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papa_tom

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Insgesamt 87 Bewertungen
Bewertung vom 11.08.2024
Stennie

Mein Alltag, Jesus und ich


ausgezeichnet

Wunderschön, praktisch, wertschätzend

Der wunderschöne Terminplaner für Frauen „Mein Alltag, Jesus und ich“ von Stennie kommt in einem edlen Kustledereinband daher und sieht daher nicht nur sehr schick aus, sondern fühlt sich auch weich und wertig an. Außerdem enthält er ein festes Leseband, so dass man den entsprechenden Tag immer direkt findet. Dabei ist der Planer undatiert, so dass man nicht im neuen Kalenderjahr starten muss, sondern direkt beginnen kann.

Der Planer besticht auch innen durch ein schlichtes, aber durchaus edles Design, sowohl farblich (4-farbig), als auch durch die Wahl der Schriftarten. Er besteht nicht nur aus den üblichen Monats- und Jahresübersichten, sondern ist gewürzt mit kleinen Ermutigungen, Erinnerungen und einer schönen Prise Humor. Er lädt die neue Besitzerin ein, sich Ziele für das kommende Jahr zu setzen, lässt Platz für Reflexion und erinnert an so wichtige Weisheiten aus der Bibel. Es sind kurze Inputs zu finden, die nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch praktische Tipps für den Alltag geben. Dabei ist genug Platz für eigene Gedanken, so dass man den Planer tatsächlich auch als Tagebuch nutzen kann.

Stennie schafft es mit diesem wundervollen Planer, dass Frau sich nicht nur gut für den Alltag organisiert, sondern auch Jesus in die einzelnen Tage miteinbezieht und mit Ihm gemeinsam den Alltag gestaltet. Ich finde ihn wunderschön, praktisch und wertschätzend und empfehle ihn gerne weiter.

Bewertung vom 27.07.2024
Alexander, Tamera

Mit jeder kleinen Entscheidung


ausgezeichnet

Schmerzhaft, ehrlich, glaubensvoll

In ihrem neuesten Roman „Mit jeder kleinen Entscheidung“ betritt die Autorin Tamera Alexander neues Terrain, denn er spielt in der Gegenwart und hat nur an wenigen Stellen Rückblicke in die Vergangenheit vor rund 150 Jahren. Da ich bereits alle anderen ihrer historischen Romane gelesen und lieben gelernt habe, fiel mir der Einstieg in dieses Buch schwerer. Das liegt auch vor allem an der Thematik des Buches, die sich mit einem gläubigen Ehepaar beschäftigt, das mit Untreue, Misstrauen, Anklagen und Veränderungen kämpfen muss. Für mich persönlich lag anfangs eine Schwere auf der Handlung, die mich in meinem Alltag sehr beschäftigt hat. Dabei schildert die Autorin die Charaktere absolut authentisch und man kann sehr stark mitfühlen, selbst wenn man diese Thematik noch nicht am eigenen Leib erlebt hat.

In etwa der Mitte des Buches, als die Handlung mit einem neuen Strang in die Geschichte zurückblickt, war ich voll in der Geschichte drinnen und der Fokus verschob sich. Ähnlich wie die Protagonistin im Buch bekam ich ein tiefes Mitgefühl mit den Schicksalen aus der früheren Zeitebene und die Perspektive verschob sich. Ich möchte es so zusammenfassen: wenn wir von unserer eigenen Not wegschauen und sehen, wie andere Menschen, denen es noch viel schlimmer ergeht als uns, es schaffen, an Gott festzuhalten und Ihm treu zu bleiben, dann ist es auch uns möglich, die Hindernisse – so schwer sie auch erscheinen mögen – zu überwinden und zu sehen, dass Gott im Leid anwesend ist und uns hindurchtragen möchte. Ich glaube, dass es absolut notwendig ist, uns mit dem Leid anderer Menschen auseinanderzusetzen. Besonders da wir heute in einer Wohlstandsgesellschaft leben, die hauptsächlich auf das Erfüllen der eigenen Bedürfnisse ausgerichtet ist. Das führt zu Egoismus und Undankbarkeit. Wenn es uns gelingt, diesen Kreislauf zu durchbrechen und unsere Herzen mit Jesu Liebe füllen zu lassen, wenn wir von uns wegschauen und uns um andere Menschen kümmern, dann bauen wir Gottes Königreich hier auf Erden.

