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Ecinev
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Frankfurt

Bewertungen

Insgesamt 92 Bewertungen
Bewertung vom 17.04.2025
Welk, Sarah

FREI - Bester Sommer (FREI 1)


ausgezeichnet

Neapel, Hamburg, Berlin, Wien und jetzt Rottloch? Das ist ein Witz findet Joshua der mit seiner Mutter, einer erfolgreichen Künstlerin schon zig mal umgezogen ist. Jetzt gerade meint sie, neue Inspiration in dem kleine Ort Rottloch zu finden. Joshu hasst es, jedes Mal in der Schule der Neue zu sein und keine Freunde zu haben. Er zweifelt, dass sich jetzt daran etwas ändert. Doch diese Schule ist anders mit einer sehr jungen Schulleiterin wagen sie ein Experiment, die Jugendlichen sollen Tage allein im Wald verbringen und dort übernachten. Joshuas bunt zusammengewürfelte Gruppe marschiert los um an festgelegten Rastplätzen Übernachtungsmöglichkeiten und Lebensmittel zu finden. Die Jugendlichen müssen zusammenhalten und doch steht bald alles Kopf.

Ein gutes Buch für die Zielgruppe geeignet. Der Schreibstil ist einfach und man kann sich gut in die Gefühlswelt der 14-jährigen einfinden. Teilweise ein wenig sarkastisch und übertrieben um am Ende doch alles zu einem guten Ende zu bringen und Joshua gegenüber seiner Mutter aufbegehrt. Auch wenn ich der Zielgruppe längst entwachsen bin, hat mich das Buch gut unterhalten.

Bewertung vom 17.04.2025
Bell, Theresa

Sepia und die Verschwörung von Flohall / Sepia Bd.2


ausgezeichnet

Im 2. Jahr in Flohall beginnt für Sepia die Vorbereitung auf die erste Prüfung. Doch es geschehen merkwürdige Dinge und die Buchstaben die Sepia setzen will, verändern sich vor ihren Augen und lassen geheimnisvolle Botschaften sichtbar werden. Seit Sepia herausgefunden hat, dass Tintenmagie in ihr ruht spürt sie magische Dinge immer stärker. Mit ihren Freunden Stanzio und Niki entdeckt sie immer wieder neue Sachen in Flohall und auf den stattfindenden Festen. Auf einem Schiff voller Antiquitäten entdeckt sie einen Spiegel der das wahre Gesicht zeigen soll. Doch plötzlich taucht eine dunkle Kreatur auf. Geheimnisvolle Dinge geschehen rund herum und Meister Silbersilbe ist kaum noch zu Hause um die Fragen zu beantworten.
Zum Ende hin wird es wieder richtig spannend und Sepia und ihre Freunde beweisen wieder außerordentlichen Mut und überführen die Übeltäter.

Der Schreibstil ist einfach und packend. Sehr viele Cliffhänger machen es einem schwer das Buch aus der Hand zu legen. Ich kann es kaum erwarten das finale Buch von Sepia aus Flohall zu lesen

Bewertung vom 30.03.2025
Ibañez, Isabel

What the River Knows / Geheimnisse des Nil Bd.1


ausgezeichnet

Buenos Aires 1884, die 19 jährige Inez Olivera lebt bei ihrer Tante und ihren Cousinen und wartet sehnsüchtig auf einen Brief ihrer Eltern die das halbe Jahr in Ägypten verbringen. Zu gern möchte sie mit ihnen nach Ägypten. Doch der Brief kündigt ein Unheil an, die Eltern beide verstorben, ein Onkel übernimmt ihre Vormundschaft. Nichts kann sie jetzt mehr in Buenos Aires halten und so verschwindet sie aus dem Haus und macht sich auf die lange Seereise nach Alexandria. Dort angekommen wird sie nicht etwa, wie erwartet, freudig aufgenommen sondern ein Angestellter ihres Onkels soll sie gleich wieder auf den nächsten Dampfer gen Argentinien schicken. Sie entwischt erneut und läßt den jungen Whitford Hayes mit ihrem gesamten Gepäck stehen.

