Der Nashorn-Fall / Thabo - Detektiv & Gentleman Bd.1 (eBook, ePUB) - Boie, Kirsten
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  • Format: ePub

7 Kundenbewertungen


Der wahre Gentleman ist immer ein Junge der Tat: Thabo will eines Tages ein echter Gentleman werden. Oder noch besser: ein Privatdetektiv wie im Film. Dumm nur, dass es im afrikanischen Örtchen Hlatikulu noch nie einen Kriminalfall gab. Doch dann wird im angrenzenden Safaripark ein Nashorn wegen seines kostbaren Horns ermordet. Und ausgerechnet Vusi, Thabos Onkel, gerät in Verdacht. Und weil Onkel Vusi nicht gerade ein schnelles Gehirn besitzt, liegt es an Thabo und seinen Freunden, den wahren Nashorn-Mörder aufzuspüren. Thabo von Kirsten Boie ist ein unterhaltsamer Kinderkrimi vor exotischer Kulisse.…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 2.24MB
Produktbeschreibung
Der wahre Gentleman ist immer ein Junge der Tat: Thabo will eines Tages ein echter Gentleman werden. Oder noch besser: ein Privatdetektiv wie im Film. Dumm nur, dass es im afrikanischen Örtchen Hlatikulu noch nie einen Kriminalfall gab. Doch dann wird im angrenzenden Safaripark ein Nashorn wegen seines kostbaren Horns ermordet. Und ausgerechnet Vusi, Thabos Onkel, gerät in Verdacht. Und weil Onkel Vusi nicht gerade ein schnelles Gehirn besitzt, liegt es an Thabo und seinen Freunden, den wahren Nashorn-Mörder aufzuspüren. Thabo von Kirsten Boie ist ein unterhaltsamer Kinderkrimi vor exotischer Kulisse.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
  • Seitenzahl: 304
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahre
  • Erscheinungstermin: 22.02.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783862740260
  • Artikelnr.: 44326463
Autorenporträt
Boie, KirstenKirsten Boie wurde 1950 in Hamburg geboren, wo sie noch heute lebt. Sie studierte Deutsch und Englisch, promovierte in Literaturwissenschaften und war Lehrerin, bevor sie für Kinder und Jugendliche zu schreiben begann. Sie zählt zu den renommiertesten Autorinnen des modernen Kinder- und Jugendromans und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Preis der Akademie Volkach und dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk.Waechter, PhilipPhilip Waechterwurde 1968 geboren. Er studierte Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule Mainz. Heute arbeitet er als freier Graphiker und Illustrator in der Ateliergemeinschaft LABOR in Frankfurt am Main.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Schön, dass Kirsten Boie mit ihrer Detektiv-Geschichte um den kleinen Thabo ein Buch über Afrika geschrieben hat, dass ganz ohne Betroffenheitshaltung auskommt, freut sich Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel. Und so liest sie gespannt die Geschichte um den kleinen Aids-Waisen Thabo, der mit seinen Freunden Wilderern hinterherschnüffelt, die ein Nashorn getötet haben sollen. Schon jetzt freut sich die Kritikerin auf weitere Fälle der kleinen Detektive.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 12.04.2016

