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Aarany
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Passionierte Leseratte

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Insgesamt 200 Bewertungen
Bewertung vom 12.06.2025
Kaufman, Amie; Spooner, Meagan

Beyond the End of the World / Die Göttin und der Prinz Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Von Schicksal, Magie und Glauben

Cover & Klappentext
Passend zum Cover von Band eins wurde dieses gestaltet. Optisch ein absoluter Hingucker. Es gefällt mir sehr gut.
Der Klappentext macht neugierig, war aber für mich nicht allzu entscheidend, da ich schon gespannt auf die Fortsetzung war.


Meinung
Band eins hatte ich zuerst vor etwa drei Jahren gelesen. Es war also schon eine Weile her. Deshalb habe ich mich noch mal auf den neuesten Stand gebracht, damit ich dem Geschehen gut folgen konnte.
Im Grunde war es nicht unbedingt notwendig, weil es eine Zusammenfassung in Teil zwei gibt, die so viele Informationen enthält, dass das Gedächtnis aufgefrischt wird.

Das Schicksal und die Vorhersehung scheinen gegen Nimh und North zu sein. Trotzdem wollen sie ihre Liebe und ihre Welten retten. Nur bleibt bei einem solchen Unternehmen immer etwas auf der Strecke, oder?

Überwiegend aus der Sicht von Nimh und Norh wird man durch das Geschehen geführt. Der Einstieg gelang mir aufgrund des bildgewaltigen, eindringlichen Schreibstils ohne Probleme.
Die Autoren haben sehr detailreich diese erdachten Welten kreiert und beschrieben. Der Schwerpunkt liegt auf den Gegensätzen. Wissenschaft gegen Magie. Ein entspanntes Leben gegen Entbehrungen. Und nicht zuletzt Licht gegen Schatten.

Ich konnte schnell wieder eine Verbindung zu Nimh und North aufbauen. Ihr Wesen, ihre Entwicklung, nehmen den Leser für sich ein. Nicht zuletzt, weil sie so glaubwürdig dargestellt wurden, dass sie lebendig wirken. Das trifft übrigens nicht nur auf die beiden Hauptprotagonisten zu. Auch die Nebencharaktere konnten teilweise durch ihre Authentizität glänzen.

Mit einem herausragenden Word-Building und geschmeidigen Formulierungen lebt man die Handlung. Leider nimmt die Geschichte nur langsam an Fahrt auf, sodass einige Längen zu finden sind.
Die Autorinnen haben wie schon in Band eins unter anderem auf leise Töne gesetzt, die emotional triggern, aber auch die Spannung ist nicht zu kurz gekommen. Wären ein paar mehr unvorhergesehene Wendungen vorgekommen, hätte sich das Ganze noch steigern lassen. Dafür waren die vorhandenen Plot-Twists sehr überraschend.

Besonders gut gelungen ist der Aufbau der Höhepunkte. Zwischen allmählich und plötzlich ist alles zum Tragen gekommen. Dieser Wechsel wurde toll dargestellt.
Auch die Idee für die Story hat mich beeindruckt. Vom Aufbau bis zum Ende, wobei Letzteres für mich zu abrupt kam. Ich mag es immer, mich verabschieden zu können.


Fazit
Auch die Fortsetzung ist ein beeindruckender Stil-Mix, der von den Autorinnen geschickt kombiniert wurde. Ihre Art, mit Worten umzugehen, ist beispiellos. Dennoch gab es ein paar Schwächen, die aber das Lesevergnügen nicht übertrieben schmälerten.
Für Band zwei gibt es von mir ebenfalls vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung!

Und auch hier gilt: Taucht ein in diese Geschichte. Lebt sie. Fühlt sie. Werdet ein Teil davon.

Bewertung vom 09.06.2025
Kaufman, Amie; Spooner, Meagan

The Other Side of the Sky - Die Göttin und der Prinz (eBook, ePUB)


sehr gut

Wissenschaft trifft Magie

Cover & Klappentext
Das neue Cover gefällt mir deutlich besser als das alte (Band eins der Reihe ist vor einigen Jahren schon einmal erschienen). Es wirkt geheimnisvoll und passt zur Story.
Auch der Klappentext wurde überarbeitet, sodass nun klarer ist, auf was man sich einlässt.

Meinung
Inzwischen habe ich diverse Bücher der Autorinnen gelesen und wurde keineswegs enttäuscht. Dennoch war ich nicht darauf vorbereitet, welche Welt – oder besser gesagt Welten – hier erschaffen wurden.

Der Schreibstil ist angenehm und schafft es, mit schönen Formulierungen den Leser zu fesseln, ihn quasi in das Buch zu ziehen. Den Anfang fand ich allerdings etwas schwergängig. Ich fühlte mich teilweise in den Erklärungen und Beschreibungen gefangen, was alles etwas langatmig machte. Dafür wurden die Charaktere durchweg gut gezeichnet. Erst im letzten Drittel – ja, es dauerte etwas – ging es richtig heiß her und die Story nahm an Fahrt auf.

Besonders Prinz North und Göttin Nimh wirkten echt. Ihre zarten Gefühle kamen wunderbar zur Geltung. Dazu der Umstand, dass Nimh nicht berührt werden darf. Ihre Einsamkeit wird von ihrer Aufgabe, für ihr Volk da zu sein und es zu retten, beinahe verdrängt. Es sind die Zwischentöne, die diese Geschichte zu etwas Besonderem machen.

Dieser Roman ist ein beeindruckender Stilmix aus Fantasy und Science Fiction.

Es gibt jeweils zwei Sichtweisen von North und Nimh, die sich wunderbar ergänzen, sodass bei beiden Hauptprotagonisten die benötigte Tiefe erreicht wird. Diese Geschichte bringt im Grunde alles mit, was für eine gute Unterhaltung notwendig ist: überraschende Wendungen, jede Menge Gefühle und nachvollziehbare, lebendig wirkende Charaktere sowie ein außergewöhnlicher Plot.


Fazit
Dieser Roman ist ein Meisterwerk, keinen Frage, und ich bin gespannt, wie es weitergeht, schon allein weil er mit einem Cliffhanger endet – obwohl es diese Geschichte nicht nötig hat, den Leser auf diese Art bei der Stange zu halten.

Hätte ich mich am Anfang nicht so schwergetan, hätte ich liebend gern fünf Sterne gegeben, denn im Grunde verdienen die Autorinnen für ihre Fantasie und ihr Können schon die volle Punktzahl. Leider werden es nur vier, wobei „nur“ relativ zu werten ist. Ich bin nach wie vor beeindruckt und gebe eine klare Leseempfehlung. Taucht ein in diese Geschichte. Lebt sie. Fühlt sie. Werdet ein Teil davon.

Bewertung vom 05.06.2025
Mclean, Jay

Losing Logan / Preston Brothers Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Konflikt und Hoffnung

Cover & Klappentext
Das Cover ist bis auf die Farbgebung identisch zu Band eins. Blau steht eher für Ruhe, aber weniger präsent, Vertrauen und Gelassenheit. Das passt nur bedingt zur Story.

Der Klappentext macht neugierig auf mehr, allerdings war er für mich weniger ausschlaggebend, da ich in Band eins Logan schon kennenlernte. Von den Preston Brothers ist er derjenige, der sich weniger anpasst, viel rebelliert und einen ordentlichen Hang für Ärger mitbringt. Daher war ich auf seine Story sehr gespannt.


Meinung
Logan Preston ist der mittlere Bruder, das schwarze Schaf, der Frauenheld, der Kiffer, und derjenige, der immer aneckt. Ihn schert es nicht, was andere von ihm denken. Das trifft auch auf Aubrey zu.
Aubrey O´Sullivan ist vor Kurzem nach Winbury gezogen und hat einen Schreibwarenladen eröffnet. Von Logan hält sie anfangs nicht allzu viel, bis sie ihn etwas näher kennenlernt. Und als dessen jüngster Bruder Lachlan häufiger in ihrem Laden auftaucht, kann sie auch Logan nicht mehr entgehen. Doch die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen, nicht nur bei ihr. Können sie es schaffen, sich gegenseitig zu heilen?

Aus der Sicht von Logan und Aubrey wird man durch die Geschichte geführt. Dabei nutzt die Autorin einen locker-leichten Schreibstil, der perfekt zu den beiden passt, einfach weil sie noch jung sind. Umgangssprachlich, mit einem wunderschönen Word-Building wird die Handlung getragen, nicht erdrückt. Ich bin ganz verzaubert von Jay McLeans Art, mit Worten umzugehen. Damit schafft sie es auch in Band zwei, die kleinste Emotion hervorzurufen.
Wie schon bei „Loving Lucas“ habe ich nicht nur eine Träne vergossen, was nicht ausschließlich an der unterschwelligen Tragik lag, sondern weil ich so gerührt war.

Mit Aubrey hat die Autorin eine besondere Hauptprotagonistin erschaffen, mit der ich erst einmal warm werden musste. Sie ist auffällig, ein wenig schrullig, seltsam und einfach ein Herz-Mensch. In der Liebe hatte sie bisher nicht viel Glück. Daraus resultiert die Angst, wieder auf die Nase zu fallen. Damit dürfte Logan, der berüchtigte Bad Boy, für sie eigentlich nicht infrage kommen. Aber wie heißt es so schön? Das Herz will, was das Herz will.

Die Annäherung der beiden wurde wunderschön beschrieben. Aubreys Angst, wieder verletzt zu werden, trifft auf Logans vermeintliche Gefühlskälte. Denn seit dem Tod seiner Mutter bringt er im Grunde nur noch seiner Familie Gefühle entgegen. Außerdem wird er von Albträumen geplagt, die immer wieder in den Vordergrund gerückt werden, aber sehr lange nebulös bleiben. Man ahnt es, hofft jedoch, dass man sich irrt. Diesbezüglich verweise ich auf die Triggerwarnung am Ende der Geschichte, auch wenn man unter Umständen dadurch gespoilert wird.

Wie schon im ersten Teil steht hier wieder der Zusammenhalt der Familie im Vordergrund. Die Brüder geben sich Rückendeckung und stehen füreinander ein.
Obwohl man anfangs den Eindruck hat, dass Logan sich hängen lässt, schließlich hat er die Schule abgebrochen, ist dem gar nicht so. Er hat Pläne für die Zukunft. Auch sein Auftreten ist nur Fassade. Er ist wie der gebrochene Junge, der gerettet werden will. Ich für meinen Teil habe mein Herz an ihn verloren. Noch mehr als bei Lucas.

Durch die geschickte Erzählweise hat man weniger das Gefühl, sofort zu wissen, wie es weitergeht. Das Happy End ist bei dieser Art von Geschichten beinahe obligatorisch und sie bringen auch eine gewisse Vorhersehbarkeit mit. Allerdings wurde das hier teilweise toll umgangen. Man ahnt mehr, als man weiß, und wird letztlich trotzdem überrascht. Super gelöst.


Fazit
Die Fortsetzung, die auf einen grandiosen ersten Band folgt, hat es meist etwas schwerer. Es fängt an mit der gestiegenen Erwartungshaltung und endet beim Vergleich mit Teil eins. Band zwei muss sich abheben und mindestens gleich stark sein, was nur selten gelingt. Hier hat es die Autorin aber geschafft.
Die Geschichte um Logan und Aubrey hat für mich die Nacht zum Tag gemacht, ohne dass ich von der Story lassen konnte. Deswegen gibt es von mir erneut viereinhalb Sterne, wobei ich auf fünf aufrunde, und eine klare Leseempfehlung.

Ich freue mich auf Leos Story.

@ravensburgerbuecher

Bewertung vom 05.06.2025
Mclean, Jay

Leaving Leo / Preston Brothers Bd.3 (eBook, ePUB)


sehr gut

Alles und ein bisschen mehr

Cover & Klappentext
Das Cover ist, wie schon bei den vorangegangenen Bänden, identisch zu den anderen Teilen, nur in einem anderen Blauton gehalten. Zu Leo passt das Blau hinsichtlich der Bedeutung der Farbe.

Da Leo schon in den vorherigen Teilen vorkam, war ich natürlich auf seine Geschichte gespannt, was der Klappentext zusätzlich befeuert hat.


Meinung
Leo ist von den Preston-Geschwistern der Introvertierte. Er hängt seinen Gedanken nach und hört eher aufmerksam zu, als viele Worte zu nutzen.
So weiß auch keiner aus seiner Familie, dass er sich in Mia, die Tochter der Nanny, verliebt hat.
Mia ist unsicher und zurückhaltend. Sie geht eher unter, aber Leo hat sie bemerkt. Und so genießen sie gemeinsam die Stille, bis genau jene Stille alles zwischen ihnen zerstört. Erst Jahre später sehen sie sich wieder, nur sind die alten Verletzungen längst nicht verheilt.


Ich war sehr gespannt auf Leos Geschichte und ging, aufgrund der großartigen ersten beiden Bände, natürlich mit einer gesteigerten Erwartungshaltung heran. Leider wurde diese nicht erfüllt.

Aus der Sicht von Mia und Leo wird man durch die Geschichte geführt. Erstmalig in dieser Reihe hatte ich Schwierigkeiten, sofort in das Geschehen zu finden, was nicht zuletzt an Leos ruhiger Art liegt. Mia selbst war weniger der Grund. Sie ist eines jener Mädchen, deren Pubertät nicht sehr günstig verlief. Man kennt es. Einige nehmen zu, bekommen Pickel, haben zudem eine Zahnspange sowie eine Brille. Und andere wiederum bleiben davon verschont. Tja, Mia wurde noch unsicherer als zuvor und ihr Selbstwertgefühl war im Grunde nicht vorhanden. In der Hinsicht fühlt man sich ihr näher, ist doch die Teenagerzeit schon schwer genug. Wegen ihr Zurückhaltung hat es zwischen ihr und Leo gut funktioniert. Sie konnte zusammen schweigen.

Der Schreibstil war gewohnt locker und passend zu den Protagonisten umgangssprachlich gehalten. Ich bin immer noch ganz begeistert, wie leicht der Autorin es fällt, die geeigneten Worte zu finden und damit Emotionen zu wecken. Das gelang ihr auch hier, allerdings kamen sie diesmal weniger zum Tragen. Etwa die erste Hälfte des Buches hat mich eher Mias Sicht berührt. Leo konnte ich nur schwer einschätzen. Ja, er hat seine Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden, sich auszudrücken, weswegen er lieber schweigt. Er braucht eine Weile und eine gewisse Vorbereitungszeit, um sich verständlich zu äußern. Deswegen kam es überhaupt zu dem Bruch zwischen ihm und Mia. So weit, so gut. Nur fehlten mir hier die passenden Erklärungen, damit man mehr Verständnis aufbringt. So wären auch die Emotionen kein Problem gewesen.

Wie schon bei „Loving Lucas“ wird man in dieser Geschichte in die Vergangenheit geführt. Die erste Begegnung zwischen Mia und Leo, ihr Kennenlernen, bis man in der Gegenwart landet. Teilweise gab es Zeitsprünge, die nicht immer ersichtlich waren, was mich wiederum beim Lesen etwas verwirrt hat. Es war, zumindest für mich, nicht immer sofort deutlich, erst im Verlauf. Das ließe sich alles noch verschmerzen. Aber es gab eine Szene im Buch, die endete zu abrupt, dabei hätte man damit so viele Emotionen hervorholen können. Es folgte zwar direkt auf die wichtigste Schlüsselszene, aber es hätte Mias Handlungen im Verlauf nachvollziehbarer gemacht.

Hier wurden einige Chancen vergeben, besonders in den ersten fünfzig Prozent, was sehr schade ist, denn das Potenzial war definitiv vorhanden. Gerade Mia und Leo hatten es so schwer.
Danach jedoch konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es war, als hätte die Autorin zu ihrer alten Stärke zurückgefunden. Das Tempo, was zuvor eher gemächlich anmutete, zog deutlich an und man flog förmlich durch die Seiten.
Zusätzlich wurde auch hier wieder mit Gegensätzen gearbeitet. Licht und Dunkelheit. Hoffnung und Verzweiflung. Wobei der Schmerz zum Großteil überwiegt.
Man lernt die Prestons noch näher kennen. Während ich immer den Zusammenhalt der Familie gelobt habe, zeigen sich hier auch Ecken und Kanten. Das wurde toll umgesetzt. Aber die Kernaussage bleibt, wie in den anderen Teilen auch. Liebe überwindet alles.