Der Roman hat mich tief bewegt und auch wenn der Einstieg für mich persönlich etwas holprig war, gebe ich ihm alle verfügbaren Sterne und möchte ihn gerne weiterempfehlen. Er ist anders als die bisherigen Romane von Tamera Alexander und das muss sich der Leser bewusst sein, aber er rührt Stellen im Herzen an, die so wichtig sind, geöffnet zu werden. Die Autorin ermutigt, fordert heraus und schafft mit dem Buch einen Nachklang im eigenen Leben und dafür möchte ich ihr danken.

Bewertung vom 24.07.2024
Wright, Sally Ann

Lass uns die Bibel entdecken


ausgezeichnet

Wunderschön illustriert, altersgerecht, ermutigend

Die Familien-Andachtsbibel für das ganze Jahr mit dem Titel „Lass uns die Bibel entdecken“ von Sally Ann Wright ist ein wunderschönes Buch, in das man täglich blicken möchte. Zu verschiedenen biblischen Geschichten oder manchmal auch nur einzelnen Versen sind wunderschöne Illustrationen zu finden, die nicht nur Kinder ansprechen.
An jedem Tag im Jahr finden sich die unterschiedlichsten Themen, die nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch als Ermutigung dienen. Jeder Tag ist mit einer prägnanten Überschrift, einer kurzen Zusammenfassung des Themas, sowie dem Bibeltext selbst versehen. Außerdem enthält er ein kurzes Gebet, das man wunderbar mit den Kindern gemeinsam beten kann.
Vorne befinden sich neben einer Einleitung zum Andachtsbuch verschiedene Listen – Geburten, Hochzeiten und Todesfälle – währenddessen hinten sowohl die Geschichten in biblischer Reihenfolge als auch ein Inhaltsverzeichnis ihren Platz finden.

Bereits beim ersten Durchblättern stößt man auf verschiedene biblische Geschichten, aber auch auf wichtige Zusagen Gottes – untermalt mit aussagekräftigen und kindsgerechten Zeichnungen. Man bekommt direkt Freude, tiefer einzusteigen. Wenn man dann gemeinsam mit den Kindern täglich dieses Buch liest und darüber ins Gespräch kommt, wird deutlich, wie wertvoll es ist, sich mit Gottes Wort zu beschäftigen und das auf ganz kindliche Weise. Die täglichen Impulse formuliert in kurzen Gebeten helfen Menschen jeglicher Altersklasse, eine Vorstellung davon zu kriegen, wie man ein Leben führen kann, das Gott gefällt.

Ich freue mich schon sehr darauf, die Schätze, die Gott in diesem Andachtsbuch bereithält, mit meiner Familie gemeinsam zu entdecken und Gott dadurch Tag für Tag näher zu kommen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter – wenn ich meine Kinder anschaue, halte ich es ab einem Alter von 4 Jahren ohne Altersbeschränkung nach oben hin für überaus wertvoll.

Bewertung vom 16.07.2024
Hannon, Irene

Die alte Villa auf den Klippen


ausgezeichnet

„Feinfühlig, schön und tiefgründig“

In ihrem Roman „Die alte Villa auf den Klippen“ beschreibt die Autorin Irene Hannon das Aufeinandertreffen zweier ausdrucksstarker Frauen, die beide Geheimnisse und Wunden mit sich herumtragen. Durch ihr gemeinsames Projekt, eine viktorianische Villa, öffnen sie sich mehr und mehr füreinander und entwickeln eine tiefe Freundschaft. Und auch die Liebe kommt ganz und gar nicht zu kurz, zeigt sie sich doch in ihrer Entstehung zwischen der jüngeren der beiden Frauen mit der männlichen Hauptperson, dem Landschaftsgärtner Jon.

Was leicht beginnt, entwickelt sich zunehmend facettenreich. Die Autorin hat eine wunderbar feine Art, die Handlung entstehen und ansteigen zu lassen, die mich persönlich sehr berührt hat. Dabei spricht sie ganz und gar nicht oberflächlich, sondern tiefgründig und gezielt den grundlegenden Wunsch eines jeden Menschen an, zutiefst geliebt zu werden und das unabhängig von äußeren Faktoren. Wie oft tragen wir äußere und noch häufiger innere Wunden mit uns herum, genau darauf bedacht, diese hinter Masken zu verstecken, um uns selbst zu schützen. Aber wie klar es in dem Roman zum Ausdruck kommt, ist es so wichtig, sich verletzlich zu machen und sich für andere Menschen zu öffnen. Selbst wenn man sich nicht sicher ist, ob Ablehnung oder Liebe entgegengebracht wird.

