Tipp: unser Kinderbuch des Monats

Produktbild Die Anderen
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Das Kinderbuch des Monats August

Die Anderen

Kobi Yamada

Das neue Bilderbuch von Kobi Yamada: Für alle, die mit Neugier und offenem Herzen durchs Leben gehen!



Zwei Kinder stehen an einer hohen Hecke und sprechen über die Menschen auf der anderen Seite.

»Sie sind anders«, behauptet das eine Kind.

Das andere fragt: »Wie meinst du das?«

Der internationale Bestsellerautor Kobi Yamada lädt mit feinem Humor Kinder und Erwachsene dazu ein, die Welt aus der Perspektive ihres Gegenübers zu betrachten – und zu entdecken, dass wir alle die Kraft haben, die Welt zu einem freundlicheren und besseren Ort zu machen.



Ausstattung: 4-fbg illustriert
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Buch (Gebundene Ausgabe)

16,00 €

Das Kinderbuch des Monats August

Kinderbuchtipp: Kobi Yamada, „Die Anderen“

 

„Die Anderen“ heißt dieses Buch, das zwar ein Kinderbuch ist, aber ganz sicher Leser jeden Alters begeistern wird. Es hat das Zeug zum Klassiker, obwohl es ein Bilderbuch mit wenig Text ist. „Eine Geschichte über das, was uns alle verbindet“ lautet der Untertitel – und um nichts weniger geht es. Sind „die Anderen“ wirklich so anders als wir? Netter oder gemeiner? Was denken sie, wie sehen sie aus? Haben sie Freunde und Familie, und fühlen sie sich auch manchmal allein? Eine bewegende Geschichte von Kobi Yamada, exzellent zeichnerisch umgesetzt von Charles Santoso.

 

WAS?

Zwei kleine Jungs stehen vor einer hohen Hecke. Der eine sagt: „Man fragt sich wirklich, was sie denken.“ Der andere Junge erwidert: „Was meinst du? Von wem redest du?“ „Von ihnen. Von den Anderen“, kommt als Antwort. Doch sind die Anderen wirklich so anders? Sehen sie tatsächlich anders aus, und ist man schon „anders“, wenn man nicht „von hier“ kommt? Die Gegenfragen des zweiten Jungen sind berückend naiv und dadurch entlarvend. Denn die Frage, ob „die Anderen“ keine Köpfe und Körper haben oder sogar Federn oder Schuppen, verneint der erste Junge. Doch auch er weiß es nicht, denn eine Hecke verhindert, dass die Jungs Kontakt zu „den Anderen“ aufnehmen könnten. Doch vielleicht kann man auch einfach mal über die Hecke klettern und nachsehen?

 

WIE?

Was denken wir über „Die Anderen“ und warum? Und was hat das, was wir befürchten, hoffen oder vermuten, mit der Wirklichkeit zu tun? Das beleuchten Kobi Yamada und Charles Santoso in diesem wundervollen Bilderbuch. Auf der einen Seite begleiten wir die beiden Jungs, die sich über „Die Anderen“ unterhalten. Und zu jeder Frage – etwa, ob sie „Herzen und Gehirne“ haben, also fühlen und denken können – sehen wir auf der gegenüberliegenden Buchseite ein entsprechendes Bild; bei der Herz-und-Hirn-Frage zum Beispiel eine Gruppe von lachenden Kindern, eine Gemeinschaft. Die sensible und fantastische bildliche Umsetzung der Story macht dieses Buch zu einem Erlebnis. Auf knapp 50 Seiten verhandeln die Kinder viele Fragen und Vorurteile und entdecken mit jeder neuen Antwort, dass es „Die Anderen“ so gar nicht gibt. Die Erkenntnis: „Ich frage mich, ob es wirklich ein Drüben gibt. Und vielleicht gibt es die Anderen ja auch nicht. Vielleicht sind das einfach wir.“

 

FÜR WEN?

Dieses Buch, da sind wir uns sicher, wird ein Klassiker werden. Denn es berührt alle Menschen, ob Jungen und Mädchen ab vier Jahren, ältere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Seine universellen Fragen gehen schließlich jeden an. Wie geht Empathie, warum plappern wir manchmal Dinge nach, über die wir nicht wirklich nachgedacht haben, und wie können wir das ändern? Einfach über die Hecke klettern, die Perspektive wechseln, wäre schon mal eine ziemlich gute Idee. Denn dann gibt es nicht mehr das „Hier“, wo wir sind, und kein „Drüben“, wo wir die anderen vermuten. Schließlich leben wir alle auf einem gemeinsamen Planeten, freuen uns über ähnliche Dinge und haben oft dieselben Wünsche und Hoffnungen.

 

VON WEM?

 

KOBI YAMADA

Kobi Yamada hat schon einige Kinderbücher geschrieben, die Bestseller waren und heiß geliebt werden, etwa „Das Glück in dir“ oder „Vielleicht“. Auch hier geht es wie in „Die Anderen“ um universelle Fragen, die große wie kleine Menschen beschäftigen. Natürlich hat Kobi dafür viele Auszeichnungen erhalten. Das freut uns sehr, denn er hat wirklich tolle Ideen! Kobi Yamada ist nicht nur Autor, er leitet als Präsident auch den Compendium Verlag mit Hauptsitz in Seattle. Kobi ist Amerikaner und lebt mit seiner Familie in den USA, also schreibt er auf Englisch. Ins Deutsche hat „Die Anderen“ übrigens Knut Krüger übersetzt.

