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Benutzername: apoitzsch
Wohnort: Weinböhla
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Danksagungen: 30 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 15.09.2015
Liebten wir
Blazon, Nina

Liebten wir


schlecht

Lange habe ich versucht, diesem Buch doch noch eine Chance zu geben, aber nach 272 Seiten konnte ich beim besten Willen nicht mehr und habe den neuen Roman von Nina Blason “Liebten wir” abgebrochen. Obwohl mich die Leseprobe neugierig auf das Buch gemacht hatte, hielt das Buch für mich nicht das bereit, was ich erwartet hatte.

Die Protagonistin ist Moira – genannt Mo – sie ist leidenschaftliche Fotografin und sieht mehr hinter die Bilder, als nur darauf. Für Mo gibt es in jeder Familie versteckte Geheimnisse, die sie mit ihren Fotos einfangen will. Und genau da gehen die Meinung von Mo und ihrem Freund Leon sehr weit auseinander – er ist der Meinung Mo interpretiert zu viel in die Bilder hinein. Doch für die Fotografin sind die Fotos die Wahrheit des Familienlebens. Im “wahren” Leben dagegen sieht es bei ihr ziemlich mies aus – der Kontakt zu ihrem Vater ist abgebrochen und zu ihrer Schwester eher spärlich. Doch eigentlich wünscht sich Moira eine funktionierende Familie. Wie gerufen kommt da das Familienfest von Leon.

Jedoch soll genau dieses zu Mo’s absoluter Katastrophe werden. Denn alles, was schief gehen kann, geht auch schief. Mo sieht nur einen einzigen Ausweg – Flucht. Nur allein ist sie dabei nicht, denn die hochbetagte Großmutter der Familie – Aino – sieht in dieser Flucht die Chance, endlich ihren letzten Traum erfüllen zu können. Und so begeben sich die beiden auf eine turbulente Reise nach Finnland.

Der Anfang des Romanes war noch ganz spannend, die Einblicke in Mo’s Arbeit ließen sich flüssig lesen. Als es dann allerdings auf die Familienfeier zuging, kippte für mich die Stimmung des Buches. Zwar war es dort noch relativ spannend, die “Flucht” war ein guter Höhepunkt. Nur so richtig verstehen, wieso Mo das getan hatte, konnte ich nicht.
Generell ist der Charakter Moira für mich einer, den ich nicht verstehen kann und wo ich auch keine wirklichen Sympathien aufbaue. Ich empfand sie als eigensinnig, bockig und auch ein wenig naiv. Und chaotisch nicht zu vergessen.

Die Reise der beiden Frauen zog sich immer weiter in die Länge. Zumal ich sowieso nicht wirklich verstanden habe, wie die beiden so weit kommen konnten. Auch manche Umstände, die erwähnt werden, finde ich persönlich zu sehr aus der Luft gegriffen. Klar, Mo hat Leons Auto genommen, doch ist das ein Grund, gleich die Polizei zu rufen, wenn man das Chaos vorher bei der Feier bedenkt? Und,dass die Großmutter sich dazu schleicht, würde ich nicht unbedingt als Entführung bezeichnen, aber das ist Ansichtssache. Wieso die Beiden allerdings dann so weit kommen, finde ich merkwürdig. Denn Sympathie gab es zwischen Aino und Moira ebenfalls nicht. Trotzdem muss ich sagen, dass die alte Dame mir wesentlich sympathischer war. Auch sie ist stur, hat in ihrem Leben aber schon so viel mitgemacht, dass man ihr dies verzeihen kann. Meiner Meinung nach stärkt das den Charakter Aino nur. Und die alte Damen hat ein Ziel, im Gegensatz zu Moira.

Vielleicht bekommt das Buch in der Zukunft noch mal eine Chance. Momentan bin ich aber eher enttäuscht, als das ich mich dazu durchringen könnte, es weiter zu lesen.

Bewertung vom 15.05.2015
Der Sommer, in dem es zu schneien begann
Clarke, Lucy

Der Sommer, in dem es zu schneien begann


ausgezeichnet

Von einem Moment auf den anderen ändert sich das Leben von Eva komplett. Nur ein Jahr nach der Hochzeit verliert sie ihren Mann Jackson bei einem Angelunfall und fällt in ein tiefes Loch. Ihr wird bewusst, wie kurz sie Jackson nur kannte. Um mehr von ihm und seiner Vergangenheit zu erfahren, aber auch um die Trauer zu teilen, beschließt sie zu Jacksons Familie nach Tasmanien zu reisen. Doch anstatt Trost und Unterstützung stößt sie auf eine Familie, die sie lieber wieder ganz schnell in England sehen würde. Willkommen fühlt sie sich keinesfalls, doch abreisen möchte sie auch nicht. Aber was sie dann erfährt, wirft das Bild ihres geliebten Mannes noch einmal völlig über den Haufen und Eva aus der Bahn.

