Das Verschwinden des Prinzen Oleomargarine - Twain, Mark; Stead, Philip
Zur Bildergalerie
25,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

1879 macht sich Mark Twain in einem Pariser Hotel Notizen zu einem Kinderbuch, das aber nie veröffnetlicht wird - bis jetzt! Über einhundert Jahre später bilden die zufällig entdeckten Notizen nun das Gerüst für eine märchenhafte Erzählung, kongenial umgesetzt von dem Künstlerduo Philip und Erin Stead!
Johnny, einsam und verlassen und nur in Begleitung seines Huhns kommt in den Besitz einiger magischer Samen, die es ihm ermöglichen, mit Tieren zu sprechen und sich dadurch schließlich auf die Suche nach dem verschwundenen Prinzen Oleomargarine zu begeben. Im Angesicht eines tyrannischen
…mehr

Produktbeschreibung
1879 macht sich Mark Twain in einem Pariser Hotel Notizen zu einem Kinderbuch, das aber nie veröffnetlicht wird - bis jetzt! Über einhundert Jahre später bilden die zufällig entdeckten Notizen nun das Gerüst für eine märchenhafte Erzählung, kongenial umgesetzt von dem Künstlerduo Philip und Erin Stead!

Johnny, einsam und verlassen und nur in Begleitung seines Huhns kommt in den Besitz einiger magischer Samen, die es ihm ermöglichen, mit Tieren zu sprechen und sich dadurch schließlich auf die Suche nach dem verschwundenen Prinzen Oleomargarine zu begeben. Im Angesicht eines tyrannischen Königs kommen Johnny und seine tierischen Freunde zu der Einsicht, dass Großzügigkeit, Empathie und Mut wertvollere Gaben sind als Macht und Geld.

Illustriert mit anmutigen und berührenden Zeichnungen führt diese Geschichte durch die Zeit zurück, und mit Johnny gesellt sich zu Tom Sawyer und Huckelberry Finn ein weiterer mutiger Junge aus der Feder von Mark Twain.
  • Produktdetails
  • Verlag: Knesebeck
  • Artikelnr. des Verlages: 2157
  • Seitenzahl: 152
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Erscheinungstermin: 15. März 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 287mm x 212mm x 27mm
  • Gewicht: 962g
  • ISBN-13: 9783957281579
  • ISBN-10: 3957281571
  • Artikelnr.: 50140139
Autorenporträt
Twain, Mark
Samuel Langhorne Clemens (1835-1910) ist vor allem unter seinem Pseudonym Mark Twain bekannt. Mit seinen beiden Romanen Die Abenteuer des Tom Sawyer und Die Abenteuer des Huckleberry Finn wurde er berühmt. Er gilt als herausragender Humorist und Satiriker insbesondere für seine Kritik an der damaligen amerikanischen Gesellschaft.

Stead, Philip
Philip Stead schreibt einige seiner Bilderbücher gemeinsam mit seiner Frau, Erin Stead, die auch die Illustrationen für die Bücher anfertigt. Beide wurden dafür auch schon mit der » Caldecott-Medal «, der höchsten Bilderbuch-Auszeichnung der USA, geehrt. Sie teilen sich ihre Zeit zwischen New York und Ann Arbor in Michigan auf, wo sie zusammen mit ihrem Hund Wednesday auf einem 100 Jahre alten Bauernhof leben.

Stead, Erin
Erin Stead schreibt und illustriert einige ihrer Bilderbücher gemeinsam mit ihrem Mann, Philip Stead. Beide wurden dafür auch schon mit der » Caldecott-Medal «, der höchsten Bilderbuch-Auszeichnung der USA, geehrt. Sie teilen sich ihre Zeit zwischen New York und Ann Arbor in Michigan auf, wo sie zusammen mit ihrem Hund Wednesday auf einem 100 Jahre alten Bauernhof leben.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 13.03.2018

