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Maily

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Insgesamt 97 Bewertungen
Bewertung vom 05.05.2022
Pataki, Allison

Sisi - Kaiserin wider Willen / Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe Bd.8


ausgezeichnet

„Sisi - Kaiserin wider Willen“ ist ein Roman über das Leben von Kaiserin Elisabeth, geschrieben von Allison Pataki. Es ist der achte Band aus der Reihe „Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe“. Die Bücher aus dieser Reihe kann man alle unabhängig voneinander lesen, da in jedem Buch eine andere außergewöhnliche Frau im Mittelpunkt steht.

In diesem Buch begleitet man Sisi über Jahre hinweg, wie sie als sehr junge bayerische Prinzessin Kaiser Franz Joseph ehelicht, zur Kaiserin gekrönt wurde und welche Schicksalsschläge sie durchmachen musste.
Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile. Insgesamt spielt der Roman in dem Zeitraum von 1853 bis 1867. Das Cover finde ich wunderschön gestaltet und sehr passend zur Geschichte.

Geschrieben ist das Buch in der dritten Person. Sisi selbst fand ich sehr sympathisch. Besonders ihre Verbundenheit zur Natur hat mir gut gefallen und dies ist im Roman sehr gut herübergekommen. In ihrem Leben musste Sisi sehr viele Schicksalsschläge erleiden und war den Intrigen sowie Machtspielen am kaiserlichen Hof ausgesetzt. Ich fand es wirklich sehr gelungen dargestellt, wie Sisi mit dem komplett anderen und streng protokollierten Leben als Kaiserin zu kämpfen hatte und habe die ganze Zeit über mit ihr gelitten. Die Autorin hat es außerdem sehr gut geschafft, die anfängliche Liebesgeschichte und spätere Entfremdung zu Kaiser Franz Joseph gut darzustellen. Auch wurde die Gemütsveränderung von Sisi im Laufe ihres Lebens sehr gut dargestellt und man hat schon den Anfang ihrer Depression sowie ihrer Essstörung erkannt. Allgemein fand ich, dass der Roman das Leben von Sisi sehr gut und authentisch herübergebracht hat. Auch die anderen Charaktere in diesem Buch waren alle sehr gut ausgearbeitet und realistisch dargestellt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, detailreich und angenehm zu lesen. Ich war sofort in der Geschichte und bin nur so durch die Seiten geflogen. Man möchte einfach immer weiterlesen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Zudem konnte ich mir durch den bildhaften Schreibstil der Autorin alles sehr gut vorstellen und hatte dadurch das Gefühl, wirklich in der Zeit von Sisi zu sein und mit ihr gemeinsam alles zu erleben.

Man hat wirklich gemerkt, dass die Autorin sehr viel und außerordentlich gut über das Leben von Sisi recherchiert hat. Im Anhang erfährt man, dass sie sehr viele Fakten zusammengetragen, sich wirklich an den tatsächlichen Fakten gehalten und den Rest ihrer eigenen Fantasie überlassen hat, da es sich hier um einen Roman und keine reine Biographie handelt. Außerdem fand ich es toll, dass es immer wieder Originalzitate von Sisi selbst im Buch gibt.

„Sisi - Kaiserin wider Willen“ von Allison Pataki konnte mich absolut begeistern und ich habe tolle Lesestunden mit dem Buch verbracht. Mich konnte der Roman über Sisi komplett überzeugen und finde, dass das Buch wirklich außerordentlich gut geschrieben und sehr nah an der Realität gehalten ist. Die Autorin hat es meisterhaft geschafft, das wirkliche Leben von Kaiserin Sisi perfekt zu erzählen. Absolute Leseempfehlung.

Bewertung: 5/5 ⭐️

Bewertung vom 24.04.2022
Stay, Mark

Rabenzauber / Die Hexen von Woodville Bd.1


sehr gut

„Die Hexen von Woodville - Rabenzauber“ ist der erste Band der gleichnamigen Trilogie von Mark Stay.

In diesem Buch geht es um die junge Faye Bright, die eines Tages das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter entdeckt. Darin erfährt sie, dass ihre Mutter eine Hexe war - was Faye auch zu einer macht. Als dann auch noch eine Armee von verzauberten und äußerst angriffslustigen Vogelscheuchen auftaucht, ist das Chaos vorprogrammiert.

Faye Bright als Protagonistin fand ich sehr sympathisch, mutig und willensstark. Sie lässt sich nicht von anderen Leuten unterkriegen und sagt, was sie denkt. Auch die anderen Dorfbewohner, besonders die zwei schrulligen alten Damen sowie die Vogelscheuchen, waren interessant und wirklich gut dargestellt.

