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Eigentlich hätte die Reise nach Israel der Geschichte ihrer Schule gelten sollen. Doch Johanna wird dort völlig unerwartet mit schweren Vorwürfen konfroniert: Stimmt es, dass sich ihr eigener Großvater an der Notlage der Juden bereichert hatte? Ist das große Modehaus, von dem die Familie lebt, tatsächlich zu Unrecht in seinen Besitz gekommen? (Laufzeit: 3h 50)…mehr

Produktbeschreibung
Eigentlich hätte die Reise nach Israel der Geschichte ihrer Schule gelten sollen. Doch Johanna wird dort völlig unerwartet mit schweren Vorwürfen konfroniert: Stimmt es, dass sich ihr eigener Großvater an der Notlage der Juden bereichert hatte? Ist das große Modehaus, von dem die Familie lebt, tatsächlich zu Unrecht in seinen Besitz gekommen? (Laufzeit: 3h 50)
  • Produktdetails
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Gesamtlaufzeit: 230 Min.
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahre
  • Erscheinungstermin: 13.02.2004
  • ISBN-13: 9783844502497
  • Artikelnr.: 33590178
Autorenporträt
Mirjam Pressler, 1940 in Darmstadt geboren, gehört zu den namhaftesten Autorinnen der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Für ihr Romandebüt "Bitterschokolade" erhielt sie 1980 den "Oldenburger Jugendbuchpreis", 1995 folgten der "Deutsche Jugendliteraturpreis" sowie der "Zuercher Kinderbuchpreis" für "Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen". Im Januar 2001 wurde sie mit der "Carl-Zuckmayer-Medaille" ausgezeichnet. Pressler ist auch eine renommierte Übersetzerin aus dem Hebräischen und Niederländischen. Für ihr übersetzerisches Gesamtwerk erhielt sie 1994 den "Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises". Im April 2004 erhielt sie für ihr Gesamtwerk den "Deutschen Bücherpreis". Nach langen Aufenthalten in Israel lebt die Autorin jetzt in der Nähe von München. Mirjam Pressler hat drei erwachsene Töchter.
Rezensionen
Besprechung von 25.08.2003
Auf der Suche nach einer längst vergangenen Zeit
Wie ein junges Mädchen damit lebt, dass seine Eltern und Großeltern eine unangenehme Wahrheit verdrängen wollen
MIRJAM PRESSLER: Die Zeit der schlafenden Hunde. Beltz & Gelberg, Weinheim 2003. 270 Seiten, 14,90 Euro.
Kann man sich mit Geld von Schuld freikaufen? Und ist Schuld vererbbar? Würde es also Johannas Gewissen erleichtern, wenn sie das Geld, das sie von ihrem verstorbenen Großvater geerbt hat, an ihre jüdischen Bekannten in Israel weitergibt? Denen nämlich hatte der Großvater vor siebzig Jahren für ein paar lumpige Reichsmark ihr Modehaus abgekauft. „Arisierung” nannte man das damals, und der Nazi-Staat verdiente so kräftig mit an den Geschäftsübergaben, dass selbst einst so florierendes Unternehmen wie „Heiman & Compagnie” für einen Bruchteil seines Wertes verscherbelt wurde und die jüdischen Besitzer dankbar sein mussten, wenn sie einige Mark aus dem unfreiwilligen Verkauf mitnehmen konnten auf der Flucht ins Exil.
„Heiman & Compagnie” heißt jetzt „Modehaus Riemschneider”, und Johannas Eltern sind ebenso stolz auf die gut gehende Firma, wie es der Großvater war. Die älteren Bewohner der Kleinstadt, in der die Geschichte „Die Zeit der schlafenden Hunde” von Mirjam Pressler spielt, erinnern sich noch daran, dass die Geschäftsübergabe während des Dritten Reichs nicht ohne Hautgout war, aber dran rühren mag niemand mehr – schließlich sind Opa Riemschneider und seine Familie Stützen der Gesellschaft.
Dann aber fährt Enkelin Johanna eines Tages kurz vor dem Abitur auf Klassenfahrt nach Jerusalem, um dort für ein Gemeinschaftskundeprojekt nach ehemaligen Mitbürgern zu suchen, die vor den Nazis geflohen waren – und erfährt zum ersten Mal, wie ihre Familie wirklich zu Geschäft und Reichtum gekommen ist. Nichts ist danach noch, wie es war, weder Johannas Liebesbeziehung zu ihrem Klassenkameraden Daniel, noch die Beziehung zu ihren Eltern.
