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Bewertungen

Insgesamt 434 Bewertungen
Bewertung vom 11.11.2018
Ein Königreich aus Feuer und Eis (eBook, ePUB)
Wambach, Leni

Ein Königreich aus Feuer und Eis (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Schreibweise der Autorin ist flüssig, bildhaft und sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Wenn ich es richtig gelesen habe, dann ist es mit das Debüt der Autorin und ich finde es tatsächlich durchaus gut gelungen.

Erzählt wird die Geschichte in den ersten 2/3 der Geschichte aus Sichtweise unserer Hauptprotagonistin Andira, welche durch ihre Beobachtungen dafür sorgt dass man einen wirklich guten Überblick erhält. Ab dem letzten Drittel teilt es sich in drei Sichtweisen auf, welche perfekt zur letztlichen Schlacht bzw. dem „Ende“ des Buches passen.

Andira wirkt zu Beginn der Geschichte ängstlich, zurückhaltend und auch leicht eitel und verwöhnt. Sie machte mir tatsächlich den Eindruck einer waschechten Prinzessin, welche einem mit hochgezogener Nase gegenübertritt. Doch innerhalb der Geschichte merkt man, dass auch sie nur eine Maske trägt um sich und andere zu schützen. Sie wächst mit der Reise, findet den Mut in sich und wurde mir persönlich viel sympathischer. Sie ist offenherzig, liebevoll und kann durchaus auch mutig sein wenn die Situation es fordert.

Gardorath ist ein überraschend angenehmer Charakter, der durchaus seinen hochnäsigen Teil hat aber für mich tatsächlich vorwiegend freundlich, offenherzig und liebevoll herübergekommen ist. Natürlich merkt man schon von Beginn an in der Geschichte, dass er etwas verbergt und ich wusste tatsächlich ziemlich früh was sich dahinter verbirgt. Dennoch hat mir sein Charakter sehr gut gefallen, auch weil er nicht immer nur der Starke war und mit seinen Schwächen durchaus menschlich wirkte.

Eine weitere Fee tritt innerhalb der Geschichte noch sehr intensiv mit auf, welche mir mit ihrer Herzlichkeit und liebevollen Art sofort ans Herz gewachsen ist. Sie hat ebenfalls eine greifbare Persönlichkeit erhalten und dazu war sie insgesamt sehr erfrischend mit ihrer Art und Weise.

Alle weiteren Charaktere haben nur einen groben Überblick erhalten. Man konnte sie nicht alle greifen, aber durchaus wahrnehmen und sich ein ganz gutes Bild von ihnen machen. Sie waren nur teilweise wichtig für die Geschichte, sodass es vollkommen ausgereicht hat.

Die Grundidee ist letztlich nicht unbedingt neu, aber mit vielen interessanten und vielversprechenden Bereichen, Entwicklungen und Ideen bestückt. Ich habe mich beim Lesen wohl gefühlt, wurde immer wieder überrascht und musste mit den Charakteren mitfiebern.

Auch wenn ich einige Entwicklungen mir schon vorher gedacht hatte, konnte ich mich gut fallen lassen und der Geschichte folgen. Beginnt es noch relativ ruhig, wird es ab dem Reisenstart schon wesentlich spannender, hitziger und aufklärender. Es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern man wurde regelrecht durch die Geschichte gezogen.

Dieser Einzelband hat mir wirklich großen Spaß gemacht und ich bin gespannt was die Autorin noch für Geschichten zu erzählen hat. Diese über Feen konnte mich gut unterhalten und hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Ein Königreich aus Feuer und Eis“ hat Leni Wambach einen spannenden Fantasy-Abenteuerroman geschrieben, der mich tatsächlich halten und immer wieder überraschen konnte. Sie überzeugt mit starken Charakteren, einfallsreichen Ideen und einer insgesamt spannenden und mitreisenden Umsetzung.

Bewertung vom 11.11.2018
Pro und Contra. Mein Licht in deiner Dunkelheit (eBook, ePUB)
Schulter, Sabine

Pro und Contra. Mein Licht in deiner Dunkelheit (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die Schreibweise der Autorin ist wieder sehr angenehm, gefühlvoll, mitreisend und lässt den Leser in die Geschichte hineinfallen. Ich konnte mir die Umgebung sehr schön vorstellen, die Charaktere lieb gewinnen und einen guten Bezug zu allem aufbauen.