In dem Roman “Der Sommer, in dem es zu schneien begann” erzählt Luca Clarke eine etwas andere Liebesgeschichte. Es geht nicht darum, wie sich zwei Menschen finden, sondern wie Eva mit dem Verlust ihres Ehemannes umgeht. Dabei wird ihr bewusst, wie wenig sie doch eigentlich von ihm wusste und dass ihre Liebe schnell in der Ehe mündete.

Ich finde die Hauptcharaktere sind sehr gut von der Autorin beschrieben worden. Man lernt sie so nach und nach immer besser kennen und versteht auch, wieso sie sind, wie sie sind.
Vor allem konnte ich mich sehr gut in Eva hineinversetzen. Die Hoffnung, die sie hatte, ihren Mann noch zu finden, die Trauer, als sie merkte, dass er wirklich tot sein muss und die Verzweiflung, als sie zu seiner Familie fliegt und sich dort nicht willkommen fühlt. Dennoch hat sie nicht aufgegeben. Dann musste sie aber Dinge erfahren, die sie nicht glauben kann. Sie weiß selber nicht mehr, was wahr ist und was Lüge, vor allem aber, wem sie glauben kann. Jackson wirkt auf sie plötzlich wie ein fremder Mensch.

Aber auch Saul hat mir sehr gut gefallen. Zuerst war er mir zwar unsympathisch, weil er Eva so hat abblitzen lassen. Doch als er sich um sie gekümmert hat, nachdem es ihr schlecht ging, gefiel er mir doch ganz gut. Eigentlich ist er ein sehr netter Kerl, nur wollte er Eva davor schützen, was sie auf der Insel erfährt.

Die Handlung selber ist sehr emotional. Lucy Clarke beschreibt sehr gut, wie Eva sich fühlt. Man kann sie verstehen, auch wenn es für mich persönlich manchmal noch ein bisschen emotionaler hätte sein können. Auch versteht die Autorin sehr gut, wie man die Spannung halten kann – denn nicht immer kommt alles so, wie man denkt. Manche Stellen konnte ich mir zwar vorher schon denken, dass es so kommen würde, aber nicht immer habe ich Recht behalten.

Was man auch erwähnen muss, ist, dass die Landschaft sehr schön beschrieben ist. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen – das Land, das Meer, manchmal fühlte ich mich, als wäre ich selber in Tasmanien gewesen.

Insgesamt muss ich sagen, dass der Roman mir sehr gut gefallen hat und ich ihn nur empfehlen kann. Eine sehr schöne Lektüre für den Sommer – gefühlvoll und dennoch nicht kitschig.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.04.2015
Winterflammen / The Darkest London Bd.3
Callihan, Kristen

Winterflammen / The Darkest London Bd.3


gut

Poppy’s Leben wird schlagartig ein anderes – ihr Mann Winston wird von einem Werwolf angegriffen und Poppy muss ihr seit Jahren gut gehütetes Geheimnis preisgeben. Wie auch ihre Schwestern besitzt sie eine außergewöhnliche Gabe. Und genau dieses Geheimnis zerstört ihr bisheriges Leben.
Nicht nur, dass ihre Schwestern ihr den Rücken kehren, das schlimmste für Poppy ist der Verlust ihres wahrheitsliebenden Ehemannes.

Drei Monate vergehen, in denen sich das Paar nicht sieht. Dann erhält Poppy eine Information, dass ein Dämon sowohl hinter ihr, als auch hinter Winston her ist. Ohne zögern macht sich Poppy auf den Weg nach Paris zu ihrem Liebsten. Dieser ist zwar alles andere als begeistert, dennoch stellen sie sich gemeinsam der Gefahr. Denn auch Winston muss sich eingestehen, dass sein bisheriges Leben auf einer Lüge basiert, deren Tribut ihn jetzt einholt.

Im dritten Band der “The Darkest London”-Reihe dreht sich die Geschichte um Poppy Ellis, die älteste der drei Schwestern, und ihren Mann Winston Lane. Die beiden versuchen ihre Ehe zu retten, doch so richtig mag es ihnen nicht gelingen. Zu viel steht zwischen den beiden und so nach und nach erfährt man einiges über die Vergangenheit des Paares.

Es ist interessant, dass zwar das Prinzip geblieben ist, wie sich zwei Menschen finden, doch der Hintergrund ist in diesem Teil ein anderer. Poppy und Winston sind bereits verheiratet und müssen nun durch eine Krise, die ihnen schwerer nicht fallen könnte.
Winston glaubte, eine normale Sterbliche geheiratet zu haben, doch Poppy ist mehr als das. Auch sie hat eine besondere Gabe, gleichzeitig ist sie aber auch das Oberhaupt der “Gesellschaft zur Unterdrückung Übernatürlicher”. Somit bricht für ihn die heile Welt zusammen. Er braucht Abstand von allem und zieht sich zurück, trotzdem liebt er Poppy nach wie vor über alles.
Natürlich ist auch Poppy verletzt, ihr Ehemann lässt sie im Stich in dem Moment, wo sie ihn am meisten braucht. Immer musste sie die Starke sein, ihr Geheimnis bewahren und konnte sich selber niemandem anvertrauen, nicht einmal ihren Schwestern. Selbst diese kehren ihr jetzt den Rücken.
Doch lange Zeit halten sie es nicht getrennt aus. Als Poppy die Warnung bekommt, ein Dämon verfolge sie und ihren Mann, nehmen die beiden den Kampf gemeinsam auf. Keiner will den anderen ungeschützt sehen. So wirklich miteinander geht es nicht, aber ohneeinander eben auch nicht.

