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  • Format: ePub


Nach dem Triumph bei Trafalgar hat sich in der Royal Navy Langeweile breit gemacht. Die Offiziere warten ungeduldig auf eine Chance zu neuen Heldentaten. John Barrow, in der Admiralität zuständig für die Flotteneinsätze, gibt sie ihnen. In der Morgendämmerung der Industrialisierung lässt er Heizrohre in seinen Schiffen installieren und schickt sie ins ewige Eis. Eine Expedition nach der anderen endet im Desaster: Barrows Boys erfrieren, ertrinken, sterben an Skorbut, Schwarz- oder Gelbfieber, werden von Eingeborenen ermordet oder essen sich vor Hunger gegenseitig auf. Doch allen Strapazen zum…mehr

Produktbeschreibung
Nach dem Triumph bei Trafalgar hat sich in der Royal Navy Langeweile breit gemacht. Die Offiziere warten ungeduldig auf eine Chance zu neuen Heldentaten. John Barrow, in der Admiralität zuständig für die Flotteneinsätze, gibt sie ihnen. In der Morgendämmerung der Industrialisierung lässt er Heizrohre in seinen Schiffen installieren und schickt sie ins ewige Eis. Eine Expedition nach der anderen endet im Desaster: Barrows Boys erfrieren, ertrinken, sterben an Skorbut, Schwarz- oder Gelbfieber, werden von Eingeborenen ermordet oder essen sich vor Hunger gegenseitig auf. Doch allen Strapazen zum Trotz bleiben die exzentrischen Entdecker bar aller Selbstzweifel. Auf dem schmalen Grat zwischen heldenhaftem Wagemut und schierem Wahnsinn feiern die Entdecker im Packeis den Geburtstag ihres Königs, der schon vor Monaten gestorben ist. Andere durchqueren die Sahara in voller Uniform - und stimmen angesichts feindlicher Tuareg ein beherztes "Rule Britannia" an. Am Ende sind es nicht mehr neue Kontinente, sondern die verschollenen Männer aus vorangegangenen Expeditionen, die zu finden Barrows Leute sich aufmachen. Noch nie hat ein einzelner Beamter so viel Energie und Geld investiert - und absolut nichts erreicht. Sein Handeln ist nicht nur Exempel für die Selbstüberschätzung des Menschen angesichts der Unbezwingbarkeit der Natur, sondern auch eine unglaubliche Geschichte von absurden Reisen und haarsträubenden Abenteurern, die Fergus Fleming mit schwärzestem Humor erzählt.

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  • Produktdetails
  • Verlag: mareverlag
  • Seitenzahl: 600
  • Erscheinungstermin: 08.10.2019
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783866483774
  • Artikelnr.: 57879405
Autorenporträt
Fergus Fleming wurde 1959 geboren. Er studierte an der Oxford University und der City University in London, arbeitete als Tischler und war Lektor bei Time-Life Books, bis er als freier Schriftsteller zum Bestsellerautor wurde.

Henning Ahrens, geboren 1964, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Handorf, Niedersachsen. 2016 wurde er mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet.
Rezensionen
"Noch nie hat ein einzelner Beamter so viel Energie und Geld investiert - und absolut nichts erreicht! So das Resümee des Autors, der seine Expeditionsberichte von haarsträubenden Abenteuern, maßloser Selbstüberschätzung und bürokratischer Borniertheit gründlich recherchiert hat, dann aber sehr unterhaltsam und mit manchmal makabrem, sehr britischem Humor erzählt." Frankfurter Allgemeine Zeitung "Packeis, Pathos, Patrioten - Geschichten zwischen Wahnsinn und Wagemut im mareverlag. Diesem Buch sind viele Leser zu wünschen." 3sat Denkmal "Fleming erzählt spannend und unterhaltsam, zuweilen urkomisch. Er hat ein Buch vorgelegt, das an Spannung, Drama und Tragödie jeden Roman bei Weitem überbietet. Ein Buch, das zum Besten zählt, was wir in den letzten Jahren gelesen haben, weil es von einer Welt erzählt, die eigentlich schon dem Vergessen anheim gefallen war, mitreißend und packend." Oranienburger Generalanzeiger "Fergus Fleming erzählt mit akribischer Genauigkeit und einem schwarzen, man ist versucht zu sagen: sehr britischen Humor." Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 09.10.2002

