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Was geschah wirklich am 11. September 2001? Seit zehn Jahren recherchieren staatliche Ermittler und Historiker. Dennoch haben Verschwörungstheorien über «9/11» nach wie vor Hochkonjunktur. Gestützt auf neues Archivmaterial und die neuesten Erkenntnisse über Täter, Hintermänner und Drahtzieher schildert Bernd Greiner die Ereignisse und untersucht ihre Folgen. Dieses Buch entkräftet zahlreiche Legenden: dass eine entführte Maschine abgeschossen worden sei, dass die Katastrophe mit einer besseren Kooperation von Polizei und Geheimdiensten hätte verhindert werden können oder dass eine rechtzeitige…mehr

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Produktbeschreibung
Was geschah wirklich am 11. September 2001? Seit zehn Jahren recherchieren staatliche Ermittler und Historiker. Dennoch haben Verschwörungstheorien über «9/11» nach wie vor Hochkonjunktur. Gestützt auf neues Archivmaterial und die neuesten Erkenntnisse über Täter, Hintermänner und Drahtzieher schildert Bernd Greiner die Ereignisse und untersucht ihre Folgen.
Dieses Buch entkräftet zahlreiche Legenden: dass eine entführte Maschine abgeschossen worden sei, dass die Katastrophe mit einer besseren Kooperation von Polizei und Geheimdiensten hätte verhindert werden können oder dass eine rechtzeitige Verhaftung Osama Bin Ladens am Desinteresse der Regierung Clinton scheiterte. Keine dieser Vermutungen ist haltbar. Gezeigt werden auch die unerwünschten Ergebnisse des «Krieges gegen den Terror» - wie der Einsatz des Militärs Al-Qaida neuen Zulauf bescherte und eine fragile Organisation auf Dauer eher stärkte als schwächte. Vor allem aber geht es um die Hinterlassenschaften des «Krieges gegen den Terror» in den USA und Europa. Immer deutlicher treten die Beschädigungen der demokratischen Verfassung und des politischen Wertessystems hervor - jener Grundlagen also, die es gegen die terroristische Herausforderung eigentlich zu verteidigen und zu stärken gilt. So entsteht die Geschichte eines nervösen Jahrzehnts, in dem die Angst ins öffentliche Leben zurückkehrte.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 280
  • Erscheinungstermin: 19.05.2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406612459
  • Artikelnr.: 37363308
Autorenporträt
Bernd Greiner, geb. 1952, ist Leiter des Arbeitsbereichs "Theorie und Geschichte der Gewalt" am Hamburger Institut für Sozialforschung und Professor am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Universität Hamburg.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 25.07.2011

Turmhohe Zweifel an
der offiziellen Version
Die Attentate vom 11. September: ein Buch mit
guten Fragen und ein anderes mit guten Antworten
Als die Türme des World Trade Center brannten, stiegen die New Yorker Feuerwehrmänner in den Treppenhäusern mutig in das Inferno hinan. Die feuerfeste Montur, die Sauerstoffflaschen, die Äxte und Schläuche, die sie mit sich schleppten, bürdeten jedem Einzelnen rund 45 Kilogramm auf. Dass sie in der Stadt der Wolkenkratzer die Kraft haben müssten, zur Not neunzig Stockwerke zu erklimmen – dafür hatten die New Yorker Feuerwehrleute trainiert. Ihrer Kondition konnten sie vertrauen. Aber keiner rechnete damit, dass die Türme unvermittelt binnen weniger Sekunden in sich zusammenstürzen und sie unter sich begraben würden.
In der Tat war es ein in der Geschichte des Stahlbaus einzigartiges Phänomen: Für gewöhnlich verbiegen sich Stahlträger bei großer Hitze, aber ein Hochhaus, bei dem im 90. Stock ein Feuer ausbricht, stürzt deshalb nicht ein. Zum Einsturz kommt es nach allen Lehren der Statik nur, wenn die Fundamente des Gebäudes zerstört werden.