Das ständige hin und her zwischen den beiden wurde mit der Zeit ein wenig nervig. Es war zwar schön zu erfahren, was in der Vergangenheit passiert ist, wie sich Poppy und Winston kennen gelernt haben, aber das “Ja” und dann doch wieder “Nein” war für mich zu anstrengend. Eine klare Linie wäre schöner gewesen.
Vor allem, weil die Wende immer dann kommt, wenn man denkt “jetzt kommen sie wieder zusammen”. Dann reicht eine kleine Geste und alles zerbricht wieder zwischen Poppy und Winston.

Ich muss ehrlich sagen, mir fiel es schwer, in die Geschichte hinein zu kommen und ihr zu folgen. Es hat mich nicht so gefesselt, wie die anderen Bände. Zwar war der Schreibstil gut, die Beschreibungen sehr detailliert, wie auch in den beiden Vorgängern, auch Action gab es… doch das gewisse Etwas hat mir leider gefehlt. Vielleicht lag es daran, dass es hauptsächlich erotische Szenen zwischen Poppy und Winston gab und mir das ziemlich auf den Wecker ging…

Bewertung vom 01.01.2015
Die Begabte / Die Magie der tausend Welten Trilogie Bd.1
Canavan, Trudi

Die Begabte / Die Magie der tausend Welten Trilogie Bd.1


sehr gut

Tyen ist Student der Magie und Archäologie an der Akademie. Er begleitet Professor Hofkratzner auf eine Ausgrabung ins Maienland und macht dort in einem alten Grab eine erstaunliche Entdeckung – er findet ein magisches Buch. Dieses Buch, genannt Pergama, ist mehrere tausend Jahre alt und wurde dazu geschaffen, Wissen zu sammeln und zu speichern. Normalerweise müsste Tyen seinen Fund dem Proffesor und somit der Akademie übergeben. Doch ausnahmsweise hält er sich nicht an die Regeln und nutz Pergama um sein Wissen aufzubessern und ihr zu zeigen, wie sich die Welt weiterentwickelt hat. Ganz glücklich soll er damit nicht werden, denn das Buch wird entdeckt und eine schwierige Zeit beginnt für Tyen.
In einer anderen magischen Welt lebt Rielle. Hier wird Magie nur von Priestern genutzt, ansonsten ist es den Menschen verboten, Magie zu erlernen oder zu benutzen. Rielle hat eine besondere Gabe, sie kann Magie sehen. Allerdings weiß davon nur sie selber und ihre Tante, denn auch das Sehen von “Schwärze” ist etwas ungewöhnliches. Als Rielle von einer Tempelstunde nach Hause zurückkehren möchte, wird sie von einem Befleckten – einem Magier ohne Ausbildung – überfallen und verschleppt. Sie kann gerettet werden, doch soll dieser Tag ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen.
“Die Begabte” ist der erste Teil der neuen Trilogie von Trudi Canavan. Ich finde es ganz spannend, dass es zwei Handlungsstränge gibt, die in zwei unterschiedlichen Welten spielen. Beide werden aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschildert.
Einer der Hauptfigur ist Tyen, der Student, der immer alles richtig machen möchte und einen festen Plan hat, wie sein Leben verlaufen soll. Er ist zielstrebig, erfinderisch und möchte einmal die Welt, in der er lebt, durch seine Erfindungen verbessern. Aber auch seinen Vater möchte er damit stolz machen.
Leider kommt es nicht so, wie er es gerne hätte. Zwar ist er wahnsinnig Stolz darauf, ein magisches Buch gefunden zu haben, doch sieht die Akademie dies ein wenig anders und es kommt zum Streit. Tyen wird zum Spielball und trifft letztendlich eine Entscheidung, die sein ganzes Leben verändern soll. Trotzdem bereut er nicht einen Schritt, den er getan hat.
Dagegen steht Rielle. Sie ist Tochter einer Färberfamilie. In Ihrer Welt herrscht ein Glauben daran, das Magie nur den Engeln vorbehalten ist und lediglich Priester zur Ausübung ihrer Arbeit ein wenig davon nutzen dürfen. Sie hat allerdings die Gabe, “Schwärze”, also das Nicht-vorhanden-sein von Magie zu sehen. Doch versteckt sie diese Gabe. Denn Menschen, die “Schwärze” sehen können, werden an einen unbekannten Ort gebracht und davor haben Rielle und ihre Tante, die als Einzige davon weiß, Angst. Als Rielle aber von einem Befleckten angegriffen wird und die Stadt danach in Angst lebt, weil eine Verführerin immer mehr Menschen Magie beibringt, fast sie einen Entschluss, der auch ihr Leben völlig auf den Kopf stellen soll. Dabei verliebt sie sich in ihren Retter, Izare, was sie nur noch mehr in die Zwickmühle bringt. Denn Izare ist Maler und damit weit unter ihrem gesellschaftlichen Rang.
Trudi Caravan weiß genau, wie sie zwei so völlig verschiedene Handlungsstränge wunderbar in einem Buch vereinen kann. Es wird immer an einer sehr spannenden Stelle unterbrochen und die Geschichte des jeweils anderen Charakter geht weiter. Dennoch hatte ich nie das Gefühl in einer der beiden Geschichten verloren zu sein. Schade ist nur, dass sich Tyen und Rielle bisher nicht kennengelernt haben, aber ich denke, dass wird sich bald ändern.
Ungewöhnlich für die Autorin fand ich, dass sie sehr viel Zeit investiert, die Charaktere so genau in ihrer Welt zu beschreiben. Man bekommt bei beiden sehr viel Hintergrundinformationen, was einerseits gut ist, da sich die Welten so sehr unterscheiden. Andererseits zog sich das stellenweise sehr weit hin und die Spannung hat dadurch darunter gelitten. Aber es gibt auch genug Verfolgungsjagden und Liebesszenen, was einen diese Stellen vergessen lässt.