Das Buch veranschaulicht auf schöne Weise, dass in einem Menschen mehr steckt, als man auf den ersten Blick von außen sehen kann. Gott hat so viel mehr in seine Schöpfung gesteckt und es braucht Zeit und Vertrauen, bis das ans Licht kommt. Ein Satz, der mich bewegt hat und der das Hauptthema des Buches gut in Worte fasst, lautet: „Schönheit liegt nicht im Antlitz, sondern ist ein Licht im Herzen.“ Es ermutigt mich, bei meinen Mitmenschen hinter die Fassade oder Maske blicken zu wollen, um die ganz Schönheit zu entdecken.

Ich möchte den Roman wärmstens weiterempfehlen, vielleicht auch als Urlaubslektüre, stehen doch jetzt die Sommerferien vor der Tür. Er ist leicht zu lesen und birgt eine wunderschöne Tiefgründigkeit, die zu Herzen geht.

Bewertung vom 06.07.2024
Nellist, Glenys

Was ist Liebe? Weißt du es?


ausgezeichnet

„Wunderschön illustriert, kindsgerecht und voller Liebe“

Das Kinderbuch „Was ist Liebe? Weißt du es? von den Autoren Glenys Nellist und Cee Biscoe ist ein wunderschön illustriertes Kinderbuch um die so wichtige Bibelstelle aus 1. Korinther 13. In einer lieblichen Kindersprache versehen mit Reimworten erklärt es den Jüngsten, wie sehr sie von Gott geliebt sind und wie die Liebe aussieht, mit der sie andere lieben sollen.

Bei den Illustrationen sind verschiedene Tiere eingesetzt, die sich in unterschiedlichen Situationen befinden. Allein schon beim Anschauen der Bilder ist die Liebe klar zu erkennen, genauso auch, was die Bibel im jeweiligen Vers dazu sagen möchte. Die kindsgerechten Texte mit den Reimen unterstreichen diese und sind ideal zum Vorlesen für Kinder ab 3-4 Jahren.

Ich möchte dieses Buch mit der grundlegenden und bedeutungsvollen Botschaft der Welt – du bist geliebt und kannst diese Liebe weitergeben – wärmstens empfehlen und das nicht nur für das angegebene Alter, sondern auch darüber hinaus. Es eignet sich hervorragend zum Verschenken an Geburtstagen, Weihnachten oder auch zum Kindergeburtstag für andere Kinder. Dieses Bilderbuch sollte in keinem Kinderzimmer fehlen.

Bewertung vom 06.07.2024
White, Roseanna M.

Unser Leben in den Gezeiten


ausgezeichnet

„Zutiefst berührend, voller Spannung und Hoffnung“

In ihrem Roman „Unser Leben in den Gezeiten“ flechtet die Autorin Roseanna M. White zwei Handlungsstränge aus den beiden großen Weltkriegen zu einer Einheit, die kaum schöner, tiefer und berührender sein könnte. Sie berichtet das ganze Buch über in diesen beiden Zeitgeschehen, schafft es aber, sie so aneinander zu verknüpfen, dass es dem Leser nicht schwerfällt, die Handlung als ein Ganzes zu betrachten.

Der Roman ist geprägt von starken Frauen, sie großes Leid, Verrat und Verlust erleben mussten, dank ihres treuen Glaubens an einen Gott, der über allem steht und sie hält, aber ein Leben führen, das vorbildhaft und beispiellos erscheint. Es ist eindrücklich, wie die Hoffnung siegt, die Liebe überwindet und die Wahrheit in einer Schönheit glänzt, die vom Himmel zeugt.

Der Autorin gelingt es, in diesem Roman, in dem die Liebe alle Herausforderungen überdauert, dennoch so viel Spannung und unerwartete Wendungen einzubauen, dass der Leser sich wunderbar in die Handlung einfindet, mitfiebert, die wunderbaren Dialoge verfolgt und bis zum Ende hofft und zuversichtlich bleibt. Dabei verrät sie die Verknüpfungen der beiden Zeitstränge eine ganze Zeit lang nicht, sät immer wieder Hinweise, aber baut dadurch eine schöne Erwartung auf.

