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Der vorliegende Band beschreibt Entstehung, Aufstieg und Niedergang der Samurai über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren. Er erzählt die Geschichte des legendären Kriegerstandes im Spiegel der politischen Sozial- und Kulturgeschichte Japans. Dabei wird der Bogen von den frühen Kriegern des 5./6. Jahrhunderts bis zur formellen Abschaffung der Samurai als sozialer Stand nach der Meiji-Restauration von 1868 gespannt. Auch nach der Auflösung der Samurai als Herrschaftsstand lebt die ältere Ideologie des bushidô ("Der Weg des Kriegers") in Politik und Wirtschaft des modernen Japan fort.…mehr

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Produktbeschreibung
Der vorliegende Band beschreibt Entstehung, Aufstieg und Niedergang der Samurai über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren. Er erzählt die Geschichte des legendären Kriegerstandes im Spiegel der politischen Sozial- und Kulturgeschichte Japans. Dabei wird der Bogen von den frühen Kriegern des 5./6. Jahrhunderts bis zur formellen Abschaffung der Samurai als sozialer Stand nach der Meiji-Restauration von 1868 gespannt. Auch nach der Auflösung der Samurai als Herrschaftsstand lebt die ältere Ideologie des bushidô ("Der Weg des Kriegers") in Politik und Wirtschaft des modernen Japan fort.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 133
  • Erscheinungstermin: 08.05.2019
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406738531
  • Artikelnr.: 56541853
Autorenporträt
Wolfgang Schwentker war bis 2018 Professor für vergleichende Zivilisationsgeschichte an der Universität Osaka.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 16.06.2003

Krieger und Poeten
Wolfgang Schwentker erzählt
die Geschichte der Samurai
Im Westen wird der Samurai oft als Sinnbild japanischer Leistungsfähigkeit bemüht – der japanische Geschäftsmann als furchtloser Kämpfer, der die Konkurrenten mit schierer Willenskraft aussticht. Dass dieses Klischee mit den historischen Tatsachen kollidiert, ist wenig bekannt, denn den Samurai lag nichts ferner als der schnöde Handel. Sie standen an der Spitze einer ständischen Gesellschaftsordnung, die Kaufleute rangierten ganz unten.
Wer waren die historischen Samurai, und wieso wurden gerade sie zum Symbol japanischer Kultur und des Erfolgs japanischer Geschäftspraktiken? Auf beide Fragen gibt Wolfgang Schwentkers mit leichter Hand geschriebenes Büchlein Antworten. Es erzählt mit vielen illustrativen Details, wie aus den „Dienenden” – was Samurai ursprünglich bedeutet – ein Kriegerstand mit Herrschaftsanspruch wurde. Sie etablierten ein Militärregime getrennt vom kaiserlichen Hof und befriedeten das Land, womit sie letztlich ihren eigenen Untergang herbeiführten. Da es nicht mehr viel zu kämpfen gab, wurden aus den todesverachtenden Kriegern zivilisierte Staatsverwalter. Sie pflegten den Zen- Buddhismus und übten neben den Kriegskünsten auch Tuschmalerei, Kalligraphie und Poesie. So näherten sie sich dem konfuzianischen Ideal des chinesischen Gelehrten-Beamten an, von dem sie freilich ihr erblicher Stand immer unterschied. Der erbliche Stand versprach eine ewige Ordnung, allein, auch diese Ewigkeit war nur von begrenzter Dauer. Während das Bürgertum erstarkte, verarmte der Adel. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hatte die von den Samurai beherrschte Ordnung ausgedient. Ihr Einfluss aber ist, wie Schwentker erklärt, noch immer spürbar.
Die Samurai bestimmten lange die Geschicke des Landes und lieferten auch den Stoff für viele Dramen, die noch heute Gemeingut sind und alle medialen Transformationen von der Bühne über den Film bis zum Computerspiel mitgemacht haben. In dieser Form sind sie bis in deutsche Kinderzimmer vorgedrungen. Wer sich über ihre faszinierende Geschichte einen Überblick verschaffen will, ist mit Schwentkers Darstellung gut beraten.
FLORIAN
COULMAS
WOLFGANG SCHWENTKER: Die Samurai. C.H. Beck Verlag, München 2003. 132 Seiten, 7,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Über die japanische Kriegerkaste der Samurai gibt es im Westen viele Klischees. So werden sie als willensstarke Geschäftsmänner und furchtlose Krieger gesehen. Dass dieses Klischee mit den historischen Tatsachen kollidiert, wird in dem vorliegenden Buch dargestellt, von dem sich Rezensent Florian Coulmas überzeugt zeigt. Das Werk gebe kluge Antworten auf die entscheidenden Fragen, wer die Samurai waren und wieso gerade sie zum Symbol japanischer Kultur und des Erfolgs japanischer Geschäftspraktiken wurden. So werde der Leser eingehend über die Samurai informiert: "Wer sich über ihre faszinierende Geschichte einen Überblick verschaffen will, ist mit Schwentkers Darstellung gut beraten."

© Perlentaucher Medien GmbH