Dieses und viele andere merkwürdige Details wurden in dem Abschlussbericht der Untersuchungskommission von 2009, dem „9/11 Commission Report“, nicht erwähnt. Die Journalisten Mathias Bröckers und Christian Walther sind den Ungereimheiten in den offiziellen Darstellungen der Attentate seit Jahren auf der Spur. Beide wollen keine Verschwörungstheoretiker sein, halten aber trotzdem für möglich, dass irgendein westlicher Geheimdienst, sei es der Mossad oder die CIA, dahinterstecke. Auch das Verhalten der US-Regierung kommt ihnen spanisch vor. Überspitzt gesagt, halten sie den „9/11 Commission Report“ für einen Text aus dem Formenkreis der Märchen. Der Inhalt: Der Prinz – die US-Regierung – zählt arglos wieder einmal die Sternlein auf seiner Fahne, dass ihm auch nicht eines fehle, während hinter seinem Rücken böse Kräfte Übles vollführen, die dann, als der Prinz das merkt, natürlich bekämpft werden müssen.
Für ihre früheren, forscheren Publikationen sind die Autoren nicht nur gelobt worden. Bei ihrem neuen gemeinsamen Buch haben sie auf Sorgfalt doppelt großen Wert gelegt. Sie zitieren seriöse Websites, sie berufen sich auf seriöse Journalisten und anerkannte Fachleute. Sie zeigen, dass die Darstellung der 9/11-Commission nicht vollständig ist: Der Ausschuss habe alles, was nicht ins Bild passte, einfach ausgeblendet. Sie war auch nicht mit den finanziellen Mitteln ausgestattet, die eine Befragung wichtiger Zeugen möglich gemacht hätten. Die Frage, wer die Terrorakte finanzierte, sei von Anfang an ausgeklammert worden – obwohl es Hinweise auf den pakistanischen Geheimdienst gegeben habe. Die Geheimniskrämerei der US-Regierung ist beunruhigend. Unter anderem führen Bröckers und Walther auch folgende Merkwürdigkeiten an:
Der entscheidende Zeuge, der über die Planungen für die Taten des 11. 9. 2001 berichtete, heißt Khalid Scheich Mohammed. Er wurde der Folter unterzogen: Waterboarding, 187-mal. Der Mann, dem man so viel Wasser in den Mund schüttete, dass er ausgesprochen redselig wurde, hat mehr zugegeben, als er verüben konnte. So hat er auch gestanden, einen Anschlag auf eine amerikanische Bank geplant zu haben, die drei Jahre nach seiner Internierung in Guantanamo überhaupt erst gegründet wurde. Die Untersuchungskommission bekam Khalid Scheich Mohammed nicht zu sehen, nicht einmal die Protokolle seiner Vernehmungen durfte sie lesen. Sie musste sich mit den Zusammenfassungen der CIA zufriedengeben.
Etliche offizielle Papiere, Gesprächsprotokolle, Berichte wurden der Kommission vorenthalten. Die innere Sicherheit mache das erforderlich, hieß es, oder: Die Dokumente und Computerfestplatten seien nicht lesbar beziehungsweise im Zuge der ganz normalen Aktenverwaltung vernichtet. Letzteres, schreiben die Autoren, gelte zum Beispiel für Daten, die das FBI unter dem Rubrum „Able Danger“ gesammelt hatte, bei diesen „unwichtigen“ Daten handelte es sich um Erkenntnisse über die Attentäter, die vor dem 11. 9. gesammelt worden waren. Manche, die nach dem 11. 9. eine Aussage machen wollten, wurden nicht gehört oder mundtot gemacht. So etwa Susan Lindauer.
