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Lost Planet 2 (PlayStation 3)
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  • PlayStation 3

1 Kundenbewertung

Drei Jahre nach dem ersten Ausflug schickt Capcom die Spieler wieder zurück auf den Planeten E.D.N. III. Doch wo damals noch das scheinbar ewige Eis und Schneefall die Vegetation bestimmten, finden sich jetzt üppige Dschungellandschaften und Wüsten. Nicht nur das Setting hat sich geändert, auch in Sachen Gameplay beschreitet das Team um Producer Jun Takeuchi neue Wege, denn "Lost Planet 2" ist konsequent auf Koop getrimmt. Bis zu vier Spieler online bzw. zwei Spieler im Splitscreen (dieser Modus steht nur auf PlayStation 3 zur Auswahl) nehmen es mit Furcht einflößenden Wesen, den Akriden, auf.…mehr

Produktbeschreibung
Drei Jahre nach dem ersten Ausflug schickt Capcom die Spieler wieder zurück auf den Planeten E.D.N. III. Doch wo damals noch das scheinbar ewige Eis und Schneefall die Vegetation bestimmten, finden sich jetzt üppige Dschungellandschaften und Wüsten. Nicht nur das Setting hat sich geändert, auch in Sachen Gameplay beschreitet das Team um Producer Jun Takeuchi neue Wege, denn "Lost Planet 2" ist konsequent auf Koop getrimmt. Bis zu vier Spieler online bzw. zwei Spieler im Splitscreen (dieser Modus steht nur auf PlayStation 3 zur Auswahl) nehmen es mit Furcht einflößenden Wesen, den Akriden, auf. Diese sind auch die eigentlichen Stars des Spiels: Gigantische insektenartige Monstrositäten wie Riesensandwürmer gilt es auszuschalten. Ein spektakulärer Bossgegner folgt auf den nächsten. Jeder erfordert eine speziell angepasste Vorgehensweise der Kampftruppe. Das kann sogar so weit führen, dass man sich plötzlich in den Eingeweiden eines Akriden wiederfindet - um dort die Schlacht fortzusetzen. Gezieltes Zusammenarbeiten, die richtige Auswahl der Waffen sind unabdingbar.

Wer auf menschliche Begleiter verzichten möchte, dem werden drei KI-Kameraden zur Seite gestellt, die recht intelligent agieren. Mitspieler können aber jederzeit in ein laufendes Spiel einsteigen und deren Platz einnehmen. Bei der Waffenauswahl hat sich Capcom einiges einfallen lassen: Neben eher konventionellen Maschinengewehren greift der Spieler auch zu Raketen- oder Granatwerfern oder Gattlingkanonen, die nicht nur ordentlich Schaden hinterlassen, sondern auch bombastische Explosionen verursachen. Dafür sorgt eine überarbeitete Version der hauseigenen Grafikengine MT Framework 2.0. Auch die Landschaften; außer im Dschungel und in der Wüste findet das Geschehen auch in Städten und sogar in einer Unterwasserwelt statt, wird sehr plastisch und organisch dargestellt. Die Handlung ist in sechs Episoden zu je vier bis fünf Abschnitten unterteilt. Wer den Vorgänger nicht kennt, wird sich vor allem anfangs schwertun, der Geschichte zu folgen. Das macht überhaupt nichts, denn im Vordergrund steht ganz klar die spektakuläre Action. Fazit: "Lost Planet 2" bietet einen XXL-Höhepunkt nach dem anderen. Vor allem im Koop ein Erlebnis!
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
  • Produktdetails
  • Hersteller: Capcom Europe
  • Erscheinungstermin: 24. Januar 2014
  • USK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • EAN: 5055060929599
  • Artikelnr.: 40134620
Systemvoraussetzungen
  • PlayStation 3
Rezensionen
Es ist also soweit. Wir kehren wir auf den unwirtlichen Planeten E.D.N. III. zurück, bekommen aber wesentlich mehr davon zu sehen, als die Schneegebiete aus Lost Planet. Wieder ein spaßiger Aufenthalt?

Zurück in die Vergangenheit

Ich muss sagen, ich staunte nicht schlecht als ich gute fünf Minuten brauchte, um ein Solospiel zu starten, denn die Menüführung von Lost Planet 2 ist, sagen wir, merkwürdig. Warum kann ich nicht 'Einzelspieler' oder 'Kampagne' auswählen und los geht's? Nein, ich werde genötigt ein eigenes Spiel zu hosten und die Mitspieler-Plätze mit Bots auffüllen. Dann kann es aber los gehen.

Eine erste hübsche, aber etwas sinnlose Einleitung und schon befinden wir uns auf E.D.N. III., allerdings zunächst doch wieder in einer kargen Schneelandschaft. Ein Tutorial fehlt, aber so komplex ist Lost Planet 2 von der Steuerung her ja nicht, also ist das zu verschmerzen. Nach wenigen Minuten taucht schon der erste ernsthaft große Akride auf und wir fühlen uns eigentlich wie im ersten Teil.

Welcome to the jungle

Nachdem wir den ersten Einführungslevel im Spiel abgeschlossen haben, geht das Spiel dann richtig los und das Geschehen verlagert sich prompt in eine Dschungelumgebung. Alles ist recht detailliert geraten und bis auf ein paar etwas schlampige Texturen gibt es kaum etwas auszusetzen. Leider kann Lost Planet 2 dieses grafische Niveau nicht so ganz halten, denn so schön wie das Dschungel-Kapitel wird es im Rest des Spiels nicht mehr sehr oft. Später folgen dann Missionen in der Wüste, die dann doch etwas sehr karg und tot geraten sind.

