Tipp: unser Kinderbuch des Monats

Produktbild Licht ins Dunkel

Das Kinderbuch des Monats Mai

Licht ins Dunkel

Steffen Gumpert

Geister und Geheimnisse – ein spannender Rätselkrimi zum Mitraten für Kinder ab 8 Jahren

Der Schüler Rupert Rumpelstil will nur eines: endlich herausfinden, wo sein Vater geblieben ist, der vor ein paar Jahren spurlos aus seinem Leben verschwunden ist. Seine Mutter kann (oder will?) ihm dabei kaum helfen. Doch Rupert hat etwas, das alles verändert: eine besondere Gabe. Er kann Geister sehen!

Mit klopfendem Herzen, scharfem Spürsinn und Kater Igor an seiner Seite folgt er jeder noch so kleinen Spur. Je näher er der Wahrheit kommt, desto deutlicher spürt er: In seiner Familie schlummert ein Geheimnis, das lange im Dunkeln verborgen lag – bis Rupert es ans Licht bringt.

Hilf Rupert dabei, seinen Vater zu finden!

•    Spürsinn gefragt: Überall im Comic warten kleine Rätsel auf schlaue Detektive. Wer aufmerksam liest, hat einen Vorteil!

•    Moderner Comicstil: Steffen Gumperts toller Zeichenstil ist ein absoluter Augenschmaus!

•    Tolles Geschenk: Wer etwas Besonderes zum Verschenken sucht, wird hier fündig. Sowohl Leseratten als auch Kinder, die sich mit Büchern schwertun, kommen voll auf ihre Kosten.

Ein aufregendes Lesevergnügen für alle kleinen Spürnasen im Grundschulalter und Fans von mysteriösen Abenteuern!

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Buch (Gebundene Ausgabe)

18,00 €

Das Kinderbuch des Monats Mai

Kinderbuchtipp Mai 2026: Steffen Gumpert, „Licht ins Dunkel“

 

„Warnung, Lesen auf eigene Gefahr!“, so empfängt uns „Licht ins Dunkel“ gleich auf der ersten Seite. Danach lernen wir die Hauptfigur des Rätselcomics kennen: Rupert Rumpelstil. Der Junge wohnt in der Modergasse 13 und erlebt ein fantastisches Abenteuer – ein wenig gruselig, aber nicht so, dass man wirklich Angst bekommen würde. Denn Rupert will seinen Vater finden. Der ist vor einiger Zeit spurlos verschwunden.

 

WAS?

Rupert ist anders als die anderen Kinder. Die finden ihn sonderbar, machen einen Bogen um ihn und verbreiten seltsame Gerüchte. Rupert würde kopfüber wie eine Fledermaus schlafen. Nicht besser macht es, dass Rupert an Geister glaubt und behauptet, schon mal welche gesehen zu haben. Tja, was sollen wir sagen: Es stimmt einfach. Rupert kann Gespenster sehen. Und in „Licht ins Dunkel“ gibt es viele davon, und wir lernen sie nach und nach kennen. Eines können wir auch noch verraten: So mancher Geist hat ziemliche Angst vor uns Menschen. Was noch wichtig ist: Rupert macht sich auf die Suche nach seinem Vater – und entdeckt dabei einige Geheimnisse. Wie gut, dass Kater Igor ihn begleitet. Und ein weiterer neuer Freund, den Rupert unterm Bett gefunden hat.

 

WIE?

Steffen Gumpert hat einen wunderbaren Comic mit einer bezaubernden Geschichte geschaffen. Dass er dabei immer wieder auch Rätselfragen mit einbaut, freut alle, die gern ganz genau aufpassen oder hinsehen. Wer darauf aber keine Lust hat, kann genau so viel Freude mit Ruperts Abenteuer haben. Erzählt wird es von einem Fabelwesen, einem Wolpertinger. Was genau das ist, erklärt Autor und Zeichner Steffen Gumpert in unserem Interview. Auch Rupert erinnert sich im Lauf der Geschichte an das eine oder andere und berichtet z. B. davon, wie er sein erstes Gespenst gesehen hat. Er war krank, stand nachts auf, um ins Bad zu gehen, und sah im Spiegel ein kleines weißes Gespenst. Klar hatte Rupert sich erschrocken, aber dem kleinen Gespenst ging es ähnlich. Das war seltsam – denn sind Gespenster nicht dazu da, uns Angst einzujagen?