Das Buch hatte auf mich eine interessante Mischung aus ein wenig Phantasie mit einem Liebesroman. Besonders die Dialoge zwischen der störrischen Inez und Whit sind klasse. Allerdings hat das Buch doch einige Längen und wirkt durch wiederkehrende Begebenheiten langatmig während das Ende fast zu kurz kommt. Besonders der fiese Cliffhänger lässt mich jetzt schon ungeduldig auf den 2. Teil warten.

Der Schreibstil ist sehr lebendig, die Gepflogenheiten Ende des 19. Jahrhunderts werden gut dargestellt ebenso wie die Personen der Reisegruppe in Ägypten. Das Cover ist sehr gelungen und edel. Die spanischen Kapitelüberschriften finde ich etwas unpassend, da hätte ich mir etwas mehr mit Bezug zu Ägypten vorgestellt.

Bewertung vom 29.03.2025
Thorpe, Rufi

Only Margo


sehr gut

Nachdem Margo von ihrem Professor schwanger wurde und trotz anderer Ratschläge beschließt das Kind zu bekommen, ist sie chronisch knapp bei Kasse. Ihr Kellnerjob wurde ihr ebenfalls gekündigt, da sich das Leben mit einem Baby ohne festen Babysitter nicht vereinbaren läßt. Als dann auch noch 2 Bewohner aus der gemeinsamen WG ausziehen muss die doppelte Miete gestemmt werden. Da bekommt sie unerwartet Hilfe von ihrem Vater Jinx, einem ehemaligen Wrestling Star. Als sie klein war, hat er die Familie oft im Stich gelassen, jetzt möchte er für Margo da sein.
Außerdem findet sie Zugang zu der Seite Only Fans, einer Seite auf der mit pornografischen Bildern Geld generiert wird. Wäre das auch etwas für Margo? Kurzentschlossen produziert sie Content für die Seite und wird erfolgreich.

Ganz schön viel Chaos was in diesem Buch erzählt wird. Es ist mein erstes Buch von Rufi Thorpe und auch von Only Fans habe ich noch nie gehört, ist nicht meine Zielgruppe. Trotzdem hat mich das Buch recht gut unterhalten. Der Schreibstil ist teilweise etwas vermixt mit erzählendem Schreibstil und Ich -Form was mich etwas irritiert hat. Ansonsten gelingt es Rufi Thorpe den Überblick zu behalten. Die Personen werden gut dargestellt, teilweise etwas überspitzt wenn es zu den Anwälten und Psychologen geht. Irgendwie hätte ich mir unter dem Klappentext etwas anderes vorgestellt.

Bewertung vom 29.03.2025
Finlay, Alex

Allein gegen die Lüge


ausgezeichnet

Der Filmstudent Matt Pine feiert gerade noch fröhlich mit seinen Freunden als er die Nachricht erhält, seine gesamte Familie ist offenbar Opfer eines Gaslecks in einer mexikanischen Ferienunterkunft geworden. Die örtliche Polizei tut es als ein Unfall ab aber warum schaltet sich das FBI in die Ermittlung ein? Die hartnäckige FBI Agentin Sarah Keller vermutet einen heimtückischen Mord. Es ist nicht das erste Mal, dass die Familie Pine in der Öffentlichkeit steht. Vor Jahren wurde der älteste Sohn verhaftet weil er beschuldigt wird ein junges Mädchen während einer Hausparty umgebracht haben soll.
Als Matt nach Mexiko reist um die sterblichen Reste seiner Familie einzusammeln gerät er selbst in einen Hinterhalt und entkommt nur knapp. War es also tatsächlich ein Mord an der Familie Pine?

Abwechselnd mit Rückblicken aus dem Leben der Familie Pine zuvor erfährt man, dass die 14-jährige Maggie und ihr Vater immer immer noch damit bemüht sind die Unschuld von Danny Pine zu beweisen. Dann gibt es noch einen True-Crime Podcast von Reportern die die Familie beleuchten. Und die Gegenwart in der Matt in Mexiko in einen Hinterhalt gerät.