JUGEND– UND HÖRBUCH
Tod im Safari-Park
Kirsten Boies Held ist Detektiv & Gentleman
Wenn europäische Autoren aus sicherer Entfernung Geschichten über Afrika schreiben, ist man immer erst einmal skeptisch. Allzu oft trifft man dabei auf
eine unangemessene Betroffenheit und wohlfeile Mitleidshaltung. Eine „Form von geistigem Kolonialismus“ nannte Kirsten Boie dies in einem Interview (SZ vom 3. März).
  Dass sie sich trotzdem entschlossen hat, Geschichten für Kinder zu schreiben, die in Afrika spielen, liegt an ihrer Erfahrung, dass es in den meisten afrikanischen Ländern an Kinderbüchern mangelt. So lässt sie ihr neues Buch „Thabo – Detektiv & Gentleman“ in Swasiland spielen, ein Land, das sie durch viele Reisen und durch ihre Unterstützung eines Hilfsprojekts für Aids-Waisen sehr gut kennt. „Durch die vielen Erlebnisse, die ich hatte, wollte ich einfach ein lustiges Kinderbuch schreiben, denn eigentlich gibt es über Afrika nur Problembücher“, sagt Kirsten Boie.
  Es geht um Thabo. Er hat seine Eltern durch Aids verloren, aber er hatte Glück, denn sein Onkel Vusi, der als Ranger in einem Safaripark angestellt ist, hat ihn aufgenommen, und Thabo darf ihm bei der Arbeit helfen, bei den Safari-Touren, die er durchführt. Und dann ist da noch die alte Miss Agatha, die in ihrer Lodge neben dem Touristen-Hotel „Lion Lodge“ lebt, das früher einmal ihr gehört hatte. Sie kümmert sich liebevoll um ihn und hat ihm sogar ein Handy für Notfälle geschenkt.
  Zusammen mit ihr schaut Thabo manchmal Agatha-Christie-Filme an, die seine Leidenschaft für Detektive und Gentlemen geweckt haben – und auch den witzigen Erzählton bestimmen, in dem er von seinen Erlebnissen erzählt. So wendet er sich an seine Leser mit der Anrede: „Meine Damen, meine Herren“ und erzählt ihnen seine Geschichte ganz aus seiner noch sehr kindlichen Sicht heraus. Diese Nähe zu ihren Helden ist eine der Stärken Kirsten Boies und das Geheimnis ihres großen Erfolgs bei den Kindern.
  Thabos bester Freund Sifiso hat es weniger gut getroffen. Nach dem Aids-Tod seiner Eltern muss er ganz allein für seine beiden jüngeren Geschwister Pilot und Lemonade sorgen. Wie Thabo träumt er davon, ein Detektiv zu werden, aber bisher ist in ihrer abgelegenen Berggegend nie etwas Kriminelles passiert.
  Doch das ändert sich, als Onkel Vusi und Thabo im Park ein Nashorn-Baby finden, das neben seiner toten Mutter steht, die wegen ihres kostbaren Horns getötet wurde. Jetzt haben die Kinder ihren ersten Kriminalfall. Zusammen mit Emma, Miss Agathas Enkelin, die gerade für die Ferien aus ihrem Internat in England angereist ist, nehmen sie die Ermittlungen auf. Und als ausgerechnet Onkel Vusi verdächtigt wird, mit den Wilderern unter einer Decke zu stecken, gibt es kein Halten mehr für Thabo, Sifiso und Emma, und ein atemberaubender Krimi beginnt.
  Sie geben ein souveränes kleines Team ab, die beiden schwarzen Jungs und das Mädchen aus der weißen Oberschicht. Weitere Abenteuer der drei Detektive sind geplant. (Ab 10 Jahren.)
HILDE ELISABETH MENZEL
Sehr inspirierend:
Agatha-Christie-Filme
in Swasiland
  
  
  
  
Kirsten Boie: Thabo: Detektiv & Gentleman – Der Nashorn-Fall. Oetinger Verlag, Hamburg 2016.
304 Seiten, 12,99 Euro. E-Book 9,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.03.2016

Maismehl und Männerschuhe

Kirsten Boie beginnt eine Serie von Kinderkrimis, die in Afrika spielen - und uns Afrika nahebringen

Von Eva-Maria Magel

Ja, es gibt eine Leiche in diesem Krimi. Obwohl er für Kinder geschrieben ist. Das "nur" erübrigt sich, erst recht beim Anblick des klagenden Babys, das neben der Leiche seiner Mutter steht: Es ist eine Nashornkuh, die sterben musste, weil ein geldgieriger Verbrecher ihr die Hörner abgeschnitten hatte und sie verbluten ließ. Das Kalb muss in ein Nashornwaisenhaus transportiert werden (das es wirklich gibt). Für die anderen Waisen, die in Thabos Erzählung vorkommen, gibt es kein Waisenhaus. In Swasiland hat fast die Hälfte der Kinder ihre Eltern durch Aids verloren.

Das erzählt Thabo nicht, der bei seinem Onkel Vusi, einem Ranger, im Lion Park aufwächst. Die Leser ahnen es aber bald. Und sie erfahren noch viel mehr. Wann es sinnvoll ist, Löwen und Schlangen auszuweichen. Dass in Swasiland Gewitter kein Spaziergang sind. Und dass es Kinder gibt, die, so fröhlich und optimistisch wie nur Kinder es können, ein Schicksal tragen, das so schwer ist wie der Sack Maismehl, den Thabos Freund Sifiso stemmt und so viel zu groß wie das alte Paar Männerschuhe, das dessen kleiner Bruder Pilot findet.

Der "Nashorn-Fall", den Thabo aufklären muss, ist nur ein Teil, wenn auch der bestimmende in Kirsten Boies Kinderkrimi, der Nummer eins einer ganzen Serie um "Thabo, Detektiv und Gentleman" sein soll. Denn schrecklicherweise wird Onkel Vusi, der Freund und Beschützer der Tiere, verdächtigt, selbst der Wilderer zu sein. Das ist Thabos Chance: sollte es mit der Karriere als Gentleman nicht klappen, klärt er seine Leser auf, könnte er durchaus Privatdetektiv werden. Selbstredend gibt Boie ihrem Thabo eine gewählte ernsthafte und dadurch charmant komische Sprache, wie sie charakteristisch ist für manches strebsame afrikanische Schulkind. Und gerade dieser leicht fremde Ton bringt ihn uns nahe.