 

VON WEM?

Steffen Gumpert ist ein humorvoller Mensch. Er zeichnet sich gern als witzige Comicfigur mit roten Haaren und Brille, ja, so sieht er aus. Und auf seiner Website sehen wir ihn als Wesen mit acht Armen, mit denen er natürlich ziemlich viel gleichzeitig tun kann. Schreiben, Tee trinken, telefonieren, zeichnen und mal kurz das Gehirn lüften. Steffen, Jahrgang 1975, hat Visuelle Kommunikation studiert und lebt in Berlin. Dort arbeitet er als, klar, Comiczeichner, Autor, Illustrator und auch als Character Designer beim Trickfilm und für Spieleentwickler. Steffen liebt anscheinend Geistergeschichten, denn schon die Graphic Novel „Der bleiche Hannes“ (2018 ausgezeichnet mit dem „Leipziger Lesekompass“) erzählte die Geschichte eines Jungen, der Urlaub auf einer Insel macht und dort einen Geist kennenlernt.

 


FÜR WEN?

 

Wer hatte nicht auch schon mal Angst vor dem Monster unterm Bett? Wir alle kennen dieses Gefühl. In „Licht ins Dunkel“ erahnen wir im Lauf des herrlichen Comics, dass diese Angst nicht sein muss. Kinder ab etwa acht Jahren haben definitiv ihre Freude an diesem liebevoll illustrierten Buch, und wer obendrein noch gerne Rätsel löst, für den ist dieser Rätselcomic natürlich auch wie gemacht. Wer Lust hat, löst eines der Rätsel, und muss dafür natürlich aufpassen. Das macht Spaß, und natürlich noch viel mehr, wenn man den Comic gemeinsam mit jemand anderem liest. Und es schult ganz nebenbei das, was Erwachsene gern „Achtsamkeit“ nennen – also, sich für etwas Zeit zu nehmen, es zu genießen und ganz genau hinzusehen.

 

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INTERVIEW

 

Rupert Rumpelstil, so heißt die Hauptfigur in „Licht ins Dunkel“. Der Junge hat keine Lust auf Schule und fühlt sich als Außenseiter. Ging es Ihnen als Kind ähnlich? Wenn nicht: Wie entstand diese Figur?

Rupert ist ein klassischer Antiheld, also eine bewusst unperfekte Hauptfigur mit Macken, Launen und Problemen, die ihn menschlich werden lassen. Ich wollte keinen strahlenden Siegertypen im Superheldenkostüm in der Hauptrolle, sondern jemanden, mit dem sich die Leser und Leserinnen auf Augenhöhe befinden. So ziemlich jedes Kind – auch ich früher – fühlt sich manchmal allein und missverstanden, hat gelegentlich keine Lust, zur Schule zu gehen, und kann sich mit Rupert auf die eine oder andere Art identifizieren.

Aber ganz so unbeliebt wie es zunächst scheint, ist Rupert ja auch gar nicht: Seine Nachbarin Astrid mag ihn trotzdem und begleitet ihn auf dem Heimweg, um sich mit ihm zu unterhalten.

 

Ihr Comic ist auch ein bisschen gruselig – aber vielleicht nur auf den ersten Blick. Denn Geister sind auch nur … ja, was eigentlich, lieber Steffen Gumpert?
Die Geschichte ist an manchen Stellen schon ein kleines bisschen gruselig, aber sie macht keine Angst. Das ist ein wichtiger Unterschied. Sie handelt zwar von Geisterwesen und Gespenstern, aber eben auch davon, dass man sich vor ihnen nicht immer sofort fürchten muss, weil sie im Grunde alle vielleicht gar nicht so unheimlich sind, wie sie auf den ersten Blick wirken.

 

Rupert hat eine Gabe, oder sollen wir sagen: „Superkraft“? Rupert kann Geister sehen. Welche Superkraft würden Sie sich wünschen, und warum?

Eigentlich handelt es sich beim „Geistersehen“ nicht um eine Gabe oder Superkraft. Rupert behauptet, er hätte diese Geister und Monster wirklich gesehen – die anderen glauben ihm nur einfach nicht und stempeln ihn als Quatschkopf ab.

