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Wer auch immer vom Tod eines misshandelten, vernachlässigten, traumatisierten Kindes hört, fragt sich: Wie konnte dies geschehen? Wer spürt keine Hilflosigkeit, keine Trauer, kein Mitleid, keine Wut? Gerade dann, wenn es sich um die Eltern handelt, die den Tod ihres Kindes verschuldet haben. Seit 30 Jahren befassen sich die Autoren mit Kindern, die aufgrund eingeschränkter Erziehungsfähigkeit ihrer leiblichen Eltern von ihnen getrennt und auf Dauer in einer Pflege- oder Adoptivfamilie leben. Erst die Trennung von den leiblichen Eltern, oft auch die Freigabe zur Adoption, und die Integration in…mehr

Produktbeschreibung
Wer auch immer vom Tod eines misshandelten, vernachlässigten, traumatisierten Kindes hört, fragt sich: Wie konnte dies geschehen? Wer spürt keine Hilflosigkeit, keine Trauer, kein Mitleid, keine Wut? Gerade dann, wenn es sich um die Eltern handelt, die den Tod ihres Kindes verschuldet haben.
Seit 30 Jahren befassen sich die Autoren mit Kindern, die aufgrund eingeschränkter Erziehungsfähigkeit ihrer leiblichen Eltern von ihnen getrennt und auf Dauer in einer Pflege- oder Adoptivfamilie leben. Erst die Trennung von den leiblichen Eltern, oft auch die Freigabe zur Adoption, und die Integration in eine Ersatzfamilie bietet vielen Kindern die Chance, traumatische Erfahrungen bewältigen zu können. Nutzt ein Kind die Beziehungen zu den "neuen" Eltern als Übertragungsbeziehung wie in einer therapeutischen Beziehung, so können frühere Erfahrungen korrigiert und befriedigende Eltern-Kind-Beziehungen entwickelt werden.
- Viele Fallbeispiele
- Wie findet man einen Zugang zur inneren Welt desKindes? Wie kann man sich seinem Erleben öffnen?
- Ausführliche Darstellung der Wirkungen früher Misshandlungen; wie werden sie verarbeitet?
- Prozesse, wie Kinder sich in Ersatzfamilien integrieren.
- Spezielle Probleme wie: Besuchskontakte zu den leiblichen Eltern oder die Geschwistervermittlung.
Das Buch wendet sich an:
Kinder- und Jugendlichentherapeuten, Pflege- und Adoptiveltern, Sozialarbeiter, Heimerzieher, Psychologen und Therapeuten, Lehrer, Ärzte, Rechtsanwälte, Richter, Journalisten, Politiker.
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 414
  • Erscheinungstermin: Februar 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 161mm x 35mm
  • Gewicht: 697g
  • ISBN-13: 9783608944969
  • ISBN-10: 3608944966
  • Artikelnr.: 33126602
Autorenporträt
Monika Nienstedt, geboren 1943, Studium der Psychologie und Promotion an der Universität Münster, beschäftigt sich seit 1973 mit der Sozialisation von Kindern in Ersatzfamilien. Arnim Westermann, geboren 1938, Promotion nach dem Studium der vorklinischen Medizin und Psychologie in Berlin und Münster, beschäftigt sich seit 1973 mit der Sozialisation von Kindern in Ersatzfamilien.
Inhaltsangabe
Vorwort von Arno Gruen Vorwort der Autoren Einleitung: Kinder in Ersatzfamilien Traumatische Erfahrungen Die Chancen von Kindern in Ersatzfamilien Die Trennung von den Eltern Verleugnung elterlichen Versagens Respekt Teil I Mißhandlungserfahrungen und ihre Verarbeitung in neuen Eltern-Kind-Beziehungen 1. Äußere und innere Realität traumatischer Erfahrungen Phantasie oder Realität Angstabwehr Wiederholung traumatischer Erfahrungen 2. Ursachen und Wirkungen von Kindesmißhandlung Verleugnung von Kindesmißhandlung Mißhandelnde Eltern Das Elend der Wiederholung Defizitäre Sozialisation Einstellung zum Kind Mißhandelte Kinder Störung der Entwicklung des Selbst und der Beziehungsfähigkeit Gestörte Autonomie- und Ich-Entwicklung Gestörte Gewissensentwicklung Distanzierung von den Eltern 3. Zur Entwicklung von Beziehungen in Ersatzfamilien - Theorie der Integration Familiale Beziehungen und kindliche Bedürfnisse Anpassung und Annahme Überanpassung Einfluß haben Dialogische Beziehungsformen Wiederholung früherer Beziehungsformen in der Übertragungsbeziehung Das Phänomen der Übertragungsbeziehung Rekonstruktion der Vorerfahrungen Korrigierende Erfahrungen Kritische Distanz zur eigenen