seiten, 39,99 Euro. E-Book: 29,99 Euro.
Pass vergessen? Macht nichts,
ist ja bloß eine Weltreise
Blau, Weiß, Grau: Die Farben
des Meeres zermürben
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