Susan Lindauer war, so sagt sie, inoffizielle Mitarbeiterin der CIA, mit Kontakten zur Irakischen Botschaft in Washington. Sie entstammt einer gut situierten Familie, ihr Großcousin ist Andrew Card, früher Stabschef im Weißen Haus. Nach dem 11. 9. wollte sie aussagen: Schon im August 2001 habe ein Kontaktmann der CIA sie gewarnt: In New York stehe ein großer Anschlag bevor, sie solle dort nicht hinreisen. 2004 wurde Susan Lindauer verhaftet und wegen Spionage angeklagt. Dann erklärte man sie für geisteskrank. Sie wurde für verhandlungsunfähig erklärt. Laut Bröckers und Walther geschah es zum ersten Mal in der amerikanischen Rechtsgeschichte, dass eine Staatsanwaltschaft auf der Verhandlungsunfähigkeit eines Angeklagten beharrte, obwohl dieser darauf bestand, einem Prozess gewachsen zu sein. Susan Lindauer hatte keinen Erfolg: „Am 15. Januar 2009“, schreiben die Autoren, „zog die Bundesregierung die Anklage gegen sie einfach zurück. Begründung: ,Eine weitere Verfolgung des Falls liegt nicht im Interesse der Justiz.‘ “
Vielleicht noch beunruhigender sind Hinweise, die es möglich erscheinen lassen, dass einige der Attentäter als potentielle Spitzel im Rekrutierungsprogramm der CIA geführt wurden. Zu einer stimmigen Verschwörungstheorie wollen die Autoren gar nicht kommen. Sie pflichten den US-Bürgern bei, die darauf dringen, dass eine neue Untersuchungskommission eingesetzt werde. Der US-Regierung trauen sie freilich alles zu, so auch, dass diese die Attentate selbst eingefädelt habe. Und warum? „Um die Bürger des eigenen Landes schockiert und verängstigt in den Krieg zu schicken“, erst nach Afghanistan, dann gegen den Irak.
Bröckers und Walther haben ein hoch interessantes Buch geschrieben, das nachdenklich stimmt, auch wenn man ihren Vermutungen am Ende nicht folgen mag. Mit dem 11. September hat sich auch der Hamburger Historiker Bernd Greiner beschäftigt. Die Vorstellung, die USA selbst könnten hinter den Attentaten stecken, erledigt er in seinem vorzüglichen Buch über „den Tag, die Angst, die Folgen“ mit einer klugen Beobachtung: Manche Verantwortliche im Weißen Haus hatten am 11. 9. 2001 große Angst – „Vizepräsident Cheney fürchtete um sein Leben“. Noch lange nach dem 11. 9. habe er immer nur von dem Anschlag auf das Pentagon in Washington gesprochen und New York nicht erwähnt.
Greiner macht verständlich, warum so viele Amerikaner, darunter auch viele Angehörige der Opfer, sich vom Staat belogen fühlen. Für die Attentäter von 9/11 interessiert er sich weniger als für die Reaktion der US-Regierung. Unter anderem fragt er: Woher die unerhörte, teilweise verfassungswidrige Geheimniskrämerei? Bis heute wird vertuscht, wie viel über die Planung der Attentate zuvor bekannt war. Greiners Argumentation geht über diesen Skandal aber weit hinaus.
Etliche hohe Regierungsmitglieder setzten unter George W. Bush fort, was sie im Kalten Krieg gelernt hatten. Etwas anderes als die Politik der Abschreckung, so Greiner, kennten sie nicht. Cheney, Rumsfeld & Co. hätten die Korrumpierung der Gewaltenteilung, die im Kalten Krieg begann, 2001 weitergetrieben: Die Kräfte im Weißen Haus, seien es die Präsidenten oder ihre Entourage, sind keine Prinzen, sie sind Moloche. Seit 1945 haben die Präsidenten sich immer mehr Macht verschafft, mehr Macht, als die Verfassung ihnen zubilligt: „Abgesehen vom ersten Golfkrieg 1991“, schreibt Greiner, „wurde seit 1980 für keine einzige Militärintervention die Zustimmung der Legislative eingeholt.“ Wer so viel Macht hat, will auch entscheiden, was bekannt werden darf und was nicht. Das Bekenntnis zur Volksherrschaft ist nur mehr Heuchelei.