Bewertung vom 07.12.2014
Der Weg ins Labyrinth / Magisterium Bd.1
Clare, Cassandra; Black, Holly

Der Weg ins Labyrinth / Magisterium Bd.1


gut

Callum Hunt ist der typische Außenseiter – in der Schule nicht sehr beliebt, gehandicapt mit einem lahmen Bein und seine spitze Art tut sein übriges. Dazu kommt, dass ihm sein Vater von klein an dazu erzogen hat, alles zu tun um nicht vom Magisterium aufgenommen zu werden. Denn Magie ist etwas schlechtes – sagt Alister.
So wird Call von ihm angewiesen, durch die magische Prüfung zu fallen. Das versucht er auch, scheitert bei den Prüfungen kläglich – und wird trotzdem von Master Rufus als Lehrling auserkoren.
Zusammen mit seinen Mitschülern Aron und Tamara muss er sich nun dem Schulalltag stellen und lernt das Magisterium nun selbst kennen – und auch lieben.
Doch einfach soll es für ihn im Magisterium nicht werden…

Die Autorinnen Holly Black und Cassandra Clare haben eine sehr eigene, magische Welt erschaffen. Die Prüfungen waren zu beginn recht interessant, auch dass die Lehrer ihre Schüler wählen und nicht einfach Klassen gebildet werden, fand ich sehr gut.

Callum selber war mir zu beginn ein recht unsympathischer Charakter. Ich fand ihn trotz seiner 12 Jahre sehr naiv, extrem Vorlaut und irgendwie kam ich einfach nicht so richtig zu ihm durch. Allerdings hat sich das im weiteren Verlauf der Geschichte gebessert.
Aaron dagegen war mir von Anfang an sehr sympathisch. Der typische nette Junge von nebenan, zuvorkommend, freundlich, für mich einfach sehr sympathisch, auch wenn es scheint, als würde ihm alles in den Schoß fallen.
Tamara ist die typische “Streberin”. Sie möchte die Beste sein, ihre Familie stolz machen und sich gut darstellen. Trotzdem hatte sie auch etwas nettes, was sie für mich auch zu einem angenehmen Charakter gemacht hat.
Diese drei passen als Gruppe sehr gut zusammen, ergänzten sich mit ihren Fähigkeiten, auch wenn sie sich zu Beginn nicht wirklich leiden konnten, sind sie am Ende ein Herz und eine Seele.

Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch nicht anders zu erwarten – sehr einfach gehalten. Für mich war das hin und wieder etwas nervig, was mich fast zum weglegen des Buches gebracht hätte. Doch ich konnte mich dazu durchringen, weiterzulesen und das Buch wurde doch sehr spannend.
Zumal es eine Wendung beinhaltet, die man so nicht erwartet hätte. Denn die beiden Autorinnen haben es wirklich sehr gut angestellt, eine falsche Fährte zu legen, aber dazu möchte ich jetzt nicht so viel sagen.

Was aber auf jeden Fall ein absoluter Blickfang ist, ist das Cover. Darin habe ich mich sofort verliebt. Ich mag so Schnörkeleien ja sehr gerne und das bronzefarbene “Magisterium” ist einfach wunderschön. Zumal man es auch auf den Kopf stellen und lesen kann ;)
Schade ist, dass es wieder nur ein Schutzumschlag ist. Sowas mag ich nicht so gerne, trotzdem seh’ ich mir das Cover immer wieder gerne an. Es macht neugierig auf das Buch.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn der Anfang etwas schleppend war, das Ende dagegen hat mich sehr überrascht und ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

Was ich persönlich sehr schade finde, ist der ständige Vergleich mit den “Harry Potter”-Bänden. Sicher, Parallelen kann man finden, wenn man das will. Ich bin der Meinung, man sollte neutral an das Buch herangehen – das hab ich auch getan – dann wird man auch eine schöne, eigene Geschichte finden, die einen in ihren magischen Bann ziehen kann.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.08.2014
Das Wunschjahr
Lochen, Andrea

Das Wunschjahr


ausgezeichnet

Was wäre, wenn das letzte Jahr total mies gelaufen ist, du einfach auf den Wiederholungsknopf drücken und neu beginnen könntest? Wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht?

Genau das passiert Olive – sie wacht im Jahr 2011 auf, welches sie eigentlich gerade hinter sich gebracht hat. Völlig verwirrt liegt sie neben ihrem Ex-Freund Phil im Bett, doch dieser weiß von der Trennung vor zehn Monaten nichts mehr und macht sich wahnsinnige Sorgen um seine Freundin. Für jeden um Olive scheint es ein ganz normaler Neujahrstag zu sein, wie jeder andere auch, nur sie steckt in einer Zeitschleife fest. Langsam beginnt auch Olive zu realisieren, dass sie dieses Jahr noch einmal durchleben muss.

Doch ganz allein ist sie dann doch nicht – Sherry, eine Bekannte ihrer Mutter, durchlebt ebenfalls dieses Jahr noch einmal und zeigt Olive auf, dass sie es als zweite Chance sehen soll, um ihre Fehler des Vorjahres auszubessern. Sie muss sich bewusst darüber werden, was im ersten 2011 schief gelaufen ist und was davon genau sie verbessern sollte.
Für sie beginnt eine schwierige Zeit, sie weiß, was auf sie zukommt, was das letzte Mal in den Situationen passiert ist. Aber vor allem hat sie Gewissensbisse, weil sie über manche Ereignisse, etwa den Grund für die Trennung, einfach nicht mit Phil reden kann. Sie hat Angst davor, ihn erneut zu verlieren oder andere Menschen, die ihr wichtig sind, wenn sie wieder verletzt werden.

“Das Wunschjahr” von Andrea Lochen war ein für mich sehr emotionaler Roman. Olive war mir von Anfang an sehr sympathisch, ich konnte mich so gut in ihre Situation hineinversetzen. Es hat mich fasziniert, wie genau sie sich an das vergangene Jahr noch erinnern konnte und einem immer im passenden Moment der Ablauf aufgezeigt wurde. Die Rückblendungen fand ich passend eingebaut. Vor allem fand ich es toll, dass nicht nur das letzte Jahr reflektiert wurde, sondern in gewissem Sinne Olive’s komplettes Leben – wie sie ihre beste Freundin Kerrigan und ihren Freund Phil kennenlernte, die Leukämieerkrankung ihres Vaters, sein Tod und ihre Arbeit auf der Intensivstation.

Der Schreibstil hat dort natürlich auch einiges zu beigetragen. Ich konnte mir vieles sehr gut bildlich Vorstellen, aber auch die Gefühle wurden sehr schön beschrieben. Generell habe ich mich im kompletten Verlauf der Geschichte sehr gut aufgehoben gefühlt. Zumal ich mich durch meinen eigentlichen Beruf auch gut in das Arbeitsleben von Olive hineinversetzen kann. ;)

Olive lebt ihr Leben in dieser zweiten Chance zum Teil ganz anders, was ich daran aber interessant fand ist, dass sie zwar weiß, wie ihre Reaktion beim ersten Versuch ankam, jedoch nicht, was jetzt passiert, wo sie sich anders verhält. Sie malt sich wunderbare Szenen aus und doch kommt es dann wieder anders. Beispielsweise als sie einem Patienten helfen will und dann aber niedergeschlagen ist, weil sie es sich etwas anders vorgestellt hat.
Somit zeigt der Roman sehr schön, dass man sein Verhalten zwar ändern kann, wenn man so eine Chance erhält, aber dennoch nie vorhersieht, was der zweite Weg für Tücken bereithält.

Ich muss diesmal auch ein paar Worte zum Cover verlieren, denn das war es, was mich im allerersten Augenblick zum Buch gezogen hat. Ich finde es sehr passend zum Inhalt des Buches. Man sieht ein Pärchen, genauer gesagt die Füße, am oberen Rand und die Reflexion des Paares im Wasser. Mir gefiel es einfach, es zeigt die zwei Seiten, die Olive in den beiden Jahren geht. Das einzige Problem, was ich dabei hatte, ich wollte das Buch immer verkehrt herum aufschlagen.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass ich “Das Wunschjahr” jedem nur empfehlen kann, der über Freundschaft, Liebe und eine zweite Chance im Leben etwas lesen möchte. Ich bin begeistert.

Bewertung vom 07.08.2014
Keine Zeit für Traummänner / Time Thief Bd.1
MacAlister, Katie

Keine Zeit für Traummänner / Time Thief Bd.1


gut

Kiya’s Geschichte beginnt beim Arzt, weil sie – mal wieder – vom Blitz getroffen wurde. Dabei wird doch gesagt, der Blitz schlägt nicht zweimal an der selben Stelle ein. Nun, bei Kiya ist dies der Fall, doch einen Schaden hat sie anscheinend davon nicht. Außer das sie weder Job noch Geld hat. Und ein kaputtes Auto – Eloise – welches sie auf dem Weg nach Hause im Stich lässt und einfach nicht mehr anspringen will.
Verloren irgendwo im nirgendwo trifft sie auf die Familie Fas, bei der sie Unterschlupf und einen Job findet. Als Hundesitterin will sie so lang bei den Faa’s bleiben, bis sie genug Geld für die Reparatur von Eloise zusammen hat und wieder fahren kann.

Bei einem Spaziergang trifft sie auf ein weiteres Familienmitglied – den Außenseiter Peter, welcher für die Wache arbeitet – und fühlt sich von ihm magisch angezogen. Die Ereignisse überschlagen sich, nichts ist mehr wie vorher, denn Kiya findet heraus, was und wer sie wirklich ist – ein Traveller.
Peter ist einem Mörder auf der Spur, den er in den Reihen seiner Familie vermutet, denn ein Sterblicher hat die Morde, die er untersucht, nicht begangen. Eine spannende Zeit beginnt…

… sollte man zumindest meinen. Ich sehe das leider etwas anders. Denn die spannenden Stellen haben doch eher auf sich warten lassen. Die Idee der Reihe “Time Thief” von Katie MacAlister hat mich eigentlich begeistert und durch den Klappentext war ich wirklich sehr gespannt, was in dem Buch passiert. Doch leider bin ich enttäuscht worden. Ich hatte wirklich mehr erwartet.

Mit Kiya, der Hauptperson, konnte ich mich absolut nicht anfreunden. Sie ist absolut schräg, aber in einer Art und Weise, mit der ich nicht umgehen konnte. Mir persönlich kam sie an einigen Stellen eher wie ein kleines, quirliges Kind vor, das seinen Mund nicht halten kann, als eine erwachsene Frau. Sicher, manche Stellen hatten dadurch ihren Charme, aber im großen und ganzen hat es mich einfach nur genervt.

Genauso flach fand ich aber auch Peter Faa. Als “Kommissar” hatte ich mir von ihm ebenfalls mehr erwartet. Zu Beginn ist er ein wenig schwer von Begriff, was Kiya’s Andeutungen ihm gegenüber betrifft, kann dann aber auch seine Finger und Gedanken nicht von ihr lassen und verliert so schnell den Bezug zu seiner eigentlichen Aufgabe.

Die Aufklärung des Mordes schwebt zwar unterbewusst immer irgendwo mit im Raum, allerdings gewinnt die Geschichte der Liebesbeziehung der beiden die Oberhand. Nicht, dass ich etwas gegen Liebesromane hätte, aber ein bisschen mehr Krimi hätte ich mir hier doch gewünscht. Wie gesagt, die spannenden Szenen sind eher weniger, am Schluss gibt es ein paar, aber für mich persönlich fand ich es einfach zu wenig.

Auch der Schreibstil konnte mich hier nicht überzeugen. Für mich kamen zu viele Dialoge vor. Immer mal wieder Gespräche sind zwar schön und gut, aber ich hatte das Gefühl, das ganze Buch besteht aus einer einzigen Konversation ständig zwischen irgendwelchen Menschen. Auch gefiel mit der Sprung zwischen der Erzählperspektive nicht. Mal wurde von Kiya aus geschrieben, dann wieder von Peter aus. Generell hab ich damit kein Problem, aber hier bin ich irgendwie nicht hinein gekommen.

Der einzige Charakter, der mich überzeugt hat, war Sunil, der kleine Animus, welcher an Peter gebunden ist. Er war witzig, in seiner Art originell und hat die ganze Geschichte ein wenig aufgelockert.

Alles in allem bin ich doch eher enttäuscht von dem Buch, wobei ich mich doch so darauf gefreut habe. Den gerade der Umstand, das Menschen von den Travellern Zeit gestohlen wird, damit sie selber unsterblich werden, hat mich neugierig gemacht. Es war mal etwas anderes, als die üblichen Fantasy-Ideen ;)
Vielleicht wird ja der zweite Teil dann doch besser und die Reihe kann mich doch noch überzeugen. Ich werde mich überraschen lassen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.05.2014
Im Bann des Mondes / The Darkest London Bd.2
Callihan, Kristen

Im Bann des Mondes / The Darkest London Bd.2


ausgezeichnet

Endlich frei. Daisy Ellis Craigmore, Schwester von Miranda Archer, hat ihr Trauerjahr endlich überstanden und kann nun ein neues Leben beginnen. Voller Lebensmut und ohne einen Gedanken an ihren verstorbenen tyrannischen Ehemann begibt sich Daisy zurück in das gesellschaftliche Leben und zeigt dieser, dass sie nicht mittellos zurückgelassen wurde, wie ihr Mann es gerne gehabt hätte. Auf einer Veranstaltung ihrer Freundin Alexis feiert Daisy ihre zurückgewonnene Freiheit. Doch das Blatt soll sich schnell wieder wenden.

Denn ihre Freundin wird ermordet, ebenso wird Daisy selber von dem Mörder, einem Werwolf angegriffen. Nur durch den Einsatz des Lykaners, Ian Alasdair Ranulf, Lord Northrup, überlebt sie. Lord Northrup bringt sie in sein Anwesen und kümmert sich um Daisy, welche die Geschehnisse selbst erst einmal verarbeiten und glauben muss.

Der gut aussehende Lord Northrup stellt Daisy unter seinen persönlichen Schutz vor dem Werwolf, was der jungen Frau zuerst komplett gegen den Strich geht. Doch mit der Zeit fügt sie sich dem Schicksal, die beiden kommen sich erstaunlich nah und machen gemeinsam Jagd auf den Werwolf. Dabei geraten beide in ungeahnte Konflikte.

Im zweiten Teil der „The Darkest London Reihe“ von Kristen Callihan, spielt die mittlere der drei Ellis Schwestern, Daisy, die Hauptrolle. Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut, man fühlt mit Daisy mit und kann sich, meines Erachtens nach, auch sehr gut in sie hineinversetzen.
Auch wenn sie als sehr selbstbewusste Frau beschrieben wird, merkt man ihr doch an einigen Stellen an, welche Spuren ihre verhasste Ehe hinterlassen hat.

Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Ian und Daisy finde ich sehr interessant, aber auch sehr angelehnt an den ersten Teil. Die beiden spüren eine Anziehung zueinander, wollen diese aber aufgrund ihrer Vergangenheit nicht wirklich zulassen. Beide sind verletzt worden und wollen dies nicht wieder durchleben. Sie spüren aber, dass der eine dem anderen gut tut oder auch fehlt und wichtig ist. Ich finde dies einfach wunderbar beschrieben.
Auch sind sie sehr leidenschaftlich miteinander, was mich auch wahnsinnig berührt hat. Ich bin eher nicht der Typ für erotische Bücher, aber das nenne ich Leidenschaft.

Genau wie Miranda hat auch Daisy eine besondere Gabe. Im Gegensatz zum ersten Teil wird diese dem Leser zwar auch verheimlicht, aber Daisy selber weiß selber nicht, dass sie diese besitzt. Somit wird gemeinsam die Gabe entdeckt, was ich persönlich sehr spannend fand, auch wenn Daisy mit ihrer Fähigkeit nicht sehr zufrieden ist.

Alles in allem hat mit „Im Bann des Mondes“ sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf Teil 3 „Winterflammen“.

Bewertung vom 11.02.2014
Das Erwachen der Königin / Nachtmahr Trilogie Bd.1
Schweikert, Ulrike

Das Erwachen der Königin / Nachtmahr Trilogie Bd.1


sehr gut

Lorena ist eine junge, unscheinbare Frau, Anfang zwanzig und erfolgreich bei einer Bank in London angestellt. Eigentlich verläuft ihr Leben in normalen, geregelten Bahnen. Wäre da nicht das Geheimnis, dass sie jede Nacht vor den Augen anderer versucht zu verstecken.
Denn Lorena ist ein Nachtmahr, um Mitternacht verwandelt sie sich in ein unsterblich schönes, aber auch "männerfressendes" Wesen.
Um andere aber vor allem auch sich selbst zu schützen, sperrt sich Lorena jede Nacht in ihrer Wohnung ein. Eine Stunde später ist der Spuk vorbei und sie kann sich in ihre normale Gestalt zurückverwandeln.

Doch dann lässt sich die junge Frau zu einem Treffen nach der Arbeit mit Kollegen hinreißen. Dieser Abend soll ihr komplettes Leben verändern. Lorena trifft ihren alten Schulfreund und Schwarm Jason. Alte Gefühle werden in ihr geweckt und der Nachtmahr gewinnt ein wenig an Stärke. Jason ist Musiker, spielt abends in Bars. Lorena möchte sich mit Jason treffen, doch wie soll sie dies anstellen, ohne ihm ihr Geheimnis zu offenbaren? Wie würde er darauf reagieren?
Lorena verstrickt sich in ein Netz aus Lügen, was es ihr immer schwerer macht, eine Beziehung zu führen und Jason nichts zu sagen.
Ihr einziger Halt ist in dieser Zeit ein altes Notizbuch, in welches Lorena Erinnerungsfetzen ihres früheren Lebens schreibt, als es mit ihrem Dasein als Nachtmahr begann.

"Nachtmahr - Das Erwachen der Königin" ist ein sehr interessanter Auftakt der geplanten Trilogie von Ulrike Schweikert. Die Idee, welche hinter dem Buch steckt, finde ich sehr gut und spannend. Es gibt zwei Erzählstränge in dem Buch. Einmal werden die Geschehnisse aus der Sicht von Lorena geschildert. Sie sieht den Nachtmahr in sich als Fluch. Am liebsten würde sie das Monster in sich mit irgendwelchen Mitteln vertreiben können und sie glaubt, sie ist der einzige Mensch auf der Welt, der mit solch einem Fluch belegt ist.
Die andere Sichtweise ist die von Raika. Sie ist ebenfalls ein Nachtmahr, doch sieht das Wesen in sich eher als Gabe an. Sie liebt es, mit den Männern zu spielen, sie zu verführen und eine gewisse Macht über sie zu haben.
Die Wege der beiden sollen sich im Laufe der Geschichte kreuzen. Denn es gibt eine Lady, welche als Anführerin über alle Nachtmahre, einen Plan verfolgt, in welchem Lorena einen wichtige Rolle spielen soll. Welcher Plan das genau ist, kommt erst zum Schluss und auch nur da sehr wage zum Vorschein.