Negativ überrascht wurde ich, als mein Kämpfer zum ersten Mal das Zeitliche segnete. Ich erwartete einen erneuten Einstieg am Missionsanfang, da ich keinerlei Speicherpunkte entdecken konnte. Aber es kam noch schlimmer. Ich weiß nicht wie Capcom im Jahre 2010 auf so etwas kommt, aber tatsächlich speichert das Spiel nur nach abgeschlossenen Kapiteln. Da diese aber in mehrere Missionen unterteilt sind, muss man unter Umständen mehrere Missionen erneut spielen, wenn man mal ablebt. In meinem Fall kam ich in der Tat auf knappe 30 Minuten Wiederholung bereits erledigter Missionen, weil mich einmal der Tod ereilte.

...doch du bist nicht allein

Zwar kann man bis zu drei KI-Kameraden mitnehmen, die einen dann im Kampf gegen die Monsterscharen unterstützen. Allerdings funktioniert das nur sehr bedingt, denn die Aktionen der Kameraden sind meist absolut dumm und unbrauchbar. Nützlich sind diese eigentlich nur, wenn sie die Angriffe der Akriden auf sich ziehen und somit einem selbst etwas Luft verschaffen. Doch auch der Feind ist nicht schlauer, so konnte ich an mehreren Stellen im Spiel feststellen, dass Gegner mich nicht wahrnehmen, obwohl ich direkt vor ihnen stand.

Dazu kommt, dass ich selbst auf der leichtesten Stufe mit meinen KI-Mitstreitern an so mancher Stelle fast verzweifelt bin. Man merkt Lost Planet 2 an allen Ecken und Enden an, dass es als Coop-Spiel angelegt ist. Ohne menschliche Mitspieler ist es teilweise schlicht unfair. Doch wenn ihr das erste Mal mit bis zu vier Freunden auf große Bossgegner trefft und euch taktisch absprechen müsst, um diese zu schlagen, dann kommt schon echte Action-Freude auf. Allerdings ist ein Headset dafür Pflicht, da es sonst sehr schwer wird sich zu koordinieren. Die Onlinegefechte konnten auch überzeugen, da mit verschiedenen Modi wie Deathmatch und diversen Capture-The-Flag-Varianten neben der Coop-Kampagne genug Abwechslung zur Verfügung steht.

Den Splitscreenmodus könnt ihr dafür wieder getrost in die Tonne treten. Dieser ist mit maximal zwei Spielern an einer Xbox spielbar, aber auch eher wieder unspielbar, da die Bildausschnitte jeweils nur ein Viertel des Bildschirms nutzen und der Rest mit unnötig großen Mapansichten aufgefüllt wird. Auf unserem 37'-Gerät war das schon sehr klein und die großen Gegner wirken irgendwie nicht mehr so richtig.

Alles beim Alten?

Die Spielmechanik ist eigentlich wie beim Vorgänger. Die Charaktere und die nur in Ansätzen vorhandene Story sind aber eher unfreiwillig komisch geraten oder zumindest sehr typisch japanisch. Wer ein Faible dafür hat mag das aber auch positiv finden. Leider fehlt eine deutsche Synchronisation, dafür gibt es aber entsprechende Untertitel für die englische Sprachausgabe. Die Soundkulisse ist etwas dünn geraten, denn die ein oder andere Explosion sieht heftiger aus als sie sich anhört. Die musikalische Untermalung ist passend wenn auch nichts besonderes.

Ein weiteres Manko ist allerdings die deutlich schwächere Steuerung im Vergleich zu Teil 1. Zuweilen reagiert alles etwas träge und an anderen Stellen scheint ein genaues Zielen fast unmöglich. Besonders ärgerlich war das in den Onlinegefechten gegen menschliche Gegner, da diese Partien um einiges schneller und hektischer ablaufen und eine korrekte Steuerung da schon wichtig wäre.

Fazit: Lost Planet 2 ist eines dieser Spiele, die einen innerlich in zwei Lager aufspalten. Der eine Teil liebt den Coop-Modus, der andere ärgert sich über unnötige Sachen, wie das antiquierte Speichersystem und die viel zu schwere Solo-Kampagne. Dennoch weiß Lost Planet 2 sich zu präsentieren, denn gerade im Dschungel sieht das Spiel sehr gut aus, leistet sich aber z.B. in der Wüste auch teilweise fiese Texturschlampereien. Man merkt dem Spiel von vorne bis hinten an, dass es auf den Coop-Modus zu geschnitten wurde und so ist die Wertung auch als Durchschnittswert zu verstehen.

Wer Lost Planet 2 überwiegend offline spielen will, darf locker 10%-Punkte abziehen. Die Story ist ein gutes Stück schwächer als sie es noch in Teil 1 war und man kann ihr schwer bis gar nicht folgen, da sie einfach ziemlich zusammenhangslos wirkt. Wer den Titel hingegen für den Online-Coop kaufen möchte, der kann durchaus auf eine 85%-Wertung bauen.

Leider wurde insgesamt bei Lost Planet 2 viel Potenzial von Capcom unnötig verschenkt und man kann nur hoffen, dass für einen eventuellen dritten Teil die Hausaufgaben gemacht werden.

Wertung: 76 von 100 Punkten (Jörg Großmüller/GameCaptain.de)
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Quelle/Copyright: Captain-Fantastic-Besprechung