12,95 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

Dem Apostel Paulus erschien vor Damaskus der auferstandene Christus, zu Augustin sprach eine Kinderstimme "Nimm und lies!", Luther hatte sein "Turmerlebnis", Pascal nähte die Erinnerung an eine Vision in seinen Mantel, und Martin Luther King hatte einen Traum von Freiheit und Gleichheit. Ob mystische Vision oder plötzliche Einsicht: Von den religiösen Schlüsselerlebnissen aus können Leben und Werk großer Theologinnen und Theologen auf einprägsame Weise erschlossen werden. Insgesamt ergeben die 32 Einzelporträts eine kurzweilige Einführung in die Grundgedanken der christlichen Theologie.…mehr

Produktbeschreibung
Dem Apostel Paulus erschien vor Damaskus der auferstandene Christus, zu Augustin sprach eine Kinderstimme "Nimm und lies!", Luther hatte sein "Turmerlebnis", Pascal nähte die Erinnerung an eine Vision in seinen Mantel, und Martin Luther King hatte einen Traum von Freiheit und Gleichheit. Ob mystische Vision oder plötzliche Einsicht: Von den religiösen Schlüsselerlebnissen aus können Leben und Werk großer Theologinnen und Theologen auf einprägsame Weise erschlossen werden. Insgesamt ergeben die 32 Einzelporträts eine kurzweilige Einführung in die Grundgedanken der christlichen Theologie.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe Bd.1947
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 19. September 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 126mm x 18mm
  • Gewicht: 238g
  • ISBN-13: 9783406613777
  • ISBN-10: 3406613772
  • Artikelnr.: 31813960
Autorenporträt
Alf Christophersen, Jg. 1968, Dr. theol., habil., Privatdozent, Wiss. Assistent am Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 24.12.2011

Nimm
und lies!
Abenteuer des Denkens: Über
die „Sternstunden der Theologie“
Sternstunden, das Wort geht auf Stefan Zweig zurück, der 1927 seine „Sternstunden der Menschheit“ veröffentlichte, Stücke über schicksalsträchtige Momente, „in denen eine zeitüberdauernde Entscheidung auf ein einziges Datum, eine einzige Stunde und oft nur eine Minute zusammengedrängt ist“. Zweig schrieb über Scheiternde, von Napoleon in Waterloo bis zu Robert F. Scotts fataler Südpol-Expedition vor 100 Jahren. Seine Grundhaltung zum Stoff war enthusiastisch, seine Sprache expressionistisch. Das alles kann man für Alf Christophersens „Sternstunden der Theologie“ nur bedingt sagen; der evangelische Theologe von der Münchner Uni ist eben kein Schriftsteller aus den zwanziger Jahren, kann sich aber damit trösten, dass es vielen anderen Autoren nicht anders geht, denen die Verlage die „Sternstunden“ in den Titel gedrückt haben.
Die Unterzeile trifft die Sache eher: Christophersen beschreibt „Schlüsselerlebnisse christlicher Denker“, von Paulus und Augustinus über Luther und Schleiermacher, Romano Guardini, Paul Tillich und Karl Rahner bis hin zu Martin Luther King, Dorothee Sölle und Papst Johannes Paul II. Und da gibt es durchaus diese einzigen Momente, die Verdichtungen, die die Welt verändern oder symbolhaft zeigen, wie sich die Welt verändert hat: Der Blitz, der Saulus vor Damaskus traf und aus dem Christenverfolger den Apostel Paulus machte; das Stimmchen im Garten, das Augustinus aufforderte: „Nimm und lies!“ – woraufhin der eher locker lebende Rhetorik-Lehrer die Bibel las, sich bekehrte und zum sittenstrengen Bischof wurde. Da sind Martin Luther, dem im Turm des Wittenberger Klosters die Erkenntnis kam, dass nur die Gnade Gottes den Menschen erlösen kann und Martin Luther King, dessen Rede über den Traum von einer gerechten Welt Amerika veränderte; oder Johannes Paul II., der nach seiner Wahl zum Papst die kommunistischen Herrscher erzittern ließ.
28 Porträts umfasst das Buch, sie zeigen einen belesenen und informierten Autor, der übers Biographische und Anekdotische hinaus auf jeweils wenigen Seiten die Grundzüge der jeweiligen Theologie beschreibt und in die Kontexte der Zeit einordnet. Die große Stärke dieses Buches liegt darin, dass es eine Antwort drauf gibt, was solche Sammelbände in den Zeiten von Google und Wikipedia noch sollen, wo doch jeder Mensch mit Internetzugang sich kostenlos sämtliche biographischen Daten besorgen kann, die beim Beck-Verlag knapp 13 Euro kosten und die wieder drei Zentimeter Regal wegnehmen.
Die Antwort heißt: Weil sich da ein Autor auf das Abenteuer des Denkens einlässt, die Geistesreise unternimmt hin zu jenen, die sich an die großen Fragen wagten, welche die gläubige Zweifler und zweifelnde Gläubige durch die Jahrhunderte hindurch bewegten. Gibt es Gott? Wie offenbart er sich, was können die Menschen über ihn sagen? Ist unser Schicksal vorherbestimmt und nur Täuschung, was wir freien Willen nennen? Wenn Gott gut ist, warum lässt er das Böse zu? Was geschieht mit der Schuld, die Menschen auf sich laden, und gibt es das wirklich: Erlösung? Es sind die Fragen vom rechten Leben und vom guten Tod und dem, was danach kommen mag. Christophersens Buch macht Lust aufs Weiterdenken und Weiterlesen, es ist das Stimmchen im Kopf, das da sagt: Nimm und lies!
MATTHIAS DROBINSKI
ALF CHRISTOPHERSEN: Sternstunden der Theologie. Schlüsselerlebnisse christlicher Denker von Paulus bis heute. C. H. Beck, München 2011. 240 Seiten, 12,95 Euro.
Papst Johannes Paul II.
ließ nach seiner Kür die
kommunistische Welt erzittern.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Überaus eingenommen ist Matthias Drobinski für Alf Christophersens Buch "Sternstunden der Theologie". Die 28 Porträts von christlichen Denkern wie Paulus, Augustinus, Luther, Karl Rahner, Dorothee Sölle und Papst Johannes Paul II. vermitteln für ihn nicht nur biografische Daten, sondern stellen auch die "Grundzüge der jeweiligen Theologie" in ihrem zeitlichen Kontext dar. Drobinski schätzt das Buch des evangelischen Theologen als kenntnisreich und gut zu lesen. Besonders zeichnet es sich in seinen Augen aber dadurch aus, dass sich der Autor auf das "Abenteuer des Denkens" einlasse und die großen Fragen aufwerfe. Drobinskis Fazit: ein Buch, das zum Denken und Weiterlesen anregt.

© Perlentaucher Medien GmbH