Der Schreibstil ist für mich persönlich ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen. Ein paar Ausdrucksweisen fand ich nicht sehr passend. Auch empfand ich es manchmal etwas schwierig Sätze zu verstehen, aufgrund eben des Ausdruckes.
Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Das Ende macht es spannend und man möchte wissen, wie es weiter geht.

Ich bin gespannt auf Teil zwei. Nur leider steht bis jetzt noch nicht fest, wann dieser erscheinen wird.

Bewertung vom 17.01.2014
Zucker, Zimt und Liebe
Horstmann, Virginia

Zucker, Zimt und Liebe


ausgezeichnet

Es geht um das Buch von Virginia Horstmann, “Zucker, Zimt und Liebe – Jeannys süße Rezepte”. Bekannt ist sie durch ihren gleichnamigen Blog, auf welchem sie als Jeanny wirklich leckere Kuchenrezepte und süße Kleinigkeiten vorstellt. Sie hat einen wunderbaren Stil zu schreiben. Ich selber bin nur durch Zufall auf diesen Blog aufmerksam geworden, aber ich finde die Rezepte einfach wunderbar. Sie sind einfach, verständlich und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Und genau das spiegelt sich auf in dem Buch wieder. Schon das Cover finde ich wunderschön. Es macht Lust aufs Backen, ich persönlich bekomme da gleich kribbelige Finger und Appetit :)

Auch der Aufdruck ist toll, man fährt darüber und es hat einen Lack darüber und die Buchstaben sind geprägt, das mag ich auch sehr gerne.

Das einzige was mich ein wenig stört ist, dass es ein Klappumschlag ist :( ich mag die einfach nicht, denn egal wie sehr ich auf mein Buch auch aufpasse, diese Umschläge sind immer das erste, was kaputt ist. Gerade bei einem Backbuch oder auch Kochbuch finde ich es auch unpraktisch.

Ich finde, das Buch ohne Umschlag macht auch eine gute Figur. Es sieht dann wirklich nach einem typischen Backbuch aus. Vor allem nach einem für Mädchen, durch das rosa. Auch wenn ich nicht so der Rosa-Fan bin, ich mag es.

Auch das Innenleben des Buches ist sehr gelungen. Es beginnt natürlich mit einem Inhaltsverzeichnis, einem Vorwort und dann geht es gleich zu den kleinen “süßen Sünden”.
Ich finde es interessant gemacht, dass einfach jedes “Kapitel” kurz eingeleitet wird. Auf der einen Seite gibt es viele tolle Bilder, die ebenfalls wieder Appetit machen und kurz zeigen, um was es geht. Dann auf der anderen Seite der Titel und nochmals ein kurzer Text, was einen erwartet.

Zu den Rezepten selber, ich muss ehrlich gestehen, noch bin ich nicht dazu gekommen, eines der Rezepte auszuprobieren, werde ich aber sehr bald tun.Trotzdem muss ich sagen, die Rezepte sind sehr einfach und übersichtlich geschrieben und vor allem beschrieben. Es eignet sich wirklich für Jedermann, man kann nachvollziehen, was man wann machen soll. Ich habe bereits andere Rezepte von Jeanny nachgebacken und sie sind super einfach und wahnsinnig lecker :)

Ich mag auch die Anordnung auf der Seite. Auf einer Seite wieder ein Bild des Backwerkes, auf der anderen Seite dann der Titel der Süßigkeit, kurz eine Beschreibung, dann auf der linken Seite eine Liste mit Zutaten und eventuell noch anderen Dingen, die man brauchen kann, spezielle Formen beispielsweise. Was ich auch super finde, ist die Unterteilung “Für den Teig”, “Für die Füllung”. Ich persönlich finde das sehr praktisch. Für die Einkaufsliste muss man das dann zwar zusammenrechnen, aber ich sehe so gleich, was ich wofür brauche und pack es dann nicht wieder weg.

Wie man merkt, ich bin von dem Buch total begeistert und einfach glücklich, dass es so etwas tolles gibt.
Vor allem, weil Jeanny sich an Kombinationen wagt, die ich so sonst nie ausprobiert habe. Aber ihr könnt mir glauben, es schmeckt toll. Meine Familie ist sehr wählerisch und kritisch, selbst diese konnte ich mit einem Chai-Cheesecake nach einem Rezept des Blog “Zucker, Zimt und Liebe” verzaubern. Leider ist dieses nicht in dem Buch vertreten, dafür aber ein anderen Chai-Kuchen :)

Für alle lesebegeisterten Menschen da draußen, die auch gerne in der Küche am Backofen stehen und den Duft von frischen Kuchen oder andere Gebäck lieben, ich kann euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen ;)

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.