Mirjam Pressler, deren Kinder- und Jugendbücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden und die sich immer wieder mit dem Thema Juden in Deutschland befasst hat (zum Beispiel in einer glänzenden Anne-Frank-Biografie), hat sich diesmal einem schwierigen Projekt genähert: Sie erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die durch die Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte erwachsen wird. Nazi-Deutschland und die Arisierung der Wirtschaft sind dabei gleichzeitig Hintergrund und Haupt-Thema. Denn vor allem befasst sich Mirjam Pressler mit den Seelenqualen des Mädchens selbst und versucht zu ergründen, wie weit man sich von seiner Familie lossagen kann, ohne seine Identität zu verlieren, und was es bedeutet, Menschen zu verachten, die man doch liebt.
Diese Pubertätsprobleme werden begleitet von einer Debatte über Schuld und Sühne, die sich im Kopf von Johanna abspielt: Durfte der Großvater tun, was er tat, weil es alle taten? Hätte ihr Vater viel früher mit der Aufarbeitung der Familiengeschichte anfangen müssen? Und wie soll sie mit der alten Frau Levin in Israel umgehen, deren Vertreibung sie ihren Wohlstand zu verdanken hat? Kann es Wiedergutmachung geben und muss sie sich bei Frau Levin entschuldigen, obwohl sie doch nur die Enkelin ihres Großvaters ist und mit besten Absichten nach Israel reist?
Obwohl all das klingt wie ein riesiger Berg unlösbarer Probleme, hat Mirjam Pressler es mit ihrem unprätentiösen, leisen und unaufgeregten Jugendbuch vermocht, einen Entwicklungsroman zu schreiben, der auch junge Leser nicht überfordert. In einem Gespräch mit ihrer Lehrerin geht Johanna all den Fragen nach, die sie beschäftigen – und mit Johanna erfährt so auch der jugendliche Leser, wie es denn damals genau war, als ihr Großvater ein junger Mann war. Auch die hochpolitische Diskussion über Täter, Mitläufer und Widerstand, welche die 68er stellvertretend für mehrere Generationen nach dem Krieg geführt haben, wird in diesem Buch auf kleiner, privater Ebene nachvollzogen. Eine Antwort darauf, was richtig und was falsch war, findet Johanna dabei nicht.
Mit ihrem Freund Daniel macht sie eine schwere Zeit durch, denn er versteht nicht, warum sie sich so zurückzieht, und sie vermag ihm nicht zu gestehen, warum sie in Israel mit dem Enkel von Frau Levin, mit dem Medizinstudenten Doron, geschlafen hat. Zumal Doron sie scheinbar hasst und ihr ins Gesicht sagt, er werde das Land der Nazis nie betreten. Ist der Akt nur sein Versuch einer Demütigung der jungen Deutschen? Und lässt sie alles mit sich geschehen, weil das ihre Form der Unterwerfung, der Bitte um Verzeihung ist? Johanna weiß keine Antwort und findet doch, sie habe nichts Falsches getan.
Der Besuch in Israel weckt schlafende Hunde in der Familie Riemschneider und führt zu einer Entfremdung zwischen Kindern und Eltern einerseits, zu einer Annäherung zwischen Johanna und ihrem Bruder andererseits. Beide leiden seit Jahren darunter, dass die Eltern immer nur Zeit für das Geschäft haben. Die große Schwester ist es, die mit zum
Fußballspiel des kleinen Bruders fährt, die mit ihm lernt, und die ihn tröstet, wenn er einsam ist. Vor allem ihr Vater hat das nie gelernt, vielleicht auch, weil sich Großmutter Riemschneider umbrachte, als ihr Sohn noch ein kleiner Junge war. Aus Scham? Johanna recherchiert, und findet wieder keine eindeutige Antwort.
Die Zeit der schlafenden Hunde ist ein vielschichtiges, kompliziertes Buch. Und gleichzeitig ganz einfach, denn soviel ist klar: Es gibt keine eindeutigen Antworten auf die Fragen des Lebens.
CATHRIN KAHLWEIT
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Besprechung von 04.11.2003
Was tun mit Opas Beute?
Mirjam Pressler lüftet die Decke