Summer ist eine ruhige, zurückhaltende und gerade zu Beginn eher sehr vorsichtige Persönlichkeit. Sie ist noch nicht richtig geformt, was auch daran liegt, dass sie ihr bisheriges Leben versteckt und mehr oder weniger isoliert von Menschen gelebt hat. Menschliche Interaktion wie Umarmungen und ähnlichen Berührungen ist für sie unmöglich, da sie in ihrem inneren voller Elektrizität ist und somit starke Schmerzen erleidet. Innerhalb der Geschichte wächst sie über sich hinaus, wird stärker und bleibt dennoch ihrem Wesen voll und ganz treu.

Kayden ist ein kleiner Raufbold, lebt ebenfalls irgendwie versteckt und gleichzeitig offen. Er ist ein Registrierter Contra und hofft darauf, niemals seiner Pro zu begegnen. Er hasst sowohl die Regierung, als auch die Pros da sie mit daran Schuld sind, dass sein Leben vorbestimmt sein soll. Trotz, dass er oftmals ein bisschen aus der Haut fahren kann, ist er ein liebenswerter, ehrlicher und treuer Mensch. Sein Charakter hat mir sehr gut gefallen, auch weil er sich selber stets treu geblieben ist.

Auch die weiteren eingebauten Charaktere konnten mich zum größten Teil berühren und überraschen. Sie sind vielfältig, greifbar und haben durchaus alle ihren gewissen Charme.

Die Umsetzung der Geschichte verlief spannend, informativ und gefühlvoll. Wir erleben erst unsere beiden Persönlichkeiten in ihrem Umfeld, wo sie aufgewachsen sind bzw. leben und können so ihre bisherige Seite sehr schön wahrnehmen. Nach und nach wird es dann immer spannender, aufklärender gerade was es mit den Pros und Contras auf sich hat und gefühlvoller, weil die einzelnen Charaktere sich so langsam annähern und kennenlernen.

Die Grundidee selber finde ich ja schon mal unheimlich spannend und ich war neugierig, wie die Autorin hier alles miteinander verweben wird. Letztlich hat sie es verständlich und insgesamt auch abschließend hinbekommen, sodass ich die Geschichte mit einem guten Gefühl beenden konnte.

Die eingebaute Liebesgeschichte hat mir persönlich sehr gut gefallen. Sie ist nicht überhastet, entwickelt sich langsam und gibt dem ganzen Raum zu wachsen. Ich konnte den Charakteren die Gefühle und Entwicklungen durchaus abnehmen und auch die Wendung von „nicht-mögen“ zu „mögen“ hat mich durchaus überzeugen können.

Die Charaktere haben ihren Abschluss erhalten, wobei gleichzeitig das ganze auch noch offen gelassen wurde. Auf Grund der dortigen Situationen und der Grundidee selber hätte alles andere auch nicht richtig gepasst. Und wer weiß, vielleicht dürfen wir ja irgendwann nochmal in die Geschichte eintauchen nur mit ganz anderen Haupt-Charakteren an unserer Seite.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Pro und Contra. Mein Licht in deiner Dunkelheit“ hat Sabine Schulter eine wirklich schöne, gefühlvolle, spannende und wie ich finde durchaus auch außergewöhnliche Geschichte ins Leben gerufen. Die Grundidee war für mich etwas neues und die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir die Umgebungen und Charaktere, sowie die komplette Entwicklung sehr schön vorstellen. Definitiv eine Geschichte die es lohnt zu lesen.!

Bewertung vom 11.11.2018
Elian und Lira - Das wilde Herz der See
Christo, Alexandra

Elian und Lira - Das wilde Herz der See


sehr gut

Die Schreibweise der Autorin ist rau, düster, offenherzig, leicht nachvollziehbar und passt somit hervorragend zum aufgezeigtem Setting der Geschichte.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht unserer Hauptprotagonistin Lira, welche eine Sirene ist und als Kämpferin erzogen wurde. Man erhält einen schönen Einblick in ihr Wesen früher, ihre Entwicklung, ihre jetzige Art und Weise und ihr langsames Verständnis dahingegen wo sie selber mal sein möchte. Lira ist eigentlich ein sehr herzensguter, gefühlvoller und offenherziger Mensch. Das Problem dabei ist, dass dies keine Eigenschaften einer Sirene sein sollten. Diese sind gefährlich, verschlossen und haben keine Gefühle, damit sie niemand verletzten oder angreifen kann. Lira lernt mit den Jahren eine solche Anwärterin für den Thron zu werden, doch glücklicherweise gibt es eine unvorhersehbare Entwicklung in ihrer Geschichte.