Der amerikanische Kongress: Er hätte Möglichkeiten, dagegen vorzugehen, doch er tut es nicht. Er fügt sich. Greiner zufolge hat die Mehrheit im Kongress sich damit abgefunden, „dass die Sicherheit der Nation in den Händen eines streitsüchtigen, von lokaler Klientel oder Parteipolitik abhängigen Kongresses schlecht aufgehoben ist“. – Wenn im Weißen Haus gefährliche Leute sitzen, dann hat die Welt das Nachsehen. Nach 9/11 vertrat Vizepräsident Cheney die sogenannte 1-Prozent-Doktrin: Solange die Wahrscheinlichkeit, dass Saddam Hussein für die USA gefährlich war, auch nur ein Prozent betrug, musste man ihn bekriegen. Dies stand im Einklang mit dem „Project for the New American Century“, das die Bush-Clique sich ausgedacht hatte: Die globale Hegemonie der USA war das Ziel. Während des Irakkriegs ließ Verteidigungsminister Rumsfeld ein Papier verschicken, in dem stand: „Wenn wir tatsächlich die Führung übernehmen wollen, dann müssen wir im Grunde wie die Verrückten dieser Welt wahrgenommen werden.“ Aus dieser Sicht, schreibt Greiner, „war es sogar produktiver, grundlos statt mit guten Gründen Krieg zu führen“.
Weltweit wurde lange die Frage gestellt: Ist George W. Bush intelligent, oder ist er so beschränkt, wie der englische Karikaturist Steve Bell ihn oft gezeichnet hat: als Affen. Greiners Buch gibt einige Anhaltspunkte: Für Details habe Bush sich meistens nicht interessiert. Seine Religiosität sei ganz echt: Er halte sich für ausersehen. Greiner legt nahe, dass man Bush für den verfehlten Irakkrieg eigentlich nicht verantwortlich machen könne: Früher war es üblich, dass dem US-Präsidenten Information nur dann vorgelegt wurde, nachdem sie auf ihre Stichhaltigkeit geprüft war. Die Bush-Clique tat das nicht: Jeden windigen Bericht bekam der Präsident zu sehen. Intern sei über das „Prinzip Ofenrohr“ gemunkelt worden. Greiners Analyse von „9/11“ läuft auf eine erschreckende Erkenntnis hinaus: Die amerikanische Demokratie funktioniert nicht mehr. FRANZISKA AUGSTEIN
MATHIAS BRÖCKERS, CHRISTIAN C. WALTHER: 11.9. - zehn Jahre danach. Der Einsturz eines Lügengebäudes. Westend Verlag, Frankfurt a.M. 2011. 320 Seiten, 16,99 Euro.
BERND GREINER: 9. 11. Der Tag, die Angst, die Folgen. C. H. Beck, München 2011. 280 Seiten, 19, 95 Euro.
Wie es kommt, dass viele
US-Bürger sich von ihrem
Staat belogen fühlen.
Rumsfeld: „Wenn wir die Führung
übernehmen wollen, muss die Welt
uns wie Verrückte wahrnehmen.“
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensentin Franziska Augstein lobt Bernd Greiners Buch über die Attentate vom 11. September 2001 als exzellent. Sie bescheinigt dem Historiker, die Vertuschung der US-Regierung hinsichtlich der Aufklärung des Anschlags darzulegen. Die Idee, die USA selbst könnten hinter den Attentaten stecken, weist er in ihren Augen aber überzeugend zurück. Vor allem hebt sie Greiner Ausführungen über den Zusammenhang der zunehmenden Korrumpierung der Gewaltenteilung in den USA und der Geheimniskrämerei des Weißen Hauses hervor. Die Analyse des Autors führt für sie zu dem "erschreckenden" Schluss, dass die Demokratie in den USA nicht mehr funktioniert.

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