15,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Nachdruck / -produktion erscheint vorauss. Januar 2020
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

1 Kundenbewertung

"Kleiner Held ganz groß! Sehnsüchtig denkt das das Erdmännchen: 'Ich wär so gern stark wie der Bär, lustig wie der Affe, mächtig wie der Löwe.' Doch auch die anderen Zootiere beäugen den Wüstenbewohner und entdecken umgekehrt dessen Qualitäten. Stefanie Jeschke illustriert ideenreich und lebendig in gemischter Mal- und Collagetechnik mit erdigen Farben. Im Spiel mit Größenverhältnissen wirbelt die Künstlerin innere und äußere Werte durcheinander. Scheint die winzige Erdmännchenfigur zunächst im Maul des Löwen zu verschwinden, füllt ihr Kopf später eine ganze Seite aus - zur Verblüffung der…mehr

Produktbeschreibung
"Kleiner Held ganz groß!
Sehnsüchtig denkt das das Erdmännchen: 'Ich wär so gern stark wie der Bär, lustig wie der Affe, mächtig wie der Löwe.' Doch auch die anderen Zootiere beäugen den Wüstenbewohner und entdecken umgekehrt dessen Qualitäten.
Stefanie Jeschke illustriert ideenreich und lebendig in gemischter Mal- und Collagetechnik mit erdigen Farben. Im Spiel mit Größenverhältnissen wirbelt die Künstlerin innere und äußere Werte durcheinander. Scheint die winzige Erdmännchenfigur zunächst im Maul des Löwen zu verschwinden, füllt ihr Kopf später eine ganze Seite aus - zur Verblüffung der Gehege-Nachbarn!" (Kristina Rohrbach, Bücher-Medien-Magazin HITS für KIDS. Ausgabe 39.2012.co.)
  • Produktdetails
  • Verlag: Gerstenberg Verlag
  • 6. Aufl.
  • Seitenzahl: 36
  • Altersempfehlung: ab 3 Jahren
  • Erscheinungstermin: Januar 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 287mm x 214mm x 10mm
  • Gewicht: 401g
  • ISBN-13: 9783836954433
  • ISBN-10: 3836954435
  • Artikelnr.: 35570215
Autorenporträt
Stefanie Jeschke studierte Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität in Weimar. Seit 2012 arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin in ihrem eigenen "Atelier für Illustratives" in der Kleinstadt Treuenbrietzen. Dort malt, zeichnet, spinnt und erfindet sie beste Freundinnen, klebrige Chili-Lollis, rote Haare, Zahnlücken und was sonst noch so für Kinder- und Jugendbücher gebraucht wird.

Werner Holzwarth, geboren 1947, war nach dem Studium der Werbewirtschaft zunächst als Texter, dann als Creative Director in verschiedenen Werbeagenturen tätig, ehe er 1990 mit zwei Partnern eine eigene Agentur gründete. Zwischen 1980 und 1982 arbeitete er als freier Journalist in Bolivien. Er schrieb für Stern, Spiegel und Die Zeit. Seit 1995 ist Werner Holzwarth Professor für Visuelle Kommunikation an der Universität Weimar.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 25.11.2012

12. Der flauschige Blitz

Ist wahrscheinlich auch nicht ganz leicht, wenn dich alle so irre nett finden und süß. Das Leben als Erdmännchen also ist wahrscheinlich etwas kompliziert. Im Zoo zum Beispiel: Kaum ist man aus seiner Erdhöhle geschlüpft, hat sich aufgerichtet, Blick nach rechts, geradeaus, Blick nach links, schon kräht es von der anderen Seite des Zaunes: "Oooooohh - wie niedlich!" Und: "Kann ich den mitnehmen?" Nein, den kann man nicht mitnehmen, denn Erdmännchen sind als Haustiere ungeeignet. Graben wohl zu viel oder sind zu nervös, oder das Fell ist ganz schnell durchgestreichelt, ich weiß nicht genau, warum. Weil man also jedenfalls kein echtes Erdmännchen zu Hause haben darf, hat sich in den letzten Jahren eine regelrechte Erdmännchen-Industrie entwickelt. Erdmännchen-Solarleuchten auf dem Stab für den Garten, Erdmännchen-Korkenzieher, -Kalender, -Tassen, -Schneekugeln. Und jetzt gibt es ein sehr sympathisches Kinderbuch, so für Zwei-, Dreijährige vielleicht, das das Schicksal der Streichelopfer einmal von innen heraus beschreibt und malt. Es ist nämlich so, dass Erdmännchen - also dieses hier zumindest, mit verwirrter Rentnerfrisur, Schweinenase und Augenringen - am liebsten jemand anderes wäre. Es ist also ein Buch von großer Lebensklugheit, ein Buch über die Zufriedenheit als Lebenskunst wie die Briefe Peter Handkes an Hermann Lenz, Tolstois Erzählung "Wie viel Erde braucht der Mensch" oder das Märchen vom Fischer und seiner Frau. Das beliebteste Tier der Welt also möchte unbedingt mal jemand ganz anderes sein. Ein Bär zum Beispiel, um bärenstark zu werden, oder ein Löwe. Am liebsten aber ein Schimpanse: "Ich wär so gern Schimpanse, die machen so toll Quatsch!", denkt es sich und sieht dem Äffchen zu, das an einer Liane baumelt, in der Nase bohrt und einer Ameise beim Blättertransport zusieht. Ab der Hälfte des Buchs wendet sich das Blatt. Ein Schatten tritt ins Bild, mit Kanonenkugel am Seil - oder sind das nur Ballons? Jedenfalls ist es ein guter Anlass für unseren flinken Helden, das zu tun, was er am besten kann: pfeifen und in ein Erdloch schlüpfen wie ein flauschiger Blitz. So - und jetzt können Sie mal Tiere staunen sehen. Der Löwe, der Bär, der Schimpanse, die sich eben noch im Ruhme sonnten, dass das beliebteste Tier der Welt mit ihnen tauschen wollte, sie sind jetzt alle plötzlich voller Neid und Erdmännchensehnsucht. Der Bär wäre gern so schnell. Der Schimpanse wäre gern so aufmerksam. Der Löwe wäre froh, wenn alle nach seiner Pfeife tanzten, so wie bei dem Minihelden in der Höhle. Am Ende bleibt jeder, wer er ist. Ist eben kein Zauberbuch. Aber schön.

Volker Weidermann

Werner Holzwarth, Stefanie Jeschke: "Ich wär so gern . . . dachte das Erdmännchen". Gerstenberg, 40 Seiten, 12,95 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr