Burgund - Kamp, Hermann
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Hermann Kamp bietet eine kompetente, informationsreiche und gut geschriebene Einführung in die Geschichte eines der politisch wichtigsten und kulturell lebendigsten Räume Europas. Er beschreibt vielfältige Entwicklungen, die das einstige Königreich und spätere Herzogtum Burgund in den Bereichen Herrschaft, Kirchengeschichte und Kunst vom Frühmittelalter bis zur frühen Neuzeit erfahren hat.…mehr

Produktbeschreibung
Hermann Kamp bietet eine kompetente, informationsreiche und gut geschriebene Einführung in die Geschichte eines der politisch wichtigsten und kulturell lebendigsten Räume Europas. Er beschreibt vielfältige Entwicklungen, die das einstige Königreich und spätere Herzogtum Burgund in den Bereichen Herrschaft, Kirchengeschichte und Kunst vom Frühmittelalter bis zur frühen Neuzeit erfahren hat.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe Bd.2414
  • Verlag: Beck
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: 30. Januar 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 118mm x 12mm
  • Gewicht: 133g
  • ISBN-13: 9783406536144
  • ISBN-10: 340653614X
  • Artikelnr.: 20934733
Autorenporträt
Hermann Kamp lehrt als Hochschuldozent Mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster.
Rezensionen
Besprechung von 16.08.2007
Der kurze Herbst des Mittelalters

Hermann Kamp hat ein kluges Buch vorgelegt, präzise erzählt, wenn es um die Fakten geht, und in genau dem Maß unterhaltsam, das den historischen Laien weiterlesen lässt und den Fachkollegen nicht in die Langeweile entlässt. Der Dozent für Mittelalterliche Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster beginnt mit der fränkischen Eroberung des Burgunderreichs im Jahr 534. Vorher gab es bereits die Burgunder, jedoch kein Territorium, das ihnen zugeordnet wurde, mithin kein Burgund. Der Legende nach stammen die Burgunder aus Skandinavien, womöglich von der Insel Bornholm. In der Forschung ist diese Herkunft längst fraglich. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber entstand im fünften Jahrhundert ein erstes Burgunderreich, und zwar bei Worms. So steht es im Nibelungenlied. Das Reich ging unter. Es folgten weitere, die ebenfalls untergingen: Merke, die Geschichte Burgunds ist die der großen Brüche und Lücken. Immer wieder mal verschwindet Burgund von der Landkarte. Kamp endet mit der französischen Gebietsreform, in deren Rahmen 1972 die Verwaltungsregion "Bourgogne" geschaffen wurde - nachdem das politische Ende Burgunds 1790 verkündet worden war und die Erinnerung an die Bedeutung Burgunds mehr noch als in Frankreich in Belgien und den Niederlanden gepflegt wurde. Im Jahr 1919 brachte der Historiker Johan Huizinga sein epochales Werk "Herbst des Mittelalters" als eine Hommage an die politische und kulturelle Kraft Burgunds heraus. Auch dies steht in dem schmalen, auf Hochglanzabbildungen ganz verzichtenden Büchlein über ein Staatsgebilde, das im frühen Mittelalter von Basel bis Aix-en-Provence, in der frühen Neuzeit von Groningen bis Mâcon reichte. Den enormen geographischen und zeitlichen Rahmen auf nur 128 Seiten darzustellen ist die vielleicht größte Leistung des Autors.

ksi

"Burgund. Geschichte und Kultur" von Hermann Kamp. Verlag C. H. Beck, München 2007. 128 Seiten, fünf Abbildungen und zwei Karten. Broschiert, 7,90 Euro.

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