 

CHARLES SANTOSO

Immer wenn Charles Santoso etwas Lustiges sieht oder eine Idee hat, zeichnet er ein kleines Bild davon in sein Notizbuch. Er ist gern unterwegs, da kommen ihm oft die besten Ideen. Charles lebt in Singapur, das ist in Südostasien. Für seine Illustrationen von Kinderbüchern hat Charles Santoso schon viel Lob und viele Auszeichnungen erhalten. Das wundert uns nicht, denn er hat die Gabe, berührende und fantasievolle Bildwelten zu erschaffen. Neben seiner Arbeit als Illustrator hat Charles auch als Artdirector bei der Produktion von animierten Spielfilmen gearbeitet.

 

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INTERVIEW KOBI YAMADA

 

Was hat Sie dazu inspiriert, „Die Anderen“ zu schreiben?

„Die Anderen“ ist für mich ein Buch über Empathie und die Möglichkeiten, seine Perspektive zu ändern. Ich glaube fest daran, dass wir diese Fähigkeiten haben, dass wir sie fördern und weiterentwickeln können, indem wir neugierig bleiben und uns für die Menschen und die Welt um uns herum interessieren. Bei der Geschichte „Die Anderen“ hat mich inspiriert, dass wir ständig hören, was uns Menschen voneinander trennt und dass wir den Kontakt zueinander verloren haben – also wollte ich ein Buch schreiben, in dem wir das allen Menschen Gemeinsame entdecken und spüren können.

 

„Die Anderen“ lädt dazu ein, andere Menschen und ihre Lebensweisen kennenzulernen. Wie geht das, wenn unsere Welt immer digitaler wird und wir ständig in unsere Computer oder Smartphones schauen?

Ich verstehe „Die Anderen“ als Einladung, wieder mehr echte Verbindungen aufzubauen. Denn in einer Welt, in der wir ständig online sind und Algorithmen unsere Sichtweisen und Vorurteile permanent bestätigen, wird es immer schwieriger, sich zu verbinden oder Kulturen und Perspektiven zu verstehen, die sich von unseren unterscheiden. Es ist essenziell für unsere Communitys und unsere Gesellschaft als Ganze, dass wir Wege finden, real gerade mit den Menschen in Kontakt zu treten, die vielleicht anders sind als wir.

 

Der Künstler und Illustrator Charles Santoso hat Ihre Geschichte wunderbar illustriert. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm?

Charles und ich haben sehr eng bei diesem Buch zusammengearbeitet. Eines der wichtigsten bildlichen Elemente der Geschichte ist ja diese große Hecke, die Charles mitten im Buch platziert hat. Sie erfüllt innerhalb der Geschichte als Barriere eine wichtige Funktion, auf physischer wie auf psychologischer Ebene. Ich mag besonders, wie Charles die Szenen auf der anderen Seite der Hecke gezeichnet hat. Was ich an ihn aber am meisten schätze, ist nicht nur, dass er ein herausragender Illustrator ist – er ist vor allem einfach ein großartiger Mensch. Unsere Zusammenarbeit auf dem Weg zum fertigen Buch war eine große Freude.

 

Stellen wir uns vor, eine Familie liest „Die Anderen“: Welche Gespräche würden Sie sich wünschen während oder nach der Lektüre des Buchs?

Ich hoffe, dass „Die Anderen“ Gespräche anregt, die zu mehr Verständnis und Freundlichkeit untereinander führen. Es passiert einfach so viel Gutes, wenn wir unsere Gedanken und Sichtweisen teilen, wenn wir offen diskutieren und dabei immer auch etwas dazulernen möchten. Eine Familie besteht ja in der Regel aus Menschen mit unterschiedlichem Alter und ganz verschiedenen Erfahrungen. In Gesprächen über dieses Buch könnten die Familienmitglieder also auch mehr übereinander erfahren.

 

Gab es ein Buch, das Sie als Kind besonders geliebt haben?

Ich liebte z. B. an „Der Lorax“ von Dr. Seuss. Das war nach meiner Erinnerung das erste Mal, dass das Thema eines Bilderbuchs zum Thema meiner Gespräche wurde, dass ich mit dem Thema Naturschutz in Berührung gekommen bin. Ich finde es wunderbar, wie Bilderbücher es immer wieder schaffen, große Themen zu beleuchten.

 

Sie lieben also das Bilderbuch als Format?

Ja, denn ein Bilderbuch ist wie ein Tanz, den Text und Illustrationen gemeinsam tanzen. Ich glaube, Bilderbücher nehmen wir genau dort in uns auf, wo Herz und Verstand einander berühren. Sie ermöglichen gleichzeitig intellektuelles Verstehen und tiefes emotionales Erleben. Bilderbücher schenken Liebe. Zumindest tun sie das für mich.

 

Ihre Bücher richten sich an Kinder, werden aber von Menschen jeden Alters geliebt ...

Auch das macht Bilderbücher aus: Sie können Menschen jeden Alters etwas geben. Das ist auch das Ziel meiner Bücher. Ich denke, man ist nie zu alt oder zu jung, um zu träumen, mutig zu sein, sich etwas zu wünschen oder über die Welt zu staunen. Ich liebe es auch, dass Bilderbücher Themen auf wunderbare Weise vereinfachen und zugleich erweitern können. Und noch etwas finde ich großartig: Ich glaube, dass Bilderbücher gemeinsam mit ihren Leserinnen und Lesern wachsen können. Ein und dasselbe Buch kann einen Menschen in unterschiedlichen Phasen seines Lebens auf ganz verschiedene Weise berühren.

 

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