Als zweite Erzählerstimme gibt Elian dem Geschehen seine Note und sorgt dafür, dass wir auch seine Seite kennenlernen dürfen. Elian ist Pirat, ein Königssohn und doch irgendwie eher etwas dazwischen. Sein Wesen ist freundlich, stark und dazu gemacht für Frieden zu kämpfen. Elian ist es leid, dass die Menschen unter den Sirenen leiden und immer mehr Königssöhne und andere Männer von den Sirenen getötet werden. Aus diesem Grund begibt er sich seit Jahren mit seiner Mannschaft auf Sirenenfang um endlich befreit von Angst und Sorge zu sein.

Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Die Charaktere, seien es die Mannschaft von Elian aber auch die Familie von Lira sind wirklich schön getroffen, haben ihr Wesen – egal ob gut oder böse – erhalten und konnten bei mir dafür sorgen, dass ich ein Gefühl für sie entwickeln konnte.

Die Geschichte ist nicht komplett unvorhersehbar, birgt aber so einige Überraschungen die mich fasziniert und begeistert haben. Besonders angenehm fand ich die Entwicklung der Charaktere in Bezug auf Hass, Misstrauen und Angst. Gefühle und Einstellungen können nicht von jetzt auf gleich geändert werden, sondern nur langsam und in einem ruhigen Zug. Die Autorin hat es verstanden hier ein schönes Mittelmaß hinzubekommen.

Die Liebesgeschichte ist in diesem Buch vorhanden, aber nicht der Mittelpunkt der Geschichte. Es war sehr angenehm diese mitzuerleben, ohne das sie zu großen Raum einnimmt. Natürlich wird es zum Ende hin etwas wichtiger, aber nicht in einem überfüllendem Geschehen. Es bleibt trotz allem eine süße Nebensache, die wie ich finde die richtige Portion Liebe beinhaltet.

Insgesamt muss ich sagen, dass die Autorin hier eine düstere, gefährliche und durchaus auch spannende Geschichte geschrieben hat. Dennoch hat mir oftmals so ein bisschen das Gefühl für die Sirenen, ihre Welt oder auch einfach die Zusammenkunft des anderen gefehlt. Für das Potenzial, was letztlich vorhanden gewesen wäre finde ich, dass die Autorin noch einiges hat offen stehen lassen.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Elian und Lira – Das wilde Herz der See“ hat Alexandra Christo eine schöne Geschichte geschrieben, welche mit einer tollen Umsetzung und ausdrucksstarken Charakteren dienen kann. Zwar hat mir manches Mal noch etwas mehr die Intensität der Welten gefehlt, aber dennoch konnte ich mich sehr schön reinversetzen und die Geschichte mit einem guten Gefühl begleiten.

Bewertung vom 01.11.2018
Das Mädchen aus Feuer und Sturm / Mariko Bd.1
Ahdieh, Renée

Das Mädchen aus Feuer und Sturm / Mariko Bd.1


ausgezeichnet

Die Schreibweise der Autorin ist offen, passend zur Zeit der Samurai und leicht zu verfolgen. Schon nach kürzester Zeit war ich ein Teil der Geschichte und konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Sichtweisen um immer wieder einen schönen Überblick zu erhalten. Haupterzählerin ist jedoch Mariko. Sie ist ein sehr starker, gewiefter und schlauer Charakter. Ihre Art hat mir wirklich gut gefallen. Trotz das ihr als Mädchen nicht viel zugetraut wird, ist sie ein Mensch der nicht aufgibt und das beste aus einer Situation macht. Sie wächst innerhalb der Geschichte an sich selber und überdenkt auch gerne mal die eigene Sichtweise.

Alle weiteren Charaktere im Buch erhalten einen recht schönen Grundriss um sie kennen zu lernen und ein Gefühl für sie zu erhalten. Man erkennt sehr schnell, dass die meisten Charaktere so viel mehr in sich verbergen als man auf den ersten Blick sieht.

Die Entwicklung der Geschichte konnte mich total überzeugen. Es kommen eine Menge unvorhersehbarer Entscheidungen darin vor, man erhält Einblicke in verschiedene Bereiche dieser Zeit und kann dem ganzen sehr gut folgen.

Die Grundidee ist nicht neu dafür aber wirklich schön umgesetzt. Die Charaktere sind passend zur Zeit und dennoch gleichzeitig auch erfrischend offen, sodass sie oftmals für Lacher und Schmunzler sorgen.

Tatsächlich bin ich nach diesem ersten Band und doch sehr spannenden Ende total neugierig darauf was mich und die Charaktere noch alles erwarten wird.