Das Setting - ein kleines, idyllisches Städtchen namens Woodville in Kent im Jahre 1940 - fand ich sehr gelungen. Auch die eher düstere und geheimnisvolle Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Zudem finde ich das Cover wunderschön und auch sehr passend zur Geschichte gestaltet.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, locker und angenehm zu lesen. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und fand die Dialoge im Buch einfach genial. Der Autor hat einen sehr humorvollen Schreibstil, durch den ich wirklich sehr oft schmunzeln oder lachen musste. Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen und war sehr mitreißend. Sie ist voller Magie und Humor, gleichzeitig aber auch ernst bei gewissen Themen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Zauberkraft von Faye etwas mehr in den Vordergrund rückt, aber ich könnte mir vorstellen, dass das noch in den nächsten beiden Bänden kommt.

„Die Hexen von Woodville - Rabenzauber“ von Mark Stay ist ein sehr unterhaltsamer, fantasievoller, skurriler und wirklich extrem witzig geschriebener Roman, den ich in kürzester Zeit verschlungen habe. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band der Reihe und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Absolute Leseempfehlung.

Bewertung: 4,5/5 Sternen

Bewertung vom 18.04.2022
Speer, Sabine

Das Erbe des Pendragon


ausgezeichnet

„Das Erbe des Pendragon“ ist ein historischer Roman von Sabine Speer. Da ich sehr gerne Geschichten rund um die Artussage lese und sich der Klappentext sehr vielversprechend angehört hat, war ich schon sehr gespannt auf dieses Buch.

Geschrieben ist das Buch in der dritten Person. Die Figuren im Buch fand ich alle sehr gut ausgearbeitet. Iseabail, die von der Autorin erdachte Schwester von König Artus, fand ich sehr sympathisch und ich habe die ganze Zeit über mit ihr mitgefiebert. Sie ist selbstbewusst, mutig und geht ihren eigenen Weg. Auch die anderen Charaktere im Buch fand ich alle sehr vielschichtig und interessant.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Atmosphäre in diesem Buch konnte mich absolut begeistern und war wirklich beeindruckend. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir alles ganz genau vorstellen und hatte das Gefühl, wirklich in der Zeit von damals zu sein. Die Geschichte selbst ist durchgehend spannend und fesselnd. Es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig und man möchte einfach immer weiterlesen. Alles wirkte sehr authentisch auf mich und man hat wirklich gemerkt, dass sich die Autorin sehr gut mit der Materie auskennt. Zudem finde ich das Cover des Buchs wunderschön gestaltet.

„Das Erbe des Pendragon“ von Sabine Speer ist ein wirklich fesselndes Buch, das mich komplett in seinen Bann ziehen konnte. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe tolle Lesestunden mit dem Buch verbracht. Es ist ein wirklich sehr gut ausgearbeiteter historischer Roman, der für mich zu einem Lesehighlight geworden ist. Absolute Leseempfehlung.

Bewertung: 5/5 ⭐️

Bewertung vom 17.04.2022
Alsted, Tala T.

Lindenherz - 824 Jahre durch die Zeit


ausgezeichnet

Lesehighlight

„Lindenherz - 824 Jahre durch die Zeit“ ist ein Zeitreiseroman von Tala T. Alsted. Da ich sehr gerne Zeitreisegeschichten lese und mich der Klappentext sehr angesprochen hat, war ich schon sehr neugierig auf die Geschichte.

Erzählt wird die Geschichte aus der dritten Person von Katharina. Diese fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Ich habe die ganze Zeit über mit ihr mitgefiebert und fand die Liebesgeschichte zwischen ihr und Johann sehr berührend. Auch die anderen Charaktere fand ich alle sehr authentisch dargestellt und super ausgearbeitet.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir alles ganz genau vorstellen und ich hatte das Gefühl, wirklich mit dabei zu sein. Die Geschichte selbst fand ich unglaublich spannend und mitreißend. Es gab unerwartete Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Außerdem fliegt man nur so durch die Seiten und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Zudem hat die Autorin sehr gute Kenntnisse über das Leben im Mittelalter. Alle Beschreibungen im Buch waren sehr authentisch und glaubwürdig. Außerdem ist das Cover wirklich wunderschön gestaltet und sehr passend zur Geschichte.