Fazit
Für mich ist „Leaving Leo“ der deutlich schwächste Teil der Reihe. Nichtsdestotrotz wusste er letztlich zu überzeugen. Jeder dürfte sich teilweise in den Charakteren wiederfinden. So sind sie einem näher.
Ich vergebe für dieses Buch dreieinhalb von fünf Sternen, runde aber auf vier auf, sowie eine Leseempfehlung.


@ravensburgerbuecher

Bewertung vom 05.06.2025
Mclean, Jay

Loving Lucas / Preston Brothers Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Lois und Clark

Cover & Klappentext
Das Cover ist einfach gehalten, besticht aber durch kleinere Details. Wegen der Farbgebung bin ich darauf aufmerksam geworden.
Der Klappentext letztendlich hat den ausschlaggebenden Punkt gegeben, das Buch zu lesen.


Meinung
Laney (Lois) Sanders und Lucas Preston treffen sich das erste Mal, als beide elf Jahre waren, und fühlten sich sofort zueinander hingezogen. Seitdem verbringen sie ihre ganze Zeit zusammen und werden schließlich beste Freunde. Wie ihre Freundschaft wachsen auch ihre Gefühle zueinander, die jeder vor dem anderen verbirgt, denn das Leben funkt immer dazwischen. Lucas muss seit dem Tod seiner Mutter für seine fünf jüngeren Brüder da sein. Und genau aus diesem Grund hält sich Laney zurück. Doch das Schicksal lässt sich nicht aufhalten.

Laney und Lucas verleihen der Story ihre Stimme, dabei wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart ab.
Der Einstieg gestaltete sich sehr leicht und so fand ich mich schnell im Geschehen wieder. Wahrscheinlich war es der geschmeidige Schreibstil, der mich sofort in die Handlung einband. Vielleicht waren es auch die Prestons, die als Familie einfach toll funktionierten. Womöglich war es auch die kleine Laney, die als Einzelkind so einen Zusammenhalt überhaupt nicht kannte. Was auch immer es war, ich wurde sehr schnell emotional berührt.

Der Schreibstil überzeugt durch ein angenehmes Word-Building und schöne Formulierungen, die der Geschichte eine besondere Note verleihen. Die Handlung plätschert nicht einfach dahin, man wird mitgezogen. Nicht schnell und hektisch, sondern langsam und entspannt. Das Tempo jedoch ist genau richtig. Langatmige Szenen, überflüssige Beschreibungen, leere Phrasen, das alles gibt es nicht. Stattdessen wurde der Schwerpunkt auf die Charaktere gelegt. Nicht nur Laney und Lucas wirken authentisch, sondern auch die Prestons und alle anderen Charaktere. Der Zusammenhalt, die kleinen Besonderheiten, die sie teilen, sorgen dafür, dass man ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl entwickelt.
Apropos Entwicklung. Beide, Laney und Lucas, sind Teenager. Teilweise müssen sie schon viel Verantwortung tragen, was aber nicht heißt, dass sie keine Fehler machen. Gerade in dieser Zeit verändert sich so viel. Sie wirken zum Großteil erwachsen, allerdings darf man nicht vergessen, dass sie es nicht sind. Und genau diese Tatsache kam hier überzeugend zum Tragen.

In dieser Geschichte fehlt das Hin und Her, was so oft genutzt wird, bis die Hauptprotagonisten schließlich zueinanderfinden, und das hat mich persönlich regelrecht erleichtert. Im Gegenteil, hier ist ein Happy End zwar möglich, aber nicht zwingend notwendig. Das allein schon hinterließ bei mir während des Lesens eine böse Vorahnung. Und hier ist der einzige Kritikpunkt. Man ahnt einfach, dass etwas passiert. Auch wenn der Autorin es tatsächlich gelungen ist, nicht genau durchblicken zu lassen, womit man zu rechnen hat. Das Was, Wann und Wie blieb nebulös.

Die Geschichte wurde toll aufgebaut und wunderschön erzählt. Durch den überzeugenden Schreibstil wurden Emotionen wachgerufen, die eine überraschende Intensität mitbrachten. Ich habe mehr als nur ein paar Tränen vergossen, und zwar nicht, weil es so unheimlich tragisch war, sondern emotional berührend. Das heißt für mich, dass ich die Autorin definitiv im Auge behalten werde, denn sie versteht es, den Leser nicht einfach nur zu unterhalten, sondern regelrecht einzubinden.
Ich bin schon auf die Geschichten von Logan und Leo gespannt.


Fazit
Eine Ausnahme-Story, die ich nur jedem ans Herz legen kann, der tief in eine Handlung eintauchen will, der sich mit den Protagonisten verbunden fühlen will und der sich von Worten bezaubern lassen will.
Wenn Freundschaft zu Liebe wird und der Zusammenhalt das Leben prägt.

Ich vergebe viereinhalb von fünf Sternen, die ich auf fünf aufrunde, und ich eine klare Leseempfehlung.

@ravensburgerbuecher

Bewertung vom 03.06.2025
Peñaranda, Chloe C.

The Night is Defying / Nytefall Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Alles für die Liebe

Cover & Klappentext
Passend zu Band eins wurde das Cover zum zweiten Teil gestaltet. Es unterscheidet sich etwas in der Farbgebung und den Details. Allerdings muss ich sagen, dass mir das erste Cover besser gefallen hat.

Für mich war der Klappentext weniger relevant, da ich Band eins gelesen habe und gespannt war, wie es weitergeht. Aber unabhängig davon macht er neugierig auf mehr.