Vor knapp drei Jahren hat Boie nach Jahren mit dem Hilfsprojekt Mobidik ein Buch verfasst, so herzzerreißend traurig wie sein Titel: "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen". Nun hat sie, voller Zuneigung, aber auch mit frischem Humor, einen anderen Weg gefunden, über Swasiland und seine Kinder zu erzählen, die sie so gut kennt und seit kurzem mit ihrer eigenen Möwenweg-Stiftung unterstützt: Da sind die Farben leuchtend, und es ist Raum für das, was Boie, meist sehr subtil, vermitteln will. Mit wundervollen wechselnden Vignetten und einem afrikanisch inspirierten Einband hat Maja Bohn dem Gesicht gegeben.

So verschmerzt man auch ein paar sehr betulich ausschweifende Passagen. Denn bei all den kleinen und großen Botschaften vergisst Boie nicht, einen für Kinder hoch spannenden, aber nicht zu gruseligen Krimi voranzutreiben, dessen Humor und Tempo doch viel gemeinsam haben mit der von ihr so oft zitierten Miss Marple. Wer hinten die "schwierigen Wörter", also die Vokabeln in siSwati, die Boie reichlich einfügt, nachschlägt, stößt auf ihre "Nachbemerkung", die kurz erklärt, warum in diesem Buch keine Eltern vorkommen. Thabo hat auch keine - aber die Lizenz zum Wiederkommen. Sein Zweitname ist übrigens Sonnyboy.

Kirsten Boie: "Thabo, Detektiv und Gentleman. Der Nashorn-Fall".

Oetinger-Verlag, Hamburg 2016. 304 S., geb., 12,99 [Euro]. Ab 10 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Detektive
in Swasiland

Das Hörbuch zu Kirsten Boies
neuem Fall „Die Krokodil-Spur“

Früh übt sich, was ein Gentleman werden will. Und so spricht Thabo uns, die wir bis zum Schluss gebannt seinem jüngsten Abenteuer lauschen, stets mit „Meine Damen und Herren“ an. Ein erfreulicher Umstand, denn normalerweise wird man heutzutage als Hörer nicht mit so viel Respekt behandelt. Wie alt Thabo ist? Darüber schweigt ein vornehmer Mensch wie er natürlich. Sagen wir einmal so: Thabo ist jung genug, um davon zu träumen, später nicht nur ein Gentleman, sondern auch ein berühmter Privatdetektiv zu werden.

  Auch hier gilt es, früh genug den Spürsinn zu schulen. Und so schaut Thabo Sonnyboy Shongwe zusammen mit der steinalten Miss Agatha stundenlang Krimis an. Am liebsten hat er „Miss Marple“. Was er sich dabei abguckt, half ihm schon bei seiner ersten Recherche Der Nashorn-Fall, in der er Wilderern das Handwerk legt. Nun schickt Kirsten Boie, die Erfinderin der jungen Schnüffelnase aus Swasiland, Thabo auf die „Krokodil-Spur“. Der Schüler Hendrik Kleinschmidt, Sieger des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2014, hat die Geschichte als Hörbuch eingelesen.

  Das Sympathische an der neuen Reihe der renommierten Kinderbuchautorin ist ihre besondere Mischung: Mit einer wohldosierten Prise altmodischen Krimifeelings verarbeitet Boie ihre Afrika-Erfahrungen, die sie unter anderem durch ihre Tätigkeit für ein Aids-Waisenprojekt gesammelt hat. Ihr Held Thabo wächst ebenso wie sein bester Freund Sifiso ohne Eltern auf. Doch das ist nicht alles. Die Geschichten greifen brisante Themen auf: vom schmutzigen Geschäft mit Tieren über Rassismus bis zum Kinderhandel.

  In Die Krokodil-Spur verschwindet eines Tages Sifisos Schwester Delighty – ganz klar ein Fall für Thabo und seine Freunde. Neben Sifiso hilft ihm Emma, die Großnichte von Miss Agatha. Immer in den Ferien kehrt sie aus England in die Heimat zurück. Erst mal sind die Kids froh, dass Delighty nicht von einem Krokodil verschlungen wurde. Aber was ist dann passiert? Der Fall nimmt immer größere Dimensionen an, denn das Mädchen ist nicht das einzige Kind, das verschwunden ist.

  Hendrik Kleinschmidt trifft den Ton der Textvorlage perfekt. Es ist beachtlich, mit welcher Selbstverständlichkeit er die Geschichte mit großem Schwung erzählt und dabei nicht nur Thabo, sondern einer ganzen Reihe von Figuren seine Stimme leiht: Jung und Alt, Gut und Böse, Frau und Mann. Für jeden von ihnen hat er sich einen eigenen Tonfall ausgedacht. Was für Thabo gilt, gilt daher auch für Kleinschmidt: Früh übt sich, was ein Großer werden will. (ab 10 Jahre)

FLORIAN WELLE

VERANTWORTLICH:
ROSWITHA BUDEUS-BUDDE

  
  
Kirsten Boie: Thabo – Detektiv & Gentleman. Die Krokodil-Spur. Gesprochen von Hendrik Kleinschmidt. 4 CDs. Länge ca. 6 h. Jumbo Neue Medien & Verlag 2016. 16,99 Euro.

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