Geschichte gewinnen Entwicklung persönlicher Beziehungen durch regressive Beziehungsformen Angstabwehrende Regression Regression im Dienst des Aufbaus von Beziehungen Regressive Entwicklung Annahme der Regression 4. Aufarbeiten früher Vernachlässigungserfahrungen und Deprivationsstörungen Vergebliche Bemühungen bei der Bewältigung früher Vernachlässigung, ein Fallbeispiel Der Dialog und die Entwicklung von Ich-Fähigkeiten Wahrnehmungsdifferenzierung Spannungsreduktion, Sicherheitsgefühl und Zuwendung zur Welt Differenzierung von Selbst und Objekt und die Entwicklung von Autonomie Entgleisung des Dialogs unter deprivierenden Bedingungen Korrektur von Deprivationsstörungen Training von Fähigkeiten Der therapeutische Ansatz der "Bemutterung" 5. Das agierende Kind Unverständliche Handlungen Inszenieren psychischer Konflikte Das in der Identifikation mit dem Aggressor agierende Kind, ein Fallbeispiel Genese und Funktion des Agierens Orale Fixierung Objektabhängigkeit und Autonomie Abwehr narzißtischer Kränkungen und Ohnmachtserfahrungen 6. Negativismus und Autonomie Negativismus Ein "unmögliches" Kind Toleranz angesichts der Ohnmacht Entwicklung der Autonomie Das semantische Nein Abhängigkeit und Unabhängigkeit Wiederholung des Negativismus Teil II Das Pflege- und Adoptivkind und seine Beziehung zu den leiblichen Eltern 7. Das Kind zwischen zwei Familien Die Zwei-Mütter-TheorieBesuchskontakte bei Säuglingen und Kleinkindern Besuchskontakte bei älteren Kindern Gestaltung der Beziehung des Kindes zu den leiblichen Eltern Anerkennen schmerzlicher Realität: Chance für Eltern und Kind 8. Trauer und Ablösung Bindung und Trennung Der Ablösungsprozeß Ablösung und Trauer Ablösung in der Geschichte familialer Beziehungen Verhinderung der Ablösung Ablösung des Kindes von seiner Ursprungsfamilie 9. Aufrechterhaltene Kontakte angesichts traumatischer Erfahrungen Wiederbelebung traumatischer Familienerfahrungen Die Angstbindung des Kindes an die Eltern Folgen verhinderter Ablösung Die Notwendigkeit, das Kind überzeugend zu schützen 10. Zur Identität des Pflege- und Adoptivkindes Identität: Ein Zauberwort Aspekte persönlicher und sozialer Identität Identitätsstörungen bei Pflegekindern aufgrund ihrer Erfahrungen in der Ursprungsfamilie Identitätsentwicklung bei früh fremdplazierten Kindern Identifikationskrise im Jugendalter Das Bedürfnis, die eigenen Wurzeln zu kennen Teil III Vermittlung und Beratung 11. Heim- oder Familienerziehung Aufgabe und Funktion der Familienerziehung Aufgabe und Funktion der Heimerziehung Erziehungsfähigkeit Beziehungsfähigkeit Einfühlungsfähigkeit Lernfähigkeit 12. Die Rolle des H
Rezensionen
"Kinder- und Jugendärzten kann dieses Buch helfen, professionell mit der Problematik traumatisierter Kinder umzugehen, die zuständigen Ämter und ihre Arbeitsweisen besser zu verstehen und besser mit ihnen zusammenzuarbeiten. (...) Zusammenfassendes Urteil: Dieses Buch tut Not!" Dr. Matthias Röskau (bvkj, 05/2008) "Das Buch kann allen, die die Hilfe für das misshandelte und traumatisierte Kind in den Mittelpunkt stellen, unbedingt empfohlen werden. Diejenigen jedoch, die annehmen, dass man aus den schlechtesten Eltern gute Eltern machen kann, wenn sie nur genügend Unterstützung bekommen, finden ihre These hier nicht bestätigt." Petra Bühring (Deutsches Ärzteblatt, Oktober 2007) "Das Buch ist vollständig überarbeitet und modernisiert. In ihrem kompromisslosen Eintreten für die Pflegekinder sind sich die Autoren jedoch treu geblieben. (...) Es kann zum Nachdenken anregen und dazu beitragen, die eigenen Einstellungen und das jeweilige Vorgehen kritisch zu hinterfragen, so dass in jedem Einzelfall nach einer tragbaren Lösung gesucht wird, die nicht nur die Interessen der Erwachsenen, sondern vor allem die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt." Dr. Dipl-Psych. Lothar Unzner (www.socialnet.de, Januar 2008) "Eine differenziert angelegte Untersuchung für Fachleute, etwa für Psychologen, Therapeuten, Sozialarbeiter und Heimerzieher (...)." (ekz Informationsdienst, 01/2008)