Meinung
Astraea läuft die Zeit davon, um ihr Gedächtnis wiederzuerlangen und damit nicht die Vergangenheit zu wiederholen, beziehungsweise die Welt ins Chaos zu stürzen. Ihre neu entdeckten Kräfte sind da keine Hilfe, geschweige denn, dass sie ihre Freiheit bewahren will.
Nyte hingegen muss die Vampire unter Kontrolle bringen und unternimmt alles, um seine Liebe zu Astraea zu retten, auch wenn das Schicksal dagegen spricht. Doch was tut man nicht alles für die Liebe.

Aus der Sicht von Nyte und Astraea wird man durch die Geschichte geführt, wobei nicht nur die Gegenwart in den Fokus gerückt wird, sondern auch die Vergangenheit.
Zugegebenermaßen hatte ich paar Schwierigkeiten, in die Story zu finden, weil ich mich an ein paar wichtige Details nicht mehr erinnern konnte. Es ist schließlich einiges in Band eins passiert. Mit der Zeit wurde es deutlich besser, was nicht zuletzt an dem außergewöhnlichen Schreibstil lag, der wieder durch ein tolles Word-Building und wunderschöne Formulierungen überzeugt.

Im zweiten Teil werden einige Antworten auf Fragen gefunden, die in Band eins noch offen blieben, aber bei Weitem nicht alles. Außerdem werden neue Fragen aufgeworfen.
Doch auch hier gibt es Passagen, die sich in die Länge zogen, unterbrochen von spannenden Szenen.
Das Tempo variiert, könnte aber meines Erachtens nach etwas mehr beschleunigt werden.

Die Weiterentwicklung der Protagonisten ist recht gut gelungen. Astraea muss sich allerdings noch finden, auch wenn die Umstände Seiten zutage förderten, die ihr nicht immer helfen. Aber sie versucht, aus ihren Fehlern zu lernen.

Der Autorin ist es in diesem Band gelungen, die Emotionen zu verstärken. Neben der Spannung wird die Tragik sehr deutlich.

Nyte, im Prinzip der klassische Gegenpart, offenbart sich mehr. Seine Vergangenheit hat ihn zu dem gemacht, der er heute ist. Man bringt mehr Verständnis auf, was sich nach und nach entwickelte. Das ist toll gelungen.

Doch neben den Hauptprotagonisten gibt es diverse Nebencharaktere, die auch in Band zwei wichtige Rollen einnehmen. Man erfährt weitere Hintergründe, was dem Buch mehr Tiefe verleiht.

Insgesamt stellt dieser Teil, obwohl dieser regulär oftmals schwächer ist, eine Steigerung zu Band eins dar. Vielleicht liegt es daran, dass der Leser erkennt, wie vielschichtig und durchdacht die Geschichte tatsächlich ist. Oder vielleicht an der Weiterentwicklung der Charaktere. Vielleicht ist es auch ein Zusammenspiel diverser Faktoren. Ich für meinen Teil kann Band drei nicht erwarten.


Fazit
Die Fortsetzung braucht sich hinter dem ersten Band keineswegs verstecken. Ganz im Gegenteil. Obwohl das Tempo für mich hauptsächlich gemächlich ist, konnte die Handlung mich in ihren Bann ziehen. Daher vergebe ich vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 02.06.2025
Wesseling, Antonia

Loverboy - Niemand liebt dich so wie ich (eBook, ePUB)


sehr gut

Kaputte Seelen


Cover & Klappentext
Obwohl das Cover vielleicht nicht ideal zur Geschichte passen mag, gefällt es mir ungemein gut. Hier wird eher auf Emotionen gesetzt, die es auslöst. Auf jeden Fall ein Eyecatcher.
Der Klappentext klingt interessant, trifft es aber nur grob, jetzt, da ich das Buch gelesen habe.


Meinung
Vorab sollten Zartbesaitete die ausgiebige Triggerwarnung lesen, auch wenn sie dadurch gespoilert werden. Das Buch ist keine seichte Kost.

Vivian, eher zurückhaltend, geprägt von Unsicherheiten, kann ihr Glück nicht fassen, als sie den gut aussehenden Pascal kennenlernt. Sie verbringen jede freie Sekunde miteinander. Lola, Vivians Mitbewohnerin und Freundin, freut sich für sie, bis sich Vivian nach und nach immer mehr verändert. Als Vivian schließlich verschwindet und von der Polizei keinerlei Hilfe zu erwarten ist, macht sich Lola mit Vivians Halbbruder Elias, der auftauchte, weil er seine Halbschwester nicht erreichen konnte, auf die Suche nach ihr. Währenddessen kommen sich Lola und Elias immer näher, wobei sie zu ahnen beginnen, an wen Vivian geraten ist.

Aus der Sicht von überwiegend Lola und Elias wird man durch die Geschichte geführt. Es gibt auch einige Kapitel, denen Vivian ihre Stimme verleiht, aber nur zu Beginn, abgesehen von ihren Tagebucheinträgen.
Der Einstieg ist meines Erachtens nach etwas holprig, besonders da sich einige Sätze finden, die etwas unglücklich formuliert sind, sodass ich aus dem Geschehen gerissen wurde. Zum Glück beschränkte sich dies nur auf den Anfang. Dazu sei gesagt, dass die Story sich aufbaut. Als würde man an einem Seil nach und nach in die Handlung gezogen werden.
Ist man erst einmal drin, kann man das Buch kaum noch aus den Händen legen, auch bedingt durch das Tempo, was sich steigert.

Das Setting ist in Berlin angesiedelt, was ich recht erfrischend fand. Ich fühlte mich gleich zu Hause, auch wenn es nur wenige genaue Standorte gab. Das stört jedoch nicht weiter.