Es ist dieser tiefe Glaube, der in den Charakteren lebt, der mich zutiefst berührt und neu herausgefordert hat, seinem Vorbild zu folgen und nicht aufzugeben, selbst wenn die Umstände überaus schwierig erscheinen. Ich bedanke mich bei der Autorin für dieses rundum wunderbare und gelungen Werk, das mir nicht nur einige schöne und spannende Lesestunden beschert hat, sondern das auch darüber hinaus nachhallt.

Bewertung vom 29.06.2024
Scherer, Sabina M. M.

Mehr als ein Zellhaufen


ausgezeichnet

„Ehrlich, liebevoll, kompetent“

In ihrem Ratgeber „Mehr als ein Zellhaufen“ veranschaulicht die Autorin Sabina M. Scherer, wie wir konstruktiv über Abtreibung sprechen können. Ein absolut wichtiges und präsentes Thema in der heutigen Zeit. Nicht selten kommt es sowohl online auf Social Media, als auch öffentlich auf den Straßen vor, dass man heftig angegangen wird, wenn man sich für das Leben der Ungeborenen ausspricht. Es ist ein Thema, zu dem es gefühlt kein „neutral“ gibt, jeder scheint eine Meinung – egal wie fundiert diese ist – dazu zu haben und möchte diese gerne lautstark äußern. Umso kostbarer ist dieses Buch, das den Leser an die Hand nimmt, ihn durch die unterschiedlichen Argumente in der Abtreibungsdebatte führt und dabei in Liebe und Wahrheit darüber aufklärt, was wirklich Sache ist.

Als Mama und Hebamme habe ich dieses Buch mit Spannung erwartet. Ich bin absolut für das Leben der Ungeborenen, aber trotz medizinischem Fach- und Hintergrundwissen, trotz meiner Überzeugung als bibelgläubiger Mensch ist es schwierig, sich in die Abtreibungsdebatte einzuklinken, ohne gleich für seine Meinung „zerrissen“ zu werden.

Die Autorin stellt in ihrem Buch dar, dass jeder Mensch, auch die Ungeborenen, nicht nur eine Würde besitzen, sondern auch ein recht auf Leben haben. Sie zeigt eindrücklich, wie sehr sich die Debatte zugunsten der Ungeborenen ändern würde, wenn Schwangere bedingungslose Annahme und Unterstützung erfahren würden und das natürlich zunächst im engen Familien- und Freundeskreis, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene. Dabei entlarvt Sabine M. Scherer die vielen Lügen und Gedankenkonstrukte der Abtreibungsbefürworter, aber nicht, indem sie sie an den Pranger stellt, sondern auch eine wunderbare, liebevolle Weise. Wie sie selbst im Buch sagt: „Ich liebe an der Wahrheit, dass sie nicht nur richtig und gut, sondern auch schön ist.“ Dieser Satz hat sich mir stark eingeprägt, ist er doch so wahr!
Die Autorin legt offen, dass Abtreibung keine Lösung des Leides darstellt, sondern vielmehr das Leid noch vermehrt, denn man kann von keiner „sicheren“ Abtreibung sprechen, wenn dabei ein Mensch sein Leben lässt.
Ihre Herangehensweise belegt Sabina M. Scherer mit der aktuellen Studienlage, sowie schlicht und einfach mit der Wahrheit. Viele Aussagen, die gerade in den sozialen Medien kursieren, sind nämlich weder belegbar, noch ist etwas Handfestes daran.

Neben ihrer strukturierten Herangehensweise an dieses komplexe Thema gefällt mir, dass die Autorin am Ende jeden Kapitels eine Zusammenfassung, sowie einen formulierten Gesprächsansatz gibt, der ganz praktisch angewendet werden kann. Außerdem stellt sie immer wieder Fragen an den Leser, bei denen er sich reflektieren muss und schauen kann, wo er selbst in der Thematik steht. Sie ermutigt den Leser, dass jeder Einzelne etwas verändern kann.

Dieses Buch bildet eine überaus wertvolle Grundlage, um mit Abtreibungsbefürwortern und der Pro-Choice-Bewegung in einen Austausch auf Augenhöhe zu kommen und in Wahrheit und Liebe Stellung beziehen zu können. Vielen Dank dafür!

