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Von seinen zahlreichen Reisen durch Afghanistan hat Roger Willemsen Hunderte von Kinderzeichnungen, Aufsätzen und Briefen mitgebracht – bewegende Dokumente junger Menschen, deren Alltag der Krieg ist. Bei seiner letzten Reise, die ihn im Herbst 2012 von Kabul bis ins Panschir-Tal führte, hat Willemsen einige dieser Kinder besucht. Sein großer Bericht dieser Reise zeichnet zusammen mit den Bildern und Texten der Kinder ein genaues und oft überraschendes Bild vom Leben in Afghanistan – nicht nur seiner düsteren, sondern auch seiner glücklichen Momente. Es ist das Leben, das bleibt, wenn die…mehr

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Produktbeschreibung
Von seinen zahlreichen Reisen durch Afghanistan hat Roger Willemsen Hunderte von Kinderzeichnungen, Aufsätzen und Briefen mitgebracht – bewegende Dokumente junger Menschen, deren Alltag der Krieg ist. Bei seiner letzten Reise, die ihn im Herbst 2012 von Kabul bis ins Panschir-Tal führte, hat Willemsen einige dieser Kinder besucht. Sein großer Bericht dieser Reise zeichnet zusammen mit den Bildern und Texten der Kinder ein genaues und oft überraschendes Bild vom Leben in Afghanistan – nicht nur seiner düsteren, sondern auch seiner glücklichen Momente. Es ist das Leben, das bleibt, wenn die internationalen Truppen das Land verlassen. »So empfindlich ich bin, wenn man mit Kindern versucht, Mitleid zu erregen, so konnte ich doch nur kapitulieren vor der Lebensklugheit und Reife, der Liebenswürdigkeit und Vitalität diese Kinder.« Roger Willemsen

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  • Produktdetails
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: 22.08.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783104028545
  • Artikelnr.: 39350872
Autorenporträt
Roger Willemsen

Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke- und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen Hörbuchpreis und die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Willemsen war Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und stand mit zahlreichen Soloprogrammen auf der Bühne. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag seine Bestseller ›Der Knacks‹, ›Die Enden der Welt‹, ›Momentum‹ und ›Das Hohe Haus‹. Über sein umfangreiches Werk gibt Auskunft der Band ›Der leidenschaftliche Zeitgenosse‹, herausgegeben von Insa Wilke.

Literaturpreise:

Rinke-Preis 2009
Julius-Campe-Preis 2011
Prix Pantheon-Sonderpreis 2012

Rezensionen
In 'Es war einmal oder nicht' flankiert Willemsen seinen eloquenten und mitnehmenden Reisebericht mit etwa 200 farbigen Zeichnungen. Ein wunderschönes Buch. Neue Osnabrücker Zeitung 20140110
Besprechung von 08.10.2013
DEFGH  Nr. 232, Dienstag, 8. Oktober 2013
BELLETRISTIK LITERATUR  V3/5
  