Der Schreibstil ist überwiegend angenehm und flüssig. Komplizierte Satzkonstruktionen sucht man hier vergeblich, aber das hätte auch nicht zum Inhalt gepasst. Dominiert von jungen Protagonisten ist hier eher ein lockerer Schreibstil gefragt, was ganz gut gelungen ist, wobei ich glaube, dass da noch mehr herauszuholen wäre.

Mit der Idee hat die Autorin ein wichtiges Thema angesprochen. Anscheinend hat sie diesbezüglich eigene Erfahrungen gemacht.
Normalerweise bin ich, was bestimmte Themen angeht, ziemlich hartgesotten, aber hier musste ich das ein oder andere Mal schlucken. Das lag nicht zuletzt an den eindringlichen Beschreibungen. Nein, es wird nicht immer ins Detail gegangen, das heißt aber nicht, dass die eigene Vorstellungskraft nicht einspringt, bedingt durch die Wortwahl.

Die Hauptprotagonisten Lola und Elias sind große Sympathieträger. Sie sind locker, lebenslustig, trotz negativer Erlebnisse. Sie harmonieren toll miteinander. Und obwohl es um Vivian geht, konnte ich nicht allzu viel mit ihr anfangen, weshalb ihre wenigen Sichtweisen durchaus ausreichen.

Die Geschichte ist im Großen und Ganzen stimmig, aber für mich haben darin zu viele Charaktere auf die ein oder andere Art schlechte Erfahrungen gemacht. Dazu kam die doch sehr abrupte Rettungsaktion. Das wirkte etwas konstruiert. Doch wegen des gewichtigen Themas kann man das verschmerzen, denn es geht um die Kernaussage.


Fazit
Wen dieses Thema nicht triggert, der sollte sich definitiv mit diesem Buch auseinandersetzen. Hier geht es nicht um seichte Unterhaltung, sondern um Aufklärung, um ein Aufrütteln.
So stark und schön die Liebe auch sein mag, sie ist es nicht wert, sich selbst zu verkaufen, auf welche Art und Weise auch immer.
Von mir gibt es dreieinhalb von fünf Sternen, die ich auf vier aufrunde, und eine bedingte Leseempfehlung wegen der Thematik.

Bewertung vom 02.06.2025
Priest

Guardian 1. Seelenwächter / Zhen Hun Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

Der Geisterschreck und der Professor

Cover & Klappentext
Das Cover ist umwerfend und passt auch gut zur Story. Entsprechende Bilder finden sich auch im Buch.

Der Klappentext spricht für sich und hat mich sofort begeistert, was natürlich eine hohe Erwartungshaltung schürt.


Meinung
Zhao Yunlan, Leiter der Abteilung für Übernatürliches, trifft bei einem Fall auf den Professor Shen Wei und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Doch dieser hält ihn auf Abstand. Während der Untersuchung laufen sich beide regelmäßig über den Weg, was das Interesse von Zhao Yunlan noch steigert. Er muss herausfinden, was es mit dem Professor auf sich hat, wenn er den Fall lösen will.

Mithilfe der übergeordneten Erzählweise sieht man sich mit mehreren Charakteren konfrontiert. Der Fokus liegt aber auf Zhao Yunlan und Shen Weí.
Ein kleines Team inklusive einem Neuzugang untersteht Zhao Yunlan. Auf den ersten Blick wirkt Yunlan wie ein offenes Buch, aber gleichzeitig kann man ihn nur schwer einschätzen. Er ist ein vielschichtiger Charakter, der trotz seiner manchmal ruppigen Art alles für seine Untergebenen tut. Er ist fair, lässt sich von seinen Emotionen leiten und besitzt einen scharfen Verstand, sodass er große Zusammenhänge recht schnell erkennt, wird jedoch von seinen eigenen Mitarbeitern ab und zu unterschätzt.
Shen Wei ist zurückhaltend, geradezu schüchtern, allerdings bemerkt man recht schnell, dass mehr in ihm steckt, als er zeigt. Er ist fürsorglich, freundlich und geheimnisvoll.

Ich hatte etwas Schwierigkeiten, in den Roman zu finden. Das lag zum einen an dem gemächlichen Tempo und zum anderen an den kleinteiligen Schritten, die alle erklärt wurden. Zudem haben mich die sehr häufig genutzten Vergleiche manchmal irritiert, weil sie meiner Meinung nach nicht recht passen wollten. Dennoch hat mich die Handlung schnell begeistert. Auch die Stimmung war einnehmend.
Das Buch würde ich hauptsächlich als düster beschreiben, was mir immer sehr zusagt. Doch gerade Yunlan nimmt dem Roman aufgrund seiner Art die damit einhergehende Schwere und lockert ihn etwas auf. Das ist fantastisch gelungen.

Die Autorin nutzt Erklärungen am Ende des Buches, damit der Leser mit der Thematik besser vertraut wird, allerdings hatte ich hin und wieder das Gefühl, dass es, zumindest für mich, nicht ganz gereicht hat.

Der Schreibstil hat mich nicht so richtig überzeugt. Lange Sätze, viele Vergleiche und ein gemächliches Tempo, was sich durch die ganze Story zieht, haben es mir teilweise erschwert, immer dranzubleiben. Einige Passagen musste ich wiederholt lesen, um sie zu verstehen, unter anderem weil nicht sofort ersichtlich war, worauf sie sich beziehen.
Außerdem war die Wortwahl gelegentlich ungünstig, sodass bedrückende Szenen unfreiwillig komisch wirkten. Doch damit kommen die hervorgerufenen Emotionen nicht intensiv zum Tragen. Allerdings kann ich nicht sagen, ob es an der Übersetzung liegt. So oder so schmälerte es für mich das Lesevergnügen.
Dabei ist das Potenzial vorhanden, besonders für die Handlung, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Es gibt spannende Szenen und Plot-Twists, aber auf mich war die Wirkung reduziert.