Bewertung vom 27.06.2024
Fisher, Suzanne Woods

Miss Wilson und die Schule im Mondschein


ausgezeichnet

„Besonders, romantisch und tiefgehend“

Mit ihrem Buch „Miss Wilson und die Schule im Mondschein“ hat die Autorin Suzanne Woods Fisher einen Roman nach wahren Begebenheiten aus dem letzten Jahrhundert kreiert. Sie greift dabei Aspekte der wahren Geschichte von Cora Wilson Stewart auf, deren Herzensanliegen es war, dass die Bergbewohner in Kentucky lesen und schreiben lernen. Und das nicht nur, um ihrer Armut und den schlechten Verhältnissen zu entfliehen, sondern auch, um ihre von Gott gegebene Berufung zu finden. Unterstützt wird sie hierbei von ihrer Großcousine Lucy Wilson, die nach einer Tragödie zu einer verschlossenen und traurigen jungen Frau herangewachsen ist. Der Leser trifft in diesem Roman auf unterschiedliche Charaktere, auf Menschen, die die beiden Wilson-Frauen aus vollem Herzen unterstützen, aber auch auf Widerstand gegen den Fortschritt und gegen die Selbstbestimmung der Bergbewohner.

Der Verlag weist am Anfang des Buches darauf hin, dass die Mundart der Bergbewohner aus dem Original schwer zu übersetzen war, es aber dennoch versucht wurde, ihnen ihren eigenen Dialekt in der Handlung zuzugestehen. Ich hatte anfangs tatsächlich Mühe, es zu verstehen, da muss man genau lesen. Das halte ich aber für keinen Kritikpunkt, weil ich nach kurzer Zeit im Geschehen drin war und auch die Gespräche gut mitverfolgen konnte.
Am Ende des Buches geht die Autorin auf bestimmte Punkte in der Handlung des Romanes ein und zeigt auf, wobei es sich um Fakten oder Fiktion handelt. Das gefällt mir sehr gut, denn so kann der Leser nachvollziehen, bis wohin die wahren Begebenheiten gehen und welche Bereiche erfunden wurden.

Die Handlung des Romans hat mich sehr angesprochen und ich habe mit den beiden Frauen gefühlt und gehofft, dass sie mit ihrem Anliegen offene Türen einrennen und erreichen, dass die Alphabetisierung bis in die entlegensten Bergdörfer Einzug hält.
Sie hat mir ein Verständnis dafür gegeben, wie wichtig es für alle Lebensbereiche ist, selbständig lesen und schreiben zu können. Dabei wurde ich dankbar, dass es heute hier bei uns selbstverständlich ist, dass jedes Kind in die Schule gehen und diese Fähigkeiten erlernen darf.

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, nicht nur wegen der genannten Punkte, sondern auch, weil es deutlich macht, wie Gott auch im Leid anwesend ist und wir Menschen Ihm dennoch vertrauen können. Seinen Kindern wird alles zum Besten dienen und das erfüllt mich immer wieder mit Staunen und Dankbarkeit.

Bewertung vom 22.06.2024
Büchle, Elisabeth

Rebellin mit Herz


ausgezeichnet

„Ins Herz gehend, spannend und beeindruckend“

Wenn ich könnte, würde ich Elisabeth Büchles neuem Roman „Rebellin mit Herz“ 10 Sterne vergeben. Es ist jetzt im vergangenen ersten Halbjahr mein absolutes Lesehighlight, das ich jedem wärmstens empfehlen möchte.

Der Leser taucht ein in die englische Welt vor rund 2 Jahrhunderten. Innerhalb des ersten Kapitels schafft es die Autorin, einen so in das Geschehen zu führen, dass man sich mitten in der Handlung befindet. Die Akteure werden einem direkt schon am Anfang so sympathisch, dass es nicht schwerfällt, mit ihnen mitzufiebern, mit ihnen zu lachen und sogar mit ihnen zu weinen.
Aus dem zutiefst verständlichen Wunsch der Protagonistin, an der Ungerechtigkeit der ärmlichen Bevölkerung Londons etwas zu verändern, steigt der Leser ein in ihr Ringen, das Richtige zu tun und darf mitverfolgen, wie daraus eine Art weiblicher Robin Hood wird. Und das mit allen Höhen und Tiefen. Der Roman ist zugleich spannend, voller Wärme und fordert den Leser persönlich heraus.