Das Buch ist eine rasante Jagd nach der Wahrheit die am Ende im ländlichen Nebraska ans Licht kommt und tief in die Vergangenheit reicht. Der Schreibstil ist lebendig, die Personen werden gut beschrieben. Ein paar Längen hat das Buch mit seinen rund 490 Seiten aber es bleibt spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Bewertung vom 29.03.2025
Bußmann, Nina

Drei Wochen im August


gut

Der Klappentext hat ein intensives Kammerspiel in der Hitze des französischen Sommers. Dennoch ist es vorhersehbar, dass die Idylle trügt wenn mehrere psychisch labile Menschen in einem abgelegenen Ferienhaus aufeinandertreffen.

Anfangs sind die Beschreibungen von Elena die mit ihren Kindern, einem Kindermädchen und einer Freundin ihrer Tochter in dem Ferienhaus eintreffen noch interessant aber bald wird es langweilig weil einfach nichts passiert.

Der Schreibstil mit der latenten Grundspannung ist leider nicht sehr fesselnd. Es wird viel auf die psychologische Schiene gesetzt. Wie schaffen es Elena und Eva, das Kindermädchen für die die Kinder eigentlich längst zu alt sind nebeneinander her in einem Haus zu leben? Klar, läßt Eva sich den Aufenthalt gut bezahlen und fordert immer mehr ihr Recht auf eigene Ferien ein. Die Kinder sind merkwürdig und wirken irgendwie hölzern.

Als Urlaubslektüre nur bedingt geeignet hat mich das Buch kopfschüttlend zurück gelassen.

Bewertung vom 27.03.2025
Piontek, Sia

Der Wolf im dunklen Wald / Ein Carla-Seidel-Krimi Bd.2


sehr gut

Der erste Teil um Carla Seidel im Wendland hat mich überzeugt. Daher war klar, den zweiten Teil will ich auch lesen.

In einem Forst im Wendland wird bei einer Treibjagd ein Toter gefunden. Brisanterweise war Lana, Carlas hochsensible Tochter, an diesem Morgen ebenso im Wald auf einem Hochsitz mit dem Sohn des Jagdveranstalters. Der Tote, ein Teilnehmer der Jagd hatte nicht nur Freunde doch die Ermittlungen ziehen sich. Dieses Mal übernimmt Carla die Führung bei den Ermittlungen und so spielt ihr Privatleben ebenfalls eine große Rolle. Man erfährt was Auslöser zu Carlas Flucht ins Wendland und ihrer Tochter die jetzt 18 Jahre wird.

Eigentlich sollte Carla wissen, wie sensibel Lana reagiert und ihr Flipchart mit Ermittlungs Gedanken nicht offen zugänglich deponieren. Dann kommt es zu einem zweiten Toten und einem packenden Showdown.

Im Vergleich zum ersten Teil hatte die Fortsetzung schon einige Längen, die Ermittlungen drehen sich im Kreis, Carlas bewegtes Privatleben spielt eine sehr große Rolle und läßt ihren Zwispalt deutlich werden der Annäherung zu ihrer Tochter und deren rebellisches Aufbegehrens zur Entnabelung von der Mutter.

Der Schreibstil ist angenehm, man kommt gut in die Geschichte rein, die Personen werden gut beschrieben und eine Grundspannung ist gegeben. Ich bin schon gespannt auf einen dritten Teil.

Bewertung vom 01.03.2025
Beck, Jan

Zimmer 103. Hotel der Angst / Simon Dorn und Lea Wagner ermitteln Bd.1


ausgezeichnet

Karla Hofbauer, Mitarbeiterin des Bundeskriminalamts in Wien ist auf Undercover Tour in Hamburg und stellt merkwürdige Fragen, wenig später liegt sie ermordet am Elbufer. In Wien gerät die unkonventionelle Kriminalpolizistini Lea Wagner wieder einmal mit ihrem Chef aneinander und wird suspendiert. In einem heruntergekommenen Hotel in Bad Gastein suchen Kinder nach einer spektakulären Mutprobe und wollen in das verschlossene Hotel einbrechen. Das Hotel gehört der Familie des Kriminalpsychologen Simon Dorn der statt Gäste dort ganz andere Dinge aufbewahrt. Doch das werwahrloste Haus gilt als Schandfleck in dem Kurort. Als sein erwarteter Gast nicht eintrifft realisiert er, dass etwas passiert sein muss.