So also sieht es in achtzehnjährigen Köpfen aus: "Ich muß einen Schlußstrich ziehen", grübelt es da, "ich muß wieder das unbekümmerte Mädchen werden, das ich bis zu jenen Tagen Ende April gewesen bin." Und weil die Abiturientin Johanna offenbar nur in gestelzten Formeln denken kann, will sie auch versuchen, "die Freude wiederzufinden, das Vergnügen an der Bewegung, an der Leichtigkeit, an selbstverständlichen Dingen". Während man sich noch fragt, ob man wirklich ein Jugendbuch aufgeschlagen hat oder den Lebensratgeberteil einer Illustrierten, weiß Johanna weiter, daß all dies Verlorene, das sie so klar benennt, immer noch "ein Teil von mir" ist, "das verliert man nicht einfach, es ist nur überlagert von dem, was eine alte Frau gesagt hat".

Die nämlich hat Johanna damit konfrontiert, daß Johannas Großvater in der Nazizeit an geraubtem jüdischen Besitz profitierte. Jetzt ist er gestorben, Johanna erbt eine Menge Geld und versucht, mehr über die Schuld ihres Großvaters herauszufinden und zu entscheiden, was sie mit dem Erbe anfangen soll.

Natürlich ist das ein guter Stoff für einen Roman, und Mirjam Pressler, die einen Roman daraus gemacht hat, gibt sich auch redlich Mühe, dem Thema gerecht zu werden. Sie zeigt die Kraft, die es Johanna kostet, an das begangene Unrecht zu erinnern, auch auf Kosten des Familienfriedens, sie läßt das Mädchen zweifeln, ob die Aufdeckung der Wahrheit diesen Preis wert ist, und umgibt es mit einer Reihe von Figuren, die Johanna sanft in Richtung dieser Enthüllung stupsen oder sich dagegen wehren. Doch weil von Anfang an klar ist, was Johanna zu tun hat und was sie schließlich auch tut, weil die Autorin eine ganze Reihe von Hinweisschildern aufstellt, um zu verdeutlichen, daß man eben nicht alles unter der Decke halten kann, weil sich drittens keine der Figuren von der ihr erkennbar zugedachten Rolle zu lösen vermag, wirkt dieses Buch auf quälende Weise wie geradewegs für den gymnasialen Lehrplan geschrieben.

Beim Aufwachen, im ersten Kapitel, hatte sich Johanna noch vorgenommen, "ein eigenständiger Mensch" zu sein, "nicht nur die Enkelin". Schwerer wiegt, daß sie in ihrem Reden und Denken so ganz und gar die Kopfgeburt ihrer Autorin ist und dies auch erkennen läßt, daß ihr also jenes Stückchen Eigenständigkeit versagt bleibt, das literarischen Gestalten Wahrscheinlichkeit in den Augen des Lesers verschafft. Das Anliegen, an einer beispielhaften Geschichte die Frage des Umgangs mit "arisiertem" jüdischen Eigentum zu diskutieren, steht dem Roman so offensichtlich auf der Stirn geschrieben, daß er genau deshalb als Roman scheitern muß. Ihm bliebe, gäbe es das schon, nur das Prüfstellen-Prädikat "bemüht wertvoll".