Obwohl uns diese Zeit eher fern liegt, zeigt Elisabeth Büchle Themen auf, die uns heute noch genauso angehen und beschäftigen. Wie gehen wir als Christen mit dem Leid um, gerade wir, die wir so privilegiert leben und denen es doch zum Großteil so gut geht? Was können wir tun, um ein Licht in dieser dunklen Welt zu sein? Wie setzen wir unsere Berufung und Begabung ein, damit Gottes Reich gebaut werden kann?

Das Buch berührt zutiefst das menschliche Herz, greift es doch eine ganz wichtige Frage eines Gläubigen auf– wie antwortet Gott auf unsere Gebete? Ist es ein deutliches „Ja“, ein klares „Nein“ oder vielmehr manchmal ein „Warte noch“. Trauen wir Gott zu, dass er selbst in tiefste Ungerechtigkeit eingreift und uns souverän Lösungen an die Hand gibt? Und vor allem: können wir geduldig darauf warten, bis Er uns antwortet?

Diese zentralen Glaubensfragen werden im Laufe der Handlung des Romans immer gewichtiger. Er zeigt auf, was geschehen kann, wenn wir Menschen es selbst in die Hand nehmen, für Gerechtigkeit zu sorgen und wie Gott selbst dann, wenn der Karren sprichwörtlich im Dreck steckt, etwas Wunderschönes daraus machen kann.

Als kleine Randbemerkung möchte ich noch erwähnen, wie passend die Zeitungsüberschriften am Anfang der einzelnen Kapitel sind, man fühlt sich dadurch wirklich ins Geschehen versetzt. Auch die Wendung am Ende des Buches war für mich nicht vorhersehbar, umso mehr habe ich mich darüber gefreut.

Obwohl der Roman alles Zeug dazu hat, ihn am liebsten an einem Stück zu verschlingen, rate ich den Lesern, es wie mit einer Schachtel guter Pralinen zu handhaben: teilt euch das Buch auf mehrere Etappen auf, genießt jedes einzelne Kapitel und gebt der Vorfreude Raum, wenn ihr in Ruhe weiterlesen könnt.

Danke, liebe Elisabeth Büchle, für diesen außergewöhnlichen Roman und die wunderbare Botschaft, die er vermittelt!

Bewertung vom 09.06.2024
Lowe, T. I.

Träume aus Meerglas und Sand


ausgezeichnet

Emotional, bewegend und tiefgehend

Mit dem dritten Buch „Träume aus Meerglas und Sand“ in einer Romanreihe ist T.I. Lowe ein rundum gelungener Abschluss geglückt. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich die beiden ersten Bücher noch nicht gelesen habe, dies aber schleunigst nachholen werde, da diese Geschichten so schön und eindrucksvoll in diesen dritten Roman eingewoben wurden, dass es dem Leser viel Lust auf mehr macht.

Dieser Roman behandelt eine Liebesgeschichte zweier Protagonisten, die eine Sache verbindet: ein tiefer Schmerz, der sich nicht einfach so vergessen oder gar aus dem Leben wischen lässt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Anfänge des Buches zu emotional erscheinen. Ich konnte anfangs nicht mit der Hauptfigur mitfühlen, fand sie sogar etwas übertrieben dargestellt, aber im Laufe des Buches, versteht man immer besser, warum sie so handelt und ist, wie sie ist. Es ist für mich schön zu sehen, wie beide Hauptfiguren während des Romans eine Entwicklung durchmachen, durch die sich der Leser auch selbst öffnet und herausgefordert wird, hinter die Oberfläche zu schauen.

In meinen Augen ist es der Autorin hervorragend gelungen, den christlichen Glauben in die Liebesgeschichte zu verflechten, so dass auch der Leser die Chance bekommt, sich selbst darin zu finden. Die Kernaussage des Buches – gestützt auf den Bibelvers aus dem 1. Korinther 13 über Glaube, Hoffnung und Liebe zieht sich in der Handlung hindurch.
Es geht um den Glauben an einen starken Gott, der trotz all dem Leid, das uns widerfährt, die Fäden in der Hand hält und es gut mit uns meint. Es geht um die Hoffnung, dass am Ende alles gut werden wird und uns auch das Leid zum Besten dient. Und es geht um die Liebe, die stark genug ist, das Vergangene zu vergeben und hoffnungsvoll in die Zukunft zu starten.