Die eingebauten Liebesgeschichten sind ganz schön aufgebaut und konnten mich überzeugen. Sie bleiben größtenteils im Hintergrund und sorgen für einen ganz süßer Zusatz, der auf verschiedenen Seiten noch für Spannung sorgen könnte.

Letztlich bleiben noch einige Fragen offen, wenn auch die ersten Zusammenhänge schon geknüpft werden konnten.

Mein Gesamtfazit:

Mit "Das Mädchen aus Feuer & Sturm" hat Renée Ahdieh eine spannende, gefühlvolle und mitreißende Geschichte geschrieben. Sie schafft es mich mit Worten in die Zeit zu versetzen und die greifbaren Charaktere lieb zu gewinnen. Ich bin jedenfalls neugierig darauf wie es weitergehen wird.

Ich vergebe gerne 4,5 Sterne.

Bewertung vom 01.11.2018
Xara. Prinzessin der verschollenen Stadt (eBook, ePUB)
Night, Aurelia L.

Xara. Prinzessin der verschollenen Stadt (eBook, ePUB)


gut

Die Schreibweise der Autorin ist angenehm, lässt sich flüssig lesen und sorgt durchaus dafür dass man sich den Charakteren und der Umgebung näher fühlen kann. Ich konnte mir ein recht gutes Gesamtbild machen und habe die Geschichte sehr gerne verfolgt.

Xara ist eine starke, friedvolle und kämpferische Persönlichkeit. Sie liebt ihre Familie und ihr Volk und geht für deren Wohl gerne auch mal den unschönen und gefährlichen Weg. Ihr Wesen mochte ich sehr gerne, gerade auch weil sie sich im gesamten Buch immer treu geblieben ist und für die Armen und Schwachen gekämpft hat. Sie hat ihre Stärken und Schwächen, was sie sympathisch und menschlich zurückgelassen hat.

Darius ist ein kleiner Rebell, im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist nicht immer ganz einfach, aber er hat das Herz am rechten Fleck. Er versucht Friede ins Land zu bringen und geht dafür auch den ungewöhnlichen Weg über die Prinzessin des Landes. Sein Wesen hat mir im Gesamten wirklich gut gefallen.

Alle weiteren Charaktere haben nur teilweise einen wichtigen und langanhaltenden Paart erhalten. Man konnte sich die meisten recht gut vorstellen und vor allem die wichtigen konnte man recht schnell einschätzen und hatte ein Bild vor Augen.

Die Umsetzung der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, wenn sie letztlich für mich persönlich auch ein paar Schwächen hatte die mich ab und an haben stutzen lassen. Die Entwicklung der Geschichte verlief für mich nicht immer rund, sondern manchmal etwas gehetzt und unausgeglichen. Man sprang in manchen Situationen von Geschehen zu Geschehen. Auf einmal wussten Protagonisten von Dingen, die ihnen eigentlich verheimlicht werden sollten und letztlich ganz offen darüber gesprochen wurde als ob sie es wüssten. Hier habe ich ab und an, nicht allzu oft, aber trotz allem den Faden verloren.

Die eingebaute Liebesgeschichte hat mir zum Ende hin recht gut gefallen, allerdings verlief sie mir etwas zu schnelllebig und stockend. Es hat für mich leider kein völlig rundes Bild ergeben, wobei mir die Interaktionen der beiden Charaktere trotz allem sehr gut gefallen hat. Mir hätte nur etwas mehr Zeit bzw. ein etwas flüssigerer Übergang besser gefallen.

Die Grundidee der Geschichte hat mir auf alle Fälle sehr gut gefallen, auch mit den Wesen statt Menschen als Persönlichkeiten. Hier hat die Autorin eine tolle Welt und tatsächlich ganz besondere Protagonisten ins Leben gerufen. :)

Insgesamt eine wirklich schöne Geschichte, die mich allerdings ab und an hat hängen lassen. Sie lief für mich persönlich nicht immer ganz flüssig, hat an manchen Stellen jedoch auch wieder Fahrt aufgenommen. Gerade zum Mitte/Ende hin bin ich wieder mehr an der Geschichte gehangen, wenn auch hier manche Dinge sehr holprig vonstattengegangen ist. So im Nachhinein hätte die Geschichte vielleicht einfach ein paar mehr Seiten benötigt um für mich selber komplett rund zu sein.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Xara. Die Prinzessin der verschollenen Stadt“ hat Aurelia L. Night einen schönen und vor allem überraschenden Einzelband geschaffen. Die Charaktere waren außergewöhnlich, die Geschichte an sich recht schön aufgebaut und überzeugte mit Hoffnung, Trauer, Gefahr und Liebe. Trotz allem haben mich ein paar Kleinigkeiten an der Geschichte nicht ganz überzeugen können.