Insgesamt brilliert die Story durch ihre Protagonisten, die man erstaunlich gut kennenlernt. Die Zuneigung zwischen Yunlan und Shen Wei wurde deutlich dargestellt. Besonders schön hat mir gefallen, wie langsam sie sich aufbaut. Aus lockerem Interesse wurden nach und nach ernste Gefühle, ohne dass sie sich näherkamen. Auch der übernatürliche Fall ist nicht einfach nur oberflächlich abgehandelt worden. Es steckt deutlich mehr dahinter, als anfangs zu vermuten war. Umso gespannter bin ich, wie es in Band zwei weitergeht, nicht nur zwischen dem Geisterschreck und dem Professor, sondern auch mit dem Fall, und nicht zuletzt mit dem Neuzugang, bei dem ich nicht weiß, ob ich ihn bemitleiden oder schütteln will.


Fazit
Ein interessantes Werk, was durch seine Handlung und die Charaktere überzeugt. Hier mischt sich chinesische Mythologie, kombiniert mit einer Vielzahl von Religionen, zu einer durchaus spannenden Geschichte, die ihre Momente hat.

Ich vergebe drei von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 30.05.2025
Ross, Rebecca

Dreams Lie Beneath (eBook, ePUB)


sehr gut

Albträume

Cover & Klappentext
Ich mag das Cover, für mich definitiv ein Eyecatcher. Es ist zwar in dunklen Tönen gehalten, wirkt aber nicht düster, was super zu der Story passt, auch wenn es um Albträume geht.
Der Klappentext wiederum hat mich neugierig gemacht. Und da ich andere Bücher der Autorin bereits kenne, konnte ich hier nicht widerstehen.


Meinung
Das Reich Azenor leidet seit vielen Jahren unter einem Fluch. In jeder Neumondnacht erwachen die Albträume der Bewohner zum Leben. Die Hüter Clementine und ihr Vater schützen ihre Stadt vor ihnen, bis zwei fremde Magier ihnen das Gebiet in einem Wettkampf streitig machen. In nur einer Nacht verliert Clementine ihre Tätigkeit und ihr Zuhause. Sie sinnt auf Rache, besonders Phelan gegenüber, der zusammen mit seinem Bruder für ihren Verlust verantwortlich ist und den sie vermeintlich hasst, aber auch anziehend findet. Doch als die Lage sich zuspitzt, müssen beide zusammenarbeiten.

Aus der Sicht von Clementine wird man durch das Geschehen geführt. Ich wurde schnell warm mit der Hauptprotagonistin. Obwohl sie noch in der Lehre als Hüterin ist, hat ihr Vater sie schon gut unterrichtet. Sie lebt und liebt ihren Beruf, den im Grunde nur Magiebegabte ausüben können. In dem kleinen Städtchen nahe dem Herzogtum, was niemand mehr betreten kann und wo der Fluch seinen Ursprung hat, wird sie gemocht. Ich habe sie als mutig, durchsetzungsfähig, risikofreudig, hilfsbereit und wissbegierig wahrgenommen.

Der Einstieg fiel mir leicht, was nicht zuletzt dem flüssigen Schreibstil geschuldet war. Allerdings dauerte es etwas, bis ich komplett in die Handlung eintauchen konnte. Die Autorin hatte in dieser Geschichte einen Hang zu langwierigen Erklärungen, sodass das Tempo etwas gedrosselt wirkte und ich aktiv dranbleiben musste. Im Verlauf wurde es deutlich besser und ich konnte mich der Spannung nicht mehr entziehen.

Mich hat die Idee und ihre Umsetzung beeindruckt.
Man wird in die Zeit zurückversetzt, es spielt also nicht in der heutigen Zeit, was aber auch ideal passt. Größere Städte sind in Gebiete aufgeteilt, in denen Hüter ihrer Tätigkeit nachgehen. Sie schreiben die Albträume der Leute auf, damit sie wissen, womit sie an Neumond, wenn diese zum Leben erwachen, zu rechnen haben. Ihre Aufgabe ist es, die Albträume zu vernichten. Gleichzeitig gibt es aber jene Hüter, die unbedingt den Neumondfluch brechen und damit das leere Herzogtum an sich reißen wollen. Doch nicht alle sind darauf aus, wie zum Beispiel Clementine. Sie hat nicht den Wunsch, Herzogin zu werden. Ihr hauptsächliches Ziel ist tatsächlich Rache an Phelan zu nehmen. Nur lernt sie ihn dadurch recht gut kennen und hat teilweise Mühe, ihren Plan in die Tat umzusetzen. Dabei ist es unabdingbar, dass er nicht ihr Herz berührt.

Phelan habe ich von Anfang an keineswegs als negativ wahrgenommen. Aus seiner Familie scheint er derjenige zu sein, der am sympathischsten wirkt. Die Annäherung von Clementine und Phelan wurde wunderschön beschrieben, durchsetzt von Emotionen, und baut sich langsam auf. Gleichzeitig zieht das Tempo an, was einen tollen Kontrast darstellt. Bis es zum großen Finale kommt. Der Weg dahin ist recht geradlinig, aber mit vielen Stolpersteinen versehen. Spätestens ab dem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ein überzeugender Roman mit kleinem Gruselfaktor, kombiniert mit zarter Liebe, Lügen und falschem Spiel, garniert mit einer Portion Magie.


