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"Wörter Sex Schnitt." ist eine 5CD-Box mit Originaltonaufnahmen von 1973 - situativ entstandene Aufnahmen; Monologe, Collagen, Cut-ups, die zum großen Teil nicht in gedruckter Form, sondern nur auf Band vorliegen. Das umfangreiche Booklet enthält zahlreiche Faksimiles und stellt ein einzigartiges Dokument dar.

Produktbeschreibung
"Wörter Sex Schnitt." ist eine 5CD-Box mit Originaltonaufnahmen von 1973 - situativ entstandene Aufnahmen; Monologe, Collagen, Cut-ups, die zum großen Teil nicht in gedruckter Form, sondern nur auf Band vorliegen. Das umfangreiche Booklet enthält zahlreiche Faksimiles und stellt ein einzigartiges Dokument dar.
Autorenporträt
Rolf D. Brinkmann, geb. 16.04.1940 in Vechta, begann Brinkmann 1959 eine Buchhandelslehre in Essen. Seit 1962 in Köln; Pädagogikstudium., dann freier Schriftsteller. Aufenthalte in Rom (Villa Massimo), London, Gastdozent in Austin/Texas. Brinkmann flüchtete sich in die Rolle des provozierenden Rebellen, für den das Leben 'etwas unvorstellbar Gemeines, Viehisches' war: einerseits Auflehnung gegen die biologischen Gegebenheiten des Daseins und Abscheu vor dem Leben, andererseits Faszination und Zustimmung. Sein Credo 'Ich bin für den einzelnen.' Brinkmann machte die amerikanische Pop-Lyrik in Deutschland bekannt und wurde selbst der führende Pop- und Underground-Lyriker Deutschlands in den 60er Jahren. Brinkmann wurde 1975 mit dem Petrarca-Preis ausgezeichnet. Er starb am 23. 4.1975 in London.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Ende des Jahres 1973 stellt der WDR dem Schriftsteller Rolf Dieter Brinkmann für eine Serie mit dem Titel "Autorenalltag" ein Tonbandgerät zur Verfügung. Der entdeckt darin ein wunderbares Spielzeug und dieser Entdeckung verdanken wir wiederum, jedenfalls nach Ansicht des Rezensenten Frank Schäfer, eine ziemlich tolle Nachlass-Überraschung. Zum einen stellt Brinkmann offenbar allerhand Albernes an mit seinem Tonbandgerät - er quatscht Unbekannte an und drängt auch seine Frau und seinen Sohn zu Äußerungen -, zum anderen aber kommt es auch zur Dichterlesung ganz eigener Art. Neben dem Vortrag von schriftlich Festgehaltenem extemporiert er, oder, in den Worten von Frank Schäfer: Er "singt, zischt, brüllt, skandiert, flüstert, stöhnt, ächzt" - und zwar so virtuos, dass sich der Rezensent am Ende fragt, ob der Dichter Brinkmann in dieser Form nicht vielleicht sogar besser zu genießen ist als in seinen oft anstrengenden Prosa-Texten.

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