Übers Meer, durch die Wüste, in den Tod
Fergus Flemins erzählt von dem Bürokraten John Barrow und seinen scheiternden Seehelden
Nachdem Napoleon besiegt war, kamen schlechte Zeiten für die Königliche Marine von Großbritannien. In den folgenden fünfzig Jahren hatte sie keinen ebenbürtigen Gegner, der den immensen Aufwand von Hunderten Kriegsschiffen und 130000 Mann Besatzung rechtfertigte. Der Frieden drohte die ganze schöne Flotte Ihrer Majestät überflüssig zu machen. Da entdeckte ein fischkalter Bürokrat, dessen Stolz es war, „40000 Briefe pro Jahr zu lesen und zu beantworten”, einen Feind, der noch nicht besiegt war und den niederzuwerfen es eine ungeheure Konzentration der Kräfte bedurfte.
Der Mann, der in einem bescheidenen Büro im Haus der Admiralität in London über seinen Akten und seinen Träumen brütete, hieß John Barrow. Er stammte aus bescheidenen Verhältnissen, hatte sich mit Fleiß, Intriganz und administrativem Talent hochgearbeitet und führte als „Zweiter Sekretär der Admiralität” die Geschäfte der Flotte. Der Erste Sekretär war meist ein Politiker, der das Meer nur vom Lande aus besah und von der Materie nicht viel verstand. Barrow aber war Bürokrat und Visionär zugleich, ein biederer Beamter mit größenwahnsinnigen Ideen, die er mit nüchterner Arbeitswut zu verwirklichen trachtete.
Was war das für ein Feind, den er überall auf der Erde von seiner Marine aufspüren lassen wollte? Nun, es war die Erde selbst, die 1816, als Barrow sein Amt antrat, noch viele weiße Flecken hatte, was die Ordnung auf den bis ins Detail präzisen britischen Militärkarten unangenehm störte. Von 1816 bis 1846 rüstete Barrow Expedition um Expedition aus, er galt als Vater der Arktisforschung und Inspirator der Niger-Expeditionen, er schickte Schiffe los, die die Nordwest-Passage suchen sollten und auf den tiefen Grund des Meeres sanken, und Trupps, die die Sahara von Süden aus zu durchqueren hatten und dabei in den sicheren Tod im Sand marschierten. Es war sein Ehrgeiz, die letzten, noch nicht kartographierten Stellen der Erde und Ozeane erkunden zu lassen und hat selbst England, außer in seiner Jugend, niemals verlassen.
Dann fraßen sie einander auf
Das Bemerkenswerte an ihm war sein Genie des Scheiterns, denn keine einzige der von ihm mit enormen Mitteln in Auftrag gegebenen Expeditionen, keine einzige dieser Erkundungsfahrten, für die das Parlament die Genehmigung erteilen musste, hat Erfolg gehabt. „Barrows Boys”, wie sie genannt wurden, sind im Schnee erfroren oder in der Wüste verdurstet, ihre Schiffe blieben im ewigen Eis des Nordpols stecken und ihre Besatzungen starben an Skorbut, Hunger und Kälte. Sie fraßen sich am Ende gegenseitig auf – wie Funde, Jahrzehnte später, zeigten – und haben doch bis zum letzten Tag höchst kultivierte Eintragungen in ihre Journale vorgenommen.
Barrow aber hielt sich über Jahrzehnte und ließ sich durch keinen Misserfolg beirren: „Er wollte das Unbekannte auf Karten bannen, und er wusste genau, dass er die Öffentlichkeit auf seiner Seite hatte.” Es war jene Zeit, als der Imperialismus noch das Ziel, nicht die Wirklichkeit war, als noch Abenteurer, Forschungsreisende, Zivilisationsflüchtlinge den Weg bahnten, auf dem ein paar Jahrzehnte später die organisierte Plünderung der Kontinente vollzogen wurde.
Der 1959 geborene Fergus Fleming ist einer der englischsprachigen Autoren, die in den letzten Jahren einen neuen Typus von Sachbuch entwickelt haben. Er hat sich durch ganze Archive gearbeitet, die Briefe, Tagebücher, Aufzeichnungen durchgesehen, die die Boys von John Barrow hinterlassen haben, und weiß dieses Material leichthändig auszubreiten. Seine Spezialkenntnisse, ob sie die Technik der Schifffahrt oder die der Kartographie betreffen, sind stupend, aber er prunkt mit ihnen nicht, sondern nutzt sie als Fundament, auf dem er seine Erzählung aufrichtet. Und eine Erzählung, genauer eine Sammlung von 28 Erzählungen ist sein Buch jedenfalls eher als das, was man im deutschen Sprachraum als „Sachbuch” zu bezeichnen pflegt. Eine solche Gattungsbezeichnung, die bei uns lange nachgerade als Warnhinweis galt, ist im Englischen unbekannt, und Fergus Fleming ist dort folglich als bedeutender Autor der mittleren Generation anerkannt, einfach weil er etwas Interessantes zu erzählen hat und über die dazu nötigen gestalterischen Mittel verfügt. Dass er seine Helden nicht erfindet, sondern in der Geschichte vorfindet, dass er ihre Biographien nicht spielerisch verfälscht, sondern anschaulich macht, tut seinem literarischen Ruf und Ruhm keinen Abbruch: glückliches England!
Was er erzählt: Die Geschichte von James Tuckey, der den Verlauf des Kongo erforschen soll und seine ganze Mannschaft ans Gelbfieber verliert: „Wer infiziert wurde, dessen Augen begannen sich mit einer weiß glänzenden Schicht zu überziehen, und auch die Zunge wurde weiß. Es folgten Mattigkeit und Schüttelfrost, und der Speichelfluss versagte. Der Tod trat nach drei bis zwanzig Tagen ein.” Die zwei Erkenntnisse der Expedition hielt Tuckey, der erste all der gescheiterten Helden Barrows, in einer lapidaren Notiz fest, wonach man den Kongo wegen der Stromschnellen nicht weit befahren und sich auf die angeheuerten Einheimischen nicht verlassen könne.
Oder die kühnen Fahrten des William Edward Parry, der weiter in die Arktis vorgedrungen ist als jeder andere vor ihm und dabei schlicht überhaupt nichts erreicht hat, außer vielleicht, dass er die Kälte, das Eis und das Nichts kennenlernte. Während die ersten Expeditionen noch unbekanntes Land erkunden, den Verlauf von Küsten beschreiben sollten, dienten die späteren auch der Suche nach den verschollenen Helden, deren Schiffe irgendwo im Eis steckengeblieben oder an Klippen namenloser Inseln zerschellt waren.
Über seiner einzigartigen Serie von Niederlagen wurde Barrow in England zum Mythos. Der seinen Fuß nur ins Amt und auf kein Schiff setzte, war auserkoren, die Kühnheit zu personifizieren, mit der er andere in den sicheren Tod schickte. Fergus Fleming erzählt von all dem mit akribischer Genauigkeit und einem schwarzen, man ist versucht zu sagen: sehr britischen Humor. Seine Sympathie gilt den Scheiternden, und alle diese kühnen Entdecker, die die gesuchte Passage niemals und oft genug auch den Weg zurück nicht fanden, waren absonderliche Verlierer. Was den Reiz des Buches ein wenig trübt, ist allenfalls die Tatsache, dass Fleming jedwedes Unterfangen, von dem er erzählt, scheitern lässt. Aber bitte, manchmal hat ja nicht nur die Kunst, sondern das Leben selbst etwas Exzentrisches.
KARL-MARKUS GAUSS
FERGUS FLEMING: Barrow’s Boys. Eine unglaubliche Geschichte von wahrem Heldenmut und bravourösem Scheitern. Aus dem Englischen von Henning Ahrens. MareBuchverlag, Hamburg 2002. 587 Seiten, 26,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 13.02.2003

