Das fliegende Klassenzimmer - Kästner, Erich
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de)

Inhalt: Seit Jahren sind die Schüler aus dem Internat Kirchberg und von der benachbarten Realschule verfeindet. Beide Gruppen denken sich die verrücktesten Streiche aus, um die …


    Gebundenes Buch

34 Kundenbewertungen

Text von Erich Kästner: Einband und Illustrationen von Walter Trier. "Der Ernst des Lebens beginnt wirklich nicht erst mit dem Geldverdienen. Er beginnt nicht damit und er hört nicht damit auf. Ich betone diese stadtbekannten Dinge nicht etwa, dass ihr euch einen Stiefel darauf einbilden sollt, bewahre! Und ich betone sie nicht, um euch Bange zu machen. Nein, nein. Seid glücklich, so sehr ihr könnt! Und seid lustig, dass euch vor Lachen der kleine Bauch weh tut!" In dieser klassischen Internatsgeschichte, die Erich Kästner selbst für sein
"Der Ernst des Lebens beginnt wirklich nicht erst
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Produktbeschreibung
Text von Erich Kästner: Einband und Illustrationen von Walter Trier. "Der Ernst des Lebens beginnt wirklich nicht erst mit dem Geldverdienen. Er beginnt nicht damit und er hört nicht damit auf. Ich betone diese stadtbekannten Dinge nicht etwa, dass ihr euch einen Stiefel darauf einbilden sollt, bewahre! Und ich betone sie nicht, um euch Bange zu machen. Nein, nein. Seid glücklich, so sehr ihr könnt! Und seid lustig, dass euch vor Lachen der kleine Bauch weh tut!" In dieser klassischen Internatsgeschichte, die Erich Kästner selbst für sein
"Der Ernst des Lebens beginnt wirklich nicht erst mit dem Geldverdienen. Er beginnt nicht damit und er hört nicht damit auf. Ich betone diese stadtbekannten Dinge nicht etwa, dass ihr euch einen Stiefel darauf einbilden sollt, bewahre! Und ich betone sie nicht, um euch Bange zu machen. Nein, nein. Seid glücklich, so sehr ihr könnt! Und seid lustig, dass euch vor Lachen der kleine Bauch weh tut!" In dieser klassischen Internatsgeschichte, die Erich Kästner selbst für sein bestes Kinderbuch hielt, wird deutlich, dass die Kindheit nichtnur "aus prima Kuchenteig gebacken" ist. Mit leiser Melancholie und warmem Humor erzählt Kästner von den Abenteuern der Internatsjungen und lässt uns ihre kleinen und großen Sorgen verstehen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Dressler Verlag Gmbh
  • Artikelnr. des Verlages: 3015-4
  • 154. Aufl.
  • Seitenzahl: 174
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Erscheinungstermin: 15. Februar 2001
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 19mm
  • Gewicht: 342g
  • ISBN-13: 9783791530154
  • ISBN-10: 3791530151
  • Artikelnr.: 00308518
Autorenporträt
Erich Kästner, geb. am 23.2.1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der 'Neuen Zeitung'. 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
Rezensionen
Besprechung von 18.08.2004
»DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER«

Natürlich hatte den Jungen, der ich war, die Endlosschleife der Abenteuer Old Shatterhands oder Kara Ben Nemsis gebannt. Das war der Rote-Ohren-Effekt. Aber in die Seele gebrannt, mit buchstäblich jeder Wendung, haben sich vollkommen anders angelegte Geschichten: Erich Kästners Romane für Kinder. Und jedes Detail der anmutig rund verschnörkelten Illustrationen Walter Triers in den alten Buchausgaben konnte das Auge auswendig.

Zwar spielten die Romane nicht in der Zeit, in der sie gelesen wurden, aber dank Kästners Kunst verhandelten sie - und dabei besonders "Das fliegende Klassenzimmer" - die unmittelbare Gegenwart des Lesenden, dem es ein Trost war, daß auch andere gelegentlich unverschämt einsam sein konnten, und der, Jahrgang 1944, auf Anhieb die Entbehrungen wiedererkannte, von denen der Autor nie zu handeln vergaß. Dem Einzelkind wurden Martin und der ewig hungrige Matz, der kleine Uli mit seiner Angst vor der Angst und der verwaiste, mit Worten so behende Johnny unentbehrliche Freunde; vom Respekt, den der grundgütige Lehrer Justus und sein Freund, der Nichtraucher, ohne Nachdruck evozierten, ganz zu schweigen.

Das Internat als Schule des Lebens, diese Gleichung kannte keine Unbekannten. Mit der Moral von der Geschichte - "Macht euch nichts vor, und laßt euch nichts vormachen!" - ging Kästner in diesem Hohenlied der Freundschaft nicht gerade behutsam um, aber Kinder brauchen solch unverstellten Rückhalt: "Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird das zu spüren sein, was irrtümlicherweise schon oft festgestellt wurde: ein Fortschritt der Menschheit." Und wenn der Autor, damit sie nicht zu rührend werde, neben seine Weihnachtsgeschichte tritt und am Ende gar eine seiner Figuren zufällig in einem Kaffeehaus am Kurfürstendamm trifft, dann gibt's wie von ungefähr gleich noch ein Kapitel Romantheorie in schönster Anschaulichkeit.

Wie hieß es doch gleich in dem Theaterstück, das Johnny für die Weihnachtsaufführung des Internats zusammenreimte? "Forscht, wo ihr was zum Forschen findet. Das Unerforschbare laßt unergründet." Diese Weisheit, gleichsam Kästners kategorischer Imperativ, schien als Maxime des Handelns, auch als der Junge, der ich war, sich längst erwachsen glaubte, so haltbar und tauglich wie nichts sonst.

HANS-DIETER SEIDEL.

Informationen zu "Unsere Besten - Das große Lesen", einer gemeinsamen Aktion von ZDF und F.A.Z., finden sich im Internet unter www.faz.net/lesen.

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Abgesehen von dem ganzen männlich-rituellen Geschnarre (die Jungs rufen ständig "Eisern!", bevor sie in die Schneeballschlacht ziehen) findet Katharina Döbler Erich Kästners berühmtestes Jugendbuch noch immer ganz großartig. Wenn auch 1933 erschienen, habe das Buch die Zeiten umstandslos überdauert, befindet Döbler, Krieg und Nachkrieg, die antiautoritäre Bewegung ebenso wie Fernsehen und Internet. Denn immer noch gebe es die "hässlichen Grunderfahrung der Kindheit" - das Verlassenwerden, die Verzweiflung und die Sehnsucht nach Anerkennung -, gegen die Kästner das unerschütterliche "Bollwerk der Freundschaft" baut, rühmt Döbler.

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