„Lindenherz - 824 Jahre durch die Zeit“ von Tala T. Alsted ist ein wirklich fesselnder Zeitreiseroman, der mich komplett überzeugen konnte. Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und ich bin noch immer ganz begeistert von der Story. Ich habe wirklich tolle Lesestunden mit dem Buch verbracht und bin gerne mit Katharina durch die Zeit ins Mittelalter gereist. Für mich ist das Buch zu einem absoluten Lesehighlight geworden. Ich kann es wirklich wärmstens empfehlen.

Bewertung: 5/5 Sternen

Bewertung vom 10.04.2022
Boulley, Angeline

Firekeeper's Daughter


gut

„Firekeeper's Daughter“ ist der Debütroman von Angeline Boulley. Der Klappentext klang so spannend, dass ich schon ganz neugierig auf das Buch war.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Daunis. Sie ist mutig, sympathisch, sehr naturverbunden und steht zwischen zwei Welten. Auch die anderen Charaktere wurden sehr interessant dargestellt. Das Setting hat mir sehr gut gefallen und war absolut passend. Außerdem finde ich das Cover wirklich wunderschön gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, jugendlich und durch den bildhaften Schreibstil konnte mir alles genau vorstellen. Die Geschichte setzt sich mit ernsten Themen auseinander und bringt einen zum Nachdenken. Ich fand es sehr spannend, mehr über die Sprache, Traditionen und die Kultur der Native Americans zu erfahren und habe sehr viel darüber gelernt. Die Autorin hat einem alles sehr verständlich und authentisch näher gebracht. Zudem finde ich es toll, dass es hinten im Buch ein Glossar und Erklärungen der wichtigsten Begriffe sowie eine historische Einordnung gibt.

Anfangs hatte ich leider etwas Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Man bekommt hier sehr viel Hintergrundwissen über die Familie von Daunis, die Kultur und Bezeichnungen der Native Americans und die eigentliche Geschichte nimmt erst viel später an Fahrt auf. Mir persönlich hat es leider insgesamt etwas an Spannung gefehlt und ich fand die Geschichte auch etwas zu ausschweifend erzählt. Außerdem werden in der Geschichte sehr sensible Themen angesprochen und daher hätte ich mir bei diesem Buch eine Triggerwarnung gewünscht.

„Firekeeper's Daughter“ von Angeline Boulley ist ein Jugendthriller, der mich persönlich leider nicht komplett überzeugen konnte.

Bewertung: 3,5/5 ⭐️

Bewertung vom 07.04.2022
Chakraborty, S. A.

Die Stadt aus Messing


ausgezeichnet

Jahreshighlight - absolute Leseempfehlung

„Die Stadt aus Messing“ ist der erste Band der Daevabad-Trilogie von S. A. Chakraborty. Der Klappentext hat sich so spannend und interessant angehört, dass ich schon sehr neugierig auf die Geschichte war.

Die Charaktere in diesem Buch sind alle sehr einzigartig und vielschichtig dargestellt. Erzählt wird die Geschichte aus der dritten Person abwechselnd von Nahri und Ali. Dadurch, dass es einen Wechsel zwischen den Perspektiven gibt, konnte man die Gefühle und Ansichtsweisen der beiden sehr gut nachvollziehen. Nahri ist sehr sympathisch, klug und nicht auf den Mund gefallen. Sie trifft ihre eigenen Entscheidungen, ist selbstbewusst und geht ihren eigenen Weg. Ali, der jüngste Sohn des Königs, hat mit inneren Konflikten zu kämpfen und wurde im Laufe der Geschichte immer interessanter. Auch Dara, ein Afshin, habe ich in mein Herz geschlossen.

Das Setting konnte mich komplett begeistern. Die Autorin hat eine wunderbare Welt erschaffen und man hatte das Gefühl, wirklich direkt vor Ort zu sein. Man hat hier ein 1001-Nacht-Feeling bekommen und die Atmosphäre in diesem Buch konnte mich absolut begeistern.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir alles genau vorstellen. Außerdem finde ich es sehr gut, dass sich die Autorin so viel Zeit genommen hat, um alles genau zu erklären. Man bekommt so einen wirklich guten Eindruck über die Regeln und Ordnungen in dieser Fantasy-Welt. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den ganzen neuen Begriffen, aber das hat sich schnell gelegt. Super finde ich es, dass es im Buch eine Übersicht mit den wichtigsten Charakteren, zwei Karten sowie ein Glossar gibt. Die Geschichte selbst ist durchgehend spannend und actionreich. Man fliegt nur so durch die Seiten und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Es wird nie langweilig und man möchte einfach immer weiterlesen.

