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Ecinev
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Frankfurt

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Insgesamt 92 Bewertungen
Bewertung vom 13.02.2025
Steinert, Carolin A.

Someday I'll heal


ausgezeichnet

Für Ari bricht eine Welt zusammen nachdem ihr Zwillingsbruder Sam den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Sie bricht alle Freundschaften in Italien ab und flüchtet zu ihrem leiblichen Vater der in England lebt. Dort findet sie sich plötzlich in einer neuen Familie mit 2 Teenager Söhnen wieder. Um keine weiteren Verluste ertragen zu müssen, gibt sie sich völlig abweisend. In der exklusiven Privatschule hat sie es auch nicht leicht. Doch nachdem ihre Fassade langsam bröckelt kann sie neue Freundschaften schließen und verliebt sich in ihren Stiefbruder.

Eine sehr emotionale Geschichte die hier erzählt wird und mir so manches Mal Tränen in die Augen getrieben hat. Man wird sofort in das Geschehen katapultiert und fühlt mit Ari. Je weiter die Geschichte geht möchte man sie jedoch manchmal schütteln um ihr zu sagen, sie ist nicht alleine um die Vergangenheit zu bewältigen. Der Schreibstil ist lebendig, aus Sicht der 17 jährigen Ari in Ich-Form. Das Cover in violett mit dem tanzenden Mädchen ist ebenfalls ein Hingucker.

Bewertung vom 25.01.2025
Gesthuysen, Anne

Vielleicht hat das Leben Besseres vor


ausgezeichnet

Als Pastorin hat Anna Betteray in ihrer Gemeinde Alpen am Niederrhein eine Menge Menschen um die sie sich kümmern muss. Beim jährlichen Spargelfest geht es hoch her, bei der Chorprobe kommt es zu einem Streit um diskriminierende Liedtexte in alten Schlagern. Ihre Mutter kann es nicht lassen Anna zu verkuppeln, ihr Neffe sehnt sich nach Geborgenheit die seine suchtkranke Mutter ihm nicht bieten kann. Dann ist da noch Raffaela, ein junges beeinträchtigtes Mädchen das bewustlos im Graben gefunden wurde und im Krankenhaus um ihr Leben kämpft. Anna die in Alpen aufgewachsen ist, kennt die Menschen und auch ihre Sorgen und Nöte.

Eine ganze Menge die da in dieses Buch gepackt wurde und Langeweile kommt keine auf. Es gibt etliche humorvolle Episoden wie den Versuch des Bürgermeisters den Streit um Diskriminierung durch externe Mediatoren beizulegen. Daneben jedoch auch ernste Themen wie die von Raffaela. Wer hat sie niedergeschlagen? War es ein Unfall oder ein Anschlag. Der Polizist des Ortes und Verehrer von Anna hat das ganze Dorf als Ermittlungshelfer.

Irgendwie ein heiteres Buch mit ernsten Teilen der sich sehr gut liest und zur perfekten Entspannung sorgt. Den ersten Teil um die Pastorin aus Alpen kenne ich nicht aber das werde ich nachholen. Der Schreibstil ist locker und sehr lebendig und hat mich gut unterhalten.

Bewertung vom 04.01.2025
Henn, Carsten Sebastian

Die Goldene Schreibmaschine


ausgezeichnet

Emily lebt bei ihren Großeltern nachdem ihre Eltern eine neue Arbeit in Dubai haben. Während der Großvater immer vergesslicher wird arbeitet die Großmutter in der Anna Amalia Bibliothek. Das ist auch der Lieblingsort von Emily die von ihren Mitschülern als etwas wunderlich angesehen wird. Eines Tages entdeckt sie in einem Buch einen kleinen Schlüssel und findet damit den Zugang zu einer geheimen Bibliothek hinter der wirklichen. Dort steht jedes Buch, dass auf der Welt geschrieben wurde und eine goldene Schreibmaschine. Sie entdeckt, dass sie damit Bücher verändern kann und macht sich daran ihre Lieblingsbücher zu verändern. Schnell will sie immer mehr mit dieser Macht erreichen. Aber auch ihr strenger Lehrer ist hinter dem Schlüssel her. So beginnt eine abenteuerliche Jagd bei der der Lehrer am Ende als Sieger hervorgeht. Sein Ansinnen ist ein ganz anderes und führt schnell vor Augen was Worte anrichten können.

Der Schreibstil ist für die Altersgruppe einfach und fesselnd. Man will immer weiter lesen um zu erfahren wie es weitergeht. Das Cover ist sehr schön und zeigt eine goldene Schreibmaschine in einer Bibliothek mit Emily davor. Die Idee hinter dem Buch ist interessant und mal etwas anderes. Erschreckend sind die Abschnitte in der Dresskau die Macht übernimmt und damit viele Leute in seinen Bann zieht.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.12.2024
Hill, Melissa C.;Stapor, Anja

Villa Obscura


gut

Die bekannte Photografin Constanze zu Eschede lädt zu einer Halloween Party in ihre dunkle Villa. Einige Bekannte dürfen sich vorher aus ihrem großen Fundus Kostüme aussuchen. Die Party beginnt doch die Gastgeberin taucht nicht auf, stattdessen nur Lautsprecher Ansagen. Am Ende wird die Party einfach beendet und die Teilnehmer mit Bussen wieder vom Berg gefahren. Bis auf 6 Jugendliche die zurückgehalten werden und unverhofft von 2 Maskierten in eine Dachkammer gesperrt werden. Später tauchen die Maskierten in ihren Morph Kostümen auf und holen jeweils eine Person ab die nach einiger Zeit schwer verstört wieder kehren. Die unterschiedlichen Charaktere der jungen Leute müssen sich mit der Situation arrangieren und lernen sich so kennen. Jeder kennt die Gastgeberin, sei es als Photograf oder als Model.