Mit Heldenmut in die Arktis

Nach ihrem Sieg über Napoleon bekam die Royal Navy ein Problem: Sie war genaugenommen überflüssig geworden; weit und breit kein ernst zu nehmender Feind mehr, der den gewaltigen Aufwand für eine Riesenflotte und hundertdreißigtausend Mann, all die arbeitslosen Kapitäne nicht mitgezählt, gerechtfertigt hätte. Doch ein Bürokrat in London wußte Rat: John Barrow, Zweiter Sekretär der Admiralität, hatte einen neuen Kampfplatz gefunden, auf dem sich die Schiffe des Königreichs bewähren konnten: die weißen Flecken auf dem Globus, speziell auf den Weltmeeren. So schickte die britische Admiralität in der Person ihres Zweiten Sekretärs zwischen 1816 und 1846 zahlreiche Expeditionen mit ebenso bedeutenden wie kuriosen Aufträgen in die Welt hinaus, wobei diese nicht nur die Nordmeere durchquerten, sondern auch die afrikanische Wüste. Denn, so dessen Diktum: Auch dort muß nach den Sternen navigiert werden, und das haben die Offiziere der Landarmee nie gelernt! Dennoch: Die meisten von "Barrow's Boys" waren zu Schiff unterwegs und suchten unentdeckte Inseln oder unbekannte Routen in der Arktis, etwa die legendäre Nordwest-Passage. Die Expeditionen hatten großen Zulauf, neben der Abenteuerlust lockte die Aussicht auf Beförderungen und Prämien. Das war immer noch besser, als sich bei halbem Sold an Land zu langweilen. Eine Expedition nach der anderen endete allerdings im Desaster: Barrows Jungen erfroren, ertranken, starben an Skorbut, Schwarz- oder Gelbfieber, wurden von Eingeborenen ermordet, aßen sich vor Hunger gegenseitig auf - oder zumindest ihre Stiefel, so der verlorengegangene John Franklin, Sten Nadolnys "Entdecker der Langsamkeit". Am Ende waren es deshalb nicht mehr neue Kontinente, sondern die verschollenen Männer aus vorangegangenen Expeditionen, die zu finden Barrows Leute sich aufmachten. Noch nie hat ein einzelner Beamter so viel Energie und Geld investiert - und absolut nichts erreicht! So das Resümee des Autors, der seine Expeditionsberichte von haarsträubenden Abenteuern, maßloser Selbstüberschätzung und bürokratischer Borniertheit gründlich recherchiert hat, dann aber sehr unterhaltsam und mit manchmal makabrem, sehr britischem Humor erzählt.

H.E.R.

"Barrow's Boys. Eine unglaubliche Geschichte von wahrem Heldenmut und bravourösem Scheitern" von Fergus Fleming. marebuchverlag, Hamburg 2002. 587 Seiten. Gebunden, 26,90 Euro. ISBN 3-936384-70-3

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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