Geschichte Bayerns (eBook, ePUB) - Volkert, Wilhelm
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Vom Stammesgebiet der Bajuwaren zum modernen Verfassungsstaat: Die Geschichte Bayerns ist beispielhaft für die Geschichte der heutigen Länder und die Entwicklung des föderalistischen Prinzips in Deutschland. Im Laufe von zweitausend Jahren wuchs eine eigene bayerische Tradition, die illustriert, daß sich deutsche Geschichte in hohem Maße aus der Geschichte der Stämme und Länder im deutschen Kulturraum speist. Nach der Kelten- und Römerherrschaft und dem von den Bajuwaren, Franken und Alamannen geprägten Frühmittelalter bildet das Stammesherzogtum der Bayern bis zum 12. Jahrhundert die…mehr

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Produktbeschreibung
Vom Stammesgebiet der Bajuwaren zum modernen Verfassungsstaat: Die Geschichte Bayerns ist beispielhaft für die Geschichte der heutigen Länder und die Entwicklung des föderalistischen Prinzips in Deutschland. Im Laufe von zweitausend Jahren wuchs eine eigene bayerische Tradition, die illustriert, daß sich deutsche Geschichte in hohem Maße aus der Geschichte der Stämme und Länder im deutschen Kulturraum speist. Nach der Kelten- und Römerherrschaft und dem von den Bajuwaren, Franken und Alamannen geprägten Frühmittelalter bildet das Stammesherzogtum der Bayern bis zum 12. Jahrhundert die Grundlage für das politische, kirchliche, kulturelle und soziale Gefüge des Landes. Aus der Fürsten- und Adelsherrschaft des Mittelalters erwächst dann die Eigenstaatlichkeit der deutschen Länder als prägendes Element der deutschen Geschichte. Das Herzogtum und Kurfürstentum Bayern des 14. bis späten 18. Jahrhunderts läßt besonders deutlich erkennen, wie das Mit- und Gegeneinander von Territorialherrschaft der Landesfürsten und Kaiser- bzw. Königsherrschaft die Staatenentwicklung in diesem Zeitraum bestimmt. Das souveräne Königreich Bayern des 19. Jahrhunderts schließlich wird Mitgliedstaat des Deutschen Reiches von 1871. Im 20. Jahrhundert wird Bayerns politische Geschichte weitgehend in die deutsche Geschichte integriert

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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: 01.07.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406692789
  • Artikelnr.: 45313237
Autorenporträt
Wilhelm Volkert, emerierter Professor für Geschichte an der Universität Regensburg, hat zahlreiche Quellenveröffentlichungen und Darstellungen vor allem zur bayerischen Geschichte im Mittelalter und Neuzeit vorgelegt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Angetan äußert sich ein mit "sg" zeichnender Rezensent: Hier werde mehr als eine bayrische Geschichte präsentiert. Exemplarisch werde die Herausbildung des Freistaates auch für die Geschichte Deutschlands verstanden. Auf "pointierte und verständliche Weise" schildere der Autor "nebulöse Herkunftstheorien der Bajuwaren als "Findelkinder" der Völker ebenso wie die Geschichte seiner Stämme, Herzogtümer, Fürstenherrschaften und Königshäuser. Bayern, so hat dieser Schnelldurchgang dem Rezensenten klargemacht, sei in seiner Entwicklung hin und her gerissen zwischen den "Mächten, Konfessionen und Positionen", zwischen den "partikularistischen Interessen" und der "Integration in die deutsche Geschichte".

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 28.02.2002
Deutschland

"Geschichte Bayerns" von Wilhelm Volkert. Erschienen in der Reihe "C. H. Beck Wissen". Verlag C. H. Beck, München 2001. Broschiert, 7,50 Euro. ISBN 3-406-44778-3

Wilhelm Volkert legt eine Geschichte Bayerns vor. Doch er präsentiert mehr. Denn die Herausbildung des Freistaats wird hier exemplarisch für die Geschichte Deutschlands als Geschichte seiner Stämme, Herzogtümer, Fürstenherrschaften und Königshäuser verstanden. Von den nebulösen Herkunftstheorien der Bajuwaren als "Findelkinder" der Völkerwanderung bis hin zum Garchinger "Atommeiler" schildert Volkert auf pointierte und verständliche Weise - soweit dies bei der Vielzahl von Fakten, historischen Figuren und Herrscherfamilien eben möglich ist - Schlaglichter der bewegten bayerischen Geschichte: von der Kelten- und Römerherrschaft über die Zeit der Agilolfinger und Karolinger bis hin zur Dynastie der Wittelsbacher, die Reformation und Gegenreformation, bei der Maximilian I. eine wichtige Rolle spielte, die turbulente Napoleon-Epoche, als Bayern zum größten deutschen Mittelstaat aufstieg, die konstitutionelle Verfassung von 1818, die Niederlage im "Deutschen Krieg" von 1866 an der Seite Österreichs gegen Preußen und der Beitritt zum Deutschen Reich 1871, der erste Freistaat 1918 bis 1934, München als Zentrum der nationalsozialistischen Bewegung, die amerikanische Besatzungszone bis hin zum Föderalismus unserer Tage. Bayern, so macht der Schnelldurchgang klar, ist in seiner Entwicklung und Identitätsbildung hin und her gerissen zwischen den Mächten, Konfessionen und Positionen, zwischen partikularistischen Interessen und der Integration in die deutsche Geschichte. Auch die supranationale Einigung im europäischen Rahmen, wobei der bayerische Ministerpräsident Streibl diese als ein "Europa der Regionen" verstand, sowie zukünftige Globalisierungstendenzen bieten laut Volkert für das historisch bedingt zugleich traditionsreiche wie innovationsfreudige Bayern eher Entwicklungschancen als Risiken. (sg)

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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