Als eine junge Frau nicht mehr wiederkommt eskaliert die Situation und es kommt zum packenden Show Down bei der am Ende alles anders ist als ich es mir vorgestellt habe. Die Auflösung hat mich sehr überrascht ebenso wie die unreifen Beweggründe der beiden Entführer.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, die unterschiedlichen Sichtweisen und Leben der Protagonisten sorgen für etwas Spannung aber das Buch ist kein besonderes Highlight für mich. Irgendwie hat der Klappentext mehr versprochen. Das Cover ist düster und passt zu dem Setting zu Halloween.

Bewertung vom 28.12.2024
Gray, Lisa

To Die For


ausgezeichnet

Los Angeles, Stadt der Millionenvillen. Eine 50 Millionen Villa soll die Makler Agentur Real Saints verkaufen. Dem Makler der einen Käufer findet bekommt 1 Million Courtage. Da wäre jeder gerne derjenige. Bald kommt heraus, jeder der 5 Makler hat gute Gründe warum er das Geld dringend benötigt. In einzelnen Kapiteln aus Sicht der einzelnen Makler wird geschildert was im Leben schief läuft und man deshalb die Million braucht, dabei geht man auch teils sprichwörtlich über Leichen seinen Konkurrenten aus dem Spiel zu kicken.

Andi Hart will sich selbständig machen und kauft ein eigenes Immobilienbüro in der Nähe, sie wird als ausichtsreichste Kollegin gehandelt die sich mit reichen Ostküsten Menschen einen Ruf verdient hat. Andere haben Spielschulden und versuchen ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Bis bei der Besichtigung eine Leiche im Pool gefunden wird.

Für die Polizei steht fest, der Täter befindet sich unter den Maklern da sonst niemand Zugang zu dem Haus hat. Ein raffiniertes Buch mit eher ruhigen Schreibstil und überraschenden Wendungen mit einem eher schlichten Cover von Lisa Gray.

Bewertung vom 22.12.2024
Hawkins, Paula

Die blaue Stunde


sehr gut

Die Werke der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman werden noch immer in renommierten Häusern ausgestellt. Bis das Tate Modern Museum den Hinweis eines britischen Antropologen erhält, in einem Kunstwerk sei ein menschlicher Knochen verarbeitet. Der Kurator, James Becker begibt sich auf Spurensuche. Chapman lebte auf der abgelegenen Gezeiteninsel Eris Island dort trifft er auf die Nachlassverwalterin Grace und so manch dunkles Geheimnis.

Die Geschichte ist sehr komplex mit vielen Wendungen und unterschiedlichen Themen. Die Spannung bleibt manches Mal auf der Strecke und das Buch hat auch einige Längen. Der Schreibstil ist gemischt mit Tagebucheinträgen und Zeitungsartikeln und etwas gewöhnungsbedürftig. Gut werden die Landschaften und Stimmungen beschrieben und manches Mal wäre etwas weniger mehr gewesen.

Bewertung vom 21.12.2024
Burseg, Katrin

Tage mit Milena (eBook, ePUB)


sehr gut

Annika führt ein ruhiges Leben in Lübeck wo sie eine Papierhandlung betreibt, im Chor singt und ihren Mann der Blumen anbaut unterstützt. Bis eines Tages ein junges Mädchen in die Papierhandlung kommt und Sekundenkleber kaufen möchte. Wenig später klebt sich das Mädchen damit auf der Staße fest was einen besonders aggresiven Autofahrer fast zu einer schweren Tat führt. Annika will das Mädchen unterstützen und setzt sich mit auf die Straße um mit der Polizei fortgetragen zu werden. Sie fühlt sich für die 17jährige Luzie verantwortlich und nimmt sie mit nach Hause. Am nächsten Morgen ist Luzie verschwunden, auf dem Weg nach Hamburg wo eine große Aktion der Klima Aktivisten geplant ist. Spontan reist Annika hinterher. Sie fühlt sich an ihre eigene Vergangenheit erinnert die sie als Hausbesetzerin in Hamburg verbracht hat.
Später reist sie und Luzie spontan nach Venedig wo ihr damaliger Freund Matti heute lebt.

Ein sehr aktuelles Thema mit den aktuellen Protesten der Letzten Generation und fast bildhaften Beschreibungen von Lübeck und dem Ablauf einer Demonstration die jeden Moment von friedlich zu gewaltbereit umschwenken kann. Der Schreibstil wirkt eher beschreibend als lebendig doch das Buch läßt sich gut und schnell lesen. Die Handlungen von Annika mit ihren 50 Jahren sind sehr impulsiv und erscheinen mir nicht nachvollziehbar. Das Cover mit seinem Sonnenuntergang und den Schiffen läßt einem diesen Inhalt nicht vermuten.

Bewertung vom 19.12.2024
La Sala, Ryan

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars


sehr gut

Ich hatte keine Vorstellung was mich mit diesem Buch erwartete und bin am Ende hin- und her gerissen weil ich die Geschichte irgendwie nicht greifen kann.

Caroline und ihr Zwillingsbruder, der genderfluide Mars wachsen in einer Senatorenfamilie auf und verbringen die Sommermonate im Sommercamp von Aspen. Doch dann kommt Caroline früher als gewöhnlich zurück und wirkt total verändert. Kurz darauf kommt es zu einem Unglück und Caroline stirbt. Mars ist voller Trauer und will ergründen was zu Carolines vorzeitigen Abbruchs in Aspen geführt hat. Er kehrt selbst nach Aspen zurück und versucht sich in der Hütte der Jungs einzuleben. Doch er fühlt sich eher zu Carolines alten Freundinnen hingezogen die in einer abseits gelegenen Hütte leben und sich die Honeys nennen. Die Jungs verspotten ihn wieder und er fühlt sich nicht ernstgenommen.
Plötzlich wendet sich die Geschichte und es entwickelt sich fast ein Horrorroman. Während Mars in den ersten Teilen noch sehr reflektiert wirkt, bekommt er es am Ende mit echten Gegnern zu tun.

Die Beschreibung von Mars und seiner Genderfluidität fand ich gelungen, wenn auch teilweise etwas überzogen und nach außen hin geistig abwesend. Die Wandlung zum subtilen Horrorroman hat mich total überrascht und hätte es in dieser brutalen Beschreibung nicht gebraucht um das Buch zu etwas besonderem zu machen.

Das Cover ist wunderschön gestaltet mit den Blüten die sich auch im Innenteil bei den Kapitel wiederspiegelt. Leider trügt die harmlose Hülle etwas. Der Schreibstil ist simpel aber doch sehr dicht, die Gedankengänge von Mars sind gut nachzuvollziehen, die grausame Beschreibungen zum Ende hin sind leider auch sehr drastig.

Bewertung vom 19.12.2024
Åslund, Sandra

Still ist die Nacht / Maya Topelius Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Mittsommer in Schweden, Kriminalinspektorin Maya Topelius nimmt sich eine Auszeit bei einem Yoga Retreat ihrer Freundin Emeley. Bereits am ersten Abend kracht es bei den beiden mit einem lang gehüteten Geheimnis über Mayas Mutter. Der Abend verläuft feucht-fröhlich für alle bis die Ernüchterung kommt, im Schilf liegt ein Toter. Es handelt sich um Carl eine feste Größe der kleinen Schäreninsel. Maya ruft ihre Kollegen und ermittelt undercover im Retreat. Wenig später wird eine weitere Leiche gefunden und die Insel wird erst einmal abgeriegelt, keiner darf diese mehr verlassen was unter den Yoga Teilnehmern zu Angst und Wut führt. An ein entspannendes Retreat ist nicht mehr zu denken.

Am Ende schafft es Maya das Vertrauen der Dorfbewohner zu erhalten und kann sich unbemerkt umhören. Als ein Sturm die Insel unzugänglich macht wird es gefährlich.

Der zweite Teil um Maya Topelius verlangt einiges an Vorwissen von den Freundinnen von Maya, läßt sich aber auch alleine ganz gut lesen. Manche Längen hat das Buch aber es hat mich dennoch gut unterhalten. Der Spannungsbogen ist nicht gleichbleibend aber dennoch gegeben. Der Schreibstil ist eher ruhig, viele Beschreibungen der Insel, der Bewohner. Aber auch viele persönlichen Gedanken die zur Sprache kommen. Ich bin jetzt schon neugierig auf den letzten Band der Reihe.

Bewertung vom 15.12.2024
Pohl, Romy

Widder Willi will aber!


ausgezeichnet

Ich will, wer kennt das nicht vom Nachwuchs in der Trotzphase. So geht es auch Widder Willi der eigentlich glücklich und zufrieden inmitten seiner Schafherde und jeder versucht auf seinen Willen einzugehen bis es ans Schlafengehen geht. Am Ende sitzt Willi erschöpft in einer Pfütze und trifft auf den kleinen Steinbock Hörnchen der keinen Bock auf Regeln und Bevormundung hat.

Ein sehr schönes Kinderbuch für die Kleinen zum Vorlesen und selberlesen. Besonders der Wortwitz macht dieses Buch auch für Erwachsene zu einem netten Buch für zwischendurch. Die Illustrationen sind zauberhaft und die einzelnen Tiere werden gut gezeichnet.

Genauso wie die Tiere müssen auch die Kinder ihre Grenzen erfahren und ihren Willen durchsetzen bis sie später von der Kein-Bock Phase abgelöst werden und am Ende über ihren Schatten springen.