Die Erlöser AG (eBook, ePUB) - Kern, Björn
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  • Format: ePub


Berlin in nächster Zukunft. Auf der Bundespressekonferenz bricht Tumult aus, Paragraph 216 ist abgeschafft: Tötung auf Verlangen bleibt fortan ungestraft! Hier treffen auch Paul Kungebein, ambitionierter Jungredakteur, und Hendrik Miller, Oberarzt an der Charité, aufeinander. Gemeinsam gründen sie eine Agentur, die den Dementen aus Berlins Altenghetto einen sanften Tod ermöglicht - durch aktive Sterbehilfe. Erste Patientin ist die anrührend gezeichnete, fast hundertjährige Elsa Lindström. Bei Weißwein und Lachs rühmen sich Miller und Kungebein ihrer humanitären Taten. Daheim versorgt Kungebein…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 2.22MB
Produktbeschreibung
Berlin in nächster Zukunft. Auf der Bundespressekonferenz bricht Tumult aus, Paragraph 216 ist abgeschafft: Tötung auf Verlangen bleibt fortan ungestraft! Hier treffen auch Paul Kungebein, ambitionierter Jungredakteur, und Hendrik Miller, Oberarzt an der Charité, aufeinander. Gemeinsam gründen sie eine Agentur, die den Dementen aus Berlins Altenghetto einen sanften Tod ermöglicht - durch aktive Sterbehilfe. Erste Patientin ist die anrührend gezeichnete, fast hundertjährige Elsa Lindström. Bei Weißwein und Lachs rühmen sich Miller und Kungebein ihrer humanitären Taten. Daheim versorgt Kungebein liebevoll seinen umnachteten Vater Victor. Hendrik Miller hingegen denkt weiter. Auch solche Kranke, die einen Sterbewunsch nicht mehr artikulieren können, möchte der Arzt erlösen ... In seinem brillant geschriebenen und grotesk komischen Roman entwirft Björn Kern ein Szenario zwischen Liebe und Leid, dem man sich nicht entziehen kann - spannend, voller suggestiver Bilder, die den Leser nicht loslassen, und mit einem überraschenden Ende. Ein hochaktueller Roman, der niemanden kalt lässt.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 23.03.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406640124
  • Artikelnr.: 37361098
Autorenporträt
Björn Kern, 1978 in Lörrach geboren, arbeitete in einem psychiatrischen Pflegeheim in Südfrankreich. Nach seinem Debütroman «KIPPpunkt» (dtv 2001) folgten im Verlag C.H.Beck der viel gelobte Roman «Einmal noch Marseille» (2005) und «Das erotische Talent meines Vaters» (2010). Björn Kern erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt das Heinrich-Heine-Stipendium. Er lebt in Südbaden und Berlin.
Rezensionen
Besprechung von 19.12.2007
Sex auf den Rollstühlen
Wie für den Bahnhofskiosk: Björn Kerns „Die Erlöser AG”
Das ist ein Hammer, mag sich der Autor gedacht haben, damit komm ich locker in die Talkshows oder wenigstens ins Debattenfeuilleton. Nahe Zukunft, und nicht mal Science-Fiction: In Berlin sind die Stadtteile Charlottenburg und Wilmersdorf zu einem großen Altenghetto umgewandelt worden, es gibt in der ganzen Stadt fast nur noch demenzkranke Greise; auf den Straßen fahren vor allem Transporter mit Blaulicht und vereinzelt ein paar Rollstühle. Die medizinische Technik erlaubt es den Alten immer weniger, einfach zu sterben.
Dann der Plot: Bundespressekonferenz, der Paragraph 216 wird ersatzlos gestrichen. Tötung auf Verlangen ist jetzt möglich. Ein ehrgeiziger Journalist und ein politisch-moralisch ausgerichteter Arzt sehen die Chance: Sie gründen eine Firma, die interessierte Todkranke sanft ins Jenseits befördert.
Damit das Ganze nicht zu schwer und lastend wird, ist es geschrieben wie für den Bahnhofskiosk. Der Arzt ist dick und frisst wie ein Tier (an einem der wenigen verbliebenen Döner-Kebap-Stände, von Usbeken betrieben, die haben sogar noch Kinder). Der Journalist ist spillrig, verklemmt, kriegt überall Pusteln und kratzt sie blutig. Der Arzt hat eine Tochter, die im Altenghetto eine Station betreut: drall, scharf, mit einem enormen Busen, sie lässt es sich regelmäßig von einem Pfleger besorgen – im Dienstzimmer, im Labor, „auf den Rollstühlen im Keller”. Und bei der Beschreibung der Altersdemenz anhand zweier ausgesuchter Personen gibt es Annäherungen an die Splatter-Ästhetik, mit Kot und Kotze und Wahnsinn, und eine dieser Figuren ist ausgerechnet der Vater des Journalisten . . .
Nichts ist zu Ende gedacht
Der Verlag spricht von einem „brillant geschriebenen und grotesk komischen Roman”. Man merkt die Anstrengung tatsächlich auf jeder Seite, aber die Durststrecken werden immer länger: „Hendrik wie Diana waren gewillt, einander zuzuhören, und doch blieb ein Abgrund zwischen Vater und Tochter, und doch blieb man sich fremd.” Es ist eine große Aufgabe, ein schwieriges Thema mit den Stilmitteln der Kolportage zu behandeln und dadurch die Abgründe grell zu beleuchten. Doch der Roman arbeitet nicht mit den Mitteln der Kolportage, er versucht bloß, die Kolportage so gut wie möglich hinzukriegen. Nichts ist zu Ende gedacht, überall gibt es logische Brüche und kecke Versuche, vordergründige Effekte zu erzielen.
Bei näherem Hinsehen ahnt man, dass in diesem Autor ein gewisses Talent zu kabarettistischer Überspitzung schlummert, zum Erzeugen von Spannung, zur Reduktion. Hier hätte man beginnen können zu arbeiten. Stattdessen ist ein Buch erschienen. Stipendien: Senatsverwaltung für Forschung, Wissenschaft und Kunst Berlin, Künstlerhaus Cismar/Schleswig-Holstein, Künstlerdorf Schöppingen/Nordrhein-Westfalen, Deutscher Literaturfonds. HELMUT BÖTTIGER
BJÖRN KERN: Die Erlöser AG. Roman. Verlag C.H. Beck, München 2007. 268 Seiten, 17,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Empfehlen kann Rezensentin Insa Wilke diesen Roman nicht, auch wenn sie ihm im Ansatz durchaus Beachtenswertes zuschreibt. Björn Kern entwirft darin die satirische Zukunftsvision eines überalterten Berlins; das Charlottenburger Alten-Ghetto ist bevölkert von Kranken und Dementen. Hier kommt Paul Kungebein, selbst Sohn eines Demenz-Patienten, auf die Idee, anderen eine "Leidminderung" anzubieten - gegen einen gewissen Preis natürlich. Meist gelinge dem Autor der "Spagat", weiß die Rezensentin zu schätzen, die Kranken als Persönlichkeiten darzustellen und zugleich die komische Seite ihres verwirrten Verhaltens zu zeigen. Doch stört sie sich an seiner stilistischen Schwäche und moniert "sprachliche Grobheiten", Manierismen und Ungenauigkeiten.

© Perlentaucher Medien GmbH