Fazit
Insgesamt hat mir Dreams Lie Beneath gut gefallen, obwohl ich andere Bücher der Autorin als stärker empfand. Neben einigen langatmigen Szenen und zeitweise gemächlichem Tempo finden sich auch Passagen, in denen ich mir mehr Emotionen gewünscht hätte. Das Potenzial wäre da gewesen. Trotzdem unterhält die Story und sorgt mit einigen überraschenden Wendungen für ein Lesevergnügen.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 30.05.2025
Maura, Catharina

The Wrong Bride / The Windsors Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Ein Moment der Ehrlichkeit


Cover & Klappentext
Ein wunderschönes Cover, was toll passt, wenn man auf die Details achtet. Definitiv ein Blickfang.
Wirklich neugierig gemacht hat mich aber der Klappentext, der viel Herzschmerz verspricht, jedoch auch ein Happy End vermuten lässt.


Meinung
Raven steht zeit ihres Lebens im Schatten ihrer älteren Schwester Hannah und muss ertragen, dass diese mit Ares verlobt wird. Jenen Mann, den sie schon seit gefühlten Ewigkeiten liebt und der dank der strengen Heiratspolitik der Windsors eine Du Pont heiraten soll, damit beide Unternehmen fusionieren. Als Hannah sich jedoch kurz vor der Hochzeit von Ares trennt, ist Raven gezwungen, für sie einzuspringen und einen Mann zu ehelichen, der keinerlei Gefühle für sie hegt. Sosehr sie sich damit schwertut, bietet sich hier auch eine Chance, Ares für sich zu gewinnen.

Aus der Sicht von Raven und Ares wird man durch das Geschehen geführt.
Der Einstieg war kein Problem, da ich mich sofort mit Raven verbunden fühlte. Anfangs war es Mitleid, da sie immer zurücksteckt. Dabei ist sie in ihrem Metier selbst sehr erfolgreich. Als Model wird sie von namhaften Kunden gebucht und auch ihre eigene Modekollektion ist heiß begehrt. Trotzdem wird ihre ältere Schwester Hannah, die als Schauspielerin Karriere macht, von allen bevorzugt. Nicht zuletzt von Ares.
Obwohl Raven so zurückhaltend und immer freundlich bleibt, zeigt sie nach der Hochzeit auch andere Seiten, die sie aber keineswegs unsympathisch machen. Sie lernt, sich durchzusetzen. Und wie heißt es so schön? In der Liebe und im Spiel ist alles erlaubt.
Natürlich überschreitet sie keine Grenzen, dafür ist sie nicht der Typ, aber sie macht deutlich, was sie will. Das hat mich ein wenig versöhnt, denn manchmal muss man sich einfach durchsetzen, und als Leser wünscht man Raven einfach ihr Glück.

Kommen wir zu Ares. Auf den ersten Blick ist er erstaunlich zugänglich. Familienwerte stehen bei ihm hoch im Kurs und die Ehe ist ihm heilig. Es macht ihm auch nichts aus, dass eine Hochzeit mit Hannah arrangiert wurde, schließlich liebt er sie. Mit Raven hingegen verbindet ihn eine langjährige Freundschaft.
Als er schließlich mit Raven verheiratet wird, versucht er, das Beste daraus zu machen. Allerdings schien er mir manchmal nicht sehr klar mit seinen Aussagen Hannah gegenüber. Meines Erachtens nach hätte er deutlicher werden können. Auf mich wirkte es anfangs, als würde er sich eine Hintertür offen halten wollen.
Trotzdem wird er sympathisch wahrgenommen, denn im Grunde ist er ein guter Kerl.

Der Aufbau der Story ist klassisch. Bei Liebesromanen ist das oftmals immer gleich. Auch diese Geschichte hebt sich davon nicht ab, aber sie überzeugt durch ihre Charaktere. Auch die Verbindung zwischen Raven und Ares hat mir sehr gefallen. Sie nähern sich nach und nach an. Allerdings wurde ich in Kapitel 30 rausgerissen, weil es hier den Anschein machte, als hätte es einen Zeitsprung gegeben. Das hat mir zutiefst verwirrt. Erst im weiteren Verlauf des Kapitels wurde es wieder klarer.
Gerade zu diesem Zeitpunkt kam es zu einer Schlüsselszene, die wichtig für die Handlung war. Da sollte es nicht zu solchen Momenten kommen.

Der Schreibstil ist durchweg angenehm und flüssig zu lesen. Er trägt perfekt die Geschichte und wirkt sich nicht negativ auf den Erzählstil aus. Das spiegelt sich auch im Tempo wider. Der Autorin ist es gelungen, für mich die perfekte Geschwindigkeit zu nutzen und auch in den Szenen anzupassen.

In Liebesgeschichten findet sich häufig ein Happy End, was selbstredend angesagt ist, wenn die Protagonisten den Großteil leiden mussten. Ein paar Klischees finden sich auch, aber das stört nicht weiter, denn es geht um Liebe. Um das langsame Herantasten. Wobei man als Leser hofft, dass die lieb gewonnenen Charaktere endlich glücklich werden.
Das bringt diese Geschichte alles mit, weshalb sie schön unterhält und ein wenig zum Träumen anregt. Auch die Emotionen kommen hier nicht zu kurz. Gerade Raven berührt. Für sie wünscht man sich einfach nur wahres Glück. Dass sie jemanden findet, für den sie genug ist. Etwas, was sich jeder im Leben ersehnt.


Fazit
Eine emotionsgeladene Liebesgeschichte mit überzeugenden Charakteren und wunderschönen Momenten. Daher vergebe ich vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.