„Die Stadt aus Messing“ von S. A. Chakraborty ist für mich zu einem Jahreshighlight geworden. Die Geschichte konnte mich absolut begeistern und ist für mich eines der besten Fantasybücher, die ich jemals gelesen habe. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe. Absolute Leseempfehlung.

Bewertung: 5/5 ⭐️

Bewertung vom 05.04.2022
Nix, Garth

Die magischen Buchhändler von London Bd.1


ausgezeichnet

Absolutes Lesehighlight

„Die magischen Buchhändler von London“ ist ein Fantasyroman von Garth Nix. Der Klappentext hat sich sehr spannend und vielversprechend angehört und so war ich schon sehr neugierig auf diese Geschichte.

Die Charaktere in diesem Buch sind wirklich einzigartig. Besonders Merlin, Susan und Vivien fand ich sehr sympathisch. Merlin ist klug, charmant und hat einen besonderen Kleidungsstil. Susan ist mutig, taff und sie bringt nichts aus der Ruhe. Vivien, die Schwester von Merlin, ist loyal und hilft wo sie kann.

Geschrieben ist das Buch in der dritten Person. Die Geschichte selbst ist durchgehend spannend, actionreich, fesselnd und es ist zu keinem Zeitpunkt langweilig. Auch das Setting hat mir gut gefallen und ich fand es sehr passend. Das Cover des Buchs finde ich zudem wunderschön gestaltet und es ist ein wahrer Eye-Catcher.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, angenehm zu lesen und sehr unterhaltsam. Man fliegt nur so durch die Seiten und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir außerdem alles genau vorstellen.

Der Fantasyroman „Die magischen Buchhändler von London“ von Garth Nix konnte mich komplett überzeugen und ist für mich zu einem Lesehighlight geworden. Ich bin noch immer sehr begeistert von dieser tollen Geschichte und hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Absolute Leseempfehlung.

Bewertung: 5/5 ⭐️

Bewertung vom 03.04.2022
Cadan, Amelia

Blossom Bd.1


sehr gut

„Blossom“ ist der Debütroman von Amelia Cadan. Der Klappentext hat sich so interessant angehört, dass ich schon sehr neugierig auf die Geschichte war.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Jun und Leith. Beide fand ich sehr sympathisch, authentisch und auch realistisch dargestellt. Besonders gut gefallen hat mir, dass Leith ein Good Boy ist und nicht, wie in vielen anderen Geschichten oft der Fall, ein Bad Boy. Er ist hilfsbereit und fürsorglich. Auch Jun ist hinter ihrem Schutzpanzer ganz anders, als sie es nach außen zeigt. Im Laufe der Geschichte bekommt man mit, was hinter ihrer kühlen Fassade steckt, warum sie sich so verschlossen gegenüber anderen Personen verhält und mit was sie zu kämpfen hat. Zudem haben mir die Nebencharaktere, besonders Lizzy und Ryder, sehr gut gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, leicht und angenehm zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte fand ich sehr spannend und mitreißend. Nur gegen Ende hin fand ich die Dinge etwas zu schnell abgehandelt und die ganzen Zeitsprünge waren etwas verwirrend.
Das Cover ist wunderschön und mir gefällt die Farbkombination sehr gut. Mit diesem Cover vermutet man eine lockere Liebesgeschichte. Jedoch werden hier ernste und wichtige Themen angesprochen.

Gerade weil hier ernste Themen angesprochen werden, finde ich es schade, dass in diesem Buch keine Triggerwarnung vorhanden ist. Die Liebesgeschichte zwischen Jun und Leith ist sehr emotional und auch bedrückend, besonders das dunkle Geheimnis von Jun. Es werden hier sehr sensible Themen angesprochen, die traumatisierte Personen durchaus triggern könnten. Daher wäre meiner Meinung nach eine Triggerwarnung durchaus angebracht gewesen.

„Blossom“ von Amelia Cadan ist ein sehr gelungener Debütroman, der mich begeistern konnte und wirklich wunderschön geschrieben ist. Ich habe tolle Lesestunden mit dem Buch verbracht, freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe und kann dieses Buch wärmstens empfehlen.

Bewertung: 4/5 ⭐️

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.03.2022
Speer, Sabine

Lancelots Stille


ausgezeichnet

„Lancelots Stille“ von Sabine Speer handelt von Lancelot, der in einem Monolog seine letzten Worte an den auf dem Schlachtfeld sterbenden König Artus richtet. Da ich sehr gerne Geschichten rund um die Artussage lese, war ich schon sehr gespannt auf dieses Buch.