Es ist eine spannende Spurensuche in diesem neuen Thriller von Jan Beck mit einem überraschenden Ende. Die Personen werden gut eingeführt und sind sehr lebendig geschildert. Die untergründige Spannung schafft es bis zum spannenden Ende die Leser bei der Stange zu halten. Der Schreibstil ist sehr lebendig, das Cover nur schlicht. Ich bin gespannt auf weitere Fälle um Simon Dorn und Lea Wagner.

Bewertung vom 01.03.2025
Westerkamp, Stina

Nachtflut


ausgezeichnet

An der Ostsee droht eine Sturmflut mit Deichbrüchen. In einem kleinen Ort harrt Elisa immer noch zu Hause aus. Nach dem Tod ihrer Schwester hat sie Panikattacken und ist tablettenabhängig.
Gerade als sie es geschafft hat ein paar Sachen zu packen und sich in Sicherheit zu bringen, entdeckt sie die Katze ihrer Nachbarn um die sie sich schon gekümmert hat. Dann bemerkt sie, dass die Nachbarn entgegen anderer Aussagen noch immer im Haus sind. Wenig später kracht ein Baum auf ihr Haus und ihr Auto und eine Flucht ist unmöglich und ihr ganzer Tablettenvorrat ist ebenfalls zerstört. Sie muss sich also mit den Nachbarn arrangieren. Schnell merkt sie, dass diese nicht die lieben Nachbarn von nebenan zu sein scheinen.
Daneben ist die JVA auch von dem Hochwasser bedroht und muss evakuiert werden. Dort sitzt der Mann der ihre Schwester getötet hat und Rache geschworen hat und Elisa droht eine neue Panikattacke.
Die Dramatik ist spürbar in diesem spannenden Buch. Der Schreibstil ist lebendig und mitreißend, man fühlt mit Elisa mit auch wenn die Tablettensucht sehr ausufernd beschrieben wird. Das Ende hat noch einmal einmal eine Überraschung mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ich hoffe auf weitere Bücher von Stina Westerkamp.

Bewertung vom 01.03.2025
Sanders, Nicola

Don't Let Her Stay


ausgezeichnet

Joanne ist glücklich mit ihrer kleinen Tochter Evie in einem Haus abseits eines Dorfes. Sie stellt es sich zunächst auch schön vor als ihr Mann erzählt, dass seine Tochter aus erster Ehe sie besuchen wolle. Da Joanne auch langsam wieder anfangen möchte zumindest teilzeit von zu Hause aus in ihrem alten Beruf zu arbeiten, hätten sie einen Babysitter gefunden. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit, ist Chloe wirklich das nette Kind dass nach einem traumatischen Erlebnis wieder Fuß fassen muss? Joannes beruflicher Neustart misslingt und sie traut Chloe nicht mehr über den Weg.Gleichzeitig hat sie immer mehr Zweifel an ihrer eigenen Gesundheit, gestreut von ihrem Ehemann.

Es ist recht schnell klar, wohin die Reise in dem Buch geht, das Thema ist nicht neu trotz überraschender Wendungen. Der Schreibstil ist einfach fesselnd, in Ich-Form aus Sicht von Joanne werden ihre Ängste und Zweifel deutlich. Der Handlungsort ist recht eingeschränkt, innerhalb der eigenen vier Wände und nur wenig Beteiligten von außerhalb. Die Person von Joanne halte ich für sehr naiv und ohne großes Selbstvertrauen. Das Ende ist etwas abrupt, da hätte es ruhig noch etwas Aufklärung bedarft. Ein Buch das man nur schwer aus der Hand legen kann.