Als Kind hätte ich mir als Superkraft gewünscht, Brokkoli oder Blumenkohl von meinem Teller verschwinden lassen zu können. Heute wäre meine persönliche Wunschsuperkraft, einfach sofort auf Knopfdruck spontan einen Tag frei zu haben, mit nix auf dem Zettel. ;)

 

Die Geschichte von Rupert erzählt uns ein Wolpertinger. Was genau ist das, und warum haben Sie sich für dieses Wesen entschieden?

Ein Wolpertinger ist ein ausgedachtes Fabelwesen. Es wird oft als eine Mischung verschiedener Tiere dargestellt (z. B. als geflügelter Hase mit Geweih). Die Legende hat angeblich ihren Ursprung im 19. Jahrhundert, als Tierpräparatoren damit begonnen haben, Teile verschiedener ausgestopfter Tiere zusammenzufügen, um sie an ahnungslose Touristen zu verkaufen. Sie nannten diese Wesen Wolpertinger.

Ich fand die Idee gut, dass die Geschichte nicht von einem Menschen, sondern von einem vermeintlich ausgestopften Fantasiewesen erzählt wird, das auf einem Stock an der Wand im Wohnzimmer der Familie Rumpelstil wohnt. Das macht gleich von Beginn an klar, dass es sich um eine schräge und geheimnisvolle Geschichte handelt und man nicht so sicher sein kann, woran man ist.

 

Es warten viele Abenteuer und Überraschungen auf Rupert. Zum Beispiel findet er einen ungewöhnlichen neuen Freund. Können Sie uns – ohne zu viel zu verraten – Ruperts Freund vorstellen?

Oh, das ist kniffelig. Aber ich will mal versuchen, die Frage irgendwie zu beantworten, ohne gleich zu viel zu verraten: Zu Beginn der Geschichte wird Rupert von Igor begleitet, dem brummigen alten Kater der Familie. Später findet er unter seinem Bett eine sonderbar aussehende, alte Spielzeugpuppe, die er aus Spaß „Günther“ tauft, und die im weiteren Verlauf der Geschichte immer wieder auftaucht.

 

Welches Buch war, als Sie in Ruperts Alter waren, Ihr Lieblingsbuch?

Ich habe immer viel gelesen, ganz gleich ob Comic, Cartoon oder Kinderbücher. Ich hatte also so einige Lieblingsbücher in meiner Kindheit. Aber eines, das mich besonders beeindruckt hat (und wunderbar zum Rätselthema passt), ist „Die Türme des Februar“ von Tonke Dragt. Das ist eine ganz tolle niederländische Autorin, von der unter anderem auch die Werke „Das Geheimnis des siebten Weges“ und „Der Brief für den König“ stammen.

Die Türme des Februar ist das wohl rätselhafteste und geheimnisvollste Kinderbuch, das ich kenne, und ich habe es über die Jahre gewiss zwei- bis dreimal gelesen. Die Geschichte ist in Tagebuchform geschrieben und erzählt von einem Jungen, der ohne Erinnerung an seinen Namen an einem geheimnisvollen Strand aufwacht, an dem er noch nie zuvor gewesen ist. Aus dem Meer führen Fußspuren, doch weit und breit ist kein Mensch zu sehen. Am Horizont entdeckt er zwei mysteriöse Türme. Er macht ich auf den Weg, um herauszufinden, wer er ist, wo er herkommt und wie er wieder nach Hause zurückkehren kann. Auf seiner Reise macht er verschiedene Bekanntschaften und löst Stück für Stück das Rätsel um seine Herkunft – aber mehr will ich nicht verraten.

 

Sie leben mit Ihrer Familie in Berlin, haben zwei Kinder. Wem erzählen Sie zuerst von einer neuen Buchidee?

Ich komme oft unterwegs auf Ideen für Geschichten. Dann schreibe ich sie mir schnell auf, bevor ich alles wieder vergesse. Ich habe eine Schublade mit Zetteln voller solcher Ideen. Manche davon sind gut, manche nicht so. Manche davon hole ich wieder hervor und schreibe eine Geschichte daraus, andere nicht.

Wenn ich überlege, eine dieser Zettelideen weiterzuspinnen oder sogar umzusetzen, dann erzähle ich natürlich meiner Familie als Erstes davon und frage, was sie davon hält.


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