TILMAN SPRECKELSEN

Mirjam Pressler: "Die Zeit der schlafenden Hunde". Beltz & Gelberg, Weinheim 2003. 272 S., geb., 14,90 [Euro]. Ab 14 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Überzeugt ist die Rezensentin Cathrin Kahlweit von Mirjam Presslers Jugendroman über eine junge Frau, die mit ihrer Familie in Konflikt gerät, nachdem sie während einer Israelreise mit dem dubiosen Verhalten ihres Großvaters während der Arisierungsphase im NS-Staat konfrontiert wird.. Ein "vielschichtiges, kompliziertes Buch" habe die Autorin da vorgelegt, welches aber "gleichzeitig ganz einfach" sei, meint die Rezensentin. "Unprätentiös, leise und unaufgeregt" käme dieser "Entwicklungsroman" daher, der trotz des schweren Themas eine durchaus verdauliche Kost für ein jugendliches Publikum darstelle.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Mehr als nur die x-te Geschichte zum Thema Nazizeit. Insgesamt ein Buch, das einen mitnimmt auf interessante Gedankenpfade." -- Saarbrücker Zeitung

"Mirjam Pressler hat es mit ihrem unprätentiösen, leisen und unaufgeregten Jugendbuch vermocht, einen Entwicklungsroman zu schreiben, der auch junge Leser nicht überfordert. Die Zeit der schlafenden Hunde ist ein vielschichtiges, kompliziertes Buch. Und gleichzeitig ganz einfach, denn soviel ist klar: Es gibt keine eindeutigen Antworten auf die Fragen des Lebens." -- Süddeutsche Zeitung

"Dieser Roman sticht hervor, weil er brillant geschrieben ist und sich dem Thema äußerst differenziert nähert." -- Brigitte

"Pressler gelingt es, ein schwieriges, aber längst fälliges Thema für die Jugendliteratur überzeugend aufzubereiten." -- Eselsohr

"Mirjam Pressler gelingt mit ihrem Buch ein kleines Kunststück. Für das dritte Reich und den Holocaust interessieren sich in Deutschland immer weniger junge Menschen - Mirjam Presslers Roman könnte das ändern." -- Die literarische Welt

" Ein eindrucksvoller Roman über drei Generationen einer Familie und ihren Umgang mit dem Gewesenen. Prägnant, sensibel und literarisch anspruchsvoll umgesetzt, eine für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignete Lektüre." -- Märkische Allgemeine

" Mirjam Presslers Blick auf die Vergangenheit eines so genannten Traditionsbetriebes fordert zur differenzierten Stellungnahme heraus. So unsentimental wie mitreißend." -- Der Tagesspiegel

"Wie kann man heute über Fragen von Schuld und Verantwortung für Jugendliche reden, ohne mit pädagogisch erhobenem Zeigefinger zu reden? Pressler gibt die Antwort mit diesem einfühlsamen, ja zarten und sprachlich anrührenden Roman." -- Spiegel special

"Mirjam Pressler behandelt ein ernstes Thema auf beispielhafte, anrührend-unaufdringliche und deshalb poetisch überzeugende Weise." -- Die Zeit

"Ein sehr sensibler Roman mit einem melancholischen Unterton." -- Freitag, Berlin

" Mirjam Pressler hat mit Die Zeit der schlafenden Hunde erneut einen leisen und doch packenden Roman geschrieben. Ein anspruchsvoller, aber nie überfrachteter, ein gefühlvoller, aber nie rührseliger Roman; ein Plädoyer für das Gespräch (vor allem auch in der Familie) und für die ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte." -- Die Glocke, Oelde

"Der Leser taucht unmittelbar in die einfühlsam und spannend beschriebene Gedankenwelt eines ganz normalen Mädchens, hat Anteil am Zwiespalt zwischen Schuldgefühlen und dem Nichtwissen um das Geschehene. (..) So kann und soll 'Die Zeit der schlafenden Hunde' von Mirjam Pressler Ausgangspunkt zu einem Blick in die Familiengeschichte von jedem von uns sein!" -- Praxis Geschichte

"Das Buch kann den Einstieg in die Geschichte der Juden und ihrer Verfolgung wesentlich erleichtern. In seiner Sensibilität ist es auch für Schulklassen zu empfehlen." -- Westfälische Nachrichten

"Der Roman ist klar und einfühlsam geschrieben, so dass er jungen wie erwachsenen Lesern ermöglicht, einen Zugang dazu zu bekommen, wie Familienvergangenheit in der Gegenwart weiterwirkt." -- Nordseezeitung

"Eine hervorragende Darstellung deutscher Vergangenheitsbewältigung, ideal auch für den Unterricht oder als Diskussionsgrundlage." -- Der kleine Bund
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