Das Buch bekommt 3,5 Sterne von mir.

Bewertung vom 01.11.2018
Legendary / Caraval Bd.2
Garber, Stephanie

Legendary / Caraval Bd.2


sehr gut

Die Schreibweise ist auch im zweiten Band wieder unglaublich angenehm, ruhig und schön bildhaft. Dieses Mal hat mir nur ein bisschen das magische gefehlt. Es war vorhanden, aber in kleineren Mengen als noch im ersten Band. ;)

Erzählt wird die Geschichte dieses Mal aus der Sichtweise unserer Hauptprotagonistin Donatella, welche die Schwester von Scarlett ist und auch im ersten Band schon ein Teil von Caraval war. Dieses Mal jedoch kämpft sie selber im Spiel mit um ihre Mutter zu retten. Sie ist ein sehr starker Charakter, der weiß was er möchte und dafür kämpft. Gleichzeitig ist sie aber auch ängstlich und vorsichtig. Ihr Charakter entwickelt sich innerhalb der Geschichte weiter, was ich wirklich mehr als interessant empfunden habe.

Des Weiteren tauchen noch einige weitere interessante und teilweise altbekannte Charaktere auf. Darunter auch ihre Schwester und deren Freund, welcher auch noch nicht beim wirklichen Glück angekommen ist.

Die Welt um Caraval ist dieses Mal nicht ganz so magisch aufgebaut, dafür aber dennoch spannend, überraschend und immer wieder faszinierend. Die Ideen der Autorin finde ich schon fantastisch, denn sie sorgt dafür dass man mitten in die Geschichte hineinfallen kann und nicht nur die Charaktere Probleme haben Realität von Fantasy bzw. dem Spiel zu unterscheiden . :)

Etwas schade fand ich, dass ich ziemlich am Anfang des Buches schon wusste wer Legend ist und hier nicht wirklich überrascht war. Wenn man das Buch liest erschließt es sich einem eigentlich relativ schnell. Trotz allem fand ich den Weg der aufgeführt wurde als angenehm und nachvollziehbar.

Die Autorin hat hier einen schönen Zwischenband geschaffen, der vor allem mit viel Gefühl, Überraschung und ausgefallenen Ideen überzeugen kann. Ich bin unheimlich gespannt darauf, wie es für Tella, Scarlett und Legend selber weitergehen wird.

Wird es für manche Charaktere ein Happy End geben? Wird die Welt wiedermal Richtung Untergang geleitet? Und was ist mit Tella und Scarletts Mutter? Ich freue mich schon unheimlich auf den dritten und letzten Band dieser wirklich außergewöhnlichen Reihe.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Legendary“ hat Stephanie Garber einen gefühlvollen, zauberhaften und immer wieder überraschenden zweiten Band geschaffen. Sie spielt mit ihren Charakteren und dem Leser, sodass man oftmals die Luft anhalten muss. Mir hat dieser zweite Band unheimlich gut gefallen und macht mich unglaublich neugierig auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 13.10.2018
Das Herz der Kämpferin
Young, Adrienne

Das Herz der Kämpferin


sehr gut

Die Schreibweise der Autorin ist passend zum Inhalt rau, düster und sehr angenehm zu lesen. Ich konnte mich schon nach kürzester Zeit in die Charaktere hineinversetzen und mir ein Bild von der Umgebung machen, was es mir letztlich sehr einfach gemacht hat mich zurecht zu finden.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise unserer Hauptprotagonistin Eelyn, welche ein sehr taffes, vom Leben gezeichnetes und irgendwie raues Wesen entwickelt hat. Sie ist eine Kämpferin, welche ihre düsteren Seiten gerade im Kampf zeigt und sorgt dafür, dass man vor ihr Respekt hat. Gleichzeitig erhalten wir aber auch einen Einblick in eine andere Seite von ihr, welche weich und verletzlich ist. Diese Kombination hat mir persönlich sehr gut gefallen und sie einfach sehr menschlich gemacht.

Alle weiter aufgeführten Charaktere haben für mich ein sehr schönes Bild abgegeben. Ich konnte sie mir gut vorstellen, sie greifen und habe den ein oder anderen auch ins Herz schließen können. Die Charaktere waren vielfältig, allesamt rau und hatten dennoch ihren weichen Kern.