In seinem Monolog versucht Lancelot sein Leben kritisch vor seinem sterbenden König zu reflektieren. Lancelot stellt sich nicht nur unbequeme Fragen, sondern philosophiert zudem kritisch über sein Handeln.
Lancelot selbst fand ich sehr authentisch und gelungen dargestellt. Man konnte wirklich in sein Innerstes blicken. Hinter die Maske des Helden. Lancelot selbst sieht sich hier nicht als Held der Geschichte, sondern reflektiert sein Leben und sieht sich hier eher als Versager.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und fand es sehr gelungen, wie Lancelot dargestellt wurde. Außerdem gibt es in diesem Buch sehr viele philosophische und poetische Stellen, die mir sehr gut gefallen und mich auch zum Nachdenken gebracht haben.
Die Autorin hat es wirklich meisterhaft geschafft, die Artussage spannend neu zu erwecken. Man hat gemerkt, dass sie sich sehr gut mit der Materie auskennt.

Empfehlenswert wäre es, ein gewisses Vorwissen über die Artus-Legende haben, um wirklich alles verstehen zu können.

„Lancelots Stille“ von Sabine Speer ist ein wirklich gelungenes Buch, das mich komplett überzeugen konnte. Ich habe kurzweilige Lesestunden mit dem Buch verbracht und kann es allen wärmstens empfehlen, die gerne Geschichten rund um die Artussage lesen.

Bewertung: 5/5 ⭐️

Bewertung vom 01.03.2022
Böhm, Nicole

Golden Hill Touches / Golden Hill Bd.1


sehr gut

Ein gelungener Auftakt und ein wahres Wohlfühlbuch

„Golden Hill Touches“ ist der Auftakt der Golden-Hill-Reihe von Nicole Böhm. Da sich der Klappentext sehr interessant und vielversprechend angehört hat, war ich wirklich sehr neugierig auf diese Geschichte.

In dem Buch geht es um Parker, der aus der Golden Hill Ranch, die früher seinen Großeltern gehört hat, eine Pferdetherapiestätte machen möchte. Dabei stößt er auf sehr großen Widerstand bei der Dorfgemeinschaft von Boulder Creek und auch seine Jugendliebe Clay ist zunächst gar nicht erfreut, ihn wiederzusehen.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Parker und Clay. Dadurch, dass es einen Wechsel zwischen den Perspektiven gibt, konnte man die Gefühle und Ansichtsweisen der beiden sehr gut nachvollziehen. Auch fand ich die Rückblicke in die Vergangenheit passend, da man so erfahren hat, was vor elf Jahren vorgefallen ist und warum nicht alle begeistert von Parkers Idee sind.
Parker und Clay haben beide ihre Ecken und Kanten. Ich fand die Entwicklung von beiden sehr spannend und besonders toll fand ich, dass Parker niemals aufgegeben hat, obwohl ihm sehr viele Steine in den Weg gelegt worden sind. Außerdem fand ich es toll, dass es kein unnötiges Drama gab und ich fand auch das Ende sehr passend.

Das Setting in den Bergen Montanas war wirklich atemberaubend schön und konnte mich komplett überzeugen. Auch die Atmosphäre in dem Buch war wirklich toll. Ich fand die Verbundenheit zur Natur, das idyllisches Städtchen sowie die Pferderanch sehr passend und wundervoll. Außerdem passt dieses wunderschöne Cover wirklich wunderbar zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, detailreich und angenehm zu lesen. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir alles genau vorstellen und ich hatte das Gefühl, dass ich mich wirklich auf der Golden Hill Ranch von Parker befunden habe. Zudem hat man wirklich gemerkt, dass die Autorin sehr viel Pferdeerfahrung besitzt.

Allerdings konnte ich nicht wirklich eine richtige Verbindung zu den beiden Hauptpersonen aufbauen und fand, dass sich der Anfang etwas gezogen hat. Außerdem fand ich das Verhalten der Bewohner Boulder Creeks gegenüber Parker etwas zu verbohrt, zu nachtragend und sehr übertrieben. Immerhin sind inzwischen elf Jahre vergangen.

„Golden Hill Touches“ von Nicole Böhm ist ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe und ein wahres Wohlfühlbuch. Es ist eine sehr ruhige und schöne Liebesgeschichte mit einem Hauch von Drama. Überzeugen konnte mich das Buch mit seinem wirklich wunderschönen Setting, dem tollen Schreibstil der Autorin und der Verbundenheit zur Natur und den Pferden.