Flaschenpost aus der Wüste
Roger Willemsens Reisebericht „Es war einmal oder nicht“ lässt afghanische Kinder selbst ihre
Geschichten erzählen. Wer ihnen lauscht, wird dieses geschundene Land besser verstehen
VON TIM NESHITOV
Ich heiße Hafisa, Tochter des Said Rahman, und bin Schülerin in der sechsten Klasse. Seit der ersten Klasse bin ich in dieser Schule und möchte hier auch abschließen – so mir Gott hilft und ich am Leben bleibe. Ich will in Zukunft eine gute Zahnärztin werden und meinen Landsleuten dienen.“
  Das afghanische Mädchen Hafisa hat diesen kurzen Bericht geschrieben, weil der deutsche Publizist Roger Willemsen, sie darum gebeten hat. Willemsen ist in den vergangenen Jahren dreimal nach Afghanistan gereist und hat dort viele Kinder getroffen. Nun hat er darüber ein Buch verfasst, in dem er sich als Autor ziemlich zurückhält und stattdessen die afghanischen Kinder ihre eigenen Geschichten erzählen lässt. Die meisten Kinder haben ihren Alltag nicht nur beschrieben, sondern auch gemalt. Das Buch enthält Dutzende Zeichnungen, es heißt „Es war einmal oder nicht“. Mit diesen Worten beginnen Afghanistans Märchen.
  Die Geschichten der Kinder sind zwar keine Märchen, aber sie schildern Situationen, die derart weit weg vom Leben eines deutschen Kindes sind, dass sie Lesern in Deutschland fast schon unwirklich vorkommen müssen. „Ich heiße Qajamudin Khan Mir und bin im sechsten Schuljahr der Schule in Kunduz. Meine Lebensgeschichte kann ich so beschreiben, dass mein Vater sehr arm war. Wir stammen aus einer Bauernfamilie. Eines Tages ist mein Vater auf den Basar gegangen, um eine Kuh zu kaufen. Mein zwölfjähriger Bruder war bei ihm. Als sie zurückkamen und sich mit der Kuh unserem Dorf Kalai Gau näherten, kam ein Mann mit einer Waffe und erschoss meinen Vater. Mein Bruder sagte zu ihm: ,Ich kenne dich‘, und da brachte er auch ihn um. Nun sieht mein Leben so aus: Nachdem ich aufgestanden bin, bete ich und füttere die Kuh. Ich habe ein schwarzes Leben, denn der Druck lastet sehr auf mir, und ich finde nur wenig Zeit zum Lernen.“
  Hafisa und Qajamudin wissen nicht, wer alles ihre Briefe lesen wird. Für sie ist das Ganze wie Flaschenpost. Einige der Kinder haben Brieffreunde in Deutschland gefunden, vermittelt durch den Afghanischen Frauenverein und Roger Willemsen. Und nun sind sie Mitautoren eines Buches geworden, das bei einem renommierten Verlag in Frankfurt am Main erschienen ist.
  2005 fuhr Roger Willemsen erstmals nach Afghanistan – da führten ihn Straßenkinder zu einem Fußballplatz in einem Randviertel von Kabul. „In den Händen hielten die Kinder Sandaletten, angefressene Fingerbrotfladen, leere Kanister“, schreibt Willemsen. „Diese Kindergesichter waren, wie ich nie welche gesehen hatte, kindlich, im stürmischen Temperament dauernd begeistert, und zugleich alt, mit Tränensäcken und tief eingefressenen Falten um die Augen, um den Mund.“
  Auch Erwachsene kommen in diesem Buch zu Wort. Zum Beispiel Feruch Gulam Ali, die Schneiderin gelernt hat. „Ich habe fünf Söhne und neun Töchter. Mein Ehemann ist drogenabhängig. Er war drei Jahre im Iran und hat sich nicht um meine Kinder und mich gekümmert oder sich gemeldet. Seit fünf Jahren ist er wieder zu Hause.“
  Die Zeichnungen in diesem Buch sind durchweg bunt. Man sieht betende Menschen, sich unterhaltende Menschen, schießende, spielende, sterbende, schwimmende, tanzende, Bäume pflanzende Menschen, Tischler, Hirten, Schüler, Automechaniker, Lehrerinnen, Terroristen, Obstverkäuferinnen. Man sieht die Natur Afghanistans, seine Flüsse und Berge, Blumen und Hunde, seine Ziegen, Schlangen und Tausendfüßler.
  Man sieht auch die Welt des Westens, so wie sie sich afghanische Kinder vorstellen: „ohne Gewalt, ungehemmt in der Entwicklung und frei bis zur Schamlosigkeit, allerdings ohne Natur, ohne Blumen, ohne Ornamentik“, bemerkt Willemsen. Manche Illustrationen sind mit Kommentaren versehen: „Die Frau ist unglücklich, dass der Mann drogenabhängig ist, und die Vögel beobachten dies alles.“ – „Wasser ist Leben, und dies sollte fließend sein.“
  Roger Willemsen hat sich sehr aufmerksam umgehört in Afghanistan. Wer den Stimmen zuhört, die er eingefangen hat, versteht das Land besser. Es gibt genug Texte über Afghanistan, nach deren Lektüre man das nicht sagen kann.
Roger Willemsen: Es war einmal oder nicht. Afghanische Kinder und ihre Welt. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2013. 256 Seiten, 19,99 Euro, E-Book 17,99 Euro.
Was die Kinder zu sagen haben,
sind keine Märchen und doch
unwirklich für westliche Leser
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Bewegt hat Rezensent Tom Neshitov Roger Willemsens neues Buch "Es war einmal oder nicht" gelesen, in dem afghanische Kinder von ihrer Welt und ihrem Schicksal berichten. Westlichen Lesern werden die Schilderungen der Kinder so unwirklich wie - verstörende - Märchen erscheinen, versichert der Kritiker, der hier etwa liest, wie der kleine Qajamudin beobachten muss, wie sein Vater und sein zwölfjähriger Bruder beim Kauf einer Kuh erschossen werden und von da an kaum Zeit für die Schule findet, weil er die Familie versorgen muss. Auch die Schilderungen der Erwachsenen in diesem Buch, etwa das Schicksal der Schneiderin und vierzehnfachen Mutter Feruch Gulam Ali, die unter der Drogenabhängigkeit ihres aus dem Krieg zurückgekehrten Ehemannes leidet, haben den Rezensenten erschüttert. Darüber hinaus enthalte dieses Buch ergreifende Bilder der Kinder, informiert der Kritiker, der das Leben in Afghanistan selten besser verstanden hat als nach der Lektüre dieses eindrucksvollen Buches.

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