Das schwarze Buch der Farben - Cottin, Menena

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"Das schwarze Buch der Farben" ist ein außergewöhnliches, ein besonderes Bilderbuch. Die Farben werden auf der linken Seite mit einem Satz beschrieben: wie sie riechen, wie sie schmecken, wie sie sich anfühlen, z. B. Gelb ist so weich wie der Flaum von Küken. Der beschreibende Satz wird in Braille-Schrift wiederholt. Auf der rechten Seite sind die beschriebenen Dinge reliefartig abgedruckt und damit mit den Fingerspitzen erfühlbar.
Ein Buch, das alle Sinne sensibilisiert und Kinder (und auch Erwachsene) erahnen lässt, was es heißt, blind zu sein.
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Produktbeschreibung
"Das schwarze Buch der Farben" ist ein außergewöhnliches, ein besonderes Bilderbuch. Die Farben werden auf der linken Seite mit einem Satz beschrieben: wie sie riechen, wie sie schmecken, wie sie sich anfühlen, z. B. Gelb ist so weich wie der Flaum von Küken. Der beschreibende Satz wird in Braille-Schrift wiederholt. Auf der rechten Seite sind die beschriebenen Dinge reliefartig abgedruckt und damit mit den Fingerspitzen erfühlbar.

Ein Buch, das alle Sinne sensibilisiert und Kinder (und auch Erwachsene) erahnen lässt, was es heißt, blind zu sein.
  • Produktdetails
  • Fischer Schatzinsel
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 6. Aufl.
  • Seitenzahl: 24
  • Altersempfehlung: ab 2 Jahren
  • Erscheinungstermin: Dezember 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 287mm x 174mm x 15mm
  • Gewicht: 352g
  • ISBN-13: 9783596853052
  • ISBN-10: 3596853052
  • Artikelnr.: 23825380
Autorenporträt
Cottin, Menena
Menena Cottin, geboren in Caracas, Venezuela, studierte Graphikdesign in Caracas und Kreatives Schreiben und Kinderbuchillustration und Trickfilmanimation in New York. Sie hat bereits zahlreiche Kinderbücher veröffentlicht und Filme gezeichnet.

Faría, Rosana
Rosana Faría, geboren in Caracas, Venezuela, hat Graphikdesign studiert und arbeitet sehr erfolgreich als Kinderbuchillustratorin.
Rezensionen
Besprechung von 03.01.2009
Wie duftet Grün
Ein Bilderbuchexperiment aus Mexiko
Kann man Farben in völliger Dunkelheit sichtbar machen? Kann man in einem Buch, das nur aus schwarzen Seiten besteht, Farben sehen? Solche Fragen sind keineswegs abwegig, denn unsere Farbwahrnehmung wird nicht nur durch die sichtbaren Farbpigmente, sondern zu einem großen Teil durch Empfindungen, Assoziationen und Vorstellungen geprägt. Wenn wir die Augen schließen, können wir uns grünes Gras oder eine rote Erdbeere vorstellen; wir verbinden damit auch bestimmte Gefühle, Gerüche und Geschmacksrichtungen. Mit diesen Erfahrungen spielt Das schwarze Buch der Farben, das 2006 in Mexiko erschienen ist und von der Jugendjury der Kinderbuchmesse in Bologna 2007 prämiert wurde. Das Buch ohne Farben lehrt uns, den sinnlichen Seiten der Farbeindrücke nachzuspüren. Auf schwarzen Buchseiten fühlen wir und erinnern uns, dass Grün nach frisch gemähtem Gras duftet und dass Braun unter den Füßen raschelt. Wenn man mit den Fingern über die Papierflächen tastet, erkennt man erhabene Punkte und entdeckt, dass die Sätze auch in Braille-Schrift gedruckt sind – ein Buch über Farben für sehende und blinde Kinder gleichermaßen. Das Tastspiel kann man auf den rechten Buchseiten fortsetzen; dort sind Motive, die in den Texten anklingen, mit einem glänzenden schwarzen Lack aufgedruckt. Diese Schwarz-auf-Schwarz-Bilder sind zu sehen und zugleich zu fühlen: Regentropfen, Blätter, Federn, Grashalme können mit den Fingerspitzen ertastet werden. Die Motive aber mit geschlossenen Augen zu entschlüsseln, gelingt nicht. Sehende und blinde Kinder können auf ihre je eigene Weise den Text und die reliefhaft gedruckten Bildzeichen erforschen und ihre eigenen Vorstellungswelten zu Rot, Gelb, Braun oder Grün entwickeln. Die Entscheidung für ein schwarzes Buch ist eine emotionale Herausforderung: indem das Buch den Sehenden jede Farbe verweigert, aktiviert es innere Farbbilder und stimuliert den Tastsinn. Was hingegen Blinde wahrnehmen, ist nicht, wie Sehende oft meinen, die Farbe Schwarz, sondern, je nach Erfahrung und Grad der Erblindung, ein sehr komplexes Wechselspiel aus hellen, dunklen und farbigen Eindrücken. So ist nicht auszuschließen, dass das Bilderbuch ungewollt das Bild von Blindheit schwärzer zeichnet als es ist.
Doch jenseits solcher Überlegungen fasziniert das Schwarze Buch der Farben durch seine ambitionierte Gesamtkonzeption und eine ausgesprochen bibliophile Aufmachung. Und noch ein ganz besonderes Verdienst kommt dem Buch zu. Schwarz ist die Farbe, die im Bilderbuch traditionell gemieden wird; das Dunkle, Düstere scheint sich nicht mit unserer Vorstellung einer heiteren Kindheit zu verbinden. Nun, legitimiert durch die Idee des Fühlens, bekommt das reine Schwarz im Bilderbuch eine neue Bedeutung und eine Chance. Schon dafür gebührt dem „schwarzen Buch der Farben” großer Dank! JENS THIELE
MENENA COTTIN / ROSANA FARIA: Das schwarze Buch der Farben. Aus dem Spanischen von Helga Preugschat. Fischer Schatzinsel 2008. 24 S., 16,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Hingerissen zeigt sich Rezensent Jens Thiele von diesem Bilderbuchexperiment aus Mexiko, dem "schwarzen Buch der Farben". Gedacht als Buch über "Farben für sehende und blinde Kinder" regt es seines Erachtens an, die emotionale Seite von Farbeindrücke zu erforschen, sich den Erinnerungen, Assoziationen, Vorstellungen und Empfindungen hinzugeben, die Farben auslösen. Wie er berichtet, ist der Text auch in Braille-Schrift gedruckt und auf den rechten Buchseiten finden sich die Motive in Lack gedruckt, so dass Schwarz-auf-Schwarz-Bilder von Regentropfen, Blättern, Federn, Grashalmen entstehen, die man sehen und fühlen, ertasten kann. Thieles Fazit: die faszinierende Konzeption und die schöne Aufmachung machen das Buch zu einem echten Erlebnis.

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