Der Trost des
Stinktiers
Mit Tieren sprechen, inspiriert von Mark Twain
Wenn es einen Kinderwunschtraum gibt, der ein ganzes Leben lang hält, dann den, die Sprache der Tiere zu verstehen und dann mit ihnen sprechen zu können. Siegfried und das Waldvögelchen, Dr. Doolittle und seine Tiere und nun Johnny auf der Suche nach dem verschwundenen Prinzen Oleomargarine, eine Geschichte aus unveröffentlichten fragmentarischen Notizen Mark Twains zu einem sanft surrealistischen Märchen gerundet von Philip Stead mit wahrlich verzaubernden Illustrationen seiner Gattin Erin Stead. Daraus ist ein vielschichtiges, vielgesichtiges Buch geworden, ein fantastischer Bilderbogen ebenso wie eine wundersame Mosaikerzählung.
Johnny bricht auf aus einem wüsten und leeren Jammertal, in dem sein Großvater nichts tut außer fluchen. Hunger und Durst, Elend und Zukunftslosigkeit herrschen. Die einzige Freundin des schmalen Buben ist das armselige Huhn „Pest und Hungersnot“. Das soll er jetzt auf dem Markt verkaufen, befiehlt der böse Großvater, „für was zum Essen“. Johnny erlebt eine blödsinnige Militärparade, erfährt, dass der König was gegen die „Hochgewachsenen“, sprich Riesen, hat und kriegt sein Huhn nicht los. Bis ihn ein Hutzelweiblein um ein Almosen anbettelt. Er gibt der alten Frau sein Huhn und bekommt von ihr ein paar blaue Samenkörner. Zurückgekehrt wird Johnny vom Großvater verprügelt, als der auf den Körnern herumkaut und sie zu bitter findet. Dann stirbt der Alte. Johnny begräbt ihn und findet noch einen Samen, pflanzt, pflegt und gießt ihn, bis eine Blume emporwächst, „zu einer zierlichen rosa Blüte mit goldenem Rand und einem blassblauen Herzen“. Der Hunger quält den Jungen, er reißt die Blume aus und isst sie, der Magen bleibt leer. Johnny weint verzweifelt und geht „in die Wildnis, um zu sterben“.
Es kommt alles anders, das Stinktier Susy taucht auf, erzählt Johnny von der Juju-Blume, die er gegessen hat, denn sonst könnte er nicht mit den Tieren reden und sie verstehen. Mit Susy und allen Tieren kommt er schließlich zum brüllenden König, der seinen Sohn sucht, den angeblich die Riesen entführt haben. Johnny und seine Freunde lösen das Rätsel, der Prinz ist ein gewalttätiger Brüller wie sein Vater, die Riesen aber verstecken sich in einer Höhle. Worauf es am Ende dieser Geschichte ankommt? „Dort – in Johnnys Land – kann alles Geld der Welt nicht das kaufen, was am allerwichtigsten ist, nämlich: einen wahren Freund.“ Erin Stead setzt sie ins ovale Erinnerungsbild: Johnny in der Mitte zwischen Stinktier Susy und seinem Huhn, das am Ende einfach wieder da ist.
Das Buch liest und blättert sich als Reise durch ein so fremdes wie vertrautes Land. Herrscher sind eitel und brutal, Prinzen albern und großkotzig. Stead betont, wie anders Johnnys Land dort ist als die Vereinigten Staaten hier. Aber deren wahre Verhältnisse schimmern durch. Dass auch Mark Twain auftaucht, Tee trinkt und vor allem schwarz für die Helden sieht, sei nicht verschwiegen. Philip Stead und Erin Stead machen aus Twains Notizen dies windschiefe, herrlich anarchische Märchenbuch für Kinder und Erwachsene ebenso.
HARALD EGGEBRECHT
Mark Twain u. Philip Stead: Das Verschwinden des Prinzen Oleomargarine. Mit Illustrationen von Erin Stead. Aus dem Englischen von Sophie Zeitz. Knesebeck Verlag, München 2018. 152 Seiten, 25 Euro.
Das Huhn „Pest
und Hungersnot“ ist
die einzige Freundin
Illustration aus Mark Twain, Philip Stead und Erin Stead: „Das Verschwinden des Prinzen Oleomargarine“.
Foto: abb.: Knesebeck
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
Der Trost des
Stinktiers

Mit Tieren sprechen, inspiriert von Mark Twain

Wenn es einen Kinderwunschtraum gibt, der ein ganzes Leben lang hält, dann den, die Sprache der Tiere zu verstehen und dann mit ihnen sprechen zu können. Siegfried und das Waldvögelchen, Dr. Doolittle und seine Tiere und nun Johnny auf der Suche nach dem verschwundenen Prinzen Oleomargarine, eine Geschichte aus unveröffentlichten fragmentarischen Notizen Mark Twains zu einem sanft surrealistischen Märchen gerundet von Philip Stead mit wahrlich verzaubernden Illustrationen seiner Gattin Erin Stead. Daraus ist ein vielschichtiges, vielgesichtiges Buch geworden, ein fantastischer Bilderbogen ebenso wie eine wundersame Mosaikerzählung.

Johnny bricht auf aus einem wüsten und leeren Jammertal, in dem sein Großvater nichts tut außer fluchen. Hunger und Durst, Elend und Zukunftslosigkeit herrschen. Die einzige Freundin des schmalen Buben ist das armselige Huhn „Pest und Hungersnot“. Das soll er jetzt auf dem Markt verkaufen, befiehlt der böse Großvater, „für was zum Essen“. Johnny erlebt eine blödsinnige Militärparade, erfährt, dass der König was gegen die „Hochgewachsenen“, sprich Riesen, hat und kriegt sein Huhn nicht los. Bis ihn ein Hutzelweiblein um ein Almosen anbettelt. Er gibt der alten Frau sein Huhn und bekommt von ihr ein paar blaue Samenkörner. Zurückgekehrt wird Johnny vom Großvater verprügelt, als der auf den Körnern herumkaut und sie zu bitter findet. Dann stirbt der Alte. Johnny begräbt ihn und findet noch einen Samen, pflanzt, pflegt und gießt ihn, bis eine Blume emporwächst, „zu einer zierlichen rosa Blüte mit goldenem Rand und einem blassblauen Herzen“. Der Hunger quält den Jungen, er reißt die Blume aus und isst sie, der Magen bleibt leer. Johnny weint verzweifelt und geht „in die Wildnis, um zu sterben“.

Es kommt alles anders, das Stinktier Susy taucht auf, erzählt Johnny von der Juju-Blume, die er gegessen hat, denn sonst könnte er nicht mit den Tieren reden und sie verstehen. Mit Susy und allen Tieren kommt er schließlich zum brüllenden König, der seinen Sohn sucht, den angeblich die Riesen entführt haben. Johnny und seine Freunde lösen das Rätsel, der Prinz ist ein gewalttätiger Brüller wie sein Vater, die Riesen aber verstecken sich in einer Höhle. Worauf es am Ende dieser Geschichte ankommt? „Dort – in Johnnys Land – kann alles Geld der Welt nicht das kaufen, was am allerwichtigsten ist, nämlich: einen wahren Freund.“ Erin Stead setzt sie ins ovale Erinnerungsbild: Johnny in der Mitte zwischen Stinktier Susy und seinem Huhn, das am Ende einfach wieder da ist.

Das Buch liest und blättert sich als Reise durch ein so fremdes wie vertrautes Land. Herrscher sind eitel und brutal, Prinzen albern und großkotzig. Stead betont, wie anders Johnnys Land dort ist als die Vereinigten Staaten hier. Aber deren wahre Verhältnisse schimmern durch. Dass auch Mark Twain auftaucht, Tee trinkt und vor allem schwarz für die Helden sieht, sei nicht verschwiegen. Philip Stead und Erin Stead machen aus Twains Notizen dies windschiefe, herrlich anarchische Märchenbuch für Kinder und Erwachsene ebenso.

HARALD EGGEBRECHT

Mark Twain u. Philip Stead: Das Verschwinden des Prinzen Oleomargarine. Mit Illustrationen von Erin Stead. Aus dem Englischen von Sophie Zeitz. Knesebeck Verlag, München 2018. 152 Seiten, 25 Euro.

Das Huhn „Pest
und Hungersnot“ ist
die einzige Freundin

Illustration aus Mark Twain, Philip Stead und Erin Stead: „Das Verschwinden des Prinzen Oleomargarine“.

Foto: abb.: Knesebeck

DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de

…mehr