Die Geschichte beginnt erstmal düster, kämpferisch, gewalttätig und hat mich als Leser mitten in die Geschichte geschmissen. Trotz allem hatte ich ein wirklich gutes Gefühl beim Lesen, konnte schnell hineinfinden und habe einen Bezug zu allem erhalten. Trotz des sehr harten und blutigen Kämpfens, die gerade zu Beginn des Buches ausgetragen werden, habe ich einen guten Bezug zu Eelyn gefunden. Es ist einfach eine ganz andere Zeit als unsere in der alles spielt.

In dieser Geschichte geht es um so viel mehr, als nur den Kampf. Es geht um Vertrauen, Loyalität, dem Verrat und die Ehre. Ganz zum Schluss kommt auch noch die Verbundenheit dazu, welche letztlich doch nicht nur auf das eigene Volk, den eigenen Glauben und dem eigenen Umwelt gehalten werden kann. Gerade in der ersten Zeit, in welcher Eelyn ihren Bruder und ihren Feind zu nahekommt, kämpft sie vorwiegend mit dem Hass und ihrem unbändigem Zorn. Ab und an kommt auch die Angst dazu, welche aber relativ schnell wieder von Hass und Zorn abgelegt wird.

Ich persönlich finde die Umsetzung wirklich toll gemacht, vor allem auch die Gewissensbisse von Eelyn als sie merkt, dass auch ihre Feinde Familien haben und Verluste erleiden. Sie wehrt sich beharrlich gegen ihre Gefühle und hat nur ein Ziel, wieder nach Hause zu kommen und sich später zu rächen.

Erzählt wird dieser Einzelband in einem spannenden, rauen und dennoch gefühlvollen Stil. Man merkt, dass die einzelnen Charaktere/Stämme ihre Vorurteile haben und nur nach und nach andere Gedankengänge zulassen können. Man kann die Zerrissenheit von Eelyn und anderne Charakteren super nachvollziehen.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Das Herz der Kämpferin“ hat Adrienne Young einen wirklich schönen Roman über Feindschaft und Freundschaft, Verrat und Vertrauen, Loyalität und Ehre geschrieben, welcher mich persönlich berühren konnte. Unsere Protagonistin hat viele Gefühle durchlebt und mich als Leser damit an das Buch gefesselt und dafür gesorgt, genau wie sie über den Tellerrand hinauszuschauen. Wirklich toll und im Feeling der rauen Wikingerzeit, mal wieder etwas interessant neues. :)

Bewertung vom 13.10.2018
Die Krone der Dunkelheit / Krone der Dunkelheit Bd.1
Kneidl, Laura

Die Krone der Dunkelheit / Krone der Dunkelheit Bd.1


sehr gut

Die Schreibweise der Autorin ist angenehm, ruhig und sorgt für ein gutes Gefühl in der Geschichte. Man kommt relativ schnell voran, kann sich ein gutes Rundumbild machen und bekommt einen Blick für die Entwicklung.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Sichtweisen, sodass man die Hauptcharaktere besser einschätzen und greifen kann. Hier finde ich es besonders toll, da man in den verschiedenen Bereichen dieser Fantasywelt eintaucht und die unterschiedlichen Wesen besser kennenlernen kann.

Freya ist eine taffe, aufgeweckte und starke Prinzessin, welche jedoch auch ihre ängstliche und vorsichtige Seite hat. Vor vielen Jahren ist ihr Bruder verschwunden und sie kann einfach nicht anders, als daran zu glauben, dass es lebt und gesund ist. Auf Grund ihrer Hoffnung erlernt sie die verbotene Kunst der Zauberer und versucht ihn jahrelang zu orten. Als sich ihre Hoffnung bestätigt, sucht sie sich in dem Wächter Larkin einen Verbündeten, welche mit auf die Reise geht und ihr bei der Suche hilft.

Larkin ist ein Wächter, welche die Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen des Landes schützt. Er und seine Kameraden schützen die Mauer zwischen der Welt der Menschen und der Fae. Durch einen Zwischenfall gerät er in die Welt der Menschen und bekommt durch Freya eine neue Chance sich zu beweisen und sein Leben neu zu ordnen. Er ist ein ruhiger, starker und wirklich durchdachter Zeitgenosse. Er behält immer den Überblick, entwickelt gegenüber Freya einen Beschützerinstinkt und kommt nach und nach auch immer mehr aus sich heraus.

Die junge Ceylan ist geprägt durch das Leben und hat aus diesem Grund auch ein starkes Selbstbewusstsein. Sie hat sich die letzten Jahre selber am Leben gehalten, brachte sich das Kämpfen bei und möchte ihren größten Wunsch wahrmachen. Sie möchte als „unsterblicher“ Wächter an der Grenze aufgenommen werden, um ihre Rache gegenüber der Elva ausführen zu können. Sie ist eine taffe Persönlichkeit, die sich durchzusetzen weiß. Leider kann ihr loses Mundwerk ihr auch schnell Mal ein paar Probleme einbringen. ;)

Neben diesen drei Hauptcharakteren gibt es jedoch noch so einige mehr, welche ganz am Anfang im Buch sogar kurz aufgeführt und beschrieben werden. Das hat mir persönlich gerade zu Beginn der Geschichte ganz gut geholfen um einen Überblick zu bekommen. *g* Jeder Charakter erhält sein eigenes Wesen, ganz egal ob nun Haupt- oder Nebencharakter. Ich konnte mir jeden sehr gut vorstellen, habe ein Gefühl für sie bekommen und bin bei so einigen darauf gespannt wie sie sich noch entwickeln werden.

Der Einstieg in das Buch ist mir irgendwie einfach und doch auch wieder schwergefallen. Durch die sehr angenehme Schreibweise war ich relativ schnell gefangen, aber gleichzeitig hat mir gerade zu Beginn des Buches irgendwie der Reiz gefehlt. Ich wurde nicht so an der Stange gehalten, auch wenn es insgesamt sehr interessant begonnen hat.

Die Beschreibung der einzelnen Reiche und der dort lebenden Wesen hat mir jedoch wiederrum unheimlich gutgefallen. Auch die neu aufgebauten Wesen, welche sich teilweise tarnen und immer wieder unterschiedliche Gestalten annehmen könnten konnten mich total faszinieren.

Die Romantik spielt eine untergeordnete Rolle in der Geschichte, zeigt aber auch immer mal wieder ihre kleine Fühlerlein. Es zeichnen sich schon eventuelle Liebespaare ab und ich fand es sehr angenehm, dass die Romantik zwar da war aber nicht übereilt und zu extrem aufgetreten ist. Die Autorin schafft es sehr schön, das ganze im Hintergrund gefühlsmäßig bindend zu gestalten.

Insgesamt muss ich sagen, dass die Autorin hier wirklich mit Frauenpower spielt, aber gleichzeichtig auch dafür sorgt dass man die männlichen Charaktere ins Herz schließen kann. Da ist der ruhige und schweigsame Wächter Larkin, der geheimnisvolle und offene Unseelie-Kronprinz Kheeran oder auch der freundliche und manchmal doch auch mürrische Captain Leigh.

Bewertung vom 13.10.2018
Wenn der Sturm tobt
Wilson, C. L.

Wenn der Sturm tobt


ausgezeichnet

Auch beim zweiten Band ist die Schreibweise wieder schön nachvollziehbar, sorgt für ein gutes Gefühl und bringt einen die Charaktere wieder schön näher.

Wir starten direkt am Ende des ersten Bandes, sodass man nichts zwischen drinnen verpasst. Gabriella und Dily treffen sich zu ihrem Date und schaffen es sich tatsächlich näher zu kommen, gerade was die Gespräche angeht.

Ging es im ersten Band auch um die weiteren Jahreszeiten, sowie unser alters bekanntes Paar Winter und Sturm bezieht sich dieser zweite Band mehr auf unser diesmaliges Paar. Sehr schön finde ich, dass man einen Bezug zu allen aufbauen konnte und nun die Früchte sozusagen geerntet werden können.

Dazu wird es in diesem Band um einiges spannender, gefährlicher und physisch angreifender. Gerade der Bereich der Entführung hat mich tatsächlich schwer getroffen, denn Gabriella und ihre Schwestern müssen so einiges mitmachen.

Die Autorin hat es geschafft einen schönen Übergang zu bringen. Gabriella wehrt sich noch immer stetig gegen die Beanspruchung und dennoch merkt man auch, dass sie selber so langsam mürbe gemacht ist. :P Auf der einen Seite fand ich es sehr anstrengend, aber ihre Erklärungen sind auf der anderen Seite immer wieder nachvollziehbar und verständlich.

In diesem zweitem Band geht alles ein bisschen schlag auf schlag, dass man als Leser regelrecht an den Seiten geklebt hat. Man wollte wissen wie es ausgeht, ob die Liebe eine Chance bekommt und ob der Schmerz des Verlustes tatsächlich überwunden werden kann.

Es erwarten uns im zweiten Band eine ganze Menge Überraschungen und Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Es war ein spannender zweiter Teil, welcher mir unheimlich gut gefallen hat.

Der Schluss sorgt dafür, dass man sich einfach nur freuen kann dass es noch weitergehen wird. Am Ende dieses zweiten Bandes im zweiten Epilog habe ich persönlich eine wundervolle Überraschung erleben dürfen, nämlich das die Geschichten noch nicht fertig erzählt sind. Die Autorin schreibt schon an einer Fortsetzung. :)

Mein Gesamtfazit:

Mit „Wenn der Sturm tobt“ hat C. L. Wilson einen spannenden, mitreisenden und überraschenden zweiten Band geschaffen. Sie hat dafür gesorgt, dass ich regelrecht an das Buch gefesselt war und wissen musste wie es weitergeht. Eine tolle Geschichte, die ein passendes Ende gefunden hat.

Ich vergebe gerne 4,5 Sterne.

Bewertung vom 13.10.2018
Die Wellen singen
Wilson, C. L.

Die Wellen singen


ausgezeichnet

Die Schreibweise hat es mal wieder in sich. Schon ab der ersten Seite war ich in der Geschichte gefangen und konnte mich wirklich schön einfinden. Es ist eine lockere, leichte und einnehmende Art des Schreibens, die mich persönlich wieder gefangen nehmen konnten.

Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Sichtweise von Gabriella und Dilys, wobei hier auch noch so einige andere Charaktere zu Wort kommen dürfen.

Gabriella ist eine herzallerliebste, aufgeweckte und gleichzeitig auch zurückgezogene und vorsichtige Persönlichkeit. Sie versteckt ihr wahres Gesicht hinter einer Maske, welcher teilweise nicht mal ihre Geschwister hinter blicken können. Ihr Wesen mochte ich wirklich gerne, wobei mich ihr ständiges Entziehen einer Entscheidung gerade zum Ende hin etwas gestresst hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich die wahren Hintergründe noch nicht ganz fassen konnte. Sie war auf alle Fälle eine spannende Persönlichkeit, die ich gerne noch weiter entdecken möchte.

Dilys ist ein starker, vereinnahmender und liebevoller Zeitgenosse, der auf der Suche nach seiner Gemahlin ist. Hat er sich zu Beginn schon auf zwei Jahreszeiten eingeschossen, merkt er allerdings relativ schnell dass man hierbei wirklich auf sein Herz hören sollte. Seine Art und Weise ist bezaubernd, was auch einfach an dem Lebensstil seines Volkes liegt. Es war spannend zu erleben, wie wichtig und lebensnotwendig eine Verbindung für ihrer eins ist.

Alle weiteren Charaktere, darunter Sommers Geschwister als auch Dilys beste Freunde und einige andere haben ebenfalls ein Gesicht erhalten. Sie alle konnte ich sehr schön greifen, sie haben die Geschichte aufgepeppt und mit ihren Sprüchen oftmals auch frischen Wind hineingebracht.

Die Umsetzung in diesem ersten Band ist durchaus interessant und fesselnd gestaltet worden, wenn hier auch letztlich der Spannungsfaktor eher auf Grund der Brautwerbung oben gehalten wurde. Wir erhalten zwar durchaus ein paar kleine Einblicke in die Seiten des „Bösen“ und Gefährlichen, doch dieses hat noch nicht seine Fühler ausgestreckt. Ich bin gespannt was hier hierbei noch erleben werden. :)

Die Grundidee ist nicht neu erfunden und dennoch habe ich mich beim Lesen unheimlich wohlgefühlt, konnte mit den Charakteren schmunzeln und habe verschiedensten Seiten die Daumen gedrückt für ihre Aktionen. Es war spannend und erheiternd zu lesen, wie Dilys sein möglichstes tut und versucht seine Braut für sich zu gewinnen.

Letztlich hat es der Autor geschafft mich mit wundervollen Charakteren, einer fesselnden Umsetzung und einem schönen Zusammenspiel aus Fantasy und Liebesroman zu begeistern.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Die Wellen singen“ hat C. L. Wilson einen schönen, gefühlvollen und mitreisenden ersten Band seiner neuen Dilogie ins Leben gerufen, der mir ein paar wundervolle Lesestunden bescheren konnte. Ich durfte alte bekannte und neue zauberhafte Charaktere kennenlernen, habe interessante neue Stämme finden dürfen und konnte mich in der sehr flüssigen und ruhigen Schreibweise